Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schullektüre
Liathano
24.05.2008, 22:22
Ein Thema, das unter Buchfreunden, Lehrern, Politikern und vor allem Schülern oft diskutiert wird: Pflichtlektüre in der Schule.
Bei all dem Chaos im Schulsystem variieren natürlich die Bücher, mit denen man als Schüler "bestraft" wird/wurde. Klassiker stehen wohl immer auf dem Programm, von Shakespeare bis Schiller, aber auch mit Moralkeulen wird nicht gespart (bei uns war das in der Grundschule beispielsweise "Rolltreppe abwärts").
Was habt ihr in der Schule gelesen? Hattet ihr Spaß daran oder habt ihr euch eher durchgequält? Oder gar ein bisschen geschummelt und die Bücher nie gelesen?
Außerdem würde mich interessieren, wie ihr zu der Auswahl der Schullektüre steht.
Ich persönlich finde es wichtig, die Allgemeinbildung zu fördern und erachte diverse Klassiker daher als notwendig - andererseits jedoch würde es mich freuen, wenn die Kinder und Jugendlichen auch mal "unterhaltsame" Bücher lesen würden um so am Lesen gefallen zu finden und auch freiwillig mal zu einem Roman zu greifen. Ganz schlimm finde ich die für junge Leser ohnehin unverständlichen Werke (wie G. Grass) oder eben jene Bücher, die ständig mit erhobenem Zeigefinger irgendetwas vermitteln wollen/sollen.
ZanIzuNES
24.05.2008, 23:49
Ach herrje!
Also, was hatte ich denn da so:
Grundschule lasse ich mal weg, det war nich so dolle!
Lektüre war, nicht chronologisch geordnet, weil zu lange her:
Unterm Birnbaum - Fontane - fand ich doof
Romeo und Julia auf dem Dorfe - öde
Nathan der Weise - fand ich gut
FaustI - war auch nicht schlecht
Die Leiden des jungen Werther - habe ich gemocht
Schöne Neue Welt - Aldous Huxley - fand ich echt genial
Fabian - Erich Kästner - fand ich komisch, weil ich Kästner nun mal lieber als Kinderbuchautoren mochte.
Gallileo Gallilei - Brecht - auch gut
Gelesen habe ich die alle, manche waren ja nur so dünne Reclamhefte. Das hatte ich meistens nach zwei drei Tagen durch - so als Kontrastprogramm zu den Hohlbeinwälzern. :)
Das Problem bei dem Schullektürethema ist einfach - der Job des Deutschlehrers ist es nun mal quer durch die Literaturgesschichte einen Einblick zu geben. Und das ist leider nicht spannende Unterhaltungsliteratur.
Während dem Studium habe ich mir mal Thomas Mann "Der Zauberberg" angetan, weil ja alle den guten Mann hach so doll finden, und was für ein gutes Deutsch der geschrieben hat ... lalala. Das war stinkelangweilig.
Der einzige, dem ich momentan Chancen auf den Weg in die Schule einräume ist Eschbach mit Ausgebrannt, weil das ein aktuelles Problemthema aufarbeitet. Nur grundsätzlich gilt bei aktueller Literatur, det nehmen die Lehrer nicht so gerne, weil es dazu keine 0-8-15 Unterrichts-arbeitsblatt-Vorlage gibt.
Zur Auswahl von Schullektüren denke ich folgendes:
Die Klassiker - Goethe Schiller usw. sind schon notwendig, weil es wie schon gesagt zur Allgemeinbildung gehört.
Schön wäre es, wenn die Schüler eine Lektüre im Schuljahr selbst bestimmen könnten.
Leider müssen diese Bücher aber ein bestimmtes Kriterium erfüllen, nämlich eine Verwertbarkeit im Hinblick auf eine Klausur/Probearbeit etc. Sprich der Inhalt des Buches muss irgendwie problemhaltig sein - sorry, aber das sind viele Fantasyromane beim genaueren Hinschauen einfach nicht. Außerdem muss der Text kurz sein, denn er muss auch von "faulen" und schwachen Lesern zu schaffen sein. - trifft auch auf wenige Fantasy-oder SF-Romane zu. SF noch eher als Fantasy: Ich denke da zum Beispiel an Fahrenheit 451 von Ray Bradburry - Das ist aber nun kein deutscher Autor - was ja wiederum nun auch eine Bedingung für den Deutschunterricht ist.
Auch wenn nun der eine oder andere jammert, aber reine "Spaßlektüre" wird es im Deutschunterricht glaube ich selten geben.
Gruß ZanIz
Hmm an die früheren Sachen kann ich mich nicht mehr komplett erinnern, auf jeden Fall haben wir in der Unterstufe hauptsächlich so ziemlich besch...eidene Bücher gelesen ("Mit Jeans in die Steinzeit" *schauder*), dafür aber auch ein total gutes, nämlich Krabat.
Die Mittelstufe war auch nicht gerade toll, einiges von Dürrenmatt, den ich persönlich stinklangweilig fand, der Hauptmann von Köpenick (der war wiederum nicht schlecht) und "Der Schwarze Mond", ich dachte mir erstmal cool, ein (halbwegs)Fantasy Buch, aber das Buch war so dermaßen kindlich geschrieben, dass es schon wieder eine Klassenlektüre zum in den Müll treten war...und dann noch in diesen offenbar für ugf. 8 jährige verfassen Sch**ß etwas rein zu interpretieren:rolleyes:...zum verzweifeln...
Jetzt in der Oberstufe ist es eigentlich ziemlich annehmbar.Was wir letztes Jahr geesen haben habe ich irgendwie total vergessen (oder vllt auch verdrängt ^^), aber in der 11. war es bis jetzt bis auf ein Paar Ausnahmen ziemlich gut. Lessings "Nathan der Weise" hat mir sehr gut gefallen, tolle Grundaussage in dem Buch, vor allem für die damalige Zeit. "Die Leiden des jungen Werthers" fand ich auch gut, wenn auch ein wenig langatmig zum Teil. Danach folgte ein Buch dass ich einfach nur schrecklich fand, ein Drama von Klinger, "Die Zwillinge". Von der Sprache her schrecklich kompliziert (ich habe im Grunde überhaupt nichts gegen altertümliche, gerne auch anspruchsvolle Sprache,aber in diesem Buch wird dermaßen abartig schwülstig geredet...), keinerlei vernünftige Aussage, merkwürdige Handlung.
Dann mal wieder etwas neues, erfrischendes, Arthur Schnitzler - "Die Traumnovelle". Hat mir auch gut gefallen. Etwas merkwürdig aber gut.Nach den Ferien lesen wir Martin Walser - "Das fliehende Pferd"... mal schaun wie das wird, ich bin einigermaßen zuversichtlich. :)
In Englisch haben wir "Death of a Superhero" von Anthony McCarten gelesen. Nicht jedermanns Sache, aber mir hat es gut gefallen. Außerdem noch ein Paar Kurzgeschichten von Edgar Allen Poe, die mir auch sehr gut gefallen haben (ich liebe Poe), aber das zählt ja nicht wirklich als Lektüre.
Puuh, mein längster Post bis jetzt, ich habe mit Sicherheit so einiges vergessen aber egal :D
ich schreibe dienstag eine deutschklausur über ein buch, dass ich nicht mal besitze und folgendermaßen auch nicht einen buchstaben draus gelesen hab :D
wir haben im unterricht schon einiges draus gelesen und ich muss sagen, es gibt nichts langweiligeres als dieses buch. es heißt "die verwirrungen des jungen törleß", eine detaillierte "analyse" eines nicht vorhandenen kapitels des buchs findet ihr in der taverne xD.
wenn ich etwas beim lesen lernen will, dann kaufe ich mir ein sachbuch. bücher lese ich, weil ich sie gerne lesen möchte, nicht um meine allgemeinbildung aufzufrischen.
so kommt es, dass ich seit 3 jahren keine deutschlektüre mehr gelsen habe xD.
bei englisch ist es was anderes:
die bücher sind für mich allein schon deswegen interessant, weil sie auf englisch sind. es sei denn, es sind so folterinstrumente wie shakespeare, wo man kein wort versteht, selbst wenn man englisch als muttersprache hätte. ausserdem kann ich es nicht leiden, wenn mir die bücher vor schmalz aus der hand fließen, was in etwa 99% von shakespeares werken der fall sein sollte.
was mir gut gefallen hat, war "Brave New World". dieses buch hat mich sehr angesprochen und zum nachdenken angeregt.
was ich von den deutschlektüren halte, ist glaub ich recht eindeutig geworden xD.
Also denn, auf ein Neues...
Englisch:
Aldous Huxley - Brave New World
Meine Meinung: http://www.fantasy-forum.ch/showthread.php?t=631&highlight=brave+world
William Shakespeare - MacBeth
Meine Güte. Meine Meinung ist da wirklich gespalten.
Einerseits: Shakespeare ist ein sehr großer Name und seine Werke waren und sind von großer Bedeutung. Von daher liegt es nahe zu sagen, dass man zumindest einige Werke oder ein Werk gelesen haben sollte.
Andererseits: Hat man das Vergnügen diese Stücke auf Englisch zu lesen, dann muss man erst einmal einen kleinen Refresh-Kurs in Sachen "Altenglisch" absolvieren. Und jemand sollte dem Leser auch sagen, dass der Autor einen sehr metaphorischen Stil hat. Dann habe ich aber auch fesgestellt, dass die deutsche Version auch nicht gerade eine leichte Kost ist. Ich persnönlich fand die Lektüre ganz schwer, obwohl ich ein großer Fan von "altmodischer" Sprache bin oder mir auch die Geschichten und Gedichte um Liebe oder Trauer nicht zu klischeehaft oder kitschig sind.
Mein Fazit: Ich bin froh, dass ich ein Werk von W.S. gelesen habe. Nicht, weil ich es besonders gut fand (das tat ich nämlich tatsächlich nicht), sondern einfach nur, weil ich jetzt behaupten kann, ich habe MacBeth gelesen.
Arthur Miller - Death of a Salesman
Puhhh... ich will es mal so ausdrücken:
Die Idee, die dahintersteckt, nämlich dem Leser den "American Nightmare" zu zeigen, kommt rüber. Aber der Weg dahin... Sehr sehr beschwerlich. Das war eines der wenigen Büchern, bei dem ich beim Lesen einiger weniger Seiten sofort eingeschlafen bin. Es war nicht nur trockenlangweilig an manchen Stellen, sondern auch zumindest für mich verwirrend. Aber das könnte man auch daran zurückführen, dass ich es stückchenweise gelesen habe, weil ich ja immer mal wieder zwischendurch eingeschlafen bin.
Den Film dazu fand ich um einiges einleuchtender und besser.
Deutsch
Georg Büchner - Woyzeck
Gewöhnungsbedüftig. Und zwar sehr. Das liegt daran, dass es sich hierbei um ein Fragmentstück handelt und die vielen einzelnen Kapitel eigentlich in fast beliebiger Folge lesen lassen können. Wisschenaftler oder die Menschen, die halt dafür zuständig sind, sind ja bis heute nicht zu einem Entschluss gekomen, welche Reihenfolge denn "besser" ist. Büchner ist sehr früh gestorben und erst Jahre nach seinem Tod, haben Freunde das Geschriebene zu diesem Stück gefunden und einem Verlag überreicht (sofern mich meine Kenntnisse da nicht täuschen).
Wenn man aber einmal Wikimagic konsultiert hat und vielleicht auch ein zweites Mal die Geschichte liest (geht relativ flott), so wird einem einiges klar.
Fazit: Wenn man sich da einbisschen Hilfe dazuholt und sich auch darauf einlässt, dann ist das Thema Woyzeck eigentlich ganz einfach! Man versteht die Handlung, man versteht die Charaktere.
Bertolt Brecht - Der gute Mensch von Sezuan
Ein sehr schönes Buch, welches erfreulicherweise auch einfach zu lesen ist, weil es sich auch um ein Theaterstück handelt. Und das sollte man auch nicht vernachlässigen, sondern vielleicht auch nochmal betonen: Ganz einfach zu lesen und zu verstehen. Auch die Sinnbilder und die Thematik.
Gotthold E. Lessing - Emilia Galotti
Für die meisten Schüler des D LK's DER Alptraum schlechthin - für mich ein eigentlich recht schönes Werk. Zugegeben: Für die alte Sprache muss man ein Faible haben und sich auch für die Epoche interessieren, in der die Geschichte stattfindet. Glücklicherweise besaß ich dieses Interesse, außerdem gefielen mir die Charaktere, die ich sehr gut verstehen konnte.
Aber auch hier gilt: Konzentration ist gefragt, da es für sich genommen, würde ich sagen, ein schwieriges, aber vor allen Dingen lesenswertes Buch ist.
Theodor Fontane - Irrungen, Wirrungen
Allerdings! ;)
Aber alles eigentlich halb so wild. Da gilt eigentlich fast dasselbe wie bei Emilia: Interesse und Konzentration und das Buch ist sehr gut.
Achso was mir noch so einfällt. Bei diesen "alten" Büchern, zählen auch "alte" Werte, wie etwa Tugenden und Moralwerte, die es heute so nicht gibt. Manch ein Schüler hatte damit Schwierigkeiten, auch die Definition von Liebe war anders, als sie es heute ist. Aber aufgrund der Literatur, die so ein Fantasyfan liest, dürfte das kein Problem darstellen.
Bernhard Schlink - Der Vorleser
Den ersten Teil fand ich noch sehr interessant. Den zweiten Teil des Buches dagegen... da hatte ich das Bedürfnis mir wieder Streichhölzer zwischen den Augenliedern zu stecken, damit ich nicht einschlafe. Die ganze Gerichtsgeschichte und die Frage der Schuld und... ich weiß nicht. Das ganze Thema ist für mich so oder so sowas von ausgelutscht. Vielleicht kann das Werk nichts dafür, sondern einfach das man mit dem Thema Nationalsozialismus und Krieg und Schuld einfach nur zubombardiert wird.
Das war wieder ein Buch, welches ich lesen musste und mir keinen Spaß bereitet hat.
Was ich generell zur Schullektüre sagen möchte (das habe ich auch so zu meiner Deutschlehrerin gesagt, die mich ab da an irgendwie nicht mehr leiden konnte):
Es liegt - so ist meine bescheidene Meinung - gerade an der oftmals langweilig erscheineden und auch teilweise sehr schwer zu verstehenden Schullektüre, dass Menschen später dazu gebracht, einfach kein Buch mehr anzurühreren und auch denken "Bücher sind langweilig. Aus Büchern lernt man nichts. Bücher sind Zeitverschwendung". Wenn ein Schüler in seinem Schülerleben seine Erfahrungen mit Lektüren macht, die ihn nicht zusagen, dann kann es sein, dass er auch im späteren Verlauf seines Lebens oben beschriebene Einstellung beibehält.
Es geht mir einfach darum zu sagen, dass gewisse Lehrer partout nicht verstehen können, warum Schüler xy das Buch nicht lesen will oder gewisse Abschnitte oder Intentionen nicht verstehen kann.
Nur zur Info: Die Rede hier ist nicht von mir, aber ich habe mit vielen Schülern darüber geredet, die selber nie viel von Schullektüren hielten und auch privat nichts lasen, die es ja aber immer wieder... erstaunlich fanden, dass ich so viele Bücher in meinen Regalen stehen und sie tatsächlich auch alle gelesen habe (warum sollten sie wohl sonst dort stehn?).
Aber derartiger Erklärungsversuch schlug vollkommen fehl und besagte Lehrerin schien kein Wort von dem zu verstehen, was ich da eigentlich erzählt habe. Ich glaube ich habe ihren Glauben verletzt, dass ihre geheiligten Schulbücher wohl das ultimative Wahre seien. Hm, kann man wohl nichts machen.
der punkt ist ganz einfach der, dass die lehrer keine andere wahl haben, als diese lektüren zu nehmen, da sie vorwiegend auf das zentralabitur vorbereiten, wo diese nun mal vorgeschrieben sind, bzw diese eben im lehrplan stehen.
meine deutschlehrerin sagt auch immer "ich weiß, dass ihr das buch furchtbar findet, ich kann es auch nicht leiden. aber wir müssen es durchnehmen..."
schon klasse, son zentralabi ... ... ...
wir haben übrigens, bis auf einige ausnahmen, die gleichen schullektüren gehabt, razor. emilia galotti ist für mich der inbegriff für die einzigartige kombination von langeweile und noch mehr langeweile.
diese wäre schon längst von "irrungen, wirrungen" getoppt worden, hätte ich das buch wirklich gelesen und nicht nur die zusammenfassung aus dem internet.
der vorleser war besser. nach emilia galotti eine wahre erleichterung. trotz dem nicht unbedingt der perfekten wuschvorstellung eines tollen buchs entsprechend, aber wenigstens nicht mehr so furchtbar wie emilia schrotti.
nachdem wir alle lektüren durchhatten, meinte meine deutschlehrerin, ein wenig auf uns zukommen zu wollen. das war nett gemeint. da sie genau wusste, dass wir die schullektüren abscheulich finden, schlug sie vor, ein buch zu lesen, dass uns spaß machen würde. da wurde auch ich hellhörig. als ich allerdings die ersten 3 seiten von "der vollidiot" gelesen hatte, wurde mir klar, dass das buch zwar leicht zu lesen, und an manchen stellen ganz witzig, aber im endeffekt völlig niveaulos war. wäre ich nicht kurz danach wieder zurück in die 12 gegangen, hätte ich das buch wahrscheinlich aufgrund seiner kurzweiligkeit noch zuende gelesen. so ist es nur ein weiterer stein in der mauer schlechter schullektüren im bücherschrank...
DisAster
25.05.2008, 10:00
Wirklich wichtige Bücher für die Allgemeinbildung sollte man nun wirklich kennen. Ich bin jedoch noch nicht im Abitur.
An das eine Buch aus der Grundschule kann ich mich nicht mehr erinnern, aber das ging noch.
Aber ernsthaft "Die VorstadtKorkodiler","Mit Jeans in die Steinzeit",(die beschissenste Version die es gibt von: )"König Arthur und die Ritter der Tafelrunde" sind doch selbst für die Unterstufe niveaulos!
Alle fanden es absolut langweilig zu lesen, zumindest diejenigen die es gelesen haben. Besonders "Mit Jeans in die Steinzeit" sollte man sofort als Schullektüre streichen! Ihr glaubt gar nicht wie langweilig dieses Buch war. Und soetwas soll zum Lesen anregen? Es vergrault einem eher die Leselust!
Von König Arthur gibt es auch tausende interessante Versionen, warum mussten wir das allerlangweiligste davon lesen? *mph*
In der Achten werden wir kein Buch mehr lesen, aber ich fände es echt toll, wenn man zumindest in der Unterstufe selbst entscheiden dürfte.
In der Oberstufe ist gewisse Pflichtlektüre klar, die Unterstufe jedoch soll zum Lesen anregen. Sinnvolle Bücher gibt es zuhauf, daraus kann man auch etwas interessantes auswählen.
Verräter
25.05.2008, 11:50
Schullektüren *seufz*, zu diesem Thema bin ich sehr zwiegespalten.
In der Realschule musste ich genau zwei Bücher lesen und beide vom selben Autor: Grudrun Pausewang.
Erst "Die letzten Kinder von Schewenborn", ein absolut schreckliches Buch von einer Frau geschrieben, die es entweder einfach nicht kann oder, da sie ja Jugendbücher schreibt, ihre Leser für totale volltrottel hält denen man alles doppelt vorkauen muss. Und dann diese Namenswiederholungen! Welcher Lektor fand es eigentlich gut, dass in 4 Sätzen (dazu: Pausewang verwendet größtenteils sehr kurze Sätze) 5x der Name der Hauptperson fällt? Am Anfang sind ein paar schöne Szenen dabei, mit den ganzen Leichen etc., später wird es dann total langweilig. Ich habe dieses Buch gehasst, aber damals hatten wir einen sehr guten Deutschlehrer, der einige Dinge sehr interessant gestaltet hat. Daher war zumindest der Unterricht, der auf einem miserablen Buch aufgebaut ist, relativ spannend und informativ.
Zwei Jahre später, neue Deutschlehrerin (die schlechteste der Schule) hält es für sinnvoll und "Die Wolke" von Pausewang lesen zu lassen, denn da kam ja gerade der Film in die Kinos! Und ich dachte das "Schewenborn"-Buch sei schlecht gewesen... die Wolke hat dem ganzen noch einen drauf gesetzt. Das ist das mit Abstand schlechteste Buch, das ich jemals gelesen habe. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es ermüdend Langweilig, Spannung kommt nicht im geringsten auf, selbst in den Szenen nicht, als die Massen in Panik geraten. (Was ich sonst immer sehr gern lese; Ich mag Endzeit Romane ^^) Und zu allem Überfluss wurde es nur minderwertig und oberflächlich im Unterricht behandelt, also im Prinzip fast gar nicht. Das war eine echte Enttäuschung!
Tja... und im Jahr Oberstufe habe ich auch wieder zwei Bücher gelesen. Als erstes "Die dunkle Seite des Mondes" (Autor vergessen). Mittelmäßiges Buch mit einem sehr interessanten Mittelteil. Inhaltlich geht es um einen Anwalt der mit seiner neuen Freundin einen Pilztrip macht, der üble Folgen für ihn hat, denn er verliert die Beherrschung über seine Aggressionen und wird so zum Mörder. Keine Ahnung warum man so etwas in der Schule liest, aber die Persönlichkeits-Ausführungen im Unterricht waren wieder sehr gut. Im groben war es eine Bereicherung.
Und dann noch "Nathan, der Weise", als erstes Drama etwas schwierig zu Beginn aber nach eine Zeit, wenn man sich daran gewöhnt hat, ein gutes Buch. Absolut empfehlenswert.
Ich persönlich bin für Schullektüren, dann sollten es aber bitte "anständige" Bücher sein von Autoren die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Das man Klassiker liest finde ich richtig so, das gehört wie ich finde zur Bildung dazu, dass man bestimmte Werke kennt. Dann finde ich gehört es aber auch zur Aufgabe des Lehrers über das Buch hinaus informationen und Anregungen zu geben, damit sich das Buch lohnt. (zumindest bei neueren Werken)
Jedoch halte ich überhaupt nichts von Jugend-Literatur! Da ist fast ausnahmslos alles was ich bisher gelesen habe inhaltsloser, abgedroschener, sprachlich miserabler Müll! So etwas sollte man den Kindern nicht antun.
Und ich führe meine Liste fort.
Sek I
Deutsch
Level 4, Die Stadt der Kinder
Salz im Haar
Duplik Jonas 7
Damals war es Friedrich
Der Besuch der alten Dame
Da das schon etwas länger her ist, verzichte ich mal auf Rezensionen. Ich denke mal, dass der Großteil der oben aufgezählten Bücher - während ich sie in der Schule lesen musste - mir eigentlich gut gefallen hat und ich froh war, dass ich sie gelesen habe.
Im Nachhinein kann ich nicht behaupten, dass Schullektüre das private Lesen gefördert hat. Schließlich hatte ich davor schon angefangen zu lesen (R.L. Stine und die Gänsehautbücher *cool*). Ich bin aber ganz froh, dass ich einige Bücher namhafter Autoren kennengelernt habe. Und auch wenn ich nicht drauf stehe, wenn jemand sagt "Sowas muss man einfach gelesen haben, auch wenn es nur der Allgemeinbildung dient!", so schätze ich doch mein Durchhaltevermögen, denn unter Zwang Bücher zu lesen, hmmmm. Wie gesagt, kommt nicht bei jedem gut an. Gut, dass mir viele der ausgewählten Werke gefallen haben und ich keine weiteren Probleme damit hatte.
Liathano
25.05.2008, 13:59
Herzlichen Dank für die interessanten Antworten. Mein aufrichtiges Beileid geht an DisAster und Verräter, die scheinbar die schlimmsten Lehrpläne erwischt haben. ;)
Weil ich es im Eingangspost versäumt habe, werd ich jetzt auch noch mal kurz aufzählen, was wir so gelesen haben (oder zumindest, was mir im Gedächtnis geblieben ist).
Goethe – Faust: Bis heute eines meiner Lieblingsbücher, das ich auch gern zitiere und mir des Öfteren im Theater ansehe. Wir hatten auch einen unglaublich guten Lehrer (der ¾ des Stücks auswendig konnte und beim Vorlesen selten den Text ansehen musste!), der das ganze noch spannender gemacht hat. Der Tragödie zweiter Teil fand ich nicht mehr so überragend.
Schiller – Die Räuber: Fand ich überaus unterhaltsam und trotz der veralteten Sprache leicht lesbar und verständlich, selbiges gilt für „Kabale und Liebe“.
„Maria Stuart“ dagegen .. ehhh... hab ich nicht gelesen. Ich mag die historischen Figuren der Maria und Elisabeth I, aber nachdem ich eine furchtbare (moderne) Fassung des Stücks im Theater gesehen hatte, konnte ich mich nicht mehr dazu durchringen, das Buch zu lesen.
Am schlimmsten fand ich Wilhelm Tell, entweder war ich zu jung, um es zu würdigen, oder das Buch war wirklich bedeutend langweiliger als Schillers andere Werke.
Shakespeare – Romeo und Julia: Ein Klassiker, der mir durchaus gefallen hat, der aber -wie alle Werke Shakespeares- große Aufmerksamkeit erfordert.
Theodor Fontane – Effi Briest: Über kaum ein Buch das ich kenne, wurde so viel gemeckert (zumindest seitens der Schüler). Verständlich, denn Effi ist teilweise sehr nervig (wie eigentlich alle Figuren) und Fontane neigt dazu, jeden Kieselstein in all seinen Facetten zu beschreiben. Dennoch gab es Szenen in dem Buch, die haben mich berührt.
Gottfried Keller – Romeo und Julia auf dem Dorfe: Ein sehr dünnes Buch mit nicht einmal 150 Seiten, wenn ich mich recht entsinne, aber trotzdem hab ich ganze 2 Wochen (!) daran gesessen. Es war nicht nur langweilig, auch die Sprache war furchtbar. Nach der Lektüre hab ich den Realismus gehasst.
Günther Grass – Katz und Maus; Die Blechtrommel: Gut geschrieben, hat mich aber nicht angesprochen. Viele Szenen fand ich schlichtweg widerlich und überflüssig und so manche Bedeutung einer Handlung hat sich mir einfach nicht erschlosen.
Bertolt Brecht – Der gute Mensch von Sezuan: Gut geschrieben, leicht verständlich, teilweise auch unterhaltsam. An sich mag ich arg politisierende Bücher nicht, da les ich lieber ein Parteiprogramm, aber dieses hat mir eigentlich gefallen. Das „Ende“ fand ich nicht so toll, da hab ich mich etwas betrogen gefühlt. :D
G. E. Lessing – Nathan der Weise: Ein sehr schönes Buch, auch wenn es meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr von einer Seifenoper hatte und extrem vorhersehbar war. Dennoch weder zu anspruchsvoll, noch niveaulos und mit intelligenten Dialogen.
Bei Schlinks "Vorleser" schließe ich mich kommentarlos Razors Meinung an.
Tja.. im Großen und Ganzen gebe ich Namses mit seiner Einschätzung recht - sicher, Fantasy wird es im Unterricht wohl nicht geben, das würde ich auch nur sehr bedingt vorschlagen, aber es gibt durchaus Bücher, die "Spaß" machen. Einige Bekannte haben beispielsweise "Der Steppenwolf" von Hesse gelesen, ein Buch, dass sicher mehr Leute begeistert als "Effi" und Konsorten. Brave New World ist auch ein ausgesprochen spannendes Buch und stand bei uns leider nicht auf dem Lehrplan.
Im Englischunterricht würden sich auch Orwell oder Austen gut machen, ebenfalls Bradbury, wie schon erwähnt wurde.
Leider hat Phrosh mit dem Zentralabitur recht, aber den Vorschlag, die Schüler im Jahr ein Buch aussuchen zu lassen, dass sie lesen wollen, fände ich toll. Sowas kommt natürlich immer auf den Lehrer und den Geschmack der Schüler an und könnte daher auch mächtig schief gehen - aber es wäre ein Anfang.
Denn tatsächlich ist es so, wie Razor sagte: Wenn die Schule vermittelt, das Bücher generell langweilig sind und einem nichts bringen, werden die Jugendlichen privat auch kein Buch mehr in die Hand nehmen, es sei denn, sie bekommen aus dem freundschaftlichen oder familiären Umfeld andere Impulse oder folgen irgendeinem Hype. Nur wo wird das familiäre und freundschaftliche Umfeld bleiben, wenn nunmal immer weniger Leute lesen? Wie sehr wird sich die Zahl der Hobbyleser in 50 Jahren dezimiert haben?
Irgendwie ist das schon traurig, wenn man manchmal sieht bzw. hört, dass ein Schüler der zehnten (!!) Klasse nur langsam und stockend lesen kann, schreibt wie ein Grundschüler, mit dem Joystick aber extrem flott ist.
Ben liebt Anna
Das war so zusagen das erste Buch das wir in der Schule(4. Klasse) gelesen haben. Wahrscheinlich ist das ein richtiger Klassiker unter Schullektüre, weil ich viele kenne die das gelesen haben.
Ich persönlich fand es damals recht gut. Es war klar und verständlich geschrieben. Was Kindern ja immer gefällt, war dass mit Vorurteilen von Erwachsenen gegenüber Kindern und Ausländern aufgeräumt wurde. Nicht gefällt einem Kind mehr wenn Mama und Papa sich irren.*ja*
Nicht Chicago. Nicht hier
Dieses Buch war echt die Hölle. Es geht um ne Art von Mobbing, die man kaum nach vollziehen kann, da das Buch ein wenig unverständlich geschrieben ist. Außerdem wird den Kindern alle Hoffnung genommen, weil der Vater ein Weichei ist und niemand den Fiesling am Ende zu recht weißt, sondern nur ein dämliches Gerichtsurteil kommt und kurz bevor es geöffnet wird, endet das Buch. Toll, man weiß nicht ob das Gute gewinnt, aber die vielen Andeutungen dass die Guten verlieren, könnten die Hoffnungen von kleinen Kindern zerstören.
Rolltreppe abwärts
Ein wirklich schön geschriebenes Buch. Wieder geht es um Kriminalität. Am Anfang ist es ein wenig verwirrend, dass man zwischen den Zeit hin und her springt, aber dies legt sich schnell wieder.
Was mir besonders gut am Buch gefallen hat, war dass sich der Held über so dumme Sachen aufregt, wo man sich so wunderbar drüber ärgern konnte. :D Zum Beispiel kriegt er den Namen Boxer(alle Kinder bekommen in dem Heim oder was das war Hundenamen) und er regt sich darüber voll auf. Meine ganze Klasse fand das damals aber cool.
Der Herr der Fliegen
Wirklich ein wunderbares Buch. Viel besser als der Film. Das einzig nervige an dem Buch sind die vielen Landschaftsbeschreibungen, aber es gibt ja Leute die sowas mögen. Andererseits ist es auch ein notwendiges Übel, da man sich sonst nicht so in die Lage der Helden hinein versetzen kann.
Auch wenn man nicht mehr zur Schule geht, sollte man es lesen. Es gibt so viele Andeutungen in dem Buch. Zum Beispiel stehen die Schmetterlinge für das Gute.
Die Wolke
Auch wieder so ein Klassiker*elf* In dem Buch geht es um eine Atomkatastrophe in Deutschland und ist trotz seines hohen Alters noch recht aktuell. Den Film sollte man such nur antun, wenn man vor hat das Buch zu lesen, weil der Film nur auf Liebe zwischen zwei Teenies aufgebaut ist wie in Titanic und die ganzen Politischen Themen entfallen.:( Auch die Folgen von dem GAU sind recht gering gehalten. Im Buch kommen sie soooo viel deutlicher zum Vorschein. Das ist es Unterschied wie Tag und Nacht.
Na ja, wie man sehen kann hat mir das Buch super gefallen. Der Film aber war ne einzige Katastrophe.
Einige Bekannte haben beispielsweise "Der Steppenwolf" von Hesse gelesen, ein Buch, dass sicher mehr Leute begeistert als "Effi" und Konsorten.
Brrrrrr.... Das kann ich nicht bestätigen.
Der Steppenwolf von Hesse ist meine Hass-Lektüre Nr. 1!
Ich habe mich zwar bis ans Ende durchgequält, habe aber teilweise von ganzen Kapiteln nicht sagen können, was darin stand. Der Kerl hat mich nur noch genervt!
Aber machen wir's chronologisch:
Von der Grundschule weiß ich nicht mehr viel, nur dass wir ein Buch namens Oma gelesen haben, in dem ein verwaister Junge zu seiner Oma kommt, die das Sorgerecht für ihn übernimmt und somit krachen die Generationen aufeinander. Das fand ich recht interessant und habe ich auch gerne gelesen.
Unterstufe:
Die Insel der blauen Delphine - ein Buch über ein Mädchen, das alleine auf einer Insel zurückgelassen wird, woraus sich so eine Art Robinson Crusoe Geschichte entwickelt.
Ich habe das Buch gerne gelesen, aber der Rest meiner Klasse hat es gehasst (k.A. wieso).
Mehr weiß ich nicht mehr aus der Unterstufe.
Später kamen noch:
Homo Faber - das Buch hat mir gut gefallen, vor allem wegen dem Schreibstil.
Nathan der Weise - Ich moche es nicht. Die Moral hat mir zwar gefallen, aber ich fand keinen Gefallen an Sprache und Story. Und unsere damalige Lehrerin war unfähig.
Kabale und Liebe - Das Buch habe ich geliebt! Ich bin begeistert von der Sprache. *seufz*
Romeo und Julia auf dem Dorfe - erträglich, aber viel zu pathetisch!
Der Steppenwolf - grausem (siehe oben)
So, jetzt kommt die 12. und 13. Klasse in der wir meine absolute Lieblingsleherin hatten...
Aber für Woyzeck konnte sie mich trotzdem nicht begeistern.
Dafür war Das Marmorbild trotz überbordener Romantik und bösem Adjektivismus mit ihr erträglich.
Effi Briest ging auch noch, aber die gute Effi hat mich ganz schön genervt - und am Ende vom Buch habe ich mich gefragt, wo jetzt der Sinn des ganzen war.
Faust haben wir leider nicht gelesen sondern nur besprochen, den Film angeschaut und Auszüge gelesen. Aber unsere Lehrerin war so begeistert für das Buch, dass es jetzt auf meinem SUB lieg und darauf wartet, dass ich die Zeit finde, es zu lesen.
Der gute Mensch von Sezuan hat mir sehr gut gefallen. (Außerdem kann man als Augsburger ja kaum was gegen Brecht sagen. :D)
Unscharfe Bilder von Ulla Hahn war das letze was wir gelesen haben, aber auf keinen Fall das "Letzte"! Eine wunderschön beschriebene Vater-Tochter Beziehung und die Erzählungen aus Kriegszeiten, die so grausam authentisch geschildert sind, dass man das Buch nicht mehr weglegen kann.
Insgesamt kann man sagen, dass ich es ganz gut getroffen habe - aber ich bin auch für schwierigen Stoff leicht zu begeistern und meistens eine von denen, die das Buch auslesen, sobald sie es in Händen halten. (Bis auf Außnamen)
In Englisch:
A streetcar named desire von Tennessee Williams - ein Drama, das mich wieder mit Dramen versöhnt hat. (Das war noch in der 11.)
Dubliners - Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die zwar alle recht nett, aber auf die Dauer etwas nervig waren.
Who's afraid of Virginia Woolf? - Ein tolles Drama mit wunderbar authentischen Charakteren und Dialogen.
Romeo and Juliet - unser Englischlehrer mag Liebesgeschichten und so kam unser LK an MacBeth vorbei. Was soll man sagen - ich liebe Shakespeares Sprache! *seufz*
What light through yonder window breaks
It is the east and Juliet is the sun
Arise, fair sun, and kill the envious moon
Auswendig zitiert! Na gut, ich hör schon auf...
Insgesamt muss ich sagen, dass es oft auf den Lehrer ankommt. Erstens bei der Auswahl der Lektüre, zweitens beim Behandeln des Stoffes. Wenn ein Leher genug Begeisterun verspürt und diese auch an die Schüler vermittelt, dann können langweilige Bücher spannend werden.
Ollowain
25.05.2008, 20:16
Die erste Schullektüre, die ich je lesen musste: Ben liebt Anna - ich hab es GEHASST. Vor allem weil der Autor zu faul war, sich an die deutsche Rechtschreibung zu halten >.>
Dann Vorstadt Krokodiler - naja, ging so...
Löcher - dieses Buch hätte ich mir nie gekauft, aber im Nachhinein war's ganz lustig. Sehr gut hat mir gefallen, dass wirklich alles verknüpft war ^^
Die Schwarze Spinne - als Alternative zu Kleider machen Leute. Eigentlich nicht schlecht, wenn man sich mal mit der Sprache angefreundet hat, und damit, dass der Autor irgendwie frauenfeindlich ist und nicht auf den Punkt kommt.
Verbrecher aus verlorener Ehre von Schiller - war ok.
Boot Camp - hat mich überrascht, dass wir mal ein gescheites Buch in der Schule lesen o.Ó
Wenn man wirklich etwas für die Kultur tun will, was ja der Grund ist, warum wir diesen Kram lesen müssen, wäre es doch besser, man liest etwas was uns direkt betrifft - was eigentlich fast keines der Bücher getan hat, als wir es lasen: Weder müssen wir uns mit der Pest in Form von Spinnen herumschlagen, noch brauchen wir Pläne, wie man aus Boot Camps entkommt. *mph*
Ok, Klassiker lesen ist ja schön und gut, aber das jede Klasse den selben Kram durchkauen muss finde ich dann doch blöd.
ZanIzuNES
25.05.2008, 22:07
Wenn man wirklich etwas für die Kultur tun will, was ja der Grund ist, warum wir diesen Kram lesen müssen, wäre es doch besser, man liest etwas was uns direkt betrifft - was eigentlich fast keines der Bücher getan hat, als wir es lasen: Weder müssen wir uns mit der Pest in Form von Spinnen herumschlagen, noch brauchen wir Pläne, wie man aus Boot Camps entkommt. *mph*
Ok, Klassiker lesen ist ja schön und gut, aber das jede Klasse den selben Kram durchkauen muss finde ich dann doch blöd.
Hm, was an Nathan der Weise ist bei der heutigen Weltlage NICHT aktuell?
Und welche Bücher sollten dann als Beispiel für eine literaturgeschichtliche Epoche gelesen werden? Zum Beispiel für die Romantik? Es wäre gut, wenn du da einen guten Vorschlag zu machen könntest.
Die Lehrplanentwickler haben sich dazu nämlich wirklich viele Gedanken gemacht und einen Bücherkanon entwickelt, der nunmal in den meisten Bundesländern sehr ähnlich ist. Ich schwöre dir, kaum ein Lehrer wird sich die Sauarbeit machen einen völlig unbekannten Text aus der Klassik zu dem es keine Stundenvorlagen gibt für die Kollegstufe als Klassenlektüre auszuwählen.
Außerdem ist, um mal beim Nathan zu bleiben, gerade dieses Drama so richtig schön typisch für die Aufklärung. Okay, Miss Sara Sampson liest sich eventuell etwas netter, aber wenn ich mich recht erinnere ist das mehr eine Liebesgeschichte und weniger spannend wie der Natan.
Mache bitte wirklich gute Vorschläge für aktuelle Bücher, die dir die Textform Erörterung, Inhaltsangabe oder Textananlyse nahe bringen können und die zum Beispiel eine Gegenüberstellung wie in der Ringparabel möglich machen. Welcher heutige Autor nutzt noch die Form der Novelle, des Dramas, gibt es moderne Satiren. Und vor allem welcher Autor schreibt und spricht Deutsch davon?
Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach weniger daran WAS, sondern eher an der Art WIE das ganze vermittelt wird. Es ist auch für einen Lehrer schwer einen Text voller Begeisterung an den Mann/die Frau zu bringen, wenn er genau weiß, der ist stinklangweilig, gehört aber nun mal zur Epoche, die im Jahrgang X eben im Lehrplan steht. Deine Forderung sollte eher so lauten, dass ein Deutschlehrer in der Lage sein sollte selbst den langweiligsten literarischen Text so spannend rüberzubringen, dass es keinem auffällt wie öde der eigentlich ist.
Du möchtest gerne Bücher haben, die dich direkt betreffen? Ich glaube, das wird bei manchen Lektüretexten einfach nicht gut gelingen.
Wenn der Deutschlehrer gut ist, kann er die allgemeingültigen Knackpunkte einer Lektüre auf die heutige Zeit übertragen. Ansonsten muss man so einen Text auch einfach mal lesen wie ein Geschichtszeugnis. So wurde einmal geschrieben und gedacht, eventuell auch gesprochen. Man liest es und vergisst es. Jammern bringt nix.
Gruß ZanIz
Ollowain
26.05.2008, 17:08
Hm, was an Nathan der Weise ist bei der heutigen Weltlage NICHT aktuell?
Und welche Bücher sollten dann als Beispiel für eine literaturgeschichtliche Epoche gelesen werden? Zum Beispiel für die Romantik? Es wäre gut, wenn du da einen guten Vorschlag zu machen könntest.
Die Lehrplanentwickler haben sich dazu nämlich wirklich viele Gedanken gemacht und einen Bücherkanon entwickelt, der nunmal in den meisten Bundesländern sehr ähnlich ist. Ich schwöre dir, kaum ein Lehrer wird sich die Sauarbeit machen einen völlig unbekannten Text aus der Klassik zu dem es keine Stundenvorlagen gibt für die Kollegstufe als Klassenlektüre auszuwählen.
[...]
Nathan den Weisen habe ich weder gelesen, noch kenne ich den Inhalt. Hier in Forum habe ich zum ersten Mal davon gehört. (Dicke, fette Bildungslücke ^^")
Was mich wirklich stört ist auch nicht, dass wir Klassiker lesen müssen, sondern eher, dass jede Klasse das selbe liest: Kleider machen Leute, hat z.B. fast die ganze Stufe gelesen - und fast alle 8. Klassen davor auch.
Wobei ich mich an der Stelle wohl eher bei den Deutschlehrern selbst beschweren müsste, es scheint ja nicht so zu sein, dass man ausschließlich dieses Buch behandeln muss.
[...]Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach weniger daran WAS, sondern eher an der Art WIE das ganze vermittelt wird. Es ist auch für einen Lehrer schwer einen Text voller Begeisterung an den Mann/die Frau zu bringen, wenn er genau weiß, der ist stinklangweilig, gehört aber nun mal zur Epoche, die im Jahrgang X eben im Lehrplan steht. Deine Forderung sollte eher so lauten, dass ein Deutschlehrer in der Lage sein sollte selbst den langweiligsten literarischen Text so spannend rüberzubringen, dass es keinem auffällt wie öde der eigentlich ist.
Eben. Letzteres wäre natürlich ideal, aber wenn es einen selbst anödet, wird man ein Buch sicher kaum einer Klasse schmackhaft machen können, die nicht in Geringsten an Literatur interessiert ist.
Wobei es durchaus Klassiker gibt, die interessant sind: Der Graf von Monte Christo zum Beispiel. Ich lese derzeit den zweiten Band - und ich kann nur sagen, dass ich von diesem Buch beeindruckt bin! Aber der Graf wäre für den Unterricht leider einfach zu umfangreich, bzw. zu lang.
Die Schwarze Spinne war auch durchaus noch interessant, aber mir persönlich ging die Art des Autors nach einer Weile etwas auf die Nerven - er hat sich zum Ende hin aber etwas gebessert, das muss ich dem Mann zugestehen.
Du möchtest gerne Bücher haben, die dich direkt betreffen? Ich glaube, das wird bei manchen Lektüretexten einfach nicht gut gelingen.
Wenn der Deutschlehrer gut ist, kann er die allgemeingültigen Knackpunkte einer Lektüre auf die heutige Zeit übertragen. Ansonsten muss man so einen Text auch einfach mal lesen wie ein Geschichtszeugnis. So wurde einmal geschrieben und gedacht, eventuell auch gesprochen. Man liest es und vergisst es. Jammern bringt nix.
Gruß ZanIz
Mit diesen Büchern meinte ich primär etwas wie, "Dann bin ich eben weg" oder "Body" oder... (*überleg*) "Breakout", "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (wobei das durchaus mal als Lektüre gelesen wird) oder "Du bist mein Geheimnis", das wurde aus meinem Post aber nicht ganz deutlich.
Reality ist nicht unbedingt meine Sparte, aber es gibt doch Bücher daraus, die auch Reality-Muffel wie mich ansprechen. (Ich habe diese Bücher im übrigen gelesen, bzw. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" steht ganz oben auf meiner Liste von Büchern, die ich noch lesen möchte.)
Ich will mir hier nicht anmaßen, mich besser mit Klassikern auszukennen, als du, oder jemand anderes, und ein gewisses Wissen über Klassiker gehört sicher zur Allgemeinbildung, aber es wird doch wohl mehr als drei oder vier für den Unterricht geeignete Klassiker geben*eek* Als Lehrer könnte man sich doch zwei Klassiker "warmhalten" die man abwechselnd für eine Stufe verwendet; die eine 8. bekommt z.B. die Schwarze Spinne und die nächste Kleider machen Leute, um bei diesen beiden zu bleiben.
Aber gut, letzendlich dass hängt von den Bundesländern und einzelnen Schulen und Lehrern ab, darüber muss man sich nicht streiten.
Liathano
26.05.2008, 21:06
Ich will mir hier nicht anmaßen, mich besser mit Klassikern auszukennen, als du, oder jemand anderes, und ein gewisses Wissen über Klassiker gehört sicher zur Allgemeinbildung, aber es wird doch wohl mehr als drei oder vier für den Unterricht geeignete Klassiker geben*eek* Als Lehrer könnte man sich doch zwei Klassiker "warmhalten" die man abwechselnd für eine Stufe verwendet; die eine 8. bekommt z.B. die Schwarze Spinne und die nächste Kleider machen Leute, um bei diesen beiden zu bleiben.
Gibt es bei euch keine Aufteilung in Grund- und Leistungskurs? Zumindest dadurch sollte (!) die Lektüre dann variieren.
Ansonsten kann ich mir vorstellen, dass Lehrer es an den heutigen Haupt- und Realschulen ohnehin sehr schwer haben, den Stoff überhaupt rüberzubringen und dass vielen schon die eigene Motivation fehlt - wie sollen sie dann die Schüler motivieren können? In der Oberstufe ist das vermutlich leichter, da sind die Klassen im Großen und Ganzen (Ausnahmen bestätigen in beiden Fällen die Regel) reifer und vernünftiger, aber da haben sich die Interessen meist schon zu sehr gewandelt und die Synapsen schalten automatisch auf Hemmung, wenn sie nur das Wort "Pflichtlektüre" hören.
ZanIzuNES
26.05.2008, 21:43
Nathan den Weisen habe ich weder gelesen, noch kenne ich den Inhalt. Hier in Forum habe ich zum ersten Mal davon gehört. (Dicke, fette Bildungslücke ^^")
Das ist schade, aber nicht zu ändern. :)
Was mich wirklich stört ist auch nicht, dass wir Klassiker lesen müssen, sondern eher, dass jede Klasse das selbe liest: Kleider machen Leute, hat z.B. fast die ganze Stufe gelesen - und fast alle 8. Klassen davor auch.
Wobei ich mich an der Stelle wohl eher bei den Deutschlehrern selbst beschweren müsste, es scheint ja nicht so zu sein, dass man ausschließlich dieses Buch behandeln muss.
Jetzt habe ich dich verstanden. Und ja es wäre schön, wenn manche Klassiker von Jahr zu Jahr wechseln würden. Zumindest so viel Mut sollte ein Lehrer haben. Es wäre echt zu wünschen.
Ich vermute aber, da alle jedes Jahr das Gleiche lesen, dass das einen ganz profanen organisatorischen Hintergrund hat. Im Grunde ist der sogar ziemlich traurig. Nämlich:
Wenn alle Lehrer der Jahgangstufe 8 Kleider machen Leute (kenn ich z.B. jetzt nicht - meine Bildungslücke) lesen, können alle Lehrer der Jahrgangsstufe 8 ähnliche Klausuren zu dem Thema schreiben, sprich die Klausuren "erscheinen" vor den Eltern vergleichbar. Dann kann niemand behaupten, sein Kind hätte es ja viel schwerer gehabt, weil der Kollege X in dem Jahr die andere Lektüre hatte UND die Noten der Klasuren sind bei eineitlichem Thema je Klasse in der Schule vergleichbar und man kann/könnte so auch die Leistung der Lehrer vergleichen. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Rektoren sich so einen Vergleich sogar wünschen.
Reality ist nicht unbedingt meine Sparte, aber es gibt doch Bücher daraus, die auch Reality-Muffel wie mich ansprechen. (Ich habe diese Bücher im übrigen gelesen, bzw. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" steht ganz oben auf meiner Liste von Büchern, die ich noch lesen möchte.)
Da gebe ich dir uneingeschränkt recht, auch wenn ich :o die Bücher nicht gelese habe und solche Bücher wie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" nicht an mich gehen. :)
Ich will mir hier nicht anmaßen, mich besser mit Klassikern auszukennen, als du, oder jemand anderes, [...]
*eek* Sorry, das war auch eher nur, weil du gar so sehr auf die Klassiker geschimpft hast ... Ich ärgere mich nämlich immer, wenn jemand nur kritisiert, aber keine konkrteten Vorschläge macht, wie es besser ginge. Was du ja im zweiten Post nachgeholt hast, Freunde?
Grüße ZanIz
Ich hab immer noch ein Trauma von der 9. Klasse...Wir durften damals Bücher vorstellen und dann darüber abstimmen,welches wir lesen.
Ein Klassenkamerad hat dann das Buch "Aprikose, Banane, Erdbeer" von Helge Schneider(!!) vorgeschlagen..Tja..und dafür haben natürlich die meisten gestimmt. Ich auch, muss ich zu meiner Schande gestehen...Dachte, das wäre mal ein Ausgleich zu den sonst so trockenen Lektüren.. Bis dahin hatten wir noch nicht allzu viel gelesen im Unterricht. Ich kann mich nur noch an "Romeo und Julia auf/aus(?) dem Dorfe" erinnern..
Naja..also schlussendlich mussten wir zur genannten Lektüre ein Lesetagebuch schreiben. Unserem Lehrer war es wohl auch zu doof, das Buch durchzunehmen.. Wir haben kein einziges Mal im Unterricht darüber gesprochen und durften alleine arbeiten. Okay, also um was es in dem Buch ging? Man weiß es nicht genau.. :D Helge Schneider sucht Senf (eine Seite lang...), labert etwas von Dimensionsverschiebungen (in denen er selbst der Asphalt ist und dann wie eine Zigarette ausgedrückt wird..oder so ähnlich) und von komischen Mördern, die ihre Opfer mit der Laubsäge zerschreddern (wenn ich das richtig in Erinnerung habe..)
Ansonsten haben wir dann in der 12/13 (ich hatte Deutsch-GK..aber nicht im Abi) "Emilia Galotti", "Der Vorleser" und noch etwas anderes, das ich vergessen habe, durchgenommen.. Deutsch hat nicht zu meinen Lieblingsfächern gezählt... Ich hatte zwar immer ganz gute Noten, aber das war auch nicht schwer bei unserem Lehrer... Naja, andere Geschichte... Jedenfalls habe ich keins der Bücher wirklich gelesen *schäm*
Den Vorleser hab ich halb geschafft..Das war sogar ganz okay, aber irgendwie hatte ich immer ein Motivationsproblem :D Während des Unterrichts hab ich mich immer mit meinem Sitznachbar unterhalten.. War auf jeden Fall immer sehr lustig.
<naja, ich schweife ab..also Ende *g*
EDIT: Irrungen, Wirrungen haben wir auch gelesen..Ich weiß aber nicht mehr, um was es ging :o
PoiSonPaiNter
26.05.2008, 22:14
Das stetige Streitthema...
Bei Büchern aus der Grundschule kann ich mich nur noch an Shiloh erinnern, hab aber kA mehr von wem das war...iein engl. Schriftsteller/in...ging um einen Hund und war egtl richtig gut.
Realschule:
Die Welle, sehr gutes Buch, gern gelesen und ne Freundin dazu gebracht es sich zu holen obwohl es bie denen nicht aufm Lehrplan stand (Gym). :D
Kabale und Liebe Wie ich dieses Buch hasse! Müssen die denn immer über drei Seiten sterben? Das doch nervig...*mph*
Faust I Mit der richtigen Deutschlehrerin hat es nciht so viel Spaß gemacht, nebenbei hatten wir noch Zusatzstd. mit einer die wirklich Goethe-Fan ist und das dementsprechend rüberbringen konnte. Fand das Buch klasse, auch wenn viele es nicht verstanden haben, für mich ergabs Sinn! :D Kann immernoch Faust-Monolog im Keler(?) ein wenig auswendig...durfte mehrere Teile lernen...auch Faust Vision ausm zweiten Teil...Faust war sogar mein Prüfungsthema mdl Prüfung Deutsch! :D
So, was gabs noch? X.X Also von da fällt mir nix mehr ein...
Fachgym: Ab hier haben wir bis jetzt nur Bücher gelesen wo wenigstens einer iwie verrückt, durchgeknallt war oder sonst einen an der Klatsche hatte!
11:
Woyzeck Ok ich habe es verstanden, aber es war trotzdem schrecklich...haben uns noch den Film angeschaut..naja ok Klaus Kinski isn guter Schauspieler aber den Schluss fand ich dämlich...
Wir durften zum Abschluss eine Gerichtsverhandlung darstellen -gemäß dem Fall, dass Woyzeck nicht ertrunken ist
Gag hierbei: Wir haben Marie als Rolle angegeben und unsere Lehrerin wollte die wirklcih verteilen! :D *lol* Marie =Tod => Leichendarsteller *muahaha*- bei dieser Gerichtsverhandlung durfte ich den Doktoren spielen, der natürlich sofort aufgehört hätte, hätte er erfahren, dass seine Experimente iwelche Nebenwirkungen haben! :D So viel dazu, dann
Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger und so. An sich ist es ja ein Jugendbuch, aber Holden Colefield(?) geht einem nach ner Weile echt auf die Nerven und so. Seine ständige Schwarzmalerei und so und die ganzen "Kraftausdrücke"...ey manchmal hab ich echt nur gedacht "Halt die Klappe du Dödel!"...Wie dumm der war und so..und feige und so...und wen was wunder der hat das Buch vllt nicht gelesen und so! *lol*
Antigone von Sophokles und Berliner Antigone von Rolf Hochhuth...HILFE!...schlimm...dumme Menschen gibt es immer wieder...*kopfschüttel*...ein Glück durch damit...
12, jetzt werdens noch mehr:
Hamlet Man sollte keine unterschiedliche Auffassung von Hamlets Humanismus haben wie der Lehrer...*mph*...ansonsten gutes Buch...zwischendurch etwas kompliziert, aber gut einziges Problem: Die sterben schon wieder so lang....*mph*...Film geguckt "Rosenkranz und Güldenstern" war ganz lustig! :D ("Wolln wir das Fragespiel spieln?")
Faust I again und Faust II angeschnitten. Also inner Realschule wurde es besser rüber gebracht.
Danach eingeschoben, weils in unser Abi kommen soll Wahlverwandtschaften, ich habe mich durch dieses Buch durchgequält und war/bin stolz auf mich! :D Ok die Story an sich ist nicht schlecht, aber das kann man auch in kürzere Sätze packe, die nicht mit zich Kommata abgetrennt sind und wo man am Ende des Satzes nichtmehr weiß was am Anfang stand, in Aufsätzen darf man das doch auch nicht, also von daher hab ich das Buch bestimmt mindestens 3x gelesen...*mph*
So, das nächste war dann Wedekind Frühlings Erwachen, puh, ja relativ kurzes Buch (im Vergleich zu Goethe und Shakespeare). Inhaltlich ok, nur wieder das gleiche Problem, wie auch bei den anderen Büchern: Meine Lehrerin versteht einfach nicht, dass ich anders denke als sie und ihre Vorlagen! *mph* Moritz ist cool. :D Auch hier durften wir letzten Dienstag wieder eine Szene "darstellen" (III,1), dabei drufte ich den Rektor Sonnestich lesen (->super viel Text), was für meine Mitdarsteller Kiritk wurde, war bei mir Lob! :D (Zwei Tage Vorbereitung + ständiges Lesen beim Training -> letzteres anstrengend)
Im Moment sind wir bei Christa Wolf Der geteilte Himmel: egtl recht gut geschrieben, hab es aber noch nicht durch mir fehlen noch ca 70 Seiten! :D Dabei haben wir schon Aufgabenstellungen dazu! *eyesroll*
Das nächste wird sein Nathan der Weise und dann sind wir glaub ich endlich durch...
Ah das hätt ich ja fast vergessen: The Graduate in Englisch! :D Das war wirklich mal ein tolles Buch ("Benjamin nodded" *lol*) Der Film dazu mit Dustin Hoffmann dürfte vllt einigen ein Begriff sein (Die Reifeprüfung), aber das Buch ist wesentlich besser! :D
Edit: Nehme mir aber grundsätzlich vor, alle Bücher zu lesen die wir behandeln, halte nicht besonders viel von fremden Zusammenfassungen! :)
Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht daran erinnern, dass wir jemals ein Buch in der Grundschule gelesen haben. Seltsam...
Deutsch:
Aus dem Unterstufenunterricht ist bei mir eigentlich nur eine Lektüre hängen geblieben, wobei ich jetzt wirklich nicht sagen könnte, ob wir wirklich keine andere gelesen haben, oder ob ich die anderen Lektüren schlichtweg vergessen habe. Ich vermute Letzteres.
Besagtes Buch war jedenfalls Abby Lynn von Rainer Maria Schröder, sehr gut, sehr spannend und vor allem angemessen für das Alter. Wir Schüler durften uns das Buch übrigens selbst aussuchen, leider war das kurz vor den Sommerferien, d.h. wir haben es nicht mehr wirklich besprochen. Allerdings haben sich einige meiner Freunde, die bis dahin kaum je ein Buch in der Hand gehabt hatten, auch die Folgebände gelesen. Das zeigt doch, dass Kinder sehr wohl gerne lesen, man muss sie nur zu motivieren wissen.
In der Mittelstufe hatten wir eine neue Deutschlehrerin - und sagen wir mal so: Meine Lieblingslehrerin war sie jedenfalls nicht, eher das Gegenteil... *mph*
Von da an gefielen mir die Deutschlektüren auch nicht mehr, da ich es gehasst habe, etwas tun zu müssen, was diese Frau mir vorschrieb. Wir haben z.B. Der gelbe Vogel von Myron Levoy gelesen. An sich kein schlechtes Buch, dank dieser Frau hatte ich aber jeglichen Spaß an diesem Buch verloren und mochte es auch nur ungern lesen.
Bei der selben Dame haben wir auch ein Buch gelesen, dass sich mit der Verschleppung von Menschen in den Slums Süd- bzw. Mittelamerikas befasste, verpackt in die Geschichte von einer Frau namens Anna, die eben unter diesen Umständen zu leiden hat. Das Buch hieß demnach auch Annas Geschichte von Urs M. Fiechtner. Auch hier galt: Das Buch war an sich nicht so schlecht, dass ich es nicht hätte lesen wollen, allein die Tatsache, dass ich es bei dieser Lehrerin im Unterricht hatte, genügte schon, um mir den Spaß an diesem Buch zu vermiesen. Mal davon abgesehen, dass es ein wenig flach und vorhersehbar war, war es nämlich gar nicht so schlimm.
Irgendwann zwischendurch haben wir auch Andorra von Max Frisch gelesen, das ist mir allerdings nur noch als unsäglich zäh und unlogisch in Erinnerung. Heute ist mir zwar klar, dass hinter dem Stück tatsächlich ein tieferer Sinn steckt, der auch gar nicht mal so weit hergeholt erscheint, wenn man sich denn mit dem Buch beschäftigt, tut man das aber nicht, erscheinen einem die Handlungen der Hauptperson einfach nicht nachvollziehbar.
Ich glaube, meine Erfahrungen aus der Mittelstufe zeigen deutlich, dass es zu einem sehr großen Teil am Lehrer liegt, inwiefern sich junge Menschen für das Lesen begeistern lassen, bzw. sie gerne Schullektüren analysieren, und ob Deutschstunden als notwendiges Übel betrachtet werden, oder tatsächlich Interesse hervorrufen.
Nach dem Wechsel in die Oberstufe wurde dann alles besser. In der 11 haben wir Homo Faber von Max Frisch gelesen. Ich hatte dank besagter Deutschlehrerin zunächst Vorbehalte gegenüber dem Autor, wurde dann aber schnell eines Besseren belehrt. Am Anfang schreckte mich der unsympathische Protagonist ein wenig ab, ein paar Kapitel und Deutschstunden später fand ich wirklich Gefallen an dem Buch. Inzwischen finde ich es wirklich interessant, auch wenn es nicht zu meinen Favoriten zählt.
Die Physiker von F. Dürrenmatt gefiel mir dann auf Anhieb gut, auch wenn die Story recht abgedreht erscheint. Unterhaltsam war es jedenfalls und es hat zum Denken angeregt, da die Komödie mehr und mehr in eine Tragödie abgleitet, bis die Dinge völlig aus dem Ruder laufen. Ich hätte jedenfalls nicht mit einer solchen "Auflösung" gerechnet und wenn mich ein Buch überrascht, ist das meist schonmal ein Pluspunkt.
In der 12 ging es dann nach Zentralabilehrplan weiter mit der Emilia von Lessing. Auch wenn man sich ersteinmal in die altertümliche Ausdrucksweise einlesen muss, hat mir das Trauerspiel im Großen und Ganzen gut gefallen. Auch wenn ich Emilia nicht sonderlich leiden konnte.
Zum Vergleich haben wir dann kurz die Antigone von Sophokles eingeschoben und bis auf die schrecklichen Songeinlagen des Chores hat auch dieses Stück mir gut gefallen. Ich konnte sowohl Kreons als auch Antigones Position verstehen und nachvollziehen, fand es nur ein wenig lästig, wie halsstarrig beide waren. Aber gut, ohne Stolz keine Katastrophe, nicht wahr?
Jedenfalls haben wir dann mit Schlinks Der Vorleser weitergemacht und ja, was soll ich sagen - meins war's jedenfalls nicht. Weder die abstoßende Beziehungskiste zwischen Hanna und Michael, noch die Masche mit dem Prozess, dem Analphabetismus und der sich daran anknüpfenden Schuldfrage. Wie oft denn bitte noch? Langsam kommt einem das Thema wirklich zu den Ohren wieder raus. :rolleyes:
Ganz anders dagegen Irrungen, Wirrungen von Fontane. Das war mal ein Roman nach meinem Geschmack, wenn man einmal von den elendig langen Umweltbeschreibungen absieht. Fontane hat sich scheinbar zu allem irgendwie was gedacht, nichts hat er dem Zufall überlassen und das Beste am Buch, die Intention des Verfassers wird einem nicht volle Breitseite entgegengeschleudert. Bei dem Roman musste man schon ein wenig genauer hinschauen, wenn man alles mitbekommen wollte. Außerdem war das endlich auch mal ein Roman, bei dem ich die Protagonistin wirklich mochte und bei der ich mitgefiebert habe, ob sie denn nicht vielleicht doch noch mit Botho glücklich werden kann. (Im Nachhinein ist es vielleicht ganz gut, dass sie ihn nicht gekriegt hat, Gideon ist eben besser als Botho ;))
Englisch:
In der Mittelstufe haben wir eigentlich nur ein Buch gelesen, dass erwähnenswert ist, nämlich Holes von Louis Sachar. Zuerst dachte ich, oh mein Gott, wie langweilig ist das Buch denn bitte, später kristallisierte sich dann aber heraus, dass alles irgendwie eine Bedeutung hat. Auch die parallele Geschichte, die zunächst nur wenig mit dem Jungen im Erziehungscamp zu tun zu haben schien, ist nicht nur spannend erzählt, sondern auch geschickt in die eigentliche Geschichte eingearbeitet. Es werden also mehrere Problematiken in einem Buch gebündelt und viele Missstände (args, neue deutsche Rechtschreibung) im alten und neuen Amerika angeschnitten.
In der Oberstufe war dann True West von Sam Shephard dran. Zu dem Stück werde ich nicht viel schreiben, da man da einfach nicht viel zu schreiben kann. Nur so viel: Es ist unterirdisch schlecht. *tsts* Das so was im Lehrplan vorkommen darf, ist wirklich *zensiert*.
Die Lektüre die danach kam, hat mich zum Glück ein wenig entschädigt, nämlich Fahrenheit 451 von Ray Bradbury. Es ist eine Dystopie wie sie für einen Bücherliebhaber wie mich schlimmer nicht sein könnte, Bücher sind nämlich verboten und gehören ausgerottet. *umfall*
Zunächst ist der Erzählstil etwas verwirrend, wenn man sich aber auf das Buch einlässt wird es wirklich spannend und bietet ein paar nette Denkanstöße.
Ich hatte mich zwar darauf gefreut Shakespear zu lesen, leider waren für einen Grundkurs aber nur Auszüge vorgesehen. Schade, denn wie ich an den Auzügen von Romeo & Juliet feststellen konnte, hätte ich durchaus Spaß daran gehabt, auch mal etwas mehr vom Herrn Schüttelbier zu lesen, als nur ein paar der berühmtesten Zeilen. Ich finde, man sollte den Schülern auch mal was zutrauen. ;)
Ups, ist irgendwie etwas mehr geworden, als beabsichtigt. :o
PoiSonPaiNter
27.05.2008, 07:31
Die Lektüre die danach kam, hat mich zum Glück ein wenig entschädigt, nämlich Fahrenheit 451 von Ray Bradbury. Es ist eine Dystopie wie sie für einen Bücherliebhaber wie mich schlimmer nicht sein könnte, Bücher sind nämlich verboten und gehören ausgerottet.
Zunächst ist der Erzählstil etwas verwirrend, wenn man sich aber auf das Buch einlässt wird es wirklich spannend und bietet ein paar nette Denkanstöße.
Wir haben zwar nicht das Buch gelesen, aber wir haben uns das Stück dazu angesehen. Englischsprachige Schauspieler, natürlich mit englischem Text und dann versuch mal was zu verstehen wenn die Umgebung sich über WE-Aktivitäten unterhält....*mph*...sonst wars wirklich klasse, wusste gar nicht, dass es das als Buch gibt...X.X...*eyesroll*...
Verräter
27.05.2008, 11:55
Die Lektüre die danach kam, hat mich zum Glück ein wenig entschädigt, nämlich Fahrenheit 451 von Ray Bradbury. Es ist eine Dystopie wie sie für einen Bücherliebhaber wie mich schlimmer nicht sein könnte, Bücher sind nämlich verboten und gehören ausgerottet.
Zunächst ist der Erzählstil etwas verwirrend, wenn man sich aber auf das Buch einlässt wird es wirklich spannend und bietet ein paar nette Denkanstöße.
Das liegt hier bei uns noch rum, als ein Buch einer Sci-Fi Reihe. Habe es bisher nicht gelesen, da es nur begrenzt Sci-Fi sein dürfte ^^ Du hast es auf Englisch gelesen? Nagut, vielleicht ist es auf Deutsch ja etwas weniger verwirrend ;-) Und wenn du sagst es ist spannend, werde ich es mir einmal vornehmen, sobald ich mit Krieg der Welten fertig bin.
Ich hatte mich zwar darauf gefreut Shakespear zu lesen, leider waren für einen Grundkurs aber nur Auszüge vorgesehen. Schade, denn wie ich an den Auzügen von Romeo & Juliet feststellen konnte, hätte ich durchaus Spaß daran gehabt, auch mal etwas mehr vom Herrn Schüttelbier zu lesen, als nur ein paar der berühmtesten Zeilen. Ich finde, man sollte den Schülern auch mal was zutrauen.
Na, das gibts doch überall zu kaufen! Sollen Schullektüren nicht zum "selbst lesen" anregen? :D
Herrn Schüttelbier
Ähm.. du meisnt wohl Schüttelspeer, oder? Schließlich hieß der Mann ja nicht Shakebeer. :D
Die Physiker! Wie konnte ich die nur vergessen?!
Naja, bei so vielen Lektüren kann man auch mal durcheinander kommen...
Von dem Drama war ich begeistert. Einfach nur begeistert.
Dieses Drama hat mich und eine Freundin übrigens dazu inspiriert, ein Gespräch unter zwei dreifach shizophrenen Personen (ich z.B. war gleichzeitig Eistein, Newton und Gollum) anzufangen. Im Endeffekt sind wir etwa auf 30 handschriftliche DinA4 Seiten gekommen, voller sinnfreier, alberner, abstruser und extrem lustiger Gespräche - die alle wärend diverser Schulstunden entstanden... Aber das nur am Rande.
In fact, ich hab Romeo und Julia schon mal gelesen, allerdings auf Deutsch. Das war dann nicht so pralle. Außerdem bin ich ein recht fauler Mensch, der sich lieber der Unterhaltungsliteratur widmet, als sich einen Klassiker nach dem anderen rein zu ziehen. Deswegen sind mir Schullektüren auch so wichtig gewesen. Da musste ich das Buch lesen, ob ich es nun doof fand oder nicht. :o
Was soll ich jetzt bloß nach der Schule anfangen? Sollte ich es wagen und meinen inneren Schweinehund überwinden und doch mal MacBeth auf Englisch lesen? *grins*
@ Nejira: Recht hast du, aber Schüttelbier hört sich witziger an. ;)
Ollowain
27.05.2008, 16:07
Gibt es bei euch keine Aufteilung in Grund- und Leistungskurs? Zumindest dadurch sollte (!) die Lektüre dann variieren.
Ansonsten kann ich mir vorstellen, dass Lehrer es an den heutigen Haupt- und Realschulen ohnehin sehr schwer haben, den Stoff überhaupt rüberzubringen und dass vielen schon die eigene Motivation fehlt - wie sollen sie dann die Schüler motivieren können? In der Oberstufe ist das vermutlich leichter, da sind die Klassen im Großen und Ganzen (Ausnahmen bestätigen in beiden Fällen die Regel) reifer und vernünftiger, aber da haben sich die Interessen meist schon zu sehr gewandelt und die Synapsen schalten automatisch auf Hemmung, wenn sie nur das Wort "Pflichtlektüre" hören.
Von Grund- und Leistungskursen bin ich noch fast zwei Jährchen entfernt und in Ermangelung von älteren Geschwistern weiß cih nihct, wie es da bei uns genau aussieht :o
Dass man Hemmungen hat, wenn man "Pflichtlektüre" hört, finde ich verständlich. Weil - das wirst du sicher kennen - es macht überhaupt keinen Spaß, ein Buch zu lesen, dass dich nicht interessiert und darüber dann noch "schlimmstenfalls" eine benotete Arbeit schreiben zu müssen.
Das soll aber nicht heißen, dass es keine gute "Pflichtlektüre" gäbe - Boot Camp war dieses Jahr bei mir "Pflichtlektüre" und das Buch ist einfach superspannend und ansprechend und... einfach klasse^^ (Morton Rhue eben^^)
Sorry, das war auch eher nur, weil du gar so sehr auf die Klassiker geschimpft hast ... Ich ärgere mich nämlich immer, wenn jemand nur kritisiert, aber keine konkrteten Vorschläge macht, wie es besser ginge. Was du ja im zweiten Post nachgeholt hast, Freunde?
Kein Problem. Freunde^^
Die Physiker! Wie konnte ich die nur vergessen?!
Naja, bei so vielen Lektüren kann man auch mal durcheinander kommen...
Von dem Drama war ich begeistert. Einfach nur begeistert.
Und wie konnte ICH das vergessen?! :o
Interessant ist auch, dass wir dieses Buch ausnahmsweise in der Klasse mit verteilten Rollen gelesen haben, was wir bei anderen Werken eher weniger gemacht haben - so ein Drama bietet sich eben dazu an.
Hmmm und irgendwie, ich weiß tatsächlich nicht wie es dazu kam, hatte ich nach dieser Reihe den Spitznamen Möbius.
Tjaja, der einsame Held in seiner traurigen Rolle *schnief*
Wir in Polen haben, natürlich, andere Pflichtlektüre, und ich kenne fast nichts, was ihr hier nennt. xD
Nur:
"Mackbeth" - Es hat mir gefallen. Besonders der Monolog der Lady Mackbeth, wenn sie schon krank war und auf ihre Hände Blut gesehen hat. Ich würde gern ein Spektakel von "Mackbeth" anschauen...
"Romeo und Julia" - Es hat mir schon nicht gefallen. Wenn ich mich erfahren habe, dass sie zirca 14 war, ich war bestürzt... Ja, ich weiß, andere Zeiten, aber das war trotz allem merkwürdig für mich.
"Antigone" von Sophokles - das war... furchtbar... x_x Wenn ich "König Ödipus" von Sophokles lesen musste (das war auch meine Pflichtlektüre), habe ich das nicht gemacht. Das war sehr ähnlich.
Ich musste auch "Ansichten eines Clowns" von Heinrich Böll - ja, das hat mir gefallen. Das war bitteres Buch...
Liathano
30.05.2008, 19:43
Wir in Polen haben, natürlich, andere Pflichtlektüre, und ich kenne fast nichts, was ihr hier nennt. xD
Erstmal willkommen auch von mir, da ich direkt an der Grenze zu Polen wohne, betrachte ich dich ja fast als Nachbarin. ;) Und auch mein Kompliment dafür, dass du so gut deutsch kannst!
Nun zum Thema: Auch wenn ich wohl die Bücher, die ihr lesen musstest, nicht kennen würde, interessiert mich, ob dir die polnische Pflichtlektüre gefällt oder ob du -ähnlich wie viele deutsche Schüler- deine Probleme damit hast. Vermutlich ist es sowieso eine Mischung aus beidem, aber ich bin dennoch neugierig. Vielleicht kannst du auch mal eines vorstellen, da mich auch ein bisschen interessiert, was da thematisch so behandelt wird.
Erstmal willkommen auch von mir, da ich direkt an der Grenze zu Polen wohne, betrachte ich dich ja fast als Nachbarin. ;) Und auch mein Kompliment dafür, dass du so gut deutsch kannst!
Gut? xD Ich weiß, dass ich viel Fehler mache, aber eure Sprache ist für mich - natürlich - eine FREMDsprache, also ich habe damit kleine Schwierigkeiten. ;)
Nun zum Thema: Auch wenn ich wohl die Bücher, die ihr lesen musstest, nicht kennen würde, interessiert mich, ob dir die polnische Pflichtlektüre gefällt oder ob du -ähnlich wie viele deutsche Schüler- deine Probleme damit hast. Vermutlich ist es sowieso eine Mischung aus beidem, aber ich bin dennoch neugierig. Vielleicht kannst du auch mal eines vorstellen, da mich auch ein bisschen interessiert, was da thematisch so behandelt wird.
Hmmm... Nicht jedes Buch gefällt mir, aber ich kann nicht sprechen, dass ich jede Pflichtlektüre hasse. In diesem Jahr bin ich zum neue Schule (Lyzeum) gegangen bin. Ich habe gedacht, dass wir mehr Pflichtlektüre lesen müssen, aber unsere Polnischlehrerin hat uns gesagt, dass zuerst müssen wir gut schreiben lernen (Analyse und Interpretation verschiedener Texte, lange Aufsätze...). Aber sie hat uns versprochen, dass in der zweite Klasse werden wir Hardcor haben, wenn es um Pflichtlektüre geht. ;)
Ich hatte in diesem Schuljahr nur... drei Schullektüre. "König Ödipus" (Król Edyp), "Mackbeth" (Makbet) und jetzt habe ich "Sintflut (http://de.wikipedia.org/wiki/Potop)" (Potop). Leider, ich kann nicht "Sintflut" lesen, weil... dieses Buch ist zu lang für mich. xD Ich habe zu wenig Zeit, außerdem es ist schwierig für mich. Ich will dieses Buch doch bald lesen (wenn ich Sommerferien haben werde), denn ich fürchte mich vor meinem Abitur. xD
Ich bin sicher, dass ich auch andere Schullektüre haben werde, und das sind zum Beispiel:
- "Die Puppe" (Lalka) von Bolesław Prus - ich habe das schon gelesen und das hat mir sehr gefallen. („Die Puppe", die Geschichte der unglücklichen Liebe zwischen einer Adligen und einem Mann, der ihretwegen seine Ideale verrät. - Wikipedia.de);
- "Vorfrühling" (Przedwiośnie) von Stefan Żeromski - das habe ich auch schon gelesen. Meine Meinung nach das war super;
- "Nad Niemnem" von Eliza Orzeszkowa (entschuldigung, ich habe keine Ahnung, wie ein Titel in Deutsch klingelt) - ich hab es nicht gelesen...
Wenn du willst, ich kann etwas über meine Schullektüre, die ich im Gymnasium gelesen habe, sprechen.
Mehr kannst du hier finden: http://www.lektury.one.pl
Liathano
30.05.2008, 21:08
Gut? xD Ich weiß, dass ich viel Fehler mache, aber eure Sprache ist für mich - natürlich - eine FREMDsprache, also ich habe damit kleine Schwierigkeiten. ;)
Also ich bin ganz froh, dass ich Deutsch nicht als Fremdsprache lernen muss, da ist Englisch (und ein ganzen Haufen anderer Sprachen) wesentlich einfacher, daher hast du definitiv meine Bewunderung!
Danke für die Informationen, da werd ich mir einiges mal genauer ansehen. Ich finde osteuropäische Autoren durchaus interessant und bilde mich gern in diese Richtung weiter.
Von "Vorfrühling" hab ich schon gehört, das klingt tatsächlich interessant.
Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, dass in machen Schulen öfter darauf verzichtet wird, die sogenannten Klassiker im Schulunterricht durchzunehmen.
Meiner Meinung nach sollte man Goethe oder Schiller schon irgendwo einmal gelesen haben.
Irgendwie finde ich, dass das Allgemeinbildung ist, zumal sich in den kritischen Tönen durchaus Parallelen zur heutigen Gesellschaft finden lassen.
Auf der anderen Seite sollte auch Schule und Politik den Blick über den Tellerrand wagen. Es gibt so viel gute zeitgenössische Literatur, die sich mit aktuellen Problemen der Welt befasst, dass es an Fahrlässigkeit grenzt, sich nicht damit zu beschäftigen.
Meine Schullektüre waren u.a.
Der gute Mensch von Sezuan
Der Fänger im Roggen
Haus ohne Hüter
Don Carlos
Maria Stuart
Die Räuber
Den Rest habe ich leider vergessen.........:(
Nightfarer
31.05.2008, 13:17
Ich bin 9. Klasse an einer Realschule, und wir haben nicht einen Klassiker bisher gelesen, sondern nur die hier:
Sid Fleischman-Das Geheimnis im 13. Stock, war 6. Klasse, nicht übel
Morton Rhue - Die Welle, spitzen Buch, letzens erst gelesen
Andreas Schlüter-Ein Teufelsbraten, war ganz ok für einen Fünftklässler
Gudrun Pausewang - Die Wolke, ich weiß nicht, ich finde das Buch einfach grottig, Film war da irgendwie besser
Jana Frey-Hohenflug abwärts, war nicht schlecht, geht um Drogen.
Das waren alle, die letzten zwei Bücher waren Siebte klasse und wir wollen noch ein Buch in der 9 lesen. Wahrscheinlich Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.
Yovril Vandros
31.05.2008, 16:45
Oh, ihr habt ja richtig Glück mit Euren Büchern.
Neben den Klassikern wie Kabale und Liebe, Faust I und II, vielen Stücken von Shakespeare, Effi Briest, Robinson Crusoe hatten wir so tolle Stücke wie:
"Meister Hans Röckle und Mister Flammfuß" von Ilse & Vilmos Korn (ein Märchen, daß wohl früher Karl Marx seinen Kinder erzählt hat und die Schreiber haben es dann in ein Märchen verwandelt)
"Wie der Stahl gehärtet wurde" von Nikolai Ostrowski
"Das siebte Kreuz" von Ana Seghers
"Nackt unter Wöflen" von Bruno Apitz
"Die Gewehre der Frau Carrar"von Berthold Brecht
"Die Mutter" von Maxim Gorki
und andere Härten der Sowjetliteratur und Literatur aus dem Zirkel schreibender Arbeiter.
Ja, mit der Literaturauswahl ließ es in der DDR etwas zu wünschen übrig.
Schullektüre kann grauenhaft sein ... aber ich hab mich um gewisse Bücher zum Glück drücken können, da ich abgebrochen hab. Als Externist hat man dann doch mehr oder weniger die freie Wahl ... ich jedenfalls hatte diese, auch wenn ich dafür dann für alle Sprachen über 50 Bücher lesen durfte :rolleyes: ... naja schadet auch nicht ...
In Erinnerung sind mir einige geblieben ... finden sich sogar alle noch in meinen Büchregalen wieder, aber das meiste is ja eh schon erwähnt worden. Momentan fehlt mir auch die Muse, die alle niederzuschreiben.
Gern liest man ja Pflichtwerke nicht ... wenn der Zwang weg is, macht es ja wesentlich mehr Spaß, aber darauf kommt man ja auch erst später. Ich muss gestehen, dass ich von Zeit zu Zeit sogar meine alten Reclamhefte hervorkrame und mal schnell ein quasi Schulbuch verschlinge.
@ Nymahsa
Mich würde interessieren ob der Wältzer "Pan Tadeusz" immer noch Pflichtlektüre in den polnischen Schulen ist? Übrigens liebe Grüße von quasi Polin an Polin
@ Nymahsa
Mich würde interessieren ob der Wältzer "Pan Tadeusz" immer noch Pflichtlektüre in den polnischen Schulen ist? Übrigens liebe Grüße von quasi Polin an Polin
Ja, "Pan Tadeusz" ist immer noch Pflichtlektüre. Zuerst Fragmente, dann - im Gymnasium (wohl erste oder zweite Klasse) - das ganze Buch. :)
Quasi Polin? xD
@ Nymahsa
Na wuiiii sag ich da nur ... fällt ja regelrecht unter Folter dieser Uraltwältzer. Hab zwar in der Wiki gelesen, dass man die polnischen Schüler immer noch damit quält, wollt es aber nicht glauben. Das Buch ist mir zum Glück erspart geblieben, obwohl mir meine Schwester mal, als ich versucht hab Polnisch lesen zu lernen das Buch in die Hand drückte und meinte das muss du unbedingt lesen. *nein* ich glaub auch nicht, dass ich irgendwas davon verstanden hätte ... viel mehr als Kinderbücher und leicht Lektüre geht mit meinen Polnisch Kenntnissen auch heute nicht. Um den Film bin ich aber nicht herum gekommen und der war für mich schon schwer genug zu verstehen.
Bin ne Auswanderin sozusagen - deshalb quasi Polin.
Für die dies interessiert worüber wir reden ein Auszug aus der Wiki :
Pan Tadeusz (deutsch: Herr Thaddäus) von Adam Mickiewicz gilt der polnischen Literatur als Nationalepos. Es ist im Juni 1834 in Paris erschienen und gilt als das letzte große Versepos der europäischen Literatur.
Inhalt: Das Versepos spielt im Jahr 1811. Polen ist zwischen Russland, Preußen und Österreich geteilt (siehe: Teilungen Polens) und so von der politischen Landkarte Europas verschwunden. Ort der Handlung ist das Gut und Dorf Soplicowo in Litauen. Pan Tadeusz erzählt neben der Geschichte eines Streites zweier verfeindeter Adelsgeschlechter um ein Schloss die Liebesgeschichte zwischen Herrn Thaddäus und Zosia.
Ich gehe in die 9. Klasse und habe folglich im Schulunterricht noch nicht sooo viele Bücher gelesen.
Hilfe! Mein Gefieder ist voll Öl – Dieuwke Winsemius
Das war noch in der Grundschule. Es handelte von Möwen in der Nordsee. Für das Alter eigentlich ganz gut. Nur der Titel – da könnte ich mich heute noch wegschmeißen! xD
Wenn die Wölfe kommen... - Alfred C. Baumgärtner
So langweilig, dass ich die Problematik des Buches schon längst vergessen habe. *fad*
Der Kampf um Troja – Paul Hühnerfeld
Ein sehr interessantes Thema, über das man gute Aufsätze schreiben konnte. Doch an das Buch selbst erinnere ich mich noch kaum.
Die Nibelungensage – von wem auch immer
Auch ein interessantes Thema, weil die Geschichte so bekannt und auch so alt ist (und sich zum Teil im mittelalterlichen Deutschland abspielt). Aber am Ende murksen sich einfach nur alle ab! *vogel*
Damals war es Friedrich – Hans Peter Richter
Nach diesem Buch musste ich heulen! :'-( Es ist zwar überhaupt nicht mein Typ von Romanen, aber ich finde schon, dass ein deutscher Schüler wissen sollte, wie es im 2. Weltkrieg zuging. *les*
Der Schimmelreiter – Theodor Storm
Meiner Meinung nach eine einfach nur grausliche Novelle, mit dem einzigen positiven Nebeneffekt, dass ich mich jetzt halbwegs mit Dämmen an der Nordküste Deutschlands auskenne... *gähn*
Sehr zu meinem Bedauern war unser Deutschlehrer ein absoluter Novellen-Freak, weshalb er uns auch noch durch
Kleider machen Leute – Gottfried Keller
gequält hat. Dazu kann ich nur sagen, dass ich es hasse, wenn sich ein Film oder Buch um eine Verwechslung zweier Personen dreht und nur Spannung aufgebaut wird, weil das Publikum/der Leser ständig Angst haben muss, der Hauptcharakter könne auffliegen. ò.ó Naja, das ist meine persönliche Meinung...
Andorra – Max Frisch
Ein modernes Drama, mit dem ich nichts anfangen konnte. Natürlich, wenn man das ganze analysiert, gibt es einen durchaus vernünftigen Sinn, aber der Schreibstil und die Wortwahl – grauenhaft! Eigentlich bin ich ja ein absolut stolzer und überzeugter Halb-Schweizer, nur, wie kann jemand, der Bücher veröffentlicht, einen so holprigen und unangenehm zu lesenden Text fabrizieren?! Das Einzige, was mir davon in Erinnerung bleiben wird, ist ein Mädchen, das durch das ganze Drama immer nur sagen darf: „Ich weißele, ich weißele!“ (zuletzt wird sie auch verrückt...) o.O
Tja und in Englisch haben wir bis jetzt nur ein Buch gelesen:
Slam – Nick Hornby
Und der Mann mag ja einen angenehmen und einfachen Schreibstil haben, und der Ausgang der Geschichte ist meinetwegen auch realistisch und alles, aber ich mochte die Atmosphäre nicht, die das Buch vermittelt – zu trist und langweilig.
Hmmm ich hoffe einfach mal, dass die Qualität der Bücher in der Oberstufe noch zunimmt...
Dark MiG
05.07.2008, 10:15
Kein Ahnung warum doch kann ich mich nur an die heurige Schullektüre erinnern.
Vielleicht war die davor so schrecklich, dass ich alles verdenkt habe :D.
Also gut was hatten wir da?
Der Schimmelreiter - Theodor Strom
Fand die Geschichte recht Langweilig ging ja fast ausschließlich nur ums Dämm bauen :rolleyes:
Und das ganze end halt wie es kommen muss Tragisch
Das Nibelungenlied
Eigentlich nicht richtig gelesen sonder nur Teile davon( und die Meisten in Althochdeutsch *mph*) und Thematisch bearbeitet.
Das selben gilt auch für
"Den Alpenkönig und den Menschenfeind"
Das Nibelungenlied
Eigentlich nicht richtig gelesen sonder nur Teile davon( und die Meisten in Althochdeutsch *mph*) und Thematisch bearbeitet.
Das selben gilt auch für
"Den Alpenkönig und den Menschenfeind"
Oje, das Nibelungenlied auf Althochdeutsch? Vielleicht hätte es dir im mittelhochdeutschen Original besser gefallen ;)
Aber beim Alpenkönig kann ich dir zustimmen. Die Werke Ferdinand Raimunds waren auch für mich eine Strafe.
Ich hab in der Schule bis jetzt gelesen:
4.Klasse: Das Sams von Paul Maar- hatte ich vorher schon gelesen war aber damals noch toll für mich.
5.Klasse: Hexen hexen von hab ich vergessen*flöt* - War damals auch noch recht interressant, aber heute steht es nur noch im Regal...
6.Klasse: Das Tagebuch der Anne Frank - Mal war es sehr interressant, mal hab' ich mich nur durch die Seiten gequält, weils einfach langweilig war.
7.Klasse: Die Einbahnstraße von Klaus Kordon- War doch sehr gut, hat mir ehrlich gefallen ich konnte mich richtig in dieses Buch einfühlen, was mir dann beim Lesen auch hilft.
8.Klasse(also jetzt): Die Räuber von Schiller- nach 18 Seiten sag ich: LANGWEILIG!! ich hab noch nie ein schlechteres Buch gelesen, das ganze Ding ist ein einziger Dialog! Ich hab schon gesagt; ich stells bei ebay rein, wenn ich durch bin (obwohl ich bezweifle, dass ichs echt fertig lesen werde...).*mph*
Fazit: Klassenlektüren können gut sein, aber auch sterbenslangweilig und ich denke man sollte den Kindern/Jugendlichen nich die Klassik-Keule wie bei mir zur zeit an den Kopf werfen.
Oh weh Schullektüre. Ist schon etwas her, aber ich versuch mich mal an alle Bücher zu erinnern, die wir gelesen haben.
1. Schimmelreiter - liegt am weitesten zurück, kann mich noch wage an die Rahmenhandlung erinnern. Ich weiß, dass ich es schrecklich fand und ich meine wir haben nen Film dazu geguckt von Anno TuckTuck, der noch weitaus schlimmer war.
2. Emilia Galotti - fand ich prima. War zu der Zeit das erste deutsche Drama, das ich gelesen habe. Geschichte fand ich spannend, aber noch viel spannender war es, das Drama vor dem Hintergrund der damaligen Zeit (Aufklärung - oder war es schon Sturm und Drang?) zu untersuchen
3. Woyzeck - naja, vllt. ganz witzig. Ich erinnere an den Erbsen-futternden-Woyzeck der in die Ecke pisst und dafür vom Doktor gerügt wird. Haben damals auch ein lokales Theaterstück dazu gesehen und da wurde meine Vorstellung echt überrascht; und zwar mit einer weiblichen Schauspielerin für den Doktor! Damit hatte ich nicht gerechnet. Außerdem war mir das Bild des Juden in dem Teil zu plastisch. Da wurde wieder mal ein Sündenbock gesucht, der verschleiert als Bösewicht dargestellt wurde.
4. Homo Faber - Der absolute Liebling meiner Schulzeit. Nie habe ich was besseres an deutscher Literatur gelesen! Wer das Buch kennt, kann mir sicher zustimmen. Die Handlund verschleiert, aus einer festen Verankerung gerissen, der Protagonist teils dümmlich, teils weltfremd, teils aber absolut menschlich und intelligenterscheinend und absolut philosophisch. Gehört glaub ich seit der Einführung des Zentralabiturs nicht mehr zur Standart-Schullektüre, was ich schade finde. Sollte man auf jeden Fall gelesen haben!
5. noch n paar englische Titel: King Lear, Death of a Salesmen (1a) und ein dutzend Kurzgeschichten aus der Zeit von Edgar Allen Poe (Der Rabe, The tell-tale heart etc. und ein paar Kurzgeschichten von H.G. Wells samt War of the Worlds + The Time Machine
Davor haben wir natürlich auch irgendwelche Bücher gelesen, aber nie weiter besprochen, zumindestens nicht so ausführlich wie die oben aufgezeigten: Hitler, der das Kaninchen stahl - Die Judenbuche - "Ich knall euch ab" usw. An mehr kann ich mich momentan nicht erinnern.
Ich denke, dass ich den Großteil aufgezählt habe, wenn nich tut es mir nicht leid und es ist mir egal ;)
1. Schimmelreiter - liegt am weitesten zurück, kann mich noch wage an die Rahmenhandlung erinnern. Ich weiß, dass ich es schrecklich fand und ich meine wir haben nen Film dazu geguckt von Anno TuckTuck, der noch weitaus schlimmer war.
Uh, an den Film erinnere ich mich auch noch. Von vorne bis hinten einfach nur laaaangweilig, vor allem diese eine "Sport"-Veranstaltung, in der Hauke (<- wer nennt den Hauptcharakter eines Buches bitteschön Hauke? *vogel*) gewinnt, das zieht sich ewig hin... *fad*
Uh, an den Film erinnere ich mich auch noch. Von vorne bis hinten einfach nur laaaangweilig, vor allem diese eine "Sport"-Veranstaltung, in der Hauke (<- wer nennt den Hauptcharakter eines Buches bitteschön Hauke? *vogel*) gewinnt, das zieht sich ewig hin... *fad*
Klassiker, Leute, Klassiker! Nicht immer darüber schimpfen. :D
Och, wir hatten auch schon allerlei Schullektüren, an manche kann ich mich schon gar nicht mehr richtig erinnern.
Also, da hätten wir... *scharf nachdenk*
Erzählt es euren Kindern
Ein Büchlein welches die Schule in haufenweise Kartons gespendet bekommen hat das dann an die damaligen Achtklässler *hüstel* weiterverteilt wurde.
Es war praktisch eine Zusammenfassung über den Holocaust und hat manchen wirklich ziemlich zugesetzt, da es großzügig bebildert war. An sich sehr interessant, aber ich finde das manche in diesem Alter einfach noch zu zarte Seelchen für solche Bilder haben (da waren teilweise echt grauenvoll zugerichtete Menschen abgebildet). Damit will ich aber nicht sagen dass es in der achten Klasse nicht behandelt werden sollte.
Goethe - Novelle
Ja, soweit ich das erinnere heißt das wirklich nur Novelle, was mich besonder verwirrt hat als ich dann wusste was Novelle eigentlich heißt. Ich kann mich nicht mehr allzu gut daran erinnern, aber ich weiß noch dass es gar nicht so schlimm war wie ich mir Goethe immer vorgestellt hab. :p
Goethe - Das Märchen
Das hingegen war wirklich so schlimm wie ich es mir vorgestellt hab. An sich war das Märchen, glaub ich, gar keine so langweilige Sache, das lag wohl eher daran dass wir wirklich genau vorweg noch die Novelle gelesen hatten und der ganzen Sache dann etwas überdrüssig waren.
Schiller - Wilhelm Tell (War doch Schiller oder? Oh man, ist das peinlich...)
Wieder eine dieser Lektüren wo ich dachte "Oh nein, das ist das Ende", wieder eine die am Ende gar nicht so schlecht war. Besonders da wir es wie ein Theaterstück gelesen haben, also jeder eine der Rollen. Ich weiß noch, ich war der Baumgarten... ähm. Ganz ehrlich, ich wusste erst wo die Sache mit dem Apfel herkommt als wir diese Lektüre gelesen haben. *schäm*
Das Nibelungenlied
In einer dieser unendlich gekürzten und umgeschriebenen und wasweißich Version. Und ja, es war wieder mal nicht so schlimm wie ich dachte. Aber gegen Ende, also ungefähr ab der Stelle wo Hagen die Nymphen/Nixen oä getroffen hat, wurde es mMn ziemlich langweilig. Erst bei dem richtigen Ende wurde ich dann wieder etwas wach.
Antigone von Sophokles
Die fand ich mal richtig gut - bis auf diese Choreinlagen (ich konnte diese Begriffe alle auswendig, aber kaum sind Ferien hab ich sie vergessen) und dass wir dieses winzig kleine Heftchen drei Wochen lang durchgekaut und von vorne bis hinten analysiert haben *mph*
Aber die Geschichte an sich war interessant.
Wir hatten unter anderem (nicht chronologisch geordnet):
Goethe: Faust
Ich hatte mir das irgendwie toller vorgestellt ... weltbewegender ... und dann ging es am Schluss darum, ob er das Mädchen bekommt oder nicht ... :(
Goethe: Die Leiden des jungen Werther
War mir ein bisschen zu empfindsam ...
Bernhard Schlink: Der Vorleser
Fand ich gar nicht schlecht. Diese unkonventionelle Beziehung, das wahre Geheimnis der weiblichen Hauptperson, die Frage um Schuld und Unschuld ...
Heinrich Mann: Der Untertan
Aus geschichtlicher Sicht sehr interessant, zieht sich aber unheimlich ... *fad*
Gerhard Hauptmann: Bahnwärter Thiel
Nicht schlecht, diese Novelle. Die Charaktere und ihr Schicksal haben mich damals durchaus nicht kalt gelassen.
Franz Kafka: Die Verwandlung
Nicht ganz mein Fall. Hatte durchaus einen leichten Ekelfaktor. :rolleyes:
William Shakespeare: Othello
Wenn der Englisch-LK das Stück verstanden hätte, wären die Diskussionen bestimmt interessant gewesen. *mph*
Frank McCourt: Angela's Ashes
Hat mir gut gefallen, dieser autobiographische Roman. Sehr menschlich, einfühlsam, realistisch, mit einem Augenzwinkern erzählt.
Arthur Miller: The Crucible
War auch etwas langatmig.
Gustave Flaubert: Madame Bovary
Nicht uninteressant. Obwohl der Charakter der Emma Bovary bei mir immer zwiespältige Gefühle hinterlässt ...
Ben Elton: Popcorn
Sehr modern. Kritisiert die Medien sehr stark. Nichts für zartbesaitete. Ich mochte es, vor allem die zynischen Kommentare der Charaktere. :D
Molière: L'avare
Molière in Bestform! Lustig und so realistisch und lebensnah, immer noch. *muahaha*
Aldous Huxley: Schöne neue Welt
Sehr empfehlenswert. Erschreckend, diese Vorstellung einer zukünftigen Welt, aber nicht so schlimm wie 1984 ...
Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns
Nachkriegsliteratur. Interessant, aber für mich emotional nicht so leicht verdaulich. Melancholisch.
Mehr fällt mir jetzt auf Anhieb nicht ein. Aber ich denke, das reicht für den Anfang.
Und bevor einer fragt:
Ich hatte Englisch-, Französisch-LK und Deutsch-GK. Da kommt was zusammen. :D
8.Klasse(also jetzt): Die Räuber von Schiller- nach 18 Seiten sag ich: LANGWEILIG!! ich hab noch nie ein schlechteres Buch gelesen, das ganze Ding ist ein einziger Dialog! Ich hab schon gesagt; ich stells bei ebay rein, wenn ich durch bin (obwohl ich bezweifle, dass ichs echt fertig lesen werde...).*mph*
Umm, war das mit dem Dialog jetzt ironisch gemeint und ich hab's wieder nicht gerafft? o.O
[Klugscheißermodus]Sollte dem nicht so sein, rate ich dir, Die Räuber mal im Theater anzugucken. Das hat schon so seine Richtigkeit, mit den Dialogen, denn so werden Theaterstücke meistens verfasst...^^ [/Klugscheißermodus]
@nyx: Ja, das war ironisch gemeint. Und ja, ich werds im Theater anschaun, weil wir da mehr oder weniger gezwungen mit der Schule hinfahren *auf erkältung hinarbeitet*flöt**
Ok, hab ich nich gecheckt, sorry. :D
Ich mag Schiller eigentlich ganz gerne, jedenfalls lieber als Goethe.
Was mich an Theaterstücken aber oft gestört hat (und immer noch stört) sind die künstlerisch sicherlich hoch wertvollen abstrakten und fürchterlich modernen Inszenierungen, die ich zu meiner Schulzeit bewundern durfte. Ich kann nicht viel damit anfangen, wenn die Gebrüder Moor z.B. in Anzug und Krawatte auftreten. :rolleyes:
Samantha
03.08.2008, 14:29
Wir mussten letztes Jahr "Die Räuber" lesen. War eigentlich ganz okey. Das Ende war überraschend.
Dann haben wir auch "Das Parfüm" gelesen, die wohl beliebteste Schullektüre.
Eines der schlimmsten Bücher die ich in Erinnerung habe sind "Kleider mache Leute", "Faust" und "Romeo und Julia auf dem Dorfe". Auch der Originalroman "Romeo und Julia" war nicht wirklich mein Fall.
Aber wir konnten uns auch manchmal Bücher wählen, die wir lesen wollten und die wir dann der Klasse vorstellen mussten. Die Bücher waren zwar auch nicht grade das, was ich freiwillig lesen würde, aber ich finde es besser wenn die Schüler sich ihre Lektüre selbst wählen können.
Aber einige Bücher gehören einfach zur Schule dazu, wie "Faust" und "Romeo und Julia".
PoiSonPaiNter
28.09.2008, 19:50
So da das nächste (letzte) Schuljahr angefangen hat, muss ich meine Aussage aus meinem ersten Post etwas abändern:
Das nächste wird sein Nathan der Weise und dann sind wir glaub ich endlich durch...
Nathan haben wir erst jetzt behandelt, nur recht kurz und die Klausur dazu haben wir noch nicht wieder bekommen! =/ An sich ist die Thematik des Buches sehr gut, nur die Sprache ist mal wieder gewöhnungsbedürftig! *lol*
Die anderen Bücher die wir dieses Schuljahr noch lesen sind:
Andorra - Max Frisch: Da sind wir gerade dabei, durchgelesen hab ichs vor kurzem schon und ich kann nur sagen: Endlich mal ne halbwegs vernünftige Sprache! XD Und auch der Inhalt ist recht gut! Gefällt mir! =/
Homo Faber - s.o.: Hab ich jetzt erst angefangen, aber bisher liest es sich einerseits recht gut und andererseits ist mir die Hauptperson sympatisch! :D Richtig schön sarkastisch in manchen Momenten und so! *lol*
Last and endlich the least:
Das Leben des Galilei - Bertholt Brecht: Also angefangen hab ich schon, ist auch ein interessanter Schreibstil, bin schon gespannt wies weitergeht! :D
So mit den drein wären wir dann endlich fertig, was Bücher für die Schule lesen angeht! XD (Abgesehen von denen die man dann für Vorträge, etc. braucht! *lol*)
DisAster
29.09.2008, 16:08
Also ganz ehrlich? Ich freue mich schon unglaublich auf die Lektüre in der Oberstufe. In der Unterstufe ist das zwar sehr niveaulos und sinnlos. Aber meine beiden Geschwister haben Abitur. Und beispielsweise Nathan der Weise fand ich unglaublich toll. Die Leiden des jungen Werther hat mich auch unglaublich bewegt. Don Carlos und Romeo und Julia will ich auch bald lesen, und Emilia Galotti von Lessing habe ich mir auch schon gekauft. Die Räuber würde ich auch gerne lesen, aber mein Bruder findet es nicht, stattdessen kann ich nachher auch noch Faust der Tragödie erster Teil von ihm lesen.
Ich verstehe nicht, was alle Leute dagegen haben. Gut, die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, aber oftmals sind solche Bücher verdammt interessant. Ich freue mich schon unheimlich die alle im Abitur durchzunehmen.
Das einzige gute buch was wir in der Oberstufe gelesen haben war "Der Sandmann". Faust fand ich so langweilig, das hab ich gar nicht erst gelesen, dann kams im mündlichen Abi dran. Sind aber trotzdem noch 8 Punkte geworden (bin gut im improvisieren).
Ollowain
29.09.2008, 17:07
Last and endlich the least:
Das Leben des Galilei - Bertholt Brecht: Also angefangen hab ich schon, ist auch ein interessanter Schreibstil, bin schon gespannt wies weitergeht! :D
Hehe, ich glaub das hab ich vor zwei Jahren im Zuge eines längeren Referats (GFS) gelesen. War nicht schlecht, so weit ich es in Erinnerung hab :D
Ich verstehe nicht, was alle Leute dagegen haben. Gut, die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, aber oftmals sind solche Bücher verdammt interessant. Ich freue mich schon unheimlich die alle im Abitur durchzunehmen.
Vermutlich einfach das übliche "Öh, das versteh ich nicht *keine Lust hab*" anstatt sich einfach mal hin zu setzen und zu lesen... Wenn man mal etwas mehr an einem Stück ließt, geht es nämlich meist auch ziemlich flüssig :rolleyes:
Es hängt sicher auch mit der (jugendlichen) Gesellschaft zusammen: Irgendwo ist es ja relativ "uncool" sich mit Klassikern auseinanderzusetzen. Bzw. einfach das typische schiefe Gucken, wenn man sich vom Mainstream entfernt...
Vermutlich sind wir auch einfach nur undankbar und vergessen, dass es nicht gerade eine Selbstverständlichkeit ist, was wir haben - je nachdem wo und in welcher Zeit man sich befindet -.-
Ach ja, was bei uns noch ansteht:
Maria Stuart von Schiller
Ein Jugendbuch, das noch nicht weiter bestimmt ist *hide*
Eine Menge mehr oder weniger gute Kurzgeschichten
Und es kann noch mehr werden... Deutsch kann so langweilig sein T_T"
nazgul666-rr
29.09.2008, 17:10
so muss ich meine Bücher auch mal wieder hier reinstellen
hmm die meisten sind schon im Keller gelandet oder bei meinen Geschwistern
* Friedrich Schliller - Wilhelm Tell (gleich 2x wegen Sitzengeblieben....) war aber gut
* G. E. Lessing - Nathan der Weise, gefiel mir gut - vll auch weil es Freimaurer-Literatur ist
* B. Brecht - Der Gute Mensch von Sezuan - auch gut
* Myron Levoy - Der gelbe Vogel (Jugendbuch) (zu nyx *wink* :D)
* Heinrich Mann - Der Untertan, dt. Kaiserreich gefiel mir ganz gut
* Huguette Perol - Takeo oder das Gesetz des Stärkeren (spielt in Japan und handelt über Mobbing (s. Mobbing Thread)
* Max Frisch - Homo Faber, einiges besser als Andorra
* Theodor Storm - Der Schimmelreiter
* Hans Peter Richter - Damals war es Friedrich, Ende 6. Klasse, haben wir inner Schule nie zuende gelesen
* Goethe - Götz von Berlichingen - mochte ich gar nicht - auch wenn die Stelle "Er lecke mich im Arsch" ganz nett war....
* Kleider machen Leute - total langweilig
* Max Frisch - Andorra - mochte ich nicht
* Goethe - Die Leiden des jungen Werther, grausam wir mussten das in Werte und Normen psychoanalytisch deuten
* Don Carlos - Vorgabe zum Zentralabitur... - schlecht...
* Schiller - Maria Stuart - gefiel mir überhaupt nicht bzw hat mich nicht im geringsten interessiert das Thema....
* Urs Widmar - Top Dogs - modernes Theaterstück...., auch Zentralabitur Vorgabe sowas von schlecht....
* Das Kunstseidene Mädchen, Zentralabitur Vorgabe, Weimarer Repuplik, auch miserabel
* Theodor Fontane - Mathilde Möhring..... - auch Zentralabitur Vorgabe.... grausam wie die anderen bzw langweilig - sielt auch zur Zeit des dt. Kaiserreich wie der Untertan
hmm iwas hab ich noch vergessen.... so die für Englisch, Französisch und Latein....., vorallem da wir in Englisch einmal von unser Lehrerin verarscht wurden.... wir hatten abgestimmt das wir Doyle - Sherlock Holmes - (ich glaub) Der Hund der Baskerville lesen und dann kommt die an mit so einem komischen langweiligen Frauenroman.... *kotz*
dann von der Thathergruppe:
* B. Brecht - Dreigroschenoper, naja haben wir nicht durchgenommen war aber trotzdem gut - hab ich nacher auch nochmal gelesen
Die Welle hab ich noch zusätzlich gelesen weil das bei der Abstimmung in der Mittelstufe nicht durchkam, ebenso Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
so das reicht erstmal.... ich mach weiter wenn ich den Rest wiedergefunden hab bzw mich erinnern kann was das noch war
PoiSonPaiNter
29.09.2008, 18:57
Also ganz ehrlich? Ich freue mich schon unglaublich auf die Lektüre in der Oberstufe. In der Unterstufe ist das zwar sehr niveaulos und sinnlos. [...]
Ich verstehe nicht, was alle Leute dagegen haben. Gut, die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, aber oftmals sind solche Bücher verdammt interessant. Ich freue mich schon unheimlich die alle im Abitur durchzunehmen.
Weißt du, bei den meisten Büchern liegt das sehr wahrscheinlich daran, dass
du zu den unmöglichsten Textstellen eine Aufgabenstellung für Interpretationen und ähnliches bekommst und dann dir da mehr oder weniger iwelche Sachen aus den Fingern saugen musst um halbwegs das rauszubekommen, was der/die Lehrer/in von dir haben will!
Wie ich schon sagte, habe ich alle Bücher die wir bisher behandelt hatten gelesen, im Großen und Ganzen habe ich die meisten der Älteren auch verstanden und dann kamen die Aufgabenstellungen!
Mitschüler von mir sind regelrecht daran verzweifelt, immer wieder wurde ich gefragt: "Was meint der da und da mit?" ; "Heißt das das und das?"
Also das Buch lesen (und verstehen/mögen) ist etwas anderes als das Buch behandeln! Denn Letzteres ist um einiges nervenaufreibender und anstrengender, also von daher ist missfallen noch harmlos ausgedrückt!
... Schullektüre ist in den meisten Fällen grausam, aber gut, vielleicht liegt es auch nur an meiner inkompetenten Deutschlehrerin, die einem das versaut. :/
Was ich so lesen "durfte"?
Emil und die Detektive fällt mir da gerade ein, aber das war glaube ich die fünfte oder sechste Klasse und ich habe keine Ahnung mehr, wie genau das Buch war, aber so schlecht war es sicher nicht, für sechste Klasse eben.
Die Nacht, die kein Ende nahm
Oder, wie es ein Freund von mir betitelte "Das Buch, das kein Ende nahm". Auch, wenn die Geschichte an sich durchaus nicht uninteressant ist, wars doch grausam geschrieben. Eben ein Jugendbuch, das belehren will und moralingesäuert bis zum Rand ist.
Romeo und Julia von William Shakespeare
Das Drama find ich ganz in Ordnung, auch wenn die Story geklaut ist, fände es jetzt wahrscheinlich sogar noch besser, weil es einfach nicht wirklich für die achte/neunte Klasse geeignet ist, finde ich, weil die Sprache da doch etwas abschreckt. (Es war übrigens übersetzt in Deutsch, nicht in Englisch, was vllt. sogar noch besser rüberkommt.)
Willhelm Tell von Friedrich Schiller
Ehrlich, ich mag Schiller und seine Ideen, seine Meinungen und seine Prinzipien, aber das Drama war schlichtweg langweilig, auch hier ist es wahrscheinlich wieder zum Teil der Sprache zuzuschieben, denn allein das "Zu Hülf!" schlug Lachsalven los ... Na ja, der Kern der Geschichte ist in Ordnung, auch die Geschichte an sich, aber ich würde sie ungerne lesen.
Kleider machen Leute von Gottfried Keller
Auch in die Richtung zu schieben "ein Buch, das kein Ende nahm". Wurde hier schon so oft angerissen, dass ich es nicht noch einmal auswalzen möchte.
Faust I von Goethe
Fand ich gut. Besonders gefiel mir natürlich der böse Mephisto, aber das geht wohl den meisten so. Es ist eigentlich fast ein Fantasybuch, wenn man es so möchte, und mit ungewöhnlichem Aufbau noch dazu. Richtig "prägend" wurde das Buch aber erst, als ein Rhethoriker, oder wie auch immer man die Berufsbezeichnung auch nennt, in die Klasse kam und über Faust einen Vortrag hielt. Trotz seines Alters verstand er es einfach wunderbar, auf die gesamte Klasse einzugehen und ihr die immer noch gültigen Botschaften und Konfliktpunkte Fausts aufzuzeigen und zu vermitteln. (Und das mit einer autoritären, unaufdringlichen Methode, um die ihn die meisten dialogbelasteten Lehrer beneiden würden. :) )
Der Sandmann von ETA Hoffmann
Hier passt das Prädikat Besser als erwartet denke ich am besten. Die Geschichte um Nathanael empfand ich als recht gut erzählt, aber nicht überragend, selbst wenn mir als Otto-Normal-Mensch heutzutage Nathanaels Gebaren etwas spanisch vorkommt. Insgesamt eines der besseren Schullektürenbücher.
Derzeit; Effi Briest von Theodor Fontane
Das ist eines der wenigen Schullektürenbücher, das ich keinesfalls anrühren will. Ich habe das erste Kapitel gelesen, habe gegähnt und kann mich nicht überwinden, weiterzulesen. Weil es schlicht unglaublich langatmig wird. Ich bin mir sogar, ohne das Buch gelesen zu haben, ziemlich sicher, dass man aus dem Text gut 100 Seiten herauskürzen könnte, ohne, dass die Story zu schaden käme... - Glücklicherweise schreiben wir keine Klausur drüber.
Gruß,
Melyanna
08.10.2008, 16:10
Also ich finde das sehr spannend, denn entweder ist mein Gedächtnis echt schlecht und wir haben viel mehr Bücher gelesen, als mir einfallen wollen oder man merkt, dass ich nur bis zur 10. gemacht habe und den Rest in Abendschule nachgeholt hab. Weil - ich kann mich wirklich kaum noch an die Bücher erinnern, die ich lesen mußte.
Auf jeden Fall gelesen habe ich:
Marilyn Sachs - Keine Pizza mehr für Ellen
5. oder 6. Schuljahr. So ein furchtbar moralisches Buch über ein dickes Mädchen..
Morton Rhue - Die Welle
7. Schuljahr? DAS Schullesebuch überhaupt, wie ich finde. Ich glaub, das würde ich auch heute noch mal lesen.
Heinrich Böll - Die verlorene Ehre der Katharina Blum
8. oder 9. Schuljahr, tippe ich. Klassiker den ich hier noch gar nicht aufgeführt gesehen hab. Ich erinner mich kaum noch daran - nur das wir dazu einen typischen 70er Jahre Film gesehen haben..
Berthold Brecht - Der kaukasische Kreidekreis
10. Schuljahr. Kotz. Nee, wenn man mir vorher gesagt hätte, dass es sich um das Drehbuch zu einem sehr moralischen Theaterstück handelt, wäre ich vielleicht drauf vorbereitet gewesen. Aber ich weiß, dass ich es damals sehr anstrengend fand, diesen "Drehbuchstil" zu lesen.
Patrick Süskind - Das Parfum
Abi drüber geschrieben.
Das war es. An mehr erinner ich mich nicht. Kein Goethe, kein Schiller - zu denen bin ich erst viel später "privat" gekommen und ihnen vielleicht deswegen so verfallen.
Seltsamerweise erinner ich mich aber daran, dass ich die Bücher, die meine Schwester in der Schule gelesen hat, immer parallel mitgelesen habe. Ben liebt Ana, Damals war es Friedrich und Herr der Fliegen - ich hab sie damals, ohne eine Klausur darüber schreiben zu müssen, wohl offensichtlich nicht so schlecht gefunden (naja.. andererseits les ich auch heute noch so ziemlich alles, was mir vor die Füße fällt).
Eigentlich finde ich es schade, dass wir nicht mehr "Klassik" gelesen haben - auch wenn ich die Bücher damals sicher nicht unbedingt gemocht hätte. Aber ich hätte zumindest gewußt um was es geht. Ein wenig was klassisches hab ich mir später angelesen, aber nun gut.. klar, im Endeffekt les ich meistens dann doch lieber Fantasy. ;)
Btw. irgendwer hat doch hier mal nach guten Schulbuchalternativen gefragt, oder?
Mir fiel da spontan Dracula ein. Für mich ein absoluter Klassiker (der Horrorliteratur ;) ), der sich spannend liest und aus dem man mit Sicherheit wunderbare Charakteristika schreiben kann.
schullektüren...
da gibt´s ein paar:
Winn-Dixie von Kate DiCamillo:
5. klasse. fand ich langweilig, hatte einfach keine ansprechende handlung.
Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter:
6. klasse, hat mir sehr gefallen.
Adam und Lisa von Myron Levoy:
7. klasse, hat mir nicht gefallen. bücher die wirklich NUR über liebe handeln sind nicht mein ding.
Kleider machen Leute von Gottfried Keller:
7. klasse. hat mir eigentlich ganz gut gefallen, war nur manchmal schwer zu verstehen.
Dich krieg ich auch noch rum! von Pete Johnsen:
8. klasse. habe dieses buch gehasst wie sonst was, musste mich regelrecht durchquälen.
Wilhelm Tell von Friedrich von Schiller:
8. klasse. mein favorit, lese ich heute noch manchmal.
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