Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kopfnoten- Steckt ein Plan dahinter?
Hallo!
Ich denke, bei den meisten Schülern hier im Forum wurden schon Zeugnisse verteilt. Immer das gleiche, denken sich die meisten: Der Lehrer steht vorne, ruft deinen Namen, du holst das Zeugnis und wirst auch schon von dem neugierigen Sitznachbarn mit Fragen bombadiert... "Wie ist dein Schnitt? Wie viele 2-en hast du diesmal?"... Aber halt! Ganz oben ist was Neues, etwas Fremdes! Gesehen hast du's schonmal auf dem Zeugnis der Eltern oder in der Zeitung: Die Kopfnoten!
Und was jetzt? Es gibt Vor- und Nachteile und die ein oder andere Beschwerde wurde auch schon eingereicht. Z.B.: In der einen Schule wird als normaler Standart die Note "Gut" gegeben, aber in der Schule nebenan die "Sehr Gut"! Bei diesem Chaos fragt man sich als normaler Durchschnittsbürger: "Warum? Steckt ein Plan dahinter?". Und um mir mal ein Meinungsbild abzuholen frage ich euch:
Was haltet ihr von Kopfnoten?X.X
Liebe Grüße
Nihal *star*
Kopfnoten? Albern.
Ich verstehe nicht was das bringen soll. Erst recht nicht, wenn in einigen Gegenden dann wohl Standardnoten vergeben werden. Diejenigen, die in dem Bereich schlechte Noten haben, werden vermutlich auch bei den Fächernoten wohl leider keine Überflieger sein. Zudem wird es sie wenig kümmern im Zeugnis schlecht bewertet worden zu sein. Ich denke es wäre wichtiger die Hintergründe für schlechte Noten und eher antisoziales Verhalten zu erfahren, um dann an dieser Stelle mit Maßnahmen anzusetzen... das wäre natürlich anstrengender als ein Bewertungssystem einzuführen, dass Menschen, die eh schon Probleme haben, noch mehr sagt wie unerwünscht sie in der Gesellschaft eigentlich sind.
Und für die, die dort gute Bewertungen bekommen, bringt es auch keinen wirklichen Vorteil.
Wer glaubt damit was positives im Schulsystem zu bewirken, ist auf dem Holzweg. Ich schätze es bewirkt schlicht gar nichts, bzw. grenzt Schüler mit Problemen noch mehr aus.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass das unsinnig ist. Zunächst einmal ist da nunmal das Problem, dass die meisten Schüler einer Schule dieselbe Note bekommen. Bei mir ist das nämlich so, jeder hat ne "Gut" bekommen.
Aber was bitte sagt das schon aus?! Ich meine damit das Prinzip im Allgemeinen. Es gibt insgesamt nur 4 Bewertungen, also noch weniger als bei der Sek I. Was ein Unfug!
Wenn die Leute schon das Arbeits-und Sozialverhalten bewerten möchten, was sich übrigens auch als schwer erweist, aber egal, dann auch in Text Form und die sollte auch möglichst lang sein.
war am samstag auf ner demo gegen kopfnoten. düsseldorf, für ganz NRW (vllt hab ich ja warin gesehen ^^)...
dafür, dass es ne nrw-demo war fand ich die beteiligung ehrlichgesagt ziemlich arm. und es lag keineswegs an der organisation, also zumindest bei uns waren überall zettel die die demo ankündigten und in meiner schule wurde das sogar noch mal in ner stufenversammlung angesprochen.
wieso? wieso haben sich so wenig gemeldet? ich kann mir nicht vorstellen dass so wenig schüler gegen kopfnoten sind. und auch lehrer, da ich mir denken kann, dass es nicht grade ihr hobby ist das verhalten von x schülern in einer skala von 1 bis 4 zusammen zufassen.
Ich bin der meinung, dass etwas Benimm in den Schulen heutzutage überhaupt nicht schaden kann, im Gegenteil.
Ich befürchte nur bei den Kopfnoten, dass sich bei den Schülern, die sich ohnehin besonders gerne asoial verhalten, eine schlechte Kopfnote eher als besonders herauragende Leistung bewertet wird.
Manche 16jährige, die ohnehin nicht anders können, als die gesamte Schulform als widersinnig und überflüssig zu erachten, werden sich nicht besonders beeindruckt davn fühlen, dass sie eine 4 bekommen haben, nur weil sie sich in den Augen des Lehrers schlecht benommen haben.
nein das ist es nicht.
nicht nur, dass die kopfnotenverteilung total unfair von schule zu schule ist, sie ist auch noch völlig irrational. bei meiner schule ist die "standardnote" eine 1, wo hingegen bei meiner eine "2". dabei wird es mit sicherheit noch mehr, und noch krassere abweichungen geben. ausserdem sind die leute, die die ganze zeit beim lehrer schleimen die größten ärsche von allen, die die meisten lorbeeren kriegen.
das sind nur einige aspekte, ich kann dir gerne noch mehr aufzählen, nur habe ich grade irgendwie keine lust dazu, da mein "arbeitsverhalten" leider nur mit einer 3 benotet wurde.
Was genau ist den bitte eine Kopfnote. In Bayern gibt es so etwas meines Wissens noch nicht. Dort hat man nur in der Grundschule Unsinnige Neuerungen wie eine Klassifizierung des Verhaltens in A, B, C und D (fast wie im amerikanischen System) eingeführt. Da ist das Verhalten, die Arbeitsweise und die Teamfähigkeit. *grins*OO*grins* Als wenn das bei Grundschülern schon eine Größe wäre...
Aber Kopfnote? Ist das eine Gesamtnote für den Schüler, oder was?
Soweit ich weiß, oder soweit bei meinem Zeugnis vorhanden, sind das zwei Noten:
Eine für " Verhalten bzw. Benehmen " und eine für " Mitarbeit " ? ( Die werden durch keine Leistungsermittlung, also z.B. einer Arbeit, festgestellt, sondern nur vom Eindruck des Lehrers )
Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber auf diese beiden kommt es raus.
Ist das in anderen Bundesländern anders?
Jedenfalls, finde ich diese auch ziemlich unsinnig. Wie schon erwähnt, 90% bekommen auf der Skala von 1-4 eine 2.
Die Schleimer evtl. eine 1 und die, die sich schlimm benehmen oder die ein Lehrer vllt. einfach nicht mag eine 4.
Da fällt mir auf: Eine 3 habe ich auch noch nie gesehen :D?
In der Grundschule gab es zu jedem einzelnen Schüler statt solcher Noten einen meist nicht zu kurz geratenen schriftlichen Kommentar.
Der war bei uns auch ziemlich sinnvoll und soweit ich weiß immer ehrlich.
Im fortgeschrittenen Alter macht das dann aber wohl keinen Sinn mehr ^^
Och, wieso, ich denke durchaus, dass das Sinn machen würde... nur hat wahrscheinlich keiner Bock, für jeden einzelnen Schüler nen Text zu verfassen :D
Allerdings wäre das wahrscheinlich besser - zumindest aussagekräftiger. Denn wenn ich wirklich versuchen will, meinen Eindruck beim Lehrer zu verbessern und nur gesagt kriege "Haja, da haste ne 3 und da ne 2." - wie soll ich denn dann wissen, was genau ich machen muss, um besser abzuschneiden (nur für den den Fall, dass ich mir die Mühe wirklich machen wollen würde)? Und dafür sind diese Dinger doch letztendlich gedacht oder bin ich da falsch informiert? Man kriegt ja irgendwie leider doch vielfach den Eindruck, dass die Lehrer eher gegen ihre Schüler arbeiten als für sie... wäre letzteres der Fall, wären doch Texte oder zumindest wirkliche Bemerkungen eine gute Möglichkeit, dem Schüler zumindest die Chance zu geben, sich in bestimmten, in dem Text definierten Bereichen mehr Mühe zu geben. Wenn mir aber jedes Jahr eine 2 für "Mitarbeit" eingetragen wird, ich aber in vielen Fächern mündlich - also Mitarbeits-mäßig - auf ner 1(,iwas) stehe, kann ich mich doch nur schulterzuckend damit abfinden >.>
Habt ihr denn noch verbale Einschätzungen Eurer Person im Zeugnis oder gibt es nur noch Noten?
Hab mich auch schon geragt was diese Kopfnoten sein sollen, aber wenn das Noten für Betragen sind ist das ja klar. Wobei diese waren bei mir leider nie besonders gut. Frag mich eigentlich wieso ich fast immer einen dreier in Betragen hatte. Naja wird wohl daran gelegen haben, dass ich es schon damals nicht unbedingt mit Autoritäten bzw. eigentlich mit denen die sich Pädagogen schimpfen, hatte.
Aber wie auch immer die genannt werden, solange sie nur den Eindruck des Lehrers wiedergeben, sind sie meiner Meinung nach völlig sinnlos. Schließlich hat jeder eine ganz andere subjektive Wahrnehmung.
Mein Sohn hat übrigens in seiner Schule ein tolles System was das Zeugnis betrifft. Dort gibt es halbjährlich eine Mappe, in der der ganze Stoffumfang aufgelistet wird und dabei befinden sich drei Smilies. Ein lachendes, ein neutrales und ein trauriges diese werden, je nach Erfüllung der Kriterien, dann farblich markiert. Wie auch immer ich denke, genauer kann man den Lehrstoff und das Gekonnte nicht darstellen. Aber er ist auch erst in der Volksschule.
Ich denke auch, Kopfnoten sind eher sinnlos, denn es wird ja höchstwahrscheinlich so sein, dass zukünftige Arbeitsgeber mehr auf die Kopfnoten als auf unwichtigere Noten wie z.B. die Sportnote achten werden. Vorher war es doch auch gut, so wie es war eben.
Und mündlich ermahnt zu werden bringt sowieso mehr!:p;)
Letzendlich sind die besagten Kopfnoten dazu da, damit sich der spätere Arbeitgeber ein Bild des Arbeits- und Sozialverhaltens machen kann - das ist zumindest die Botschaft "von oben". Ob das Sinn macht? Wie ich das hier in diesem Forum, in meiner Schule und von anderen Personen entnehme: Definitiv nicht.
Das Bewertungskriterium ist zu kurz (Es gibt nur vier Noten, anstatt eines detaillierten Textes). Es ist also nichssagend.
Und wer einen Chef abkriegt, der da wirklich sehr viel Wert draufliegt, dann ist das eine seltsame Einstellung. Ein Mensch kann doch wirklich nicht anhand dieser "Notizen" den Fleiß und die Motivation des Schülers herauslesen - davon mal abgesehen, dass diese Sachen sich evtl. ändern, sofern man in einen Beruf reingeht. Ausbildung und Schule sind nun mal zwei verschiedene Paar Schuhe.
Naja, und wenn man Pech hat, nutzt der Lehrer bei der Verteilung dieser Noten seine Macht aus. Ich sag das jetzt einfach mal so krass.
Zu der Frage:
Kopfnoten- Steckt ein Plan dahinter?
Ich sage ja: Nämlich, dass sich die Mehrheit aller Leute sich darüber aufregt :o
Bei uns gab es das eigentlich schon immer. Also über den Noten ansich bzw. unter den Noten - je nachdem - stand immer etwas von das Verhalten des Schülers war - sehr zufriedenstellend - zufriedenstellend - wenig zufriedenstellend oder ?? (keine Ahnung mehr ; ) ... und das bezog sich natürlich auf das Verhalten des Schülers in der Schule.
Oder hab ich das falsch verstanden und Kopfnoten sind etwas anderes???
Nee, das dürfte schon auf eins herauskommen - nur, dass man damit finde ich noch etwas mehr anfangen kann als mit diesen Noten, deren Standardvariante von Schule zu Schule verschieden ist... wie gesagt, was anderes als "Aha." kann ich doch wohl schlecht sagen, denken oder abspeichern, wenn ich für mein Verhhalten Noten bekomme wie für schulische Leistungen, ohne das jegliche Begründungen dafür dabeistehen.
Natürlich könnte man mehr hineinschreiben, man könnte prinzipiel auch mehr für den Schüler tun, als ihm einfach eine 5 zu geben und das wars. Aber soweit ist das Schulsystem leider noch nicht.
Naja, und wenn man Pech hat, nutzt der Lehrer bei der Verteilung dieser Noten seine Macht aus. Ich sag das jetzt einfach mal so krass.
Aber das ist bei der schriftlichen Bewertung des Schüler doch auch der Fall. Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist allerdings, dass der Schüler nicht mitbekommt, wie schlecht er bewertet wurden und dies sich nicht so zu Herzen nimmt. Anders bei einer Note: Wenn da steht: Dein Verhalten ist Scheiße (also 4) dann kommt schon der Gedanke: Oh Mist, ich habe es vermasselt. Und ob Note oder schlechte Bemerkung: Beides ist problematisch bei der Jobsuche, denn keiner will einen Stinkstiefel oder Quertreiber. So gesehen sind vielleicht Noten sogar besser, denn eine 2 heißt: Keine besonderen Vorkommnisse. Dass ist vielleicht auch der Grund, warum Lehrer selten eine 3 geben, denn sie wissen ja, was das für die Zukunft des Schülers bedeutet. Und wenn sich einer total daneben benimmt und dem Lehrer ein, oder gar mehrere Jahre auf den Geist gegangen ist, dann gibt es halt die 4. D. h. sozusagen: "Vorsicht, genetische Sondermüll" ;)
Wobei diese waren bei mir leider nie besonders gut. Frag mich eigentlich wieso ich fast immer einen dreier in Betragen hatte. Naja wird wohl daran gelegen haben, dass ich es schon damals nicht unbedingt mit Autoritäten bzw. eigentlich mit denen die sich Pädagogen schimpfen, hatte.
das kommt mir sonderbar bekannt vor *gg*
Dr. Borstel
23.01.2008, 17:31
Dass die meisten Lehrer die Kopfnoten noch sinnloser finden, als die Schüler es tun, sollte einem eigentlich zu denken geben ... Für die Schüler ist es bloß eine weitere Form der Tyrannei der Lehrer, die sowieso nicht objektiv bleiben können, denn wenn man bei einem Lehrer einmal unten durch ist, hat man meistens auch keine Chance mehr sich zu bessern; für die Lehrer dagegen ist es eine Menge sinnlose, zusätzliche Arbeit. Übrigens fallen nur durch die Notwendigkeit, Kopfnoten zu verteilen, in ganz Deutschland Millionen Unterrichtsstunden weg. Ich blicke den Sinn hinter all dem immer noch nicht so ganz ... Nun ja, ich kann mich halbwegs betragen und stehe in allen sechs Bereichen auf 2, von daher ist es mir relativ wurscht.
Ich finde Kopfnoten unmöglich. Ich glaube kaum, dass ein Lehrer mein Konfliktverhalten oder meine Arbeitsmoral beurteilen kann. Meine Konflikte mit anderen trage ich ganz sicher nicht im Klassenzimmer unter der Nase des Lehrers aus und mein Arbeitsverhalten kann von Fach zu Fach sehr variieren.
Hinzu kommt noch, dass man Kinder und Jugendliche nicht nach Schema F beurteilen kann, so wie es die Richtlinien verlagen. Wie soll der Lehrer denn bitte das Sozialverhalten von jemandem beurteilen, der von Natur aus sehr still ist? Und soll jemand, der weniger angepasst ist als andere deswegen das Stigma "soziale Kompetenz noch nicht ausreichend" erhalten? Man kann doch trotzdem seine Leistung bringen, und ich finde, dass ist es, was in der Schule beurteilt werden sollte.
Die Frage die sich mir jetzt noch stellt. Wie entstehen diese Kopfnoten. Werden die von Klassenvorstand vergeben oder vergibt jeder Lehrer eine, woraus dann der Schnitt genommen wird? Letzteres wäre zumindest sinnvoller.
Dr. Borstel
24.01.2008, 15:15
Meines Wissens ist es so, dass der Klassenlehrer eine Note vorschlägt, und wenn ein Fachlehrer damit absolut nicht einverstanden ist, wird eben diskutiert.
Gegen Kopfnoten hab ich soweit erstmal nichts einzuwenden, dass aber bei den verschiedenen Schulen jeweils andere Stanardnoten fetsgelegt wurden, ist trotzdem unfair.
Beschwerdeformulare und sonstiges rund um Kopfnoten bekommt man ja jetzt hier (http://www.kopfnoten-abschaffen.de/)
Ich glaube, dass uns dieses System nicht viel bringen wird, auch in Bewerbungen, werden die Chefs eher den ersten Eindruck und die Leistungen, also die richtugen Zeugnisnoten, zur Wertung ziehen.
Daher denke ich, dass Kopfnoten auch bald wieder abgeschafft werden.
Für die Lehrer an unserer und betsimmt auch an jeder anderern Schule war es bestimmt 'n haufen Arbeit alle Kopfnoten zu verteilen, auch mit festgelegten Standardnoten...
Ollowain
24.01.2008, 19:35
Ich kann mich bisherigen Meinungen nur anschließen: Kopfnoten sind sinnlos. Die meisten Leute merken selber, dass sie sich danebenbenommen haben - und wenn nicht, wird man von den meisten Lehrern daraufhingewiesen.
Wenn man unbedingt das Verhalten der Schüler beweten will, dann doch bitte gekoppelt mit einem kurzen Informationstext - daraus kann man zumindest Schlüsse über die Fehler ziehen, die man macht (und versuchen sie zu ändern).
Denn bei "normalen" Noten kann man sagen: "okay, ich hab nicht gelernt, deshalb hab ich eine 5." Aber bei Verhaltensnoten kann man das nicht - oder zumindest nicht so einfach. Und wie soll man sich dann bitteschön ändern können *mph* ?
Die Frage die sich mir jetzt noch stellt. Wie entstehen diese Kopfnoten. Werden die von Klassenvorstand vergeben oder vergibt jeder Lehrer eine, woraus dann der Schnitt genommen wird? Letzteres wäre zumindest sinnvoller.
bei mir in der oberstufe vergeben 3 lehrer die kopfnoten, bzw 2:
einmal der sportlehrer und die beiden LK lehrer, wobei die LK lehrer von kooperationskursen mit anderen schulen keine kopfnoten geben.
Samantha
02.08.2008, 16:47
Mich stören die Kopfnoten nicht so sehr. Auf meinen Zeugnissen in letzter zeit die einzigen wirklich guten Noten.
Aber ich meine, wen interessieren die Noten heute noch? Es kommt eh mehr auf die Fachnoten drauf an und auch bei Bewerbungen ändern die kaum was, wenn die Fachnoten nicht stimmen.
Also einigen sind irgendwie auch ein bisschen überflüssig, wie Betragen und Fleiß.
Das einzige, wo ich sage, die könnte man nennen, sind Ordnung und Mitarbeit.
Aber bitte, ich muss die Zeugnisse ja nicht schreiben.
Ollowain
02.08.2008, 20:24
Aber ich meine, wen interessieren die Noten heute noch? Es kommt eh mehr auf die Fachnoten drauf an und auch bei Bewerbungen ändern die kaum was, wenn die Fachnoten nicht stimmen.
Naja, ich denke schon, dass ein Arbeitgeber niemanden nimmt, der im "Verhalten" eine 5 und in der "Mitarbeit" ebenfalls eine 5 bekommen hat, aber sonst gute Noten geschrieben hat. Wenn die Noten richtig schlecht sind, dann werden die meisten sich schon fragen, was für ein Mensch da vor ihnen sitzt.
Also einigen sind irgendwie auch ein bisschen überflüssig, wie Betragen und Fleiß.
Das einzige, wo ich sage, die könnte man nennen, sind Ordnung und Mitarbeit.
Wir haben "Mitarbeit" und "Verhalten"... Ich frage mich jedes Jahr wieder, wie man denn in diesen beiden Bewertungen einsen bekommen könnte? "Normale" Freundlichkeit scheint beim Verhalten nicht auszureichen :rolleyes:
Ich bin zwar schon länger nicht mehr in der Schule, aber ich finde die Kopfnoten schwachsinn...ich kann einen Schüler in der Schule nicht beurteilen wie er in der Ausbildung ist, das sind alles verschiedene Dinge...außerdem soll es auch Lehrer geben, die damit ihre Lieblingsschüler von den anderen trennen...aber so ist halt Deutschland, alles was unnütz ist wird eingeführt
Cullabay
01.02.2009, 18:24
Überflüssig. Ich stamme noch aus der Zeit vor der Abschaffung der Kopfnoten und meine Erfahrung war immer, dass die Kopfnoten niemals unvoreingenommen vergeben wurden. War man ein unauffälliger Schüler hat man eine 2 bekommen. Hatte man sehr gute Noten hat sich kein Lehrer getraut Dir eine schlechte Kopfnote zu geben und wenn doch hat es keinen interessiert. Warst du schlecht hast Du nie eine bessere Kopfnote als 3 in Fleiß oder Aufmerksamkeit gekriegt, höchstens noch in Betragen.
Also wofür hat man sie wieder eingeführt? Am Benehmen der Schüler ändern sie doch nichts.
Stellt man den Sinn der Kopfnoten in Frage, kann man auf die gleiche Art mit dem Rest des Zeugnisses verfahren. :D
Ich persönlich finde die Kopfnoten sehr sinnvoll.
Eine Vier in Mathe sagt nichts darüber aus, wie sie verdient wurde. Ob der Schüler sie sich nun mit Fleiß, Schweiß und Herzblut erarbeitet hat weil ihm Mathe so schwer fällt, oder ob er einfach das ganze Jahr über nichts getan und es dennoch auf eine Vier gebracht hat, kann niemand aus der Note ersehen.
Die Kopfnoten helfen mehr über das tatsächliche Verhalten des Schülers zu erfahren. Sie sind also keine "Tyrannei", sondern eine Hilfe für die bessere Bewertung eines Schülers. Und irgendwie haben immer nur die Schüler Probleme mit Kopfnoten, bei denen sie nicht gerade gut ausfallen. ^^
Von Standardkopfnoten habe ich noch nie etwas gehört. Bin hier in Rotenburg (Wümme) zur Schule gegangen (Real- und danach Berufsschule) und sie wurden immer individuell vergeben. Und mein Bruder, der zur Zeit das Gymnasium besucht, sagt das Selbe.
Cullabay
04.02.2009, 11:59
Stellt man den Sinn der Kopfnoten in Frage, kann man auf die gleiche Art mit dem Rest des Zeugnisses verfahren. :D
Ich persönlich finde die Kopfnoten sehr sinnvoll.
Eine Vier in Mathe sagt nichts darüber aus, wie sie verdient wurde. Ob der Schüler sie sich nun mit Fleiß, Schweiß und Herzblut erarbeitet hat weil ihm Mathe so schwer fällt, oder ob er einfach das ganze Jahr über nichts getan und es dennoch auf eine Vier gebracht hat, kann niemand aus der Note ersehen.
Die Kopfnoten helfen mehr über das tatsächliche Verhalten des Schülers zu erfahren. Sie sind also keine "Tyrannei", sondern eine Hilfe für die bessere Bewertung eines Schülers. Und irgendwie haben immer nur die Schüler Probleme mit Kopfnoten, bei denen sie nicht gerade gut ausfallen. ^^
Von Standardkopfnoten habe ich noch nie etwas gehört. Bin hier in Rotenburg (Wümme) zur Schule gegangen (Real- und danach Berufsschule) und sie wurden immer individuell vergeben. Und mein Bruder, der zur Zeit das Gymnasium besucht, sagt das Selbe.
Dazu kann ich nur folgendes beitragen: Ich hatte in der 10. Klasse des Gymnasiums das beste Zeugnis meiner Schullaufbahn. Das bestand nur aus Einsen mit Ausnahme von zwei Fächern. Die 10. Klasse war ebenfalls das Schuljahr, in dem ich am wenigsten Hausaufgaben gemacht habe und im Unterricht am meisten gezeichnet habe. Trotzdem hatte ich sowohl in Fleiß und Aufmerksamkeit eine glatte Eins. Ich sage Dir, die meisten Lehrer können sich einfach nicht vorstellen, dass ein guter Schüler faul und ein schlechter Schüler fleißig sein können.
(...)Ich sage Dir, die meisten Lehrer können sich einfach nicht vorstellen, dass ein guter Schüler faul und ein schlechter Schüler fleißig sein können.
Warum wird dann nicht gegen die Lehrer protestiert, sondern gegen die Kopfnoten? ^^"
Cullabay
14.02.2009, 18:56
Warum wird dann nicht gegen die Lehrer protestiert, sondern gegen die Kopfnoten? ^^"
Weil es unmöglich ist gegen jeden einzelnen der ahnungslosen und ungerechten der 100000 Lehrer zu protestieren.
Weil es unmöglich ist gegen jeden einzelnen der ahnungslosen und ungerechten der 100000 Lehrer zu protestieren.
Also beraubt man die restlichen 100000 ahnungsvollen und gerechten Lehrer lieber der Möglichkeit ihren Schülern einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen? Das finde ich gemein. ^^
Cullabay
20.02.2009, 12:54
Also beraubt man die restlichen 100000 ahnungsvollen und gerechten Lehrer lieber der Möglichkeit ihren Schülern einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen? Das finde ich gemein. ^^
Ich glaube nicht, dass die kopfnoten bei irgendwem bzgl. Bewerbungen einen Ausschlag gegeben hätten ob er genommen wird oder nicht. Da zählen die Noten in den relevanten Fächern und der persönliche Eindruck. Wollen wir also lieber hoffen, dass die Lehrer die Fachnoten gerecht verteilen.
Also wo glaubst Du ermöglichen Kopfnoten jemandem einen besseren Start ins Leben? Etwa hier?
Treffen sich zwei Schüler: Findest Du mich sympathisch? Weiß nicht, lass mich mal deine Kopfnoten sehen;)
Ich glaube nicht, dass die kopfnoten bei irgendwem bzgl. Bewerbungen einen Ausschlag gegeben hätten ob er genommen wird oder nicht. Da zählen die Noten in den relevanten Fächern und der persönliche Eindruck. Wollen wir also lieber hoffen, dass die Lehrer die Fachnoten gerecht verteilen.
Also wo glaubst Du ermöglichen Kopfnoten jemandem einen besseren Start ins Leben? Etwa hier?
Treffen sich zwei Schüler: Findest Du mich sympathisch? Weiß nicht, lass mich mal deine Kopfnoten sehen;)
Würde der Arbeitgeber auf die Kopfnoten keinen Wert legen, so hätte das zwei Konsequenzen:
Es wäre unsinnig sich über die Kopfnoten aufzuregen, weil es egal wäre, welche man nun bekommen hat.
Es wäre unsinnig sich über die Lehrer aufzuregen, weil ihre unfaire Benotung keine Folgen hätte.
Und somit wäre jeder Protest irgendwie widersinnig. ^^
Jetzt weiß ich aber, dass der Arbeitgeber sehr viel Wert auf die Fehltage und Kopfnoten legt. Und dass diese Kriterien sogar schwerer Wiegen als schlechte Noten in relevanten Fächern.
Eben weil sie etwas mehr über den Schüler aussagen, als es eine Vier in Mathe könnte. ;)
Airoswen
26.02.2009, 18:42
Lächerlich wird das Ganze ab dem Punkt, wo im Zeugnis nur gute/positive Kopfnoten stehen, aber z.B. beim Elternsprechtag die Lehrer sagen: der Schüler hat sich mündlich kaum am Unterricht beteiligt. Oder: Teamwork (Kunstunterricht) lässt zu wünschen übrig.
Ach ja? Die Kopfnoten sagen aber genau das Gegenteil.
Schwachsinn das Ganze. (Nur meine Meinung.) Absoluter Schwachsinn und gehört abgeschafft.
midnighter
02.03.2009, 19:17
Seit letztem Jahr haben wir diese Kopfnoten auch auf unserem Zeugnis stehen. Und ich sehe das wie viele andere hier- es ist total der Schwachsinn.
Bei uns ist die Standart Note die 2 nur komischer weiße haben auch die sonst eigentlich schlechteren Leute eine und die guten auch. Und eine 1 kommt fast gar nicht vor.
Und bei diesen Noten ist man auch noch mehr der Willkür der Lehrer ausgesetzt. Ach den Schüler kann ich eh nicht so gut leiden dem geb ich mal ne 3. Nachvollziehen kann man dies ja dann nicht mehr.
Außerdem denke ich auch dass man diese Noten nicht ernst nehmen sollte da in manchen Fällen die Lehrer einen überhaupt nicht beurteilen können.
Aber ich denke die Kopfnoten werden sich nicht mehr lange halten. Letztes Jahr waren es noch 6 Noten dieses Jahr nur noch 3.
Und vielleicht nächstes Jahr keine mehr*ja*
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber warum werden die Kopfnoten als Schwachsinn abgetan, wo doch jeder die Lehrerschaft als Problem nennt?
Ein Zitat von Wernher von Braun besagt:
Die Wissenschaft hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein Messer. Wenn man sie einem Chirurgen und einem Mörder gibt, gebraucht es jeder auf seine Weise.
Wir sprechen natürlich nicht über die Wissenschaft, aber ich denke, jeder versteht was ich meine. Wenn ihr euch von Lehrern ungerecht behandelt fühlt, greift die Lehrer an. Aber kein Konzept, das geschaffen wurde um euch zu helfen und es - richtig angewandt - auch tut.
Denn nach den Argumentationen der meisten hier, kann man im Grunde jede Art von Leistungsbeurteilung als Schwachsinn abtun. ^^
Airoswen
04.03.2009, 17:20
@grey
Wir sprechen natürlich nicht über die Wissenschaft, aber ich denke, jeder versteht was ich meine. Wenn ihr euch von Lehrern ungerecht behandelt fühlt, greift die Lehrer an.
Ich verstehe was du meinst.
Wenn der Chirurg mit dem Messer umgehen kann, ist das sicherlich toll.
Wenn der Mörder mit dem Messer umgeht, ist das weniger toll.
Also plädiert man dafür, dass Mörder keinen Zugriff auf Messer haben dürfen.
Ist doch logisch.
Deshalb plädiert man dafür, dass Lehrer keinen Zugriff mehr auf Kopfnoten haben. Ist doch auch logisch.
Sich bei dem Lehrpersonal zu beschweren, bringt gar nichts. Sie sind ja nur das ausführende Organ. Und der Unterschied zwischen Notenvergabe bei den Fächern und den Kopfnoten, ist einfach der, dass Kopfnotenvergeber nicht alle dasselbe Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe, psychologen Hintergrund besitzen. Jeder Lehrer ist nun mal anders. Die Grenzen bei der Beurteilung eines Schülers sind weitmaschig, je nachdem wie der Kopf des Lehrers so tickt. Der eine Lehrer (Kunst) mag einen Schüler als zurückhaltend, nicht teamfähig, träumerisch einstufen und ein anderer Lehrer (Sport) empfindet den Schüler als aufgeweckt, munter, macht alles mit.
Kopfnoten - wie der Name schon sagt - haben wohl eher etwas mit dem Kopf des Lehrpersonals zu tun. :D
Okay. ^^ Aber du plädierst nicht dafür, dass die Mörder keine Messer erhalten sollten, sondern willst die Messer ganz abschaffen. Bewusst in Kauf nehmend, dass du den Chirurgen damit die Möglichkeit nimmst ihre Arbeit zu machen.
Denn auch wenn es natürlich viele Lehrer gibt, die keine Kompetenz besitzen ihre Schüler entsprechend zu beurteilen, gibt es auch solche, die es können.
Ich glaube nicht, dass die Kopfnoten irgendetwas über die Kompetenz der Schüler oder der Lehrer aussagen, denn so, wie ich sie auf meinem Abi-Zeugnis stehen habe, sind die Noten völliger Unfug. Wie bitte, soll ein Lehrer mein Konfliktverhalten benoten können? Jeder der wild um sich schlägt bekommt ne 4 und jeder der nie Streit hat (vor dem Lehrer) ne 1? Wohl eher nicht, denke ich. :rolleyes:
Auch mein Arbeitsverhalten kann ein Lehrer nur insofern benoten, als dass er das für seinen Fachbereich tut. Sprich, in Physik war ich definitiv das ruhige Mädchen ganz hinten, dass seine Hausaufgaben nie hatte, während ich in Geschichte vollen Einsatz gezeigt habe. Überhaupt, es ist sinnlos für das Arbeitsverhalten nochmal extra Noten zu verteilen, wenn dieses doch eigentlich schon in der Sonstigen Mitarbeitsnote zum Ausdruck kommen sollte.
Ne, also ich halte Kopfnoten (so wie sie bei mir waren) für ganz großen Kappes.
Ich denke die Lehrer schaun sich für die Kopfnoten nur das restliche Zeugnis an. Beispiel: Ich hatte Durchschnitt 1,1, aber in keinem Fach regelmäßig Hausaufgaben gemacht, geschweige denn Zusatzaufgaben. Meine Freundin schon - ich krieg Arbeitsverhalten, na was wohl, 1 und sie den Standard 2.
Völlig ungerechtfertigt.
Cullabay
11.03.2009, 15:53
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber warum werden die Kopfnoten als Schwachsinn abgetan, wo doch jeder die Lehrerschaft als Problem nennt?
Ein Zitat von Wernher von Braun besagt:
Wir sprechen natürlich nicht über die Wissenschaft, aber ich denke, jeder versteht was ich meine. Wenn ihr euch von Lehrern ungerecht behandelt fühlt, greift die Lehrer an. Aber kein Konzept, das geschaffen wurde um euch zu helfen und es - richtig angewandt - auch tut.
Denn nach den Argumentationen der meisten hier, kann man im Grunde jede Art von Leistungsbeurteilung als Schwachsinn abtun. ^^
Ich habe mich niemals von den Lehrern wegen der Kopfnoten angegriffen gefühlt. Im Gegenteil ich habe mich darüber amüsiert. Und welche Kopfnoten ich hatte war mir völlig egal. Wenn man mit Aufmerksamkeit und Fleiß 3 oder 4 trotzdem überall gute Noten hat kann es einem ja auch egal sein. Und umgekehrt kann man sich nichts dafür kaufen wenn man wegen 2 Fünfen kleben bleibt aber alle Lehrer einem in den Kopfnoten bestätigt haben dass man ein lieber Kerl ist.
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