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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mit Autor Martin & Maho Clauß - Die Saat der Yôkai (Seiten 005-097)


Warin
13.05.2008, 18:41
Kapitel 1-10

Japan im 8. Jahrhundert: Ein unheimlicher Schatten zieht durch das Kaiserreich und droht, es ins Chaos zu stürzen. Eine kleine Gruppe Verwegener soll dem schrecklichen Treiben Einhalt gebieten. Ihr gehört auch der Junge Hayate an, auf den das größte Abenteuer seines Lebens wartet: Er lernt bizarre Zauberwesen kennen, muss hinter Masken schauen, Feinden vertrauen und vieles revidieren, was er für wahr und richtig hielt.

RickyLee
15.05.2008, 12:25
Jaaaah, endlich! Endliiiiich!

Ich musste mich SO zurückhalten, das Buch nicht in einem Rutsch durch zu lesen! Ihr seid so grausam O.O
Und ich habs nicht wirklich durchgehalten (aber ein Bisschen gebremst hab ich mich schon, also ganz durch bin ich noch nicht) ... egal.
Ich habe mir ja während des Lesens Notizen gemacht:

Allein der Anfang hat mir schon super gefallen:
Die Anfangsrede von Hayate mit der Beschreibung seines Vaters hat mich sehr an "das Schwert in der Stille" erinnert. Ein sehr schönes Buch, vor allem sehr schön geschrieben, aber nach ca. 100 Seiten muss man eine Pause einlegen, weil das schön beschriebene und diese tollen asiatischen Metaphern einfach irgendwann zu viel werden.

Ein Mensch kann nunmal nur eine begrenzte Anzahl von einfallsreichen Naturbeschreibungen zu sich nehmen.

Diesen Bruch in der Erzählung, in der Hayate also nach Formulierungen sucht, sich selbst vorstellt und mit gewisser Resignation von seinem Leben erzählt (ich wette, mein Vater dachte an einen Hobel, als er mir diesen Namen gab) finde ich sehr einfallsreich und sehr amüsant. Vor allem entdecke ich bei seiner Vorstellung gewisse Parallelen zu mir. Wenn ich anfange Tagebuch zu schreiben (und das versuche ich ca. 5 Mal im Jahr) weiß ich auch nie, wo ich anfangen soll und unterhalte mit auf ähnlich Weise mit den imaginären Lesern.
Und mit ein Bisschen Humor öffnet man bei mir sowieso alle Türen. :)

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Die Palastbeschreibung im nächsten Kapitel war auch sehr toll zu lesen, man hatte fast das Gefühl, man ist da und ohne das gesamte Bauwerk und alles drumherum architektonisch genauestens und detailreich zu beschreiben, konnte man sich den Ort gut vorstellen. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass der Autor/die Autoren (ich weiß nicht, wie viel jeder an der Geschichte geschrieben/mitgearbeitet hat) skizzieren Charaktere und Orte vielleicht nur kurz, dafür allerdings eindrücklich.

Und jetzt weiß ich auch endlich, was Mikado eigentlich heißt...

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Diese Überfahrt ist am Anfang ein wenig sehr typisch. Natürlich muss sich der Omnyooo..Omni... *luft hol* Onmyoji gedanklich über alle anderen stellen und natürlich will er trotz aller Gegenargumente weiterfahren.
Die Wende kam jedenfalls sehr... überraschend und es bleibt definitv spannend.

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Die Tauchszene mit Iso war vielleicht etwas lang, dennoch aber sehr gut beschrieben. Ein wenig gestört hat es mich, dass wieder das alte Muster folgt:
- Gute Menschen sehen hübsch aus
- Schlechte Menschen sind hässlich

Die Frau auf dem Boot und ihr Vater(?): Pockennarbig und mit spitzem Kinn.
Der Onmyoji: Edler Ausdruck, sanfter Blick...
Wobei natürlich noch offen bleibt, ob der gute Onmyoji tatsächlich so gut ist... Er hat gegenüber Iso ja schons sowas angedeutet

Die Small-Talk-Szenen mit Hayate haben diese ehrenvolle Grundstimmung des ersten Teiles schön aufgelockert.
Insgesamt hat man nach dem Lesen bis Seite 97 einen guten Überblick über die Vorgeschichte und ist soweit gut mit allen Aspekten "versorgt".
Es wird also Zeit, dass die Hauptperson auf den Plan tritt *grins*

Shiya
15.05.2008, 13:08
So, ich habe gestern in einem Rutsch Kapitel 1-7 gelesen (entschuldigt, aber ich konnte einfach nicht aufhören) und möchte gleich mal meinen Senf dazu geben :)

Kapitel 1:
Ui, das hat mich geschockt, überrascht... Irgendwie war das so ganz und gar nicht das, was ich erwartet hatte. Ein kleiner Junge begrüßt mich, redet überhaupt nicht in Fantasy- Manier mit mir und aus irgendeinem Grunde dachte ich tatsächlich er lebt zur heutigen Zeit. Frech ist er und zieht trotzdem meine ganze Aufmerksamkeit auf sich. Dieses Kapitel habe ich dann bis zum Schluss mit gemischten Gefühlen gelesen. Am Ende dann ein "Vertraut mir" und ich war gefangen in der Geschichte. Mal was anderes...

Kapitel 2 und 3:
Okay, Szenenwechsel. Zeitwechsel? Zumindest wusste ich dann, wann das Folgende spielen würde. Und damit kam dann auch die Fantasy. Die Onmôji verbrennen ein Buch. So weit so gut. Was hat es aber mit diesem Buch auf sich? Bei so viel Mühe muss es ein äußerst gefährliches, mächtiges Buch sein. Aber was beinhaltet es und warum wollen die Onmôji verheimlichen, dass sie es wiederhergestellt haben? Und warum haben sie das getan, wenn sie denn genau wissen, dass der Inhalt des Buches gefährlich ist?
Fragen über Fragen. Aber dieses Buch scheint eine zentrale Rolle zu spielen.

Kapitel 4:
Ah, das war ein Kapitel wie ich es liebe. Aber natürlich wieder ein Szenenwechsel und ein neuer Protagonist, dessen Name nicht verraten wird. Merkwürdig, merkwürdig. Und obwohl das zu einer anhaltenden Distanz führte, leidete ich doch mit ihm mit als er um sein Leben kämpfte. Obwohl er eigentlich Schuld war. Nunja, er tat mir trotzdem leid, wie er zum Schluss einsam auf See trieb. (mit zerstörten Fingernägeln - wie grausam).
Aber natürlich kamen schon wieder etliche Fragen auf. Wer ist der Mann? Wo reist er hin? Und warum?
Was mir wirklich unheimlich an diesem Kapitel gefiel, war die Beschreibung des Kampfes. Die Papierstreifen, Elemente, die magischen Zeichen. Ja, großartig.

Kapitel 5:
"Erinnert ihr euch noch an mich, an Hayate, den Handwerkerjunge?"
Natürlich, wie könnte ich dich vergessen, wo du mich doch so nett begrüßt hast *grins* Aber ob ich voller Ungeduld auf sein Auftreten in der Geschichte warte, weiß ich noch nicht. Irgendwie fehlt mir noch der Zusammenhang. Okay, dass er derjenige ist, der mir die Geschichte erzählt und dass er damals lebte, ist mir bereits klargeworden. Aber trotzdem fehlt mir noch der Bezug. Und im Moment mag ich Hayate noch nicht wirklich (wahrscheinlich liegt das daran, dass ich es generell nicht so mag, wenn jemand aus einem Buch mit mir spricht). Aber das wird kommen. Hoffentlich.

Kapitel 6 und 7:
Schon wieder ein neuer Protagonist, aber dieses Mal gibt es auch einen Namen. Iso. Ob sie wichtig ist? Ihre Geschichte jedenfalls scheint es zu sein. Und die Ama ist mir gleich sympathisch. Die Beschreibungen ihrer Gefühle gegenüber des Sees und allgemein ihre Meinung gefällt mir sehr gut und ich hoffe, dass man Iso später noch einmal wiedertrifft.
Aber: schon wieder so viele neue Fragen ^^ Was hat es bloß mit diesen Eiern auf sich? Wer ist dieser Onmôji? Ist er gut oder böse? Er hat vor das Grauen zu säen. Uhhhh.... Spannung pur. Ich befürchte ja, dass alle Onmôji etwas Böses vorhaben.... Oder doch nicht?


Also die ersten Kapitel haben mir wirklich seeeehr gefallen. Okay, ich haben nun unendlich viele Fragen und der Zusammenhang zwischen allen Geschichten ist mir (noch) nicht klar. Aber das ist auch gut so, denn genau so mag ich das.
Den Schreibstil liebe ich. Ich finde es wunderschön wie die Gefühle, Orte und Personen beschrieben werden. Nicht zu lang, nicht zu kurz. Immer genau richtig, dass es nicht langweilig wird und man immer weiterlesen möchte.
Und Japan als Schauplatz ist sowieso faszinierend. Ich liebe dieses Buch schon jetzt.
Mal sehen, was passiert, wenn Hayate auftaucht...

Hathor
16.05.2008, 18:07
Ich habe keinen blassen Schimmer habe, in welche Richtung das Buch gehen wird. Das bisher Gelesene ist für mich ein Prolog. Oder zumindest viele Handlungsstränge, die wohl demnächst irgendwie zusammenlaufen werden.
Und es scheint, als wäre Hayate derjenige, der im Zentrum des Geschehens sein wird.

Der Erzählstil gefällt mir, er ist sehr ruhig, klar und anschaulich. Beim Lesen entstehen Bilder, ich kann mir das meiste gut vorstellen.

Teylen
18.05.2008, 23:28
Nun ja... ich bin ein wenig verwirrt nach diesem ersten Teil bis Seite 97. Im Moment habe ich ein Puzzle vor mit, von dem die Einzelteile unglaublich interessant aussehen. Aber ich weiss noch nicht so ganz wie diese Einzelteile zusammen passen.

Aber zunächst... zu etwas völlig anderem:
Die Schwierigkeit bei der Malfuria-Leserunde war für mich, dass ich versuchte nach jedem Kapitel zu notieren was mir auffiel, was mir gefiel und so weiter. Das stoppt irgendwie den Lesefluss und ich schob das Buch ständig vor mich her, weil ich möglichst viel freie Zeit haben wollte, um die Kapitel zu lesen und dann auch gleich was dazu schreiben zu können. Das war auch der Grund warum ich dann nicht im Zug lesen und Gedanken notieren wollte, weil die Regionalbahn Kiel-Hamburg eine ziemlich wacklige Angelegenheit ist... (Ich habe mal versucht im Zug zu zeichnen. Moderne Kunst, sag ich euch.)

Bei diesem Buch versuche ich stattdessen mal die für die Leserunde ausgemachten Abschnitte erst zu lesen und dann in einem Posting aufzuschreiben, was mir dann noch einfällt. Auch wenn unterwegs der ein oder andere Gedankengang desertiert.

(Ach ja... und Malfuria werde ich auch noch weiter und zu Ende lesen und dann nach und nach noch in die Leserunden-Themen posten.)

Zurück zum Buch.

Verwirrung! Aber großes Interesse!

Ich blättere gerade die Seiten noch mal durch, um mich zu erinnern.

Kapitel 1:

Gleich beim ersten Satz fiel mir ein Zitat ein: "Good things come to those who wait." (behauptet zumindest Teal'c bei Stargate *GRINS*)
Ansonsten ein lustiger Einstieg. Ein scheinbar etwas ungeduldiger Junge, der sich seiner Rolle selbst nicht ganz sicher zu sein Scheint. Der sich erst einmal vorstellt und sich nicht ganz im klaren darüber zu sein scheint, dass er tatsächlich noch nicht sonderlich erwachsen wirkt. Aber sympathisch. Und ja, ich vertraue ihm tatsächlich was die Geschichte angeht.
Ansonsten erinnert mich diese Art des Einstieg ein wenig an Shakespeares 'Henry V', wo sich der Chorus am Anfang erst einmal entschuldigt, dass man Geschehnisse von solch gewaltigem Ausmaß auf dieser all zu kleinen Bühne darstellen möchte und dass die Phantasie der Zuschauer helfen muss.

Im übrigen... Hayate... Go-Spieler! Sehr sympathisch. Aber warum spielt er hauptsächlich gegen sich selbst? Eine Art Meditation für ihn? Der Versuch der Philosophie des Yin Yang zu folgen? Immerhin ist das Go-Spiel dem nicht so fern.


Kapitel 2:

Jahr 11... mal merken. Vor wenigen Minuten habe ich noch die anderen Kapitel gelesen. Dieses spielt also noch in der zum ersten Mal verlegten Hauptstadt Nagaoka. Ein Hinweis auf die neuen Gebäude gibt es auch noch.
Im Nachhinein betrachtet: vielleicht ist die Existenz des Buches ja mit Schuld an den späteren Unglücken.
Was hat es überhaupt mit dem Buch auf sich? Ein Puzzleteil, dass ich immer noch nirgendwo zuordnen kann.

Und wieso haben die Japaner keine Gebäude errichtet, die mehr Schutz vor Kälte boten? Stets an die Natur erinnert werden, schön und gut... aber... ehm... kalt!? :)
... na gut... mittelalterliche Burgen waren wohl auch sau-kalt. Und müsste ich mich zwischen den Gebäudearten entscheiden, würde ich wohl doch die etwas offeneren und freundlicheren japanischen Bauten bevorzugen. Burgen sehen zwar toll aus, sind aber nicht wirklich wohnlich. (Herrje. Das war jetzt aber sowas von Off Topic.)

Wer der Verfasser des Buches ist, würde mich auch interessieren.


Kapitel 3:

Ein Buch der Irrtümer, welches die Onmyôji wohl dennoch sehr interessant finden. Nach dem Shakespeare-Vergleich von vorhin, erinnert mich das nun etwas an die Geistlichen aus 'Henry V', die auch so ihre eigenen Pläne haben.

Ein recht kurzes Kapitel, dass aber durch die eigenen Pläne der Onmyôji der bisherigen Geschichte eine neue Dimension gibt und sie gleich viel interessanter macht.

Notiz für mich selbst: drei Magier. Einer in braun, einer in grau, einer in veilchenfarbener Kleidung.


Kapitel 4:

Auffällig war für mich hier erst, dass der Mann weder direk als Onmyôji (mit diesem Begriff) bezeichnet wurde, noch einen Namen hat. Später ist er dann tatsächlich ein Onmyôji, aber es wird weder Name, noch Aufgabe, noch die Zeit in der es spielt, verraten. Sehr mysteriös und ein Puzzleteil, dass zwar offensichtlich zu den anderen gehört, aber an keines von ihnen passt.

Sehr schön finde ich hier die Beschreibung der Magie. Die 5 Elemente. Zaubersprüche über Schriftzeichen. (Das fand ich schon bei den eher albernen 'A Chinese Ghost-Story'-Filmen toll!)


Kapitel 5:

Und ein noch kürzeres Kapitel als Nummer 3. Hayate verwirrt mich. Er erzählt ein wenig mehr von sich... zumindest zu seiner Einstellung zu den Dingen, die in der Welt oder seiner Umgebung passieren.

Immerhin gibt es hier schon mal eine zeitliche Einbindung Hayates in das Geschehen.


Kapitel 6:

Woops. Und ein langes Kapitel hinterher. Ich frage mich wer die Person ist, die in Hayates Leben später eine Rolle spielen wird. Man könnte ja fast Iso vermuten, da aus ihrer Sicht lange und ausführlich beschrieben wird. Und immerhin ha sich Hayate schon mal fast in ein Mädchen verliebt. Wobei sie, wenn es in der selben Zeit wie Hayates Gegenwart spielt, dann ein paar Jahre älter ist als er. Und ha! Hayate sollte ohnehin neidisch sein. Sie hat bisher mehr Zeilen als er im Buch. : )
Wahrscheinlicher scheint mir aber irgendwie, dass der ominöse Onmyôji, die wichtigere Person hier ist.

Note to self: Seidengewand wie die Farbe schwarzen Tees.... hä? Schwarz? Braun? Einer der Onmyôji, die schon auftauchten oder noch ein neuer? Könnten die vielleicht mal sowas wie Namen haben? x.x,

Große Frage hier: Wer war der Bekannte, von dem das Gedicht berichtet? Der Fisch? Das Mädchen?

Sehr schön gefiel mir wieder die Beschreibung der Magie. Einfach wunderbar. Viel subtiler und fantastischer als Krach Bumm Peng in eher westlich angehauchter Fantasy.


Kapitel 7:

Mehr Magie. Mehr Onmyôji. Langsam stört mich aber die ständige Erwähnung, der Elemente und von Yin Yang. Setzt sich ja auch in den nachfolgenden Kapiteln fort.

Das Buch wird wieder erwähnt und dass der Magier für zwei Jahre untertaucht. Nun gut. Das spielte offensichtlich vor Hayates Zeit.

Interessant wäre zu erfahren was für Gründe er hat das Grauen zu säen. Einfaches gut/böse-Schema erwarte ich hier jedenfalls nicht.

Um so mehr steigt meine Ungeduld und...


Kapitel 8:

... und genau dann meldet sich Hayate wieder zu Wort und redet über Ungeduld. Danke für den Wink mit dem Zaunpfahl, lieber Autor. :)

Ich mag Hayates Erzählstil. Er scheint wahrhaftig mehr zum Erzähler geboren als zum Handwerker.

Was mir dabei gerade noch auffällt: Ich hatte erst den Gedankengang, dass (den üblichen Klischees entsprechend) Hayate möglicherweise zum Magier ausgebildet wird. Dem wiederspricht aber, dass er in Kapitel 1 behauptet nie schreiben gelernt zu haben.


Kapitel 9:

SAKE!!!


Kapitel 10:

Das Jahr 18. Hayate müsste da ungefähr 14 sein, also so alt wie er am Anfang behauptet zu sein.

Und dann ging die Achterbahnfahrt los.
Im Jahr 4 trifft der Kaiser die Entscheidung die Hauptstadt zu verlegen
Im Jahr 11 wird das Buch verbrannt.
Etwa 10 Jahre und einige Monate nach Jahr 4 will der Kaiser erneut die Hauptstadt verlegen. Also irgendwann im Jahr 14 oder 15 wohl.
Irgendwann davor stirbt Fujiwara no Tanetsugu bei dessen Namen ich zuerst an Fujiwara no Sai aus dem Manga/Anime Hikaru no Go denken musste. Fujiwara war irgendein Titel, Orts- oder Familienname, oder nicht?
Erstaunlich, dass der gute Mann auf der einen Seite mit Name eingeführt und auf der nächsten Seite umgebracht wird, während die armen Onmyôji immer noch namenlos umher laufen...

... ok ok. Ich hab's ja verstanden. Niemand sollte so dumm sein einem Onmyôji seinen Namen zu verraten. Dementsprechend verrät ein Onmyôji auch anderen seinen Namen nicht. ... als der eine auf dem Schiff nach den Namen der Anwesenden fragte, hätte ich ihm im übrigen bestimmt nicht meinen Namen verraten. Was mich daran erinnert: Was war die angebliche Tochter von Ukyô eigentlich für ein Wesen?


Am Ende steht, dass das Glück nur ganze fünf Jahre währte.
Jahr 14 plus fünf macht dann: Jahr 19. Öh? Nun gut. Wenn man ein wenig bei den Monaten rundet, kommt man wohl auch in Jahr 19 an.


*auf die nächste Doppelseite schau* Ah ha! Hayate taucht auf! Muahaha
.. und ein Mädchen? ... seine Beinahe-Liebe?



So. Genug hier gelabert. Morgen abend muss ich mir die anderen Postings hier noch mal genauer durchlesen ^^,


Ansonsten muss ich zu dem Buch noch sagen, dass mir das Titelbild ziemlich gut gefällt! Der Charakter auf dem Titelbild sieht recht jung aus. Hayate? Die Kleidung passt allerdings nicht so recht zu einem Handwerker-Sohn.


Apropos Handwerker... ob Hayates Vater beim Baum der Kaiserstadt dabei war? In Nagaoka jedenfalls nicht, da Hayate behauptet nie dort gewesen zu sein. Aber wie steht's mit Heian?

Hathor
19.05.2008, 08:27
Ansonsten muss ich zu dem Buch noch sagen, dass mir das Titelbild ziemlich gut gefällt! Der Charakter auf dem Titelbild sieht recht jung aus. Hayate? Die Kleidung passt allerdings nicht so recht zu einem Handwerker-Sohn.


Das erinnert mich daran, dass ich die Autoren fragen will (was ich hiermit tue), ob ihr das Titelbild selber ausgewählt habt. Oder ob, wie oft zu lesen ist, der Verlag das größere Mitspracherecht hat.

Die Gestalt (wer immer es auch ist) ist recht ansprechend, der Hintergrund ist nicht so mein Geschmack. Das grelle Rot sieht arg nach "Kinderbuch" aus. Wie gewohnt sage ich es, wie ich es meine: Nach dem Cover hätte ich das Buch niemals gekauft.

Martin & Maho Clauß
19.05.2008, 14:25
Danke an alle für die ausführlichen Reaktionen bisher! Wir lernen eine Menge dabei, wirklich. Manche Empfindungen und Vermutungen gehen genau in die Richtung, die wir beim Schreiben anstrebten, andere gar nicht. Hochinteressant! Wir werden uns zurückhalten, eure Kommentare nicht kommentieren, sondern nur antworten, wenn wir gefragt/angesprochen werden.

Wie im folgenden Fall:

@Hathor: Das Titelbild haben wir zwar nicht "ausgewählt", aber wir haben ein paar Nachmittage lang im Netz Vorlagen für Onmyôji und Schriftzeichen gesucht, die dem Zeichner dann vorgelegt wurden. Die Idee, eine einzelne Figur (einen Onmyôji) aufs Cover zu bringen, ohne Landschaft im Hintergrund und ohne Interaktion mit anderen Figuren, stammte vom Ueberreuter-Lektorat. Wir stehen aber voll dahinter und sind mit dem Cover mehr als zufrieden. Uns persönlich hat auch das Rot sehr gut gefallen - wir fanden es eher ... warm und energiegeladen als grell und kinderbuchhaft. Das ist natürlich Geschmackssache.

Warin
20.05.2008, 19:18
Also für mich war das Cover ein richtiger eyecatcher, vor allem wenn man es in DIN A4 auf den Ueberreuter Neuheiten Prospekt gedruckt sieht:)

Dass es ein Onmyôji ist, habe ich aufgrund des Hutes vermutet und... war bei den Vorlagen vielleicht auch Haku aus Sen to Chihiro no Kamikakushi dabei? Ich mein, er ist ja auch sowas wie ein Onmyôji und das weiß-blaue Jimbei-ähnliche Gewand kenn ich ja nur zu gut vom Cosplay-Kostüm (http://www.fantasy-forum.org/showpost.php?p=10037&postcount=10) meiner Tochter;)

So, nun aber zum Buch. Viele Charas erleben viele verschiedene Abenteuer und scheinen schicksalhaft verbunden zu sein. Das kann für mich nur eins bedeuten: Da kommt Großes auf uns zu. Genau so beginnen immer Katastrophenfilme. Es wird das Leben der Protogonisten beschrieben, wie es früher war und dann werden sie durch ein Ereignis, das alles verändert, zusammengeschweißt. Dass ist zumindest meine Erwartungshaltung, aber vielleicht liege ich auch falsch. Auf jeden Fall ist es spannend.

Sehr geschickt finde ich die vielen kurzen Kapitel zu Beginn. Das bringt Tempo in die Geschichte und führt dazu, wie hier auch schon erwähnt, dass man das Buch wirklich nicht zur Seite legen will. Sicherlich auch taktisch klug, um Lektoren neugierig zu machen^^

Bezüglich des Schreibstils kann ich mich meinen Vorpostern nur anschließen: Gelungene, aber wohldosierte Beschreibungen. Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich die Kapitel geschrieben sind. Kaum zu glauben, dass die philosophischen Erklärungen von Yin und Yang vom gleichen Autor stammen wie der etwas spitzbübische, freche Hayate. Ich denke, da spürt man Mahos Einfluss. Iso ist auch für mich die Sympathieträgerin, viel sympathischer als Hayate. Dass ihr das längste Kapitel gewidmet ist, ist sicher kein Zufall.

Eine Kleinigkeit hat mich im 4. Kapitel auf Seite 31 irritiert: Seine Zunge schmeckte den Geschmack der Erde, der Luft, des Feuers, des Wassers und des Metalls (...) fügten sich die Spuren der fünf ElementeLuft? Das fünfte Element der Yin Yang Lehre ist doch Holz, oder? Fehler oder Absicht?

Faszinierend finde ich die Magie des Papiers. Gibt es in der japanische Mythologie eigentlich ein Vorbild dafür? Ein ähnliches Element findet sich ja auch in Sen to Chihiro no Kamikakushi, als Yu-baabas Zwillingsschwester Zeniiba in Form von vielen kleinen Papierfliegern auftaucht, die Haku in seiner Drachenform verfolgen und schwer verletzen.

Auf die Kapitel mit Hayate hätte ich verzichten können. Ich mag generell keine lovialen Ansprachen an den Leser. Die vielen Entschuldigungen in Kapitel 5 wirkten auf mich, als würde sich hier nicht Hayate, sondern ein Autor mit ungerechtfertigterweise zu geringem Selbstbewußtsein entschuldigen (musste direkt an meinen Referententrainer denken: Zeigt nie Schwäche gegenüber dem Publikum, andere empfinden das wahrscheinlich gar nicht so, wie ihr selbst). Aber vielleicht überinterpretiere ich ja auch, weil du, Martin, dich noch als "Hobbyautor" bezeichnet hast (wozu mir nur folgendes einfällt:*muahaha*) und aufgrund deiner Aussage, dich früher nicht an große Verlage herangetraut zu haben. Also nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Dafür dass ich Ansprachen an den Leser nicht mag, haben mich die Kapitel erstaunlich wenig bis gar nicht gestört, aber ich hätte auch drauf verzichten können.

Bis dahin eine rundum gute Geschichte. Wer nicht mitliest, ist selber Schuld:p. Vier Sterne von mir.

Martin & Maho Clauß
20.05.2008, 20:31
Verflixt und zugenäht, findet der Mann doch tatsächlich den Fehler! Es ist der einzige, der mir bisher auffiel, beim Durchblättern des fertig gedruckten Buches! Auf Seite 31 muss es statt Luft natürlich Holz heißen. Dieser Schnitzer hat sich mindestens zehn Mal an meinen Augen vorbeigemogelt und dann auch noch an denen der Lektorin. :o
Hut ab, hier wird wirklich aufmerksam gelesen.

Hm, vielleicht hätte ich der Leserunde doch nicht zustimmen sollen. Wer weiß, was da noch alles gefunden wird ;)

Zur Papier-Magie: Papier spielt ja in der ganzen japanischen Kultur eine wichtige Rolle (Origami, Kalligraphie, usw.), und bis heute findet man in Tempeln und Schreinen Tausende von auf Papierstreifen geschriebene Wünsche an die Götter. Gefaltete Kraniche sollen zur Genesung von Kranken beitragen. Und O-Fuda mit magischen Sprüchen darauf kann man auch heute noch in Japan erwerben. Der Inhalt der Stofftalismane, die man in Tempeln kauft und die in Japan Wohnungen, Autos, Taschen, usw. zieren, ist nichts als ein beschriebenes, mehrfach gefaltetes Blatt Papier.

Warin
20.05.2008, 21:04
Ja, an mir ist ein Lektor vorbeigegangen*lol* Wo kann man sich auf den Job eigentlich bewerben? Leider bin ich in Rechtschreibung nicht sooo sicher. Ich muss allerdings zugeben, dass die fünf Elemente auch in meinem eigenen Roman eine (untergeordnete) Rolle spielen (dort heißen fünf Welten Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall), dadurch fällt mir das natürlich sofort auf.

Aber nimms sportlich, Christoph Marzi ist auch schon mein "Opfer" geworden: Eine ganz dumme Frage: Warum heißt das Kapitel Finsterfalter eigentlich so? Vielleicht habe ich es überlesen, aber m.E. kam da gar kein Finsterfalter drin vor.Ich werde alles auf meine Lektorin schieben. Die antworten wird: "WIE KANNST DU NUR?!" Und ich werde mich korrigieren und sagen: "Ich wollte nur den Leser testen." Und der Leser wird sagen: "Hey, hört, hört, wie er sich windet.":D

RickyLee
21.05.2008, 15:41
Wo´s mir grad einfällt: Ich denke kaum, dass bei der bildhaften Sprache im Buch noch Bilder benötigt werden, aber

http://www.youtube.com/watch?v=CoekSPEJJ3g&feature=related

In diesem Video, ab ca. 3 Min kommt diese "Papier-Zauberei" auch vor.
Entschuldigung, irgendwie weiß ich nichts rechtes, tiefgründiges hinzuzufügen... Ich lese einfach das Buch und genieße es eher still ^^

Im Gegensatz zu Warin verhält es sich bei mir mit den beiden Figuren Hayate und Iso genau anders herum: Iso ist für mich irgendwie noch... unbeschrieben, ich kann nichts über ihren Charakter sagen. Sie ist schlicht das Mädchen, das diese Fischeier (Kugeln...!) aus dem See geholt hat. Dabei hat sie ganz normale Reaktionen gezeigt, wie jeder andere Mensch auch. Nicht unbedingt etwas besonderes. Sie ist für mich eher...Handlungsträgerin als Akteurin. Noch ist sie ein unbeschriebenes Blatt und ich weiß nicht, ob sich das ändern wird.

Wobei... da sind so gewisse Anspielungen. Zum Beispiel, als sie vermutet, dass die bleiche Frau die Geliebte von Ukyo ist... das ist... ich weiß jetzt nicht, ob ich da zu sehr ins Blaue schieße... ein wenig hochmütig. Genauso, dass sie ihren Fang nicht mit den anderen teilen will.
Aber gut, das könnte auch einfach nur normales Perlentaucherinnen-Denken sein und ich interpretiere zuviel XD

Hayate hingegen erscheint mir sehr lebendig... gerade durch seine direkte Ansprechweise und den gelinden Sarkasmus.

*grins* aber gut: Warin ist ja eher ein Fan von Mädchen-Heldinnen, nicht wahr?

Shiya
22.05.2008, 16:03
Kapitel 8:

Auf die Kapitel mit Hayate hätte ich verzichten können. Ich mag generell keine lovialen Ansprachen an den Leser.

Das unterschreibe ich so ;) Als Hayate in Kapitel 8 schon wieder auftauchte und irgendeine Geschichte erzählte, die für mich (mal wieder) keinen direkten Zusammenhang zu den anderen darstellte, fing er tatsächlich an mich ein wenig zu nerven... Da habe ich wirklich gehofft, dass er bald in der "richtigen" Geschichte auftaucht und mich hoffentlich nicht mehr direkt ansprechen würde ^^
Iso war mir da jedenfalls weitaus lieber ;)

Kapitel 9:
Wah, der Onmôji tut mir wirklich sehr leid. Und ich kann nicht mal wirklich sagen, warum. In diesem Kapitel wird deutlich, dass er Böses vorhatte und dennoch verspüre ich ein gewisses Maß an Mitleid, dass er so alleine auf dem Meer und seinem Untergang im Norden entgegen treibt :( Aber warum mache ich mir eigentlich Sorgen? Er muss noch eine wichtige Rolle spielen, also wird er wohl nicht auf dem Schiff sterben. Vielleicht schafft er es doch noch Unheil zu über sein Land zu bringen. Er sollte mir wohl nicht leidtun. Oder?

Kapitel 10:
Kleine Geschichtsstunde :) Auch dieses Kapitel passt wieder nicht offensichtlich zu den anderen. Aber es muss ja einen Grund haben, dass die geschichtlichen Ereignisse dargelegt werden, also habe ich dieses Kapitel aufmerksam gelesen und versucht mir alles zu merken. Mal sehen, wo das alles noch hinführt :)



Ich stimme den anderen zu, dass alles zusammenhanglos und wie ein Puzzle wirkt. Auf der einen Seite muss man verdammt aufmerksam lesen, damit einem auch ja nichts entgeht. Auf der anderen Seite macht es das Buch zu etwas Besonderem, Komplexen. Und das gefällt mir unheimlich gut. Okay, ich gebe zu, dass ich bei kaum einem anderen Roman nach zehn Kapiteln noch so viele Fragezeichen im Kopf hatte, aber ich bin mir sicher, dass das ganze auf ein großartiges Finale zusteuert *ja*


Zu dem Cover:
Mir gefällt es sehr gut. Ich mag das Bild und die Farben.
Ist der Onmôji denn jemand aus der Gechichte (bisher hatte ich mir deren Gewänder eher schlicht und einfach vorgestellt - grau, braun, veilchenfarben)?
Und was bedeutet denn eigentlich das Schriftzeichen im Hintergrund?

Martin & Maho Clauß
23.05.2008, 15:08
@ Shiya: Der Onmyôji auf dem Cover kommt im Roman nicht persönlich vor, denn er ist etwas jünger als die im Buch agierenden, symbolisiert also eher das Gesamtgeschehen. Die Kleidung ist aber authentisch.

Das Schriftzeichen im Hintergrund ist das "yô" von "yôkai" und bedeutet ungefähr "dämonisch, unheimlich", in speziellen Zusammensetzungen auch "verführerisch". Letztere Bedeutung hat mit unserem Roman natürlich nichts zu tun. Wer ruft da "leider"?

RickyLee
23.05.2008, 19:57
Von wegen nicht verführerisch!
Ihr habt ja keine Ahnung, wie ich mich zusammenreißen musste, das Buch bis zum Beginn der Leserunde unberührt zu lassen... oder es nicht gleich durchzulesen...

Akissi
07.06.2008, 13:49
He, ich hänge zwar monströst hinterher, aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu ab^^"

Also bisher gefällt's mir gut aufgrund folgender Punkte:

Schreibstil
Hat so eine gewisse... "Würze" :D Macht mir zumindest sehr viel Spaß, das zu lesen *ja* Ich finde nur stellenweise sind etwas zu viele Beschreibungen drin (komischerweise ist das genau das, was ich von vielen Leuten bei eigenen Geschichten zu hören kriege...^^"), also zu viele Adjektive für ein einzelnes Substantiv, platt gesagt. Aber abgesehen davon hält er finde ich wirklich am Lesen x)

Geschichte
Man weiß zwar noch nicht so ganz, wie sich das ganze zusammenfügt, aber die einzelnen Abschnitte sind auch an sich spannend. Wobei sich das finde ich unterscheidet. Kapitel 4 (glaube ich), also die erste Szene auf dem Schiff fand ich nicht so spannend, vor allem, weil ich absolut keine Ahnung hatte, was das jetzt sollte^^" Das Kapitel mit den Perlentaucherinnen mochte ich aber wiederum sehr gern - da fand ich auch die Beschreibungen spitze, die mich in dem Schiffkapitel teilweise wirklich etwas gestört haben.
Also ich kucke mal, wie's weitergeht, sage ich mal : D Sehr viele Einzelgeschichten eben...

Das erste Kapitel
Man hat noch keine genauere Ahnung, worum es geht, und dann springt einem ein solcher Ich-Erzähler ins Gesicht :D Das fand ich spitze, vor allem diese an für sich "unbedeutenden" Einblicke in Hayates Alltag, wirklich spitze x) Ich bin sowieso son Riesenfan vom Personen-in-der-Geschichte-näher-kennen-lernen xD

Was mir nicht so gut gefiel, habe ich ja praktisch schon gesagt - auf jeden Fall habe ich Spaß am Lesen, auch wenn ich so langsam bin - das liegt aber nicht an dem Buch, sondern daran, wie ich im Allgemeinen lese...^^

Und das Cover hat mir auch sofort sehr gut gefallen *ja* Ich liebe Rot - das war das erste, was mir ins Auge fiel : D Und... ach keine Ahnung, der Blick, die Pose, einfach alles macht Lust auf das Buch, man muss nicht mal den Klappentext lesen^^