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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hitman - Jeder stirbt alleine


Kain
20.05.2008, 13:03
„Wann weiß ein guter Mann, wann er töten muss?“
Er ist eiskalt und die tödlichste Waffe einer geheimen Bruderschaft, die nur „Die Organisation“ genannt wird. Der Hitman alias „Agent 47“ (Timothy Olyphant) wurde erschaffen, um zu töten. Mit gnadenloser Präzision führt er seine Aufträge aus - bis er selbst zur Zielscheibe wird. Als er zwischen die Fronten eines politischen Machtspiels von Interpol und dem russischen Militär gerät, wird aus dem Jäger der Gejagte. Während er den Attacken seiner Gegner ausweicht, kämpft Agent 47 darum, herauszufinden, wer ihn aus dem Weg räumen will - und warum. Doch damit nicht genug, auch die geheimnisvolle Nika (Olga Kurylenko) entwickelt sich zu einer großen Herausforderung für den kühlen Killer.

Filme, die auf der Vorlage von Videospielen beruhen, kann man ja meistens in die Kategorie Trash einordnen, Hitman fand ich jedoch recht gelungen. Agenten-Thriller mit politischen Verschwörungen gibt’s zwar wie Sand am Meer und auch Hitman erfindet das Rad nicht neu, aber die Story war doch recht gut durchdacht und abwechslungsreich. Allzu hohe Ansprüche sollt man jedoch nicht stellen, wenn man aber auf Ballerorgien mit rasanten Kamerafahrten steht und kein Problem mit der expliziten Darstellung von brutaler Gewalt hat, ist der Film genau das richtige. Timothy Olyphant hat meiner Meinung nach die Rolle des Hitman recht überzeugend gespielt. Fans der Serie werden sich aber wahrscheinlich an der recht brachialen Vorgehensweise des Hitman stören, in den Spielen musste man die Aufträge eher subtil lösen.
Der Film ist punkto Story und Dialogen sicherlich kein Meisterwerk, dennoch sehenswertes Action-Kino.

John Doe
23.05.2008, 22:16
Die Spielereihe zählt zu den besten, die ich kenne. Zudem ist mir noch keine so gelungene musikalische Untermalung - die übrigens von Jesper Kyd stammt - in einem Spiel untergekommen; sie ist schlichtweg filmreif.
Zum Film habe ich eine gemischte Meinung: zum einen ist er für eine Spieleverfilmung ungewöhnlich gut, aber zum anderen entfernt er sich zu stark von der Vorlage. "47" würde niemals wie Rambo durch ein Hotel marschieren und lautstark ein ganzes Sondereinsatzkommando beseitigen. Zudem ist es ihm zuwider, Unbeteiligte in das Geschehen zu involvieren. Auch die Beziehung zu Nika passt nicht so recht. Der mit Nerven aus Drahtseilen ausgestattete Agent 47 kann zwar nicht mit Frauen umgehen, was er im Film auf amüsante Art unter Beweis stellt, aber er lässt sich von der adretten Nika schon sehr "führen". Ausserdem ist es etwas enttäuschend, wie schlecht die "Brüder" des Protagonisten wegkamen. Dieser ist zwar der beste von allen, aber die anderen Agenten sind auch nicht ohne. Und last but not least: Diana. Die primäre Kontaktperson von 47 bekommt man in den Spielen niemals direkt zu Gesicht, das stimmt. Aber im Film hört man leider nur ein paar Sätze von ihr am Telefon, definitiv zu wenig.
Im Endeffekt ist es sehr gute Action-Unterhaltung mit guten Darstellern, aber die Originalatmosphäre der Spielevorlage will sich so gut wie nicht einstellen.