Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schreibblockaden
Wer hat das nicht schon mal gehabt? (Haha, wie lieben wir doch diese Fragen zu Anfang eines Threads :D )
Wer es jedenfalls noch nicht hatte, kann sich wirklich glücklich schätzen: Writer's Block. Die Geschichte geht gut oder auch nur mittelmäßig von der Hand, klappt alles prima, man hat Ideen (vllt sogar ohne Ende) und dann - Punkt. So, und jetzt?
Wunderbar, Faden verloren.
Aber irgendwie auch nicht, nur wie schreib ich den Mist jetzt auf?
Lücke.
Vielleicht ist es nur ein kleines Mittelstück, um den gerade geschriebenen Absatz und den nächsten voller toller Ideen zu verbinden... aber es will einfach nicht kommen, das Mittelstück, von dem man vielleicht noch nicht einmal weiß, wie lang es ungefähr werden soll.
Das ist dann so der Zeitpunkt, an dem man sich damit abfinden muss, dass man ein Kreatief hat. Inspiration fehlt, Idee fehlt, Worte fehlen und die Lust sowieso. Auch wenn man sich abkrampft, einfach drüber wegzuschreiben, kommt nur Mist bei raus.
Schrecklich deprimierend, sowas. Aber was will man machen?
Und genau das ist die Frage hier, wie man sich vllt schon denken kann - hattet ihr schon mal einen solchen "Writer's Block" und was macht ihr, wenn's mal wieder Zeit ist? Wartet ihr oder beißt ihr euch durch oder wie oder was? :D
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Ich musste feststellen, dass es bei mir wohl so aussieht, dass ich es einfach aussitzen muss *nein* Zum Kotzen.
Momentan hab ich wieder mal einen -_-" Ich schreibe und schreibe und am Ende hab ich 2 inhaltlich leere Seiten. Und keine bessere Idee.
Wenn ich verdammt viel Glück habe, kommt irgendeine Inspiration vorbei geschwirrt und dann geht's meistens noch besser als vorher.
Aber die meiste Zeit sitze ich doch nur da, denke immer wieder "Ach ja, ich könnte mal weiterschreiben - ach nee, scheiße, doch nich. Bläh." und dann hab ich für die nächste Viertelstunde erstmal keine Lust auf gar nichts mehr.
Am besten, ich denke nicht dran und warte darauf, dass mich die Muse küsst.
Tja, und dann gibt's natürlich noch den Fall, in dem ich Pech habe. In diesem Fall passiert es, dass die Geschichte so liegen bleibt, wie sie ist - und zwar für Jahre. Weil Aki zu blöd ist, um die Handlung weiter- oder zumindest bis zu dem Punkt zu spinnen, den sie sich inzwischen bis ins kleinste Detail für den Moment zurechtgelegt hat, in dem sie endlich ihren Writer's Block los ist :rolleyes:
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So =D Wie sieht's bei euch aus? Habt ihr irgendwelche Heilmethoden dafür oder geht's euch ähnlich wie mir? Blahblah, schreibt, was euch dazu einfällt^^
Ich musste feststellen, dass es bei mir wohl so aussieht, dass ich es einfach aussitzen muss Zum Kotzen.
Ich sitz das schon seit *auf die uhr guck* circa zwei Jahren aus. *umfall*
Ich beschreib einfach mal, wie es bei mir früher ausgesehen hat, als ich noch regelmäßig schrieb:
Man schreibt und schreibt und schreibt, der Puls rast wie verrückt, weil die Ideen wie Pfeilgeschosse herangesaust kommen und die Finger gar nicht schnell genug tippen können und dann... kommt die von Aki beschriebene Blockade!
Tja, was machen? Eine mehr als berechtigte Frage.
Ich weiß, dass es Zeiten bei mir gab, da schrieb ich seitenweise. Dann hing ich an bestimmen Passagen fest und wo ich für drei Seiten 10 Minuten gebraucht habe, benötigte ich an einer Formulierung eine Stunde. Und die Nerven gingen da mit mir durch, das kann ich euch sagen!
Erster Ratschlag: Ehrgeizigeit und Verbissenheit
Ich hatte schon immer Probleme damit einfach an einer späteren Stelle anzuknüpfen und dort, wo man nicht weiterkam ,erstmal zu ignorieren und diese Lücke eventuell später noch zu füllen. Das geht bei mir nicht. Aber vielleicht bei einem Anderen, also
Zweiter Rat: Sich einfach nicht in seinem Fluss stören lassen, sondern einbisschen später in der Geschichte weiter machen.
Wenn man gute Kritiker hat (die meiner Erfahrung nach sehr schwer zu bekommen sind), diese Leute fragen und sich vielleicht von ihnen inspirieren lassen.
Dritte Lösung: Ideenansätze, Inspiration von anderswo einholen
Hmm, aber schlussendlich möchte ich sagen, dass jeder Autor seinen eigenen Rhytmus finden muss und so auch die Lösungen für die Blockade, die bei jedem schätzungsweise anders ist.
(Ich weiß dieser letzte Satz ist nicht wirklich hilfreich, aber dennoch wollte ich ihn einfach loswerden)
Arme Akissi! *ei*
Das Phänomen kenne ich zuhauf - und leider hat es bis jetzt meistens zum Tod meiner Geschichten geführt.
Ich stelle mir die Entstehung einer Geschichte immer wie einen Ozean vor. Zuerste schwimmt man ganz alleine im Wasser - dann tauchen nach und nach Haltepunkte im Wasser auf. Bojen, Felsen, manchmal sogar Inseln. Und an all diesen Sachen kann man sich entlanghangeln bis zum Schluss - dem Festland.
Aber manchmal kommt eben eine große Lücke bis zur nächsten Boje, an der man sich festklammern kann. Man muss schwimmen.
Ich bin selbst gerade erst aus einer leichten Writer's Block-Phase herausgekommen. Und zwar durch das Forum. Genauer gesagt durch die langen Diskussionen über Magiesysteme, die ich mit Verräter hatte. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an dich, Verräter!)
Durch das viele Nachdenken über meine Welt habe ich wieder Lust am Schreiben bekommen. Das was seit Weihnachten nicht mehr richtig funktionieren wollte, hat auf einmal wieder geklappt.
Ich habe es oft genug nicht geschafft.
Aber ich kann dir nur raten: Sprich über deine Geschichte! Such dir jemandem, mit dem du darüber diskutieren kannst! Oder erzähl das ganze kleinen Geschwistern/Cousins/Nachbarskindern/etc. als wäre es ein Märchen.
Zumindes hilft das mir hin und wieder.
Ich wünsche dir viel Glück! Verlier nicht den Mut!*bussi*
Mad Bull
25.05.2008, 18:26
Willkommen im Club Akissi:D
Das kenne ich nur zu gut.
Wirklich entscheidend ist bei jeder Geschichte das die Finger an Tasten sich bewegen. Das ist sonnenklar.
Doch manchmal spielt der ganze Körper einfach nicht mit.
Das ist menschlich.
Mach nichts. Akzeptiere es und ruh dich mal aus.
So gerne ich ja im Mittelpunkt stehe und so lieb ich eure Posts auch allesamt finde (vielen Dank dafür : ) ) - es geht hier nicht um mich spezifisch :D
Einfach ein Austausch über diese verbreitete Schreiberling-Krankheit xD Und es kam mir gerade ausnahmsweise mal gelegen, dass ich ein aktuelles Beispiel parat hatte^^
Trotzdem vielen Dank für die Aufmunterungen, es hilft zumindest über die Depression hinweg ^_^
Nur als Hinweis, damit sich nicht jemand nicht traut zu posten, weil er nicht unbedingt sein Mitleid ausdrücken will o.ä.^^ Ansonsten waren die Posts ja "richtig" (jetzt verteil ich hier schon Noten : D ).
Nein, Quatsch.
Also, naja, kurz: Es geht nicht drum, dass ich das momentan habe, sondern um jeden, der es mal hatte oder hat und drüber reden/diskutieren will^^
(...der letzte Satz hört sich an, als würde ich wirklich von ner schweren Krankheit sprechen xD Verdammt, ich kann schon keine unmissverständlichen Posts mehr formulieren! xD)
Beim Titel des Themas hatte ich mich kurz gefragt, um was es geht, aber Schreibblockaden kenne ich auch und dabei schreibe ich erst seit zwei Jahren richtig intensiv.
Die längst Schreibblockade waren glaube ich dre Monate, was ich ziemlich lange fand. Die Blockade löst sich erst, als mir eine Szene, die mir zwar schon vorher eingefallen war, wieder in den Sinn kam. Mit meinem geistigen Auge konnte ich eine Gruppe Drachen sehen, die sich todesmutig in eine Schlacht schtürzten.
Mein Herz begann wieder zu schlagen und ich schrieb wieder. Das hat schon mehrmals geklappt. Immer wenn ich mir sehr viele Gedanken über meine Geschichte mache, kriege ich wieder Lust zu schreiben und dann tippst die Tastatur fast von allein.
Um eine Schreibblockade zu überwinden gehört sicherlich Disziplin dazu. Manchmal muss man über seine Geschichte mit anderen reden, fragen, was sie von dieser oder jener Idee halten und dann klappt das schon. Nur den Mut nicht verlieren.
ChibiShiina
25.05.2008, 20:15
Ohje.... Schreibblockaden, mein persönlicher Erzfeind.
Meine letzte Schreibblockade liegt gar nicht so lange zurück. Sie war zwischen Ende Februar und Anfang April. Dumm nur wenn man gerade mitten in einer Geschichte steckt, haufenweise Ideen hat, aber die Umsetzung so ein dermassener Mist ist, dass man sich am liebsten erschiessen gehen möchte. Mir hat schon so manche Schreibblockade ne ganze Geschichte gekillt.
Inzwischen ist meine Schreibblockade weg und an meiner Geschichte arbeite ich auch weiter. Und das ist nicht alles, ich schreib nebenbei sogar noch Kurzgeschichten, was ich früher nicht für möglich gehalten hätte mehr als an einer einzigen Gechichte zu arbeiten.
Wie hab ich das geschafft?
Ich hab es NICHT ausgesessen. Das hab ich früher auch immer versucht und was war? Meine Geschichte war futsch an der ich gerade gearbeitet habe. Das wollte ich meiner jetzigen auf keinen Fall antun, deshalb hab ich folgendes gemacht:
1. Ich hab darum gekämpft!
Ich hab mir gute Bücher besorgt, Bücher die mich schon früher inspirierten, die mir halfen beim Schreiben und mich intensiv mit ihnen auseinander gesetzt.
2. Ich hab mich von jeglichem Schrott ferngehalten.
Das bedeutete: Fernseher aus, keine DVDs, keine Filme, keinen Schrott im Internet gelesen, mich nur auf das konzentriert was ich erreichen wollte: wieder schreiben, alles andere ist unwichtig.
3. Ich hab mir meinen Arbeitsplatz eingerichtet.
Bedeutet: Ich habe jeglichen störenden Mist entfernt, alle meine Figuren verbannt. Alles was ablenkt, alles aus meinem Gesichtsfeld rausgeworfen. Jetzt stehen hier nur noch Duden, Wörterbücher, Sag es treffender, der Bildschirm, eine Unterlage, mein Notizbuch, Maus/Unterlage und Tastatur. Mehr nicht. Zur Entspannung gabs dann eine Tasse heissen Tee oder Schorle, keinen Kaffee, der wühlt auf und entspannt nicht.
4. Ich hab etwas neues Ausprobiert.
Nein, keine neue Geschichte, sondern eine neue Art eine Geschichte umzusetzen. Statt mich nur an den PC zu setzen und anhand meiner Notizen zu schreiben, hab ich drei Tage lang PC-Pause gemacht, mir ein uraltes Schulheft geschnappt und da die Geschichten reingeschrieben, per Hand. Ich hab ganz langsam mit Kurzgeschichten angefangen, einfach ein Stichwort genommen und dazu eine Thematik und dann geschrieben. Durch das vorherige Lesen ist man Fit im Umgang mit Wörtern und es fällt einem spontan manchmal mehr ein als wenn man lange im voraus plant.
5. Danach hab ichs abgetippt.
Die per Hand geschriebene Kurzgeschichte war zwar gut, aber halt nicht sooo gut. Also hab ich sie abgetippt um auch wieder Gefühl für das Tippen zu kriegen und hab sie dabei erweitert, ausgebaut und/oder Passagen rausgeworfen, abgeändert. Praktisch eine 2. Geschichte davon gemacht.
6. Alles ganz einfach ^^
Danach war es einfach wieder in meine alte, lange Geschichte einzusteigen. Ich war wieder voll drin und da ich wieder gefallen gefunden habe am "per Hand schreiben" praktiziere ich es jetzt immer noch. Inzwischen ist schon das zweite Schulheft dran und ich tipp das Endergebnis immer noch ab.
Abschließend möchte ich noch ein paar Kleinigkeiten loswerden:
Mir hat das geholfen, was euch letztendlich hilft, ist natürlich wieder ganz etwas anderes. Vielleicht einfach mal eine neue Methode ausprobieren, oder den Arbeitsplatz umbauen, woanders hinplatzieren. Einige kommen mit dem Aussitzen gut klar, anderen wiederrum killt es die Geschichte.
Ich denke, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Ganze da oben dient auch eher als "Erfahrungsbericht". Vielleicht hilft es dem einen oder anderen vielleicht zu hinterfragen woher seine Schreibblockade auf einmal kam/kommt (bei mir war es der Verlust meines Jobs der mich in eine tiefe Sickergrube fallen ließ).
Fest steht nur eines, manchmal, wenn man etwas hat und glaubt es verloren zu haben, muss man darum kämpfen.
Vielleicht kennen/erinnern sich einige an den Film "Kikis kleiner Lieferservice" von Ghibli. Dort hat die kleine Hexe Kiki ihre Kräfte irgendwie verloren und sie ging zu einer befreundeten Malerin, die ähnliche Probleme in Bezug auf ihre Malerei hat. Und sie sagte dass man manchmal für etwas Kämpfen muss was man sonst immer zur Verfügung hat.
Natürlich hat man auch Tage da gehts einfach nicht. Aber von denen spreche ich auch nicht, und ihr sicherlich auch nicht. Wenn sich aber diese Tage zu Wochen auftürmen oder gar Monaten, sollte man anfangen dagegen etwas zu tun, nach der Ursache forschen und dagegen wirken. Ich finde die schlimmste Folter ist für mich Ideen zu haben und nicht in der Lage sein sie umzusetzen.
Sorry, der Post ist wieder elendlang geworden. Verzeiht meine seltsame Ausführung, aber so empfinde ich es. Ich hoffe ich hab niemandem auf den Schlips getreten.
Die größte Blockade sind m.E. die eigenen Ansprüche.
Gerade wenn die Geschichte ein stückweit gut gelaufen ist, die Hälfte vielleicht überschritten, wächst nach meiner Beobachtung der Druck mit jeder Seite.
Reich' ich an das heran, was ich schon geschrieben habe?
Mache ich vielleicht alles schlimmer?
Fügt sich die Handlung logisch zusammen?
Wie bekomme ich dieses jetzt mit jenem zusammengefügt, ohne einen seltsamen Kunstgriff zu machen?
Habe ich in der Auflösung auch keinen Charakter vergessen?
Es geht nicht um das eigentliche Ende, ich denke, das haben die meisten schon im Kopf. Es sind die Kapitel davor, die Kopfschmerzen bereiten.
Das witzige ist: Ich glaube sogar bei renommierten Autoren diese Kämpfe in ihren Werken feststellen zu können. Da wird gegen Ende schnell noch hektisch zusammengeknotet, was vielleicht gar nicht zusammengehört, bloß um keinen Handlungsstrang offen zu lassen. Wie viel einfacher und befriedigender sind da doch Kurzgeschichten.
Dann kommt bei mir noch hinzu, dass ich nur gut schreiben kann, wenn die Ideen "frisch" sind, also am besten gleich niederschreiben. Jetzt bin ich nach Überwinden eines jahrlangen Lochs (o.k., ich habe in der Zeit anderes geschrieben) an der Stelle, die ich vor zwei Jahren hätte schreiben wollen - und irgendwie sind die Ideen in meinem Kopf nun so "abgestanden", dass ich keine Lust mehr habe, sie aufzuschreiben.
Was mich überhaupt dazu bewogen hat weiterzuschreiben? Ricky:) Wenn man das Gefühl hat, da ist jemand, den die Geschichte interessiert, der wissen möchte, wie es weitergeht, dann ist das schon ein verdammter Ansporn, nicht alles in die Ecke zu werfen.
@chibi: Ach, der Vergleich mit Kiki ist wirklich herrlich. Stimmt, die Malerin hatte ich ganz vergessen (hab den Film ja nur vier- oder fünfmal gesehen:D). Nu ja, in Kiki findet man eigentlich in jeder Lebenslage Hilfe:)
Zu dem Thema habe ich grade noch was gefunden: Schaut mal hier! (http://federfeuer.anorivrin.net/index.php?topic=2245.0)
Andradir
03.06.2008, 20:42
Ach so, es geht um "Schreibblockaden".
Nun, ich denke, dass nicht jede Schreibpause gleich eine "Blockade" ist.
Wer beruflich schreiben muss, für den ist das anders. Musst du Abgabetermine und/oder Verträge einhalten, dann ist eine plötzliche Schreibhemmung schlimm.
Aber es gibt da zum Glück Methoden dagegen.
Aber ein Hobbyautor? Ein Hobbyautor schreibt doch als Freizeitvergnügen. So, wie man auch zB Gitarre spielt, Tanzen geht, ins Kino geht, Bilder malt oder so. Wenn man Lust zum Schreiben hat, fein, dann schreibt man. Hat man keine Lust oder fällt einem nichts ein, dann läßt man es. Das würde ich jetzt eigentlich nicht als "Blockade" bezeichnen.
Früher oder später hat man dann wieder Lust oder man hat die tolle Idee, und dann schreibt man munter weiter. Wenn da mal einige Monate 'Funkstille' war, macht das ja nichts. Es jagt einen ja niemand.
Und dann gibt es da noch einen anderen Aspekt: sehr viele junge Menschen zwischen (cirka) 14 und 24 haben irgendwann mal ein Phase, in der sie 'schreiben'. Heute, dank des Internets, ist das Geschriebene meist auch sogleich irgendwie veröffentlicht. Und der/die Betreffende sieht sich als 'Hobbyautor'. Aber so nach einem Jahr oder zwei, drei Jahren erlahmt bei den meisten Leuten das Schreibinteresse wieder und sie hören damit auf. Der angefangene Roman bleibt unvollendet, der Storyzyklus wird nicht weitergeschrieben und dergleichen. Man hört einfach auf. Manchmal setzt man sich dann wieder vor den PC und denkt mal daran, wieder was zu schreiben, hat aber keine Ideen mehr oder schlichtweg die Lust am Schreiben verloren.
Kommt vor. Ich schätze mal, bei weit über 90 Prozent aller jungen AutorInnen. Das ist dann ber keine "Schreiblockade". Dann ist das zeitlich begrenzte Interesse am Schreiben ganz einfach bloß erloschen.
Und dann gibt es da noch einen anderen Aspekt: sehr viele junge Menschen zwischen (cirka) 14 und 24 haben irgendwann mal ein Phase, in der sie 'schreiben'. Heute, dank des Internets, ist das Geschriebene meist auch sogleich irgendwie veröffentlicht. Und der/die Betreffende sieht sich als 'Hobbyautor'. Aber so nach einem Jahr oder zwei, drei Jahren erlahmt bei den meisten Leuten das Schreibinteresse wieder und sie hören damit auf. Der angefangene Roman bleibt unvollendet, der Storyzyklus wird nicht weitergeschrieben und dergleichen. Man hört einfach auf. Manchmal setzt man sich dann wieder vor den PC und denkt mal daran, wieder was zu schreiben, hat aber keine Ideen mehr oder schlichtweg die Lust am Schreiben verloren.
Kommt vor. Ich schätze mal, bei weit über 90 Prozent aller jungen AutorInnen. Das ist dann ber keine "Schreiblockade". Dann ist das zeitlich begrenzte Interesse am Schreiben ganz einfach bloß erloschen.
Das ist ja furchtbar. Ich schreibe seit etwa zwei, drei jahren und bei mir erlahmt es auch ein wenig.
Verliere ich jetzt auch das Interesse daran? Ich hoffe doch nicht. Das was du mir da sagst, macht mir ein wenig Angst, aber vielleicht ist es doch eine momentane unlust und ich erhole mich wieder. BITTE!!!!
Ollowain
04.06.2008, 20:43
Ürgs, ich hasse es. Man will schreiben, man kann aber einfach nicht, alle Formulierungen klingen müllreif und man glaubt irgendwann, dass man nicht schreiben könnte >_<
Und böserweise fängt es bei mir immer an, wenn ich an einer Stelle partou nicht weiterkomme...
Das einzige, was ich machen kann ist die S*zensiert* auszusitzen.
Ich lege immer eine Schreibpause ein, weil ich einfach keine Lust habe, hinterher irgendwelchen Müll zu korregieren.
Was längeres hatte ich zum Glück noch nie, nur mal gut 2 1/2 oder 3 Wochen, aber ich hatte zu der Zeit sowieso einen Anime gekuckt, insofern hatte ich Ablenkung :rolleyes:
@ Andradir: 'schuldige, ich will jetzt nicht auf dir rumhacken, ich stimme nur absolut nicht mit dir überein, das mal nur vorweg^^"
Aber ein Hobbyautor? Ein Hobbyautor schreibt doch als Freizeitvergnügen. So, wie man auch zB Gitarre spielt, Tanzen geht, ins Kino geht, Bilder malt oder so. Wenn man Lust zum Schreiben hat, fein, dann schreibt man. Hat man keine Lust oder fällt einem nichts ein, dann läßt man es. Das würde ich jetzt eigentlich nicht als "Blockade" bezeichnen.
Früher oder später hat man dann wieder Lust oder man hat die tolle Idee, und dann schreibt man munter weiter. Wenn da mal einige Monate 'Funkstille' war, macht das ja nichts. Es jagt einen ja niemand.
Hier geht's auch nicht darum, dass jemand mal keine Lust mehr hat. Wenn ich keine Lust mehr habe, richtig, dann schreibe ich nicht und fange wieder an, wenn ich wieder Lust dazu habe.
Worum es hier geht, sind aber in der Tat Blockaden - man möchte unbedingt schreiben, findet aber nicht den rechten Anstoß oder Formulierungen, mit denen man selbst zufrieden ist. Man braucht auch niemandem, der einem im Nacken sitzt, um festzustellen, dass einem das sehr wohl etwas ausmacht.
Zusammengefasst: Es ist einfach scheiß-unangenehm. Man möchte, aber man kann nicht. Bei mir sieht es zudem noch meistens so aus, dass mir einfach ein Mittelstück fehlt, eine Überleitung, damit ich die nächste Stelle endlich schreiben kann, die ich quasi schon fertig im Kopf hab.
Also mir macht das was, sehr viel sogar. Wenn ich dann noch einen drängenden Verleger hätte, würde mir glaub ich der Kopf explodieren :D
Kommt vor. Ich schätze mal, bei weit über 90 Prozent aller jungen AutorInnen. Das ist dann ber keine "Schreiblockade". Dann ist das zeitlich begrenzte Interesse am Schreiben ganz einfach bloß erloschen.
Ich weeeeiß, man soll sich den Schuh einfach nicht anziehen, aber ich fühle mich gerade ein wenig angepisst =/
Ich weiß genau, was du meinst mit den kurzweiligen Schreiberlingen (wobei ich auch bei denen finde, dass man ihre Werke respektieren oder zumindest akzeptieren sollte, solange sie sie schreiben) - aber das ist es gar nicht, was man unter einem Writer's Block versteht. Wenn ich das Interesse verliere, kann's mir ja gestohlen bleiben. Der Gag ist ja aber, dass man weiter schreiben will und das Interesse kein bisschen verloren hat. Das ist frustrierend. Wie gesagt, wenn ich aufhören will zu schreiben, höre ich auf damit. Natürlich ist das keine Blockade. Das ist aber auch gar nicht das Problem derjenigen, die hier gepostet haben, denke ich^^
Wie gesagt, nimm's bitte nicht als persönlichen Angriff : ) Ich war nur recht irritiert, nachdem ich den Post gelesen hatte^^"
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edit: @Post unter mir: AAAARGH! *explodier*
sry, das musste jetzt sein :D
Also mir macht das was, sehr viel sogar. Wenn ich dann noch einen drängenden Verleger hätte, würde mir glaub ich der Kopf explodieren :D
Vorwärts, Akissi. An die Arbeit. Stift raus, Computer an. Zack, Zack.
*muahaha*
Ähm - ja.
Wie geh ich mit Schreibblockaden um?
Ganz einfach - weiterschreiben.
Klingt jetzt vielleicht ein wenig bescheuert, ich weiß.
Mhh, wie erklär ichs euch? X.X
Also - wenn ich eine Schreibblockade habe, dann zwinge ich mich trotzdem mein Pensum zu schreiben.
Als erstes schreib ich sowieso nach einer strengen Storyline. D.h. wenn ich eine neue Geschichte, Roman, etc. beginne, arbeite ich als erstes eine Storyline aus und kopiere sie mir in das Dokument, in dem ich schreibe.
So umgehe ich eigentlich schon mal den ersten Punkt, nämlich dass ich einfach vor einem leeren Blatt Papier sitze. Dadurch, dass die Storyline da schon drin ist, ist das Blatt nicht leer. Die Angst vor dem Anfangen ist weg.
Dann beginn ich Anfang und Ende auszuarbeiten (ist wie bei Vermessungsarbeiten: Anfangs- und Endpunkt. Dazwischen freier Raum). Und ab dann kann ich mir, abhängig von meiner täglichen Stimmung einfach einen nicht bearbeiteten Teil von meiner Storyline aussuchen und ihn abarbeiten. Dabei geh ich wirklich nach Lust und Laune, ob ich gerade Lust auf Schlacht, Mord und Totschlag, Liebe, Abenteuer, Action, sonstewas habe.
Dadurch, dass ich mir also das entsprechende Thema raussuche, woran ich arbeiten will, fahre ich mich sowieso nicht so schnell fest. Wenn ich merke, heut wirds nichts mit einer brutalen Kerkerszene, dann mach ich halt an einer anderen Stelle weiter. Dadurch, dass die Storyline so präzise ausgearbeitet ist, passen halt die Abschnitte auch hintereinander fast perfekt zusammen.
Wenn es trotzdem nicht hilft, greife ich zu meinen Spezialtrick. Irgendwo in den Tiefen meiner Festplatte, wo es niemand so leicht findet, gibt es ein "Gülle.doc". Der Name ist Programm.
Also wenn absolut nichts läuft, dann schreib ich einfach nur um des Schreibens willen in diese Datei. Und zwar alles was mir gerade in den Kopf kommt. Da stehen dann solche Sachen drin, wie:
"Mann, ist das warm hier. Draußen regnet es. Eigentlich müsste ich nur das Fenster aufmachen, aber ich bin gerade zu faul aufzustehen. Was macht Nachbars Katze denn da draußen. Eh, wieso springst du auf unser Autodach? Mist, jetzt haben wir wieder Tapsen auf der Windschutzscheibe. Irgendwann kille ich das Vieh. Oder hau es auf den Grill. Wie Katze wohl schmecken mag? Oder Hund. Mh, ich tät gern mal wieder zum Chinesen gehen!"
Ähm - ich glaub, jeder weiß jetzt, warum das Dokument "Gülle" heißt.
Was hat das für einen Sinn? Ganz einfach - dass man trotzdem schreibt. Auch wenn einem partout nichts Vernünftiges einfällt. Auf diese Weise schult ihr trotzdem Eure Schreibe und - so geht es mir jedenfalls - vielleicht holt Euch dieses Gülleschreiben aus dem Loch raus und zurück in Eure Geschichte.
Denn, dass dürft Ihr nie vergessen - in erster Linie ist Schreiben Handwerk. Ob die sogenannte "Inspiration" 1, 10 oder 49 % sind, ist Schnuppe. Es ist mehr ein Handwerk, als Kunst. Das heißt auch, dass man, wenn man es ernsthaft betreiben will, sich notfalls zwingen muß.
Ach ja, der letzte Punkt, um Schreibblockaden zu umgehen, oder damit umzugehen: Setzt Euch Termine.
Klingt jetzt wahnsinnig hochtrabend, ist aber ganz einfach.
Schaut in Genrezeitschriften oder auf Webseiten, wo es Ausschreibungen für Schreibwettbewerbe gibt. Damit Ihr einen Endetermin habt, auf den Ihr hinarbeiten könnt - und müsst. Ob Ihr die Geschichte dann am Ende wirklich einsendet ist Eure Sache. Aber setzt Euch damit unter Druck.
Unter Druck geht nämlich oft mehr, als freiwillig.
Ich beispielsweise arbeite jetzt schon auf die Veröffentlichung des 3. Teils von Dunkel über Daingistan hin. Er ist für den 1.6. 2009 angekündigt, d.h. vorher noch Druck, Lektorat, überarbeiten, etc. Also muß ich am 31.12. fertig sein, sonst wäre der Termin nicht zu halten. Also muß ich mich ranhalten...
Es hilft wirklich, sich selbst unter Druck zu setzen - wenn man schreiben will. Wenn man das natürlich nicht will, dann hat Andradir sicher Recht. Aber ich nehme an, Leute die keinen Bock auf Schreiben haben, tummeln sich nicht in einem Forum namens "Rund ums Schreiben".
DisAster
07.06.2008, 23:03
Setzt Euch Termine.
Klingt jetzt wahnsinnig hochtrabend, ist aber ganz einfach.
Schaut in Genrezeitschriften oder auf Webseiten, wo es Ausschreibungen für Schreibwettbewerbe gibt. Damit Ihr einen Endetermin habt, auf den Ihr hinarbeiten könnt - und müsst. Ob Ihr die Geschichte dann am Ende wirklich einsendet ist Eure Sache. Aber setzt Euch damit unter Druck.
Unter Druck geht nämlich oft mehr, als freiwillig.
Um mal so eine Seite zu nennen: http://www.uschtrin.de/preise_genre.html
Das ist wirklich nützlich, ich sehe mich auch da ständig nach neuen Wettbewerben um.
Ansonsten vielleicht mal diese Methode ausprobieren: http://www.fantasy-forum.net/showpost.php?p=8282&postcount=21
Ich habe dadurch auch einen monatigen Schreibkrampf besiegt. ;)
Hi liebe Fantasy-Freunde,
ich hoffe, ich krieg hier Hilfe, obwohl ich ganz neu hier bin, denn ich bin mit meinem Latein am Ende. Und zwar schreibe ich schon sehr lange an einem Fantasy-Roman, der mittlerweile an die 250 Buchseiten umfasst. Leider bleibe ich gerade stecken und hab einfach keine Idee, wie es weitergehen könnte. Ich schildere euch einfach mal die derzeitige Situation:
Zwei meiner Helden sind in eine Burg eingedrungen, um den Burgherren zu töten, weil dieser eine Gefahr darstellt. Jedoch wurden sie in eine Falle gelockt und gefangen genommen. Danach wurden sie in den Kerker gesperrt, jeder in eine mit Gitterstäben versehe Zelle. Nachdem dies geschehen ist, haben die Wachen den Kerker verlassen und halten sich in einem Wachraum in der Nähe auf. Die beiden Verbündeten sind also alleine im Kerker. Beide sind an Hand- und Fussgelenken mit schweren Ketten gefesselt. Einer davon verfügt jedoch über magische Fähigkeiten - er kann seine Haut für kurze Zeit in Stein verwandeln - und sich so von den Fesseln lösen. Jedoch sind die Gitterstäbe der Zelle zu stabil, so dass auch seine Magie nicht hilft.
Und nun komme ich nicht mehr weiter. Ich hab einfach keine Idee, wie sie aus dem Gefängnis ausbrechen können, bzw. aus der Zelle.
Mir ist bloss eine Idee eingefallen, aber die ist leider 08/15. Und zwar locken die beiden mit einem Trick die Wache an, diese öffnet die Zelle des Helden mit den magischen Fähigkeiten und wird überwältigt. Aber das ist eben so ne typische 08/15 Ausbruch-Szene, die in jedem 2. Film oder Buch vorkommt.
Habt ihr vielleicht eine gute Idee, wie es weitergehen könnte? Oder könnt ihr mir vielleicht einen Denkanstoss geben? Wäre wirklich über jede Hilfe sehr dankbar!
Liebe Grüsse,
Eure Moeru
Werwolf95
10.01.2009, 14:56
Hallo Moeru,
Deine Helden stecken wohl ziemlich in der Patsche, oder?
Wie wärs, wenn sie erst einpaar scheiternde Ausbruchsversuche unternehmen, dann in ihren Zellen hocken und sich selbst vorwürfe machen, sich eventuell miteinander verkrachen und dem anderen die schuld, dass sie gefangen sind, in die schuhe schieben(sind ja eigendlich auch nur menschen oder?). Bis sie schließlich von den Wachen abgeholt werden um sie zu verurteilen oder so.Gleichzeitig kommt vllt einer ihrer Freunde oder was weis ich und die zwei können dann doch irgendwie entkommen.
Ich weis nicht ob es passt aber ich kenn den Anfang deiner Geschichte ja nicht.Aber ich hoffe habe dir einwenig weitergeholfen.Das ganze ist mir eben spontan eingefallen, wenn ich was besseres finde werd ichs posten.;)
Antigone
10.01.2009, 15:41
Lass sie sich nicht befreien. Die beiden werden zum Tode verurteilt und zur Hinrichtung gebracht. Dort soll der erste geköpft werden, der andere (der mit der Magie) drängt sich aber vor. (da könntest du noch nen lustigen kleinen Streit am Schafott einflechten...). Dann, als das Schwert niedersaust, verwandelt er sich fugs in Stein. Die Waffe prallt ab, der Henker ist verdutzt... und den anschließenden Tumult nutzen die beiden, um zu fliehen.
lg, A.
Danke euch beiden. :)
Leider funktioniert der zweite Vorschlag nicht, weil der Burgherr ebenfalls über Magie verfügt, sogar noch eine stärkere als der Held. Und ich glaube nicht, dass sich dieser die Enthauptung entgehen lassen würde. Ergo würden die Chancen ziemlich schlecht stehen.
Die Idee mit den vergeblichen Ausbruchsversuchen hat was (um die Spannung zu steigern), nur bringt mich das auch nicht wirklich weiter.
Aber danke schon mal soweit für die Hilfe. Das Gute am Schreiben ist ja, dass es für fast alles eine Lösung gibt. *cool*
*weiter überleg*
Hallo Moeru,
herzlich Willkommen im Fantasy-Forum*winke*
Ich habe deine Anfrage mal mit dem Schreibblockaden-Thread zusammengelegt, darin findest du noch ganz viele Tipps zu deinem Problem.
Der beste ist m.E. immer noch, einfach Abstand zu gewinnen, ein paar Wochen an ganz was anderes zu denken, dann kommt die Lösung meist ganz von allein.*ja*
Lieber Moeru!
ich bin auch neu in diesem forum und habe es nur gefunden das ich eine diese verhassten schreib blockade habe. Als erstes surft man ne stunde durch i-net und langweilt sich nur da men seinem helden ja eigenlich helfen will...
erst ma ne frage sind die gitterstäbe mit magie versehen??
Wenn ja müssen die helden wohl leider auf ihre exicution warten wo ihnen vllt ja ein lange verschollerner freund (fals es einen gibt) der sich in der stadt versteckt hält die haut retten oder dein held lifert sich mit dem burgherren ein magieduell und in der hitze des gefechts tötet der 2te held dann die burgherren... wodurch sie dann die ganze burg erfeien die unter einem treue eid dem burgherren die treue bis in den tot geschworen hat... wer weis hoffentlich hilft dir das weiter. Mir is grade was für mein buch eingefallen muss weiter schreiben^^ fals de nen rubiks cube zuhause hast versuch das mal hilft echt dich abzulenken und abgelenkt fällt dir bestimmt was ein ^^
viel glück dir
@ Moeru
Weiß ja nicht, ob du schon ne Idee hast für deine zwei Helden, aber ich mal ne Frage wegen der Kerkertür:
Ist die komplett aus Metall, also so wie in modernen Gefängnissen, oder (so kenne ich das aus vielen Büchern) ist sie aus dicken Holz, oben ein Guckloch mit Eisenstreben zu gemacht?
Wenn die Tür nämlich aus Holz ist, könnte der Magier mit seiner Steinhaut einfach auf die Tür einhauen.
Ansonsten sehe ich nur die Möglichkeit eines Eingriffes von Außen (kurz ein Freund sucht Kollegen und die nehmen die Burg auseinander), ein neuer Chara der mal auftaucht, oder noch jemand wird gefangen genommen, der spezielle Fähigkeiten hat, um dann auszubrechen.
Hoffe, ich konnte deine Gedanken etwas auf Vordermann bringen, wenn du noch keine Lösung hattest;)
Für möglich gehalten hätte ich es nicht, aber irgendwann muss ich mir ja schließlich auch eingestehen, dass ich 'ne Schreibblockade habe.
Bei mir fing es eigentlich harmlos an. Ich sah im Internet nach Ausschreibungen für Anthologien und generell für Kurzgeschichten und setzte mich an die Ausarbeitung von Ideen für eben diese Ausschreibungen. Das Ende vom Lied ist jetzt - schlicht und einfach gesagt - eine Schreibblockade, wie ich sie in dieser Form noch nicht erlebt habe.
Gut, dass man mal überhaupt nicht schreiben kann ist mir schon mehrmals passiert, aber es war noch nie wie jetzt. Kurzgeschichten fließen mir aus den Fingern wie Honig und gefallen mir meistens auch, aber wenn ich versuche, auch nur ein Wort bei meinen Romanansätzen zu ergänzen, kriege ich buchstäblich Kotzreize und würde am Liebsten die ganzen Projekte über den Haufen werfen.
Das Komische daran ist, dass es einfach nicht geht. Schreiben ist überhaupt kein Problem, Aufsätze für die Schule, Kurzgeschichten, Interpretationen und Inhaltsangaben in jedweder Sprache gehen so von der Feder, nur längere Texte wollen und wollen partout nicht.
Inner Lektor? Ich weiß es nicht. Natürlich bin ich kritischer geworden, vor allem durch das Betalesen/Korrigieren von Geschichten, aber mein Problem ist nicht, dass ich mein Geschriebenes schlecht finde, sondern dass ich mich einfach nicht dazu bringen kann, mehr als einen Satz hinzuschreiben. Und wenn ich es doch mache, sind da solche unausprechlichen Fehler drin, von Kommasetzung über Grammatik- und Logikfehler, etc. etc.
Das ärgert mich. Ich will ja endlich mal fertig werden, auch wenn das noch einige Schritte entfernt ist.
Aber ich weiß mir nicht zu Helfen. Habt ihr eventuell Tipps?
Das kenne ich auch - insbesondere die im ersten Thema beschriebene Situation mit dem "Mittelteil", der einfach nicht will.
Normalerweise schreibe ich dann einfach was anderes weiter und lasse das alte liegen. Entweder bleibt es dann ein Fragment (ich produziere ziemlich viel davon) oder ich schreibe später weiter.
Das beste Mittel sind immer noch Termine, z.B. der Einsendeschluss für eine Anthologieausschreibung. Da bleibe ich halt so lange sitzen, bis was weitergegangen ist.
Das Problem ist, dass ich eigentlich sehr gut weiß, was ich schreiben will, es aber immer nie ganz greifbar wird. Ein paar Mal konnte ich es aber durch die Änderung der Erzählperspektive (ich tue mir mit der Ich-Form einfach leichter) überwinden.
Andererseits müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Ich kann z.B. überhaupt nicht schreiben, wenn mir jemand dabei zusieht oder zusehen könnte (wenn jemand ein paar Mal vorbeigeht und ins Zimmer schaut, reicht das schon und es ist aus.) Dabei stört es mich eigentlich weniger, dass jemand weiß, was ich schreibe, die Angst (und durchaus eine begründete!) ist einfach die, dass einen jemand drauf anspricht. Und ich will auch mal rumexperimentieren, einen Platzhalter lassen usw. und hasse es, solcherlei Dinge zu diskutieren.
Das andere ist, wenn ich weiß, ich muss nach einer bestimmten Zeit abbrechen, dann kann ich mich gar nicht aufs Schreiben konzentrieren.
Also bei mir ist der erste Schritt, für eine gute Atmosphäre zu sorgen und dann erst ran an den Text.
Cullabay
04.02.2009, 11:51
Ich weiß nicht, ob ich mich hier überhaupt beteiligen darf. Da ich mich im Gegensatz zu Euch nicht als Hobby-Autorin sehe und auch noch nie versucht habe einen Roman zu schreiben. (Naja abgesehen von einem unsäglichen Versuch mit etwa 11 oder 12 Jahren, der schnell gescheitert ist). Ich habe bisher ausschließlich Gedichte geschrieben. Und meine Erfahrung hier ist: ohne Inspiration geht gar nichts. Der Wille allein macht leider kein Gedicht. Vielleicht gerade noch ein paar Zeilen für den 70. Geburtstag der Tante - aber als Lyrik kann man das beim besten Willen nicht bezeichnen.
Bei den Gedichten, denen ich auch nach eineiger Zeit noch einen gewissen Wert beimesse sind die Worte im Prinzip von selbst angeflogen. Ich weiß auch nicht, aber in der richtigen Stimmung mit den richtigen Gefühlen sind sie plötzlich einfach da, zumindest in der Grobfassung. Danach kann es zwar sein, dass ich noch ein bisschen hin und her feile aber meist nichts größeres mehr.
Fehlt die Stimmung kann ich mich auf den Kopf stellen, mir fällt nichts ein.
Bei einem Roman ist das natürlich wesentlich frustrierender, man will ja einfach weiterkommen.
Ich denke etwas Abstand, in dem man sich Inspirationen von außen holt kann da helfen. Kommt die Inspiration jedoch über eine lange Zeit nicht wieder, muss man sich vielleicht auch mal eingestehen, dass die Geschichte in dieser Form nicht funktioniert.
Airoswen
24.02.2009, 18:50
Wenn ich mal wirklich eine Schreibblockade habe, dann surfe ich auf die Webseite von Andreas Eschbach und klicke mich durch seine Schreibtipps. Dann kribbelt es noch mal selben Tag in meinen Fingern. :D
Oder ich blättere mal wieder in meinen Büchern über Schreibtipps (Frey, Sol Stein) und schon habe ich wieder zig Ideen. Und ich erinnere mich an: Wenn Ihre Figuren mal feststecken, lassen sie sie genau das Gegenteil dessen tun, was sie "normalerweise" tun würden.
engelchen
11.04.2009, 18:27
Vielleich sollte ich das wirklich mal machen, der Vorschlag klingt nämlich ziemlich gut. Im Moment hab ich auch so eine ätzene Blockade, die verhindert, dass ich mich überhaupt dransetzt und mal anfange. Denn ich weiß genau, dass ich dann da sitzen werde und mich frage "So und jetzt?"
Ich habe momentan auch so eine Art Schreibblockade. Das ist im Grunde gar kein inhaltliches Problem; ich bin mit meinem Fantasy-Roman im letzten Kapitel angelangt, ich weiß genau, wie alles endet, das Kapitel ist durchstrukturiert und trotzdem komme ich nicht recht voran, ausgrechnet jetzt, auf der "Zielgeraden"!
Ich glaube, mir graut einfach vor dem "Danach": Alles noch diverse Male überarbeiten (ca. 240 DIN-A-Seiten!), kürzen, Verlagsprofile recherchieren, dann die Kontaktaufnahme mit Verlagen... *umfall*
Aber dieser dornig-steinige Weg gehört ja dazu...
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, das Buch (bzw. die "erste Endfassung") noch in diesem Jahr zu beenden und darum jeden Tag mindestens drei Sätze zu schreiben.
Das funktioniert wirklich gut. Manchmal bin ich beim Schreiben zwar mit den "Sätzen des Tages" unzufrieden, aber wenn ich am nächsten Tag wieder an dem Text arbeite, ist mir meistens etwas eingefallen, was besser ist und aus den "mindestens drei Sätzen" wird auch mal ein ganzer Absatz. So geht es dann doch voran, langsam, aber stetig.
Ja, vor dem überarbeiten graut es mir auch schon. Ich habe ja schon zwei von drei Teilen komplett fertig. Den Epilog des zweiten Teils habe ich erst vor wenigen Tagen fertig gestellt.
Deine Schreibblockade hatte ich auch. Ich hatte die Zielgeraden vor Augen, aber mir gefiel die ganze Situation der Characktere nicht.
Ich musste zu guter letzt einen Teil weg lassen, damit ich überhaupt die Ziellinie erreiche.
Was sicher nicht hilft, sich selbst dazu anzutreiben. Wenn es mal einen Tag überhaupt nicht geht, dann lass die ganze Sache ein Weilchen liegen.
Aus eigener Erfahrung helfen mir Filme um Schreibblockaden zu lösen. Meistens Fantasy-Filme, weil ich in dem Genre auch schreibe.
Manchmal hilft mir auch die passende Musik, einfach um den Geist wieder frei zu bekommen, oder Inspiration zu bekommen, weil bei Soundtracks fängt dann das Kopfkino an :D
Meist habe ich aber Schreibblockaden, wenn ich an der Geschichte selber zweifel und sie doof finde. Aber das dies nicht ist, muss ich mir manchmal immer wieder selber ins Gewissen reden, weil es wirklich viele Szenen gibt, auf die ich sogar stolz bin und dann lese ich diese durch und fang innerlich an zu schwärmen*freu*
Was sicher nicht hilft, sich selbst dazu anzutreiben. Wenn es mal einen Tag überhaupt nicht geht, dann lass die ganze Sache ein Weilchen liegen.
Aus eigener Erfahrung helfen mir Filme um Schreibblockaden zu lösen. Meistens Fantasy-Filme, weil ich in dem Genre auch schreibe.
Hallo Heryst, danke für deine Antwort! :) Ich muss sagen, das mit dem mich-selbst-zum-Weiterschreiben-antreiben funktioniert aber wirklich ganz gut!
Filme helfen mir zum Beispiel gar nicht weiter, die blockieren mich eher. Ich bin generell kein großer Film-Fan.
Manchmal hilft mir auch die passende Musik, einfach um den Geist wieder frei zu bekommen, oder Inspiration zu bekommen,
Geht mir ganz genau so! Bestimmte Musikstücke und schon sprudelt die Inspiration wie wild!
weil es wirklich viele Szenen gibt, auf die ich sogar stolz bin und dann lese ich diese durch und fang innerlich an zu schwärmen*freu*
*ja* Wenn ich beim Schreiben nicht recht weiterkomme, lese ich manchmal auch ein paar frühere Kapitel und schon läuft's wieder. Ich merke dann, dass meine Figuren - wie soll ich sagen - "funktionieren" (???), weil ich plötzlich mit absoluter Sicherheit weiß, was diese oder jene Figur in der aktuellen Situation sagt / tut / denkt / fühlt, obwohl ich zehn Sekunden zuvor noch völlig ratlos war. Dann kommt diese Idee und ich denke "Ja natürlich! Anders geht es ja gar nicht!" (Ich werte das mal als gutes Zeichen)
Koboldkind
21.11.2009, 00:05
Oh, das hört sich hier an, als ob ihr schon tiefgreifende Erfahrungen damit gemacht habt. Meine "Schreibblokade" bezieht sich bei mir bisher nur auf die Fahne "Unlust" und "Nicht-genug-weitergedacht". So bin ich jetzt bei einem Charakter, dessen Perspektive natürlich anders ist als die vorherige. Nur wie sieht diese Perspektive aus? Verdammt, ich mach mir das auch immer wieder zu schwer *kopf auf Tisch knallt*
Was dabei hilft? Musik dann, wenn sie unauffällig im Hintergrund ist. Als Inspiration nutze ich sie nur beim Laufen. Eigentlich suche ich dann gezielt nach Ideen, die ich irgendwo aufgeschrieben habe, nach fertigen Texten, nach Anregungen von Beiträgen, Sachen, bei denen ich einfach Lust bekomme, bei denen es wieder in den Fingern kribbelt. Dann die betreffenden Notizen nochmal angeguckt und geschrieben, und wenn es nicht der eigentliche Text ist, dann zumindest die Notizen.
Leider bin ich mit meiner Geschichte an einem Punkt angelangt, an dem mir Inspiration irgendwie nicht weiterhilft.
Denn mein Problem ist nicht die Handlung (die steht zum Großteil schon fest, nur kleine, etwas Spannung erzeugende aber unwichtige Ereigniss können hinzukommen), das Problem sind die Charaktere.
Mit Hauptcharakteren habe ich kein Problem, Ideen für eine Handlung habe ich mehr, als ich Geschichten in meinem Leben schreiben kann...
Nur diese verflixten Nebenpersonen regen micht auf...!
Vor einiger Zeit habe ich eigentlich sehr fleißig an meiner Geschichte geschrieben und meine Charaktere zu dem Punkt transportiert, an dem die Geschichte erst richtig losgeht: In die Gilde der Magier.
Aber ich musste feststellen, dass ich mir über die Gilde nur wenige Gedanken gemacht hatte... und die dortigen Personen kaum beachtet.
Erst einmal schrieb ich an anderen Handlungssträngen weiter und verbesserte das zuvor Geschriebene. Doch dann musste ich mir eingestehen, dass ich feststecke.
Denn ich brauche so ungefähr zehn ausgearbeitete Personen... und noch einige ganz am Rande, die zwischendurch mal was sagen oder einem über den Weg laufen. Und gerade mit diesen Personen tue ich mir entsetzlich schwer.-
Nun ist es mir immerhin gelungen, mir doch noch einiges einfallen zu lassen.
Aber noch immer kenne ich zu wenig, um weiter schreiben zu können.
Also ich geh es immer so an:
- sobald ich ideen habe schreibe ich alles auf egal wa und worum es geht, etc. einfach alles notieren
- später, wenn ich was schreiben will, aber mal irgendwie keine einfälle habe, krame ich alles raus und suche mir das beste aus, manchmal verbinde ich 2-3 geschichten gleich mit einem mal und manchmal sprudeln dann auch wieder ideen
- wenn ich dann aber mal wirklich nicht weiter komme, dann leg ich dies einfach zur seite und mach was anderes oder etwas neues (eine neue geschichte meine ich), ich nagele mich nicht an eine stelle fest
- irgendwann schau ich mir das material wieder an und überarbeite das ganze und meist klingt es dann besser als zuvor.
Meiner Meinung nach, ist es gut, ab und zu mal Pausen zu machen, wenn es wirklich nciht mehr weiter geht, aber wenn ich tausend ideen habe, dann sammel ich alles. Ordnen kann man ja später immer noch, denn: was man hat, kann man einbauen, ordnen, etwas neues schaffen..., hat man jedoch nichts, dann kann man natürlich daraus auch nichts machen, so hart wie es klingt :(
Deshalb: immer etwas zu schreiben dabei haben! :)
grüße
@ Bardin
Eine Idee, um deinen Gedanken eine neue Richtung zu geben. Erst einmal nicht weiter schreiben, es auch nicht versuchen.
Viele schreiben aus der Sicht der wichtigen Personen, also dem Helden, oder dem bösen Obermotz.
Mir ist bei meinem neuen Projekt aufgefallen, dass es auch helfen kann, die Perspektive komplett zu ändern. In deinem Fall geht es um eine Magiergilde.
Da du dir scheinbar sehr wenig Gedanken über die Gilde gemacht hast, solltest du dich darum kümmern.
Soll heißen, dass du einfach, nur um deine Gedanken wieder Luft zu verschaffen, die Geschichte der Gilde aufschreibst. Wer hat sie gegründet? Wann wurde sie gegründet? Warum da, wo sie ist?
Gab es mal einen Krieg und die Magiergilde war darin verstrickt?
Was für Leute könnten in dieser Gilde herum laufen? Der fleißige Professor wirst du nämlich genauso antreffen, wie den faulen Bibliothekar oder der ständig scherzenden Heilmagierin, die eine Vorliebe hat, ihren Ex-Freund mit irgendwelchen Warzen zu ärgern :D
Löse den Blick und schwebe wie ein Geist durch die Gildengebäude und du wirst sicher Dinge entdecken, die keiner der dort Anwesenden vorher gesehen hat. Du bist schließlich der Schreiber der Geschichte, im Prinzip bist du Gott :D
Na, Scherz beiseite, aber ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Musik kann auch helfen, oder Herr der Ringe auf DVD gucken, hilft bei mir auch manchmal *gg*
Danke für die Tipps ^^
Tatsache ist aber, dass ich wirklich seit einigen Monaten nicht mehr weiterschreibe. Ich bin an einem Autorenforum angemeldet, habe dort mal in der kleinen, von mir gegründeten Gruppe um Ideen gebeten - meistens reichen bei mir ein paar kleine Ideen von außen, um mich in Fahrt zu bringen.
Die GESCHICHTE der Gilde kenne ich übrigens recht gut. Mein Land hat nämlich eine Geschichte der Magie, die für das Buch selber sehr, sehr wichitg ist. Und darin ist die Gilde natürlich auch verwickelt.
Diese Geschichte liegt allerdings ca 1000 Jahre zurück - ich werde mir also deinen Tipp insofern zu Herzenb nehmen, als dass ich mir mal überlegen werde, was so danach passiert sein könnte...
An den Ansatz habe ich noch gar nicht gedacht.
Und noch was: Mach dir keine Sorgen, dass ich nur aus der Sicht "des" Helden schreiben werde - meine Sorge ist eher, dass ich aus der Perpektive von zu vielen schreibe :-/
Ich habe zwar eine eindeutige Heldin, aber die wird erst so nach der Hälfte des Buches wichtig. Zu anfang lernt der Leser v.a. die Zwillinge kennen - sie sind die einzige, die der Leser wirklich von Anfang bis Ende des Buches kennt ^^
Und daneben gibt es noch so einige weitere.
Koboldkind
02.12.2009, 21:38
Wenn es um das kennenlernen einer unbekannten Ecke auf der Karte geht, habe ich mal einen Tipp ausprobiert, dabei habe ich die neue Assassinenschule bei mir kennen gelernt. Dieser Tipp heißt:
Ein Tag im Leben von ...
Ich kannte genau einen Chara, der in der Schule arbeitet, und seine Chefin und eine befreundete Gärtnerin(welche bisher noch nicht aufgetaucht ist, aber die Gärtner nehmen viel Bedeutung ein). Dann hab ich seinen Tag irgendwo vor den Geschichtsrelevanten Ereignissen gesetzt(um genau zu sein, einen Tag vorher ^^") und mal loslaufen lassen. Ich kannte den Klang der Namen der Assassinen(sind dort Ausländer) und der Einheimischen, und wusste ungefähr, wie die Assassinen in ihrer Heimat organisiert waren. Der Rest ist eine reine Dokumentation, die sich sogar noch etwas in die eigenltiche Geschichte einbauen lässt ^^
Bergtatt
11.01.2010, 21:43
Ja, Blockaden sind das absolute Grauen. Ich kenne sie zur Genüge. Mein erster schreiberischer Versuch endete deshalb bereits nach 14 Seiten.
Bei meinem letzten Romanversuche war es besonders grauenhaft. Die Geschichte war in 5 Teile unterteilt, ich befand mich am Anfang des vierten, als ich bemerkte, dass die Teile immer kürzer wurden. Außerdem hatte ich nur einen Handlungsstrang, der mich langsam, aber sicher nervte, und rückblickend fielen mir reihenweise Unzulänglichkeiten an der Story auf. Ich zerbiss eine Tastatur und schrieb nie mehr weiter.
Naja, aus Fehlern wird man klug, darum habe ich den aktuellen Roman anders konzipiert. Ich habe zwei Haupthandlungsstränge und einige Kapitel aus den Perspektiven anderer Personen eingebaut. Wenn ich also keine Lust mehr auf eine der Handlungen habe, schreibe ich die andere weiter oder versuche es mit einer Überarbeitung der älteren Kapitel.
Ansonsten kann ich raten: Wenn es gar nicht mehr geht, ihr aber an der gleichen Story weiterarbeiten wollt, dann schreibt eine kleine Geschichte mit den Charakteren als Fingerübung, um mehr Gespür zu bekommen und die Personen kennenzulernen. Oder denkt euch Details der Welt aus, die ihr später einbringt, oder eine Geschichte, die ein Charakter später am Lagerfeuer erzählt.
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