Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kapiteleinteilung von Büchern
Mir ist aufgefallen, dass Autoren völlig unterschiedlich bei der Einteilung ihrer Kapitel vorgehen.
Die einen vergeben nur Nummern, die anderen Spoilern schon fast ein wenig in den Kapitelüberschriften, manche stellen eine Kapitelübersicht vorne weg, andere verzichten darauf. Dann gibt es noch die, die ihren Roman in "Bücher" oder Teile und diese wiederum in Kapitel aufteilen, also Kapitel verschiedener Ebenen verwenden.
Ich kenne Bücher mit gleichmäßig langen Kapitel und solche, bei denen sich die Kapitel in der Länge stark unterscheiden.
Ich tendiere zu relativ kurzen Kapiteln von 25-30 Seiten, um mir ein Buch besser einteilen zu können, mit Überschriften (da die schon ein wenig Vorfreude auf das Kapitel aufkommen lassen), aber ohne Kapitelübersicht (ich schaffe es einfach nicht, die zu überblättern und dann ist bestimmt schon wieder irgendwas gespoilert). Was bevorzugt ihr?
Dark MiG
24.05.2008, 10:56
Die Länge eines Kapitel ist mir eigentlich relativ egal so lang sich das Kapitel in einen bestimmt Rahmen bewegt.
Was die Beschriftung der Kapitel angeht gibt es meiner meiner viele gute möglich.
Vor allem bei Bücher mit vielen Hauptpersonen und Ortswechseln finde ich es gut, wenn die Kapitel entweder den Namen der Hauptperson um die es in jenem Kapitel geht als Überschrift tragen oder den Namen des Ortes.
Ich finde es auch sehr interessant wenn Zitate aus Bücher oder von Personen die zwar nicht direkt in der Handlung vorkommen aber eben in der Welt existieren unter der Überschrift stehen.
Am Besten sind diese auch noch leicht Philosophisch angehaucht.So kann mann schön darüber nachdenken und kommt irgendwann während des Kapitels drauf auf was sich das Zitat bezieht :).
Verräter
24.05.2008, 12:21
Ich finde es auch sehr interessant wenn Zitate aus Bücher oder von Personen die zwar nicht direkt in der Handlung vorkommen aber eben in der Welt existieren unter der Überschrift stehen.
Am Besten sind diese auch noch leicht Philosophisch angehaucht.So kann mann schön darüber nachdenken und kommt irgendwann während des Kapitels drauf auf was sich das Zitat bezieht
Das liebe ich an Herbert's Wüstenplaneten! (Das einzige Buch in dem ich solche Zitate kenne) Es verleiht dem ganzen eine ungeheure Atmosphäre. Manchmal blättere ich einfach so durch und lese mir einige dieser Zitate durch, da sind wahre Goldstücke dabei.
Ich persönlich bevorzuge kleinere Kapitel, die man dann auch als "langsamer Leser" kurz lesen kann, also zwischen 10 und 20 Seiten. Und eigentlich mag ich Nummerierungen lieber als richtige Überschriften, denn da wird gern mal gespoilert. Wenn also ein Kapitel z.b. "Die Flucht" heißt, dann brauche ich das Kapitel gar nicht erst zu lesen, denn ich weiß "aha, die flüchten jetzt und wenn sie draußen sind ist das Kapitel zu ende, nächster Abschnitt!" oder so tolle Titel wie "Überraschende Wendung!", die einem ganz und gar die Überraschung nehmen.
die anderen Spoilern schon fast ein wenig in den Kapitelüberschriften
Das mag ich überhaupt nicht und wenn es ganz besonders schlimm ist, dann denk ich mir "Boah, warum les ich denn jetzt noch weiter?"
Von allen gelesenen Büchern ist mir eine Reihe ganz besonders in Erinnerung geblieben, was die Kapitel angeht: Die Saga vom Dunkelelf
Dort gibt es pro Buch so genannte "Teile", die nummeriert werden, was ich eigentlich nicht unbedingt soo schön finde. Diese sind auch nochmals unterteilt in kleinere Kapitel, diesmal aber mit Namen.
Aber unter diesen großen "Teilen" gibt es einen kurzen Auszug von der Hauptperson Drizzt Do'Urden selbst. Das kam mir immer so vor, als ob Drizzt Jahre nach seinem Aufenthalt in der Unterwelt eine Art Tagebuch verfasst hat und der Leser nun das Vergnügen erhielt Auszüge daraus zu lesen. Diese Abschnitte hatten immer was ganz Tolles.
Zum Einen war es für den Autor ein geeignetes Mittel um die Zwischensequenzen in wenigen Sätzen zu erläutern - und so eine Drow Jugend kann ja bekanntlich lange dauern (ich meine das waren 40 Jahre insgesamt). Zum Anderen wirkt dadurch das Werk bzw. das Leben Drizzts sehr viel plastischer, in meinen Augen.
Generell finde ich diese kleinen Zusätze unter einer spannenden Unterschrift klasse. Sie runden das Buch ab und machen es (bei Gelingen) zu einem schönen Werk.
Die Länge eines Kapitels ist mir relativ egal, solange die Einteilung sinvoll ist.
Am liebsten sind mir Kapitel mit Überschrift (solange sie nicht zu sehr spoilert), ob da dann noch zusätzlich eine Nummer dran ist, das ist egal.
Bei diesen Zusammenfassungen finde ich, dass es immer ganz drauf ankommt. Besonders bei Kinderbüchern finde ich es klasse, weil es dann meistens auch zum Stil passt (z.B. Jim Knopf). Auch bei Jugend- oder Erwachsenenbüchern mag ich das durchaus - solange es zum restlichen Stil passt und nich zu sehr vorwegnimmt.
Ich finde es auch sehr interessant wenn Zitate aus Bücher oder von Personen die zwar nicht direkt in der Handlung vorkommen aber eben in der Welt existieren unter der Überschrift stehen.
Soetwas mag ich auch sehr - z.B. bei Tintenherz steht vor jedem Kapitel ein Zitat aus einem anderen Buch.
Irgendwann habe ich auch mal ein Buch gelesen, in dem fiktive Werke aus der entsprechenden Welt zitiert wurden - das ist noch genialer!
Pantalaimon
24.05.2008, 13:04
Ich mag kurze Kapitel.
Da ich gerne zwischendurch mal mein Buch aufschlage un dein paar Zeilen lese, find ich es immer sehr angenehm, wenn man sagen kann, noch dieses Kapitel, dann gehts weiter (mit dem, was man noch vor hat). Früher, als ich noch geraucht hab, hab ich immer gesagt, okay, noch eine Zigarette, dann mach ich das und das. Heut sag ich lieber, noch ein Kapitel, dann... :D Sind schöne Zeiteinheiten.
Ob die Kapitel Überschriften haben oder nicht, ist mir egal. Sowas überlese ich eh. Manchmal muss ich zurück blättern um überhaupt nochmal zu gucken, wie das Kapitel überhaupt hieß (z.B. bei den Bis(s)-Büchern).
Bei den Büchern "Das Lied von Eis und Feuer" finde ich es sehr angenehm, dass die Namen der Person in der Überschrift steht, um die es in dem Kapitel geht.
Spoiler hab ich noch nicht bewusst gesehen...
Ich mag es auch gerne, wenn ein kleines Bild oder Zeichnung unter der Überschrift gemalt ist, wie z.B. bei dem Magyk-Büchern von Angie Sage.
Wenn ein Buch allerdings in "Bücher" unterteilt ist, bekomm ich meist erstmal einen Schrecken. Das gibt mir so das Gefühl eines Bruches. Es ist auch schon öfter vorgekommen, dass ich dann nicht weiter lese.
Liathano
24.05.2008, 17:06
Ich mag kurze Kapitel.
Da ich gerne zwischendurch mal mein Buch aufschlage un dein paar Zeilen lese, find ich es immer sehr angenehm, wenn man sagen kann, noch dieses Kapitel, dann gehts weiter (mit dem, was man noch vor hat).
[...]
Ob die Kapitel Überschriften haben oder nicht, ist mir egal. Sowas überlese ich eh. Manchmal muss ich zurück blättern um überhaupt nochmal zu gucken, wie das Kapitel überhaupt hieß (z.B. bei den Bis(s)-Büchern).
Das kann ich beides nur unterschreiben.
Oft blättere ich bei einem Kapitel auch vor und denke "das ist ja kurz, das kannst du noch fix lesen und dann ist Schluss!". Und genau dieselbe Prozedur dann beim nächsten Kapitel ... und beim übernächsten. Letztendlich lese ich dann meist trotzdem genug Seiten, dass es auch für zwei lange Kapitel gereicht hätte.
Trotzdem sind kurze Kapitel ideal für die S-Bahn/Zugfahrt oder auch Schulpause, aber ebenso passend sind auch lange Kapitel, die nicht durchgehend erzählen, sondern Absätze enthalten.
Letztlich verhindern kurze Kapitel aber oft den Aufbau eines richtigen Spannungsbogens und manchmal sogar das völlige Abtauchen in eine Welt - das kommt allerdings auch auf Autor und Stil an.
Auch die Zitate, Illustrationen oder kleinen Gedichte am Anfang eines Kapitels finde ich schön. Besonders gefallen hat mir das beispielsweise bei "Abarat" oder Cecilia Dart-Thorntons "Bitterbynde".
Eine Kapitelübersicht am Anfang eines Buches finde ich nett, besonders wenn sie übersichtlich und hübsch aufgemacht ist. Das hilft auch, später bestimmte Stellen im Buch schneller zu finden und wenn ich weiss, dass ich spoileranfällig bin, muss ich diese Übersicht ja gar nicht erst anschauen. ;)
Die Unterteilung in einzelne Bücher oder Teile stört mich auch nicht, solang sie nicht mit einem Stilumbruch einhergeht und das hab ich bisher noch nirgendwo gelesen (obwohl das nach einem Prolog schon mal vorkommt *grummel*). Über Sinn- oder Sinnlosigkeit dieser Sache kann man sich allerdings streiten.
Dark MiG
25.05.2008, 13:12
Das liebe ich an Herbert's Wüstenplaneten! (Das einzige Buch in dem ich solche Zitate kenne) Es verleiht dem ganzen eine ungeheure Atmosphäre. Manchmal blättere ich einfach so durch und lese mir einige dieser Zitate durch, da sind wahre Goldstücke dabei.
Ja geht mir Genauso es macht oft einfach nur Spaß das man wieder durch das Buch blättert und die Zitate liest.
Ich finde soll Zitate geben einem einfach das Gefühle das die Geschichte in einer großen lebendigen Welt spielt.
Ich kennen solle Zitate vor allem aus der "Spiel der Götter" Reihe von Steven Erikson und "Der Krieg der Propheten" Trilogie von Scott Bakker
Meine zweite Signatur ist genau so ein anfangs Zitat;)
Es gibt nur drei Arten von Menschen:
Zyniker, Fantatiker - und Mitglieder des Ordens der Mandati
Ontillas: Von der menschlichen Torheit
(Der Krieg der Propheten 1)
Die idealen Kapitel sind ca. 20 Seiten lang, haben einen eigenen Spannungsbogen und einen überraschenden Höhepunkt und enden in einem kleinen Cliffhanger. Leider haben so eine Buchaufteilung nur wenige Autoren drauf, denn es gehört einiges können dazu, ein Buch so zu schreiben.
Am liebsten habe ich keine Kapitelüberschriften, denn die sind meistens daneben und Spoilern. Am allerschlimmst finde ich Titel wie "Held bekommt ein Schwert geschenkt".
Ollowain
25.05.2008, 19:44
Überschriften finde ich nur gut, solange sie den Inhalt des Kapitels nicht spoilern. (Wobei der Titel "Szpirglas" (aus Wolkenpanther - Kenneth Oppel) durchaus zum weiterlesen anregt :rolleyes:)
Ansonsten stelle ich dahingehend eigentlich keine Ansprüche.
Einteilungen in Bücher oder Teile riechen eigentlich schon nach einem Bruch oder Wendepunkt in der Geschichte... Wenn sie gut gesetzt sind, sind sie durchaus gut um den Effekt noch zu verstärken.
Aber manchmal hätte man sie dann doch ein wenig früher oder später setzen sollen :rolleyes:
Kapitelübersichten mag ich am Ende eines Buches mehr als am Anfang. Weil durch sie wird eigentlich doch immer etwas gespoilert... und wirklich auslassen kann ich sie halt nicht >.> Deswege am Ende - oder am besten gleich weglassen.
Gedichte oder Bilder am Anfang von Kapiteln finde ich gut - wenn sie zum Inhalt des Kapitels passen. Bei dem ein oder anderen Gedicht dachte ich nach dem Kapitel dann: "Aha, was hat das jetzt mit der Handlung in dem Kapitel zu tun?" In diesem Falle hätte man besser darauf verzichten sollen *nein*
Was die Länge angeht, ist es mir relativ egal - nur über 40 Seiten sind dann etwas sehr heftig.
Sehr lange Bücher sollten halt nicht kleine 8-Seiten-Kapitelchen haben und kurze nicht nur aus zweien bestehen. XD" Aber das ist eigentlich klar.
Waterstorm
25.05.2008, 21:19
Ich habe auch am liebsten kurze Kapitel. Lange Kapitel lassen mich immer nach hinten blättern um zu sehen wie lange es noch dauert bis das Kapitel vorbei ist. Vorallem für kurze Pausen sind lange Kapitel für mich sehr doof da ich normalerweise von Kapitel zu Kapitel lese. Die Überschriften sind mir relativ egal, die lese ich sowieso nur halb. Schön finde ich aber wenn das erste Wort des neuen Kapitels speziell designt ist.
Bei langen Kapitel habe ich jeweils auch etwas Stress beim lesen im Zug. Heute fuhr ich eine knappe Stunde Zug und habe ein langes Kapitel gelesen. Als der Zielbahnhof immer näher kam schraubte ich mein Lesetempo hoch, wurde dafür aber auch 3 S-Bahnhöfe vor meinem Hbf fertig.
Kleine Sprüche zum neuen Kapitel finde ich überflüssig, die reissen mich meistens nur überflüssigerweise aus der Geschichte raus.
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