Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fiktive Sprachen
Tolkien hat es vorgemacht, viele haben es nachgemacht: Die Entwicklung einer Kunstsprache.
In vielen Fantasyromanen sind verschiedene Sprachen von großer Bedeutung. Manchmal nur, um Fremde von Freunden zu unterscheiden, manchmal sind sie Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Mal erfindet der Autor nur einzelne Schlagwörter und mal gibt es sogar Lehrbücher für die Erlernung einer fiktiven Sprache.
Mich würde interessieren: Welche Kunstsprachen kennt ihr?
Ist hier jemand des Elbischen mächtig? Oder hat einer von euch sich die Mühe gemacht, Klingonisch zu lernen? (Ja, ich weiß, das ist Science Fiction!)
Oder konstruiert gar jemand selbst gerne Grammatik und Vokabular?
Lasst es uns wissen! Und vor allem: Gebt uns Beispiele der Sprachen!
Ich werde mich auch noch äußern - will aber erstmal euch das Feld überlassen.
Mae Govannen
... ist leider noch etwa das einzige das ich weiss aus dem Sindarin von Tolkien.
Und doch hatte ich mir immer vorgenommen es ganz zu lernen, nur leider ist es dann schweierig es zu behalten wenn man niemanden zum plaudern hat. Besonders bei meinem Super genialen Gedächtnis -.- hehe
Klingonisch. Da fällt mir nur ein Film ein den ich kürzlich gesehen hab.
Naja kurz. Ein Junge der quasi nie redet im ganzen Film. Nur gegen Ende sagt er was und dann stellt sich raus es ist Klingonisch.. hehe. ok fertig offtopic ò.ó
also können tu ich bisher keine und kennen nur diese zwei genannten... Aber mit Schweizerdeutsch, Deutsch, Franz und Englisch bring ich auch kaum mehr in mein kopf rein *g*
Ich sehe einfach nicht viel Sinn darin, mit dem Erlernen einer fiktiven Sprache wertvolle Zeit zu vergeuden und mein Hirn zu belasten ;)
Ein paar Brocken Elbisch und Klingonisch genügen vollauf, um Eindruck zu schinden.
Aber ansonsten widme ich mich lieber Sprachen, mit denen ich zumindest im Urlaub was anfangen kann *cool*
SargAsmus
28.05.2008, 19:46
Nejira
Mich würde interessieren: Welche Kunstsprachen kennt ihr?
also, im eragon-zyklus spielt ja die "alte sprache" eine zentrale rolle, die gewissermassen das elementare wesen einer sache oder person beschreibt. kennst du das elementare wort, kannst du das benannte kontrollieren und verändern.
im internet habe ich dazu sogar ein wörterbuch gefunden, viel spass beim lernen:
http://www.iphpbb.com/foren-archiv/19/1201600/1201240/alte-sprache-selbstgemachtes-woerterbuch-17642107-26484-828.html
Ha, wieso sollte ich mir denn die Mühe machen, die Sprache aus Eragon zu erlernen? So wie ich das mitbekommen habe, ist ein Großteil doch ohnehin aus dem Erdsee-Zylkus und von Tolkien geklaut. Außerdem hört die Sprache sich nicht einmal schön an. Zu viele Konsonanten, dabei soll die Sprache doch weich klingen. O_o
Brisingr beispielsweise, heißt Feuer. Das ist (neben anderen) ein wirkliches Ärgernis beim Lesen für mich gewesen. Der ein oder andere Vokal hätte nicht geschadet.
Ansonsten halte ich es wie Hathor. Wenn Leute eine fiktive Sprache erlernen, erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz. Das ist doch noch unnützer als Latein. Denn bei Latein basieren viele Sprachen zumindest noch darauf, bei einer fiktiven Sprache gibt es ja nicht einmal das.
Allerdings trägt so eine ausgedachte Sprache schon zur Verdichtung der Atmosphäre eines Buches bei. Vor allem, wenn es eine durchdachte Sprache mit funktionierender Grammatik ist. (Das Paradebeispiel: Herr der Ringe ;)) Autoren, die sich diese Mühe machen, haben meinen Respekt. *ja*
John Doe
28.05.2008, 21:55
Allerdings trägt so eine ausgedachte Sprache schon zur Verdichtung der Atmosphäre eines Buches bei. Vor allem, wenn es eine durchdachte Sprache mit funktionierender Grammatik ist. (Das Paradebeispiel: Herr der Ringe ;)) Autoren, die sich diese Mühe machen, haben meinen Respekt. *ja*
Es heisst ja oft, Tolkien hätte seine Welt hauptsächlich aus dem Grund erschaffen, seinen Elbensprachen "Boden unter den Füssen zu geben". Das halte ich für ziemlich übertrieben, aber ich denke, die Entwicklung von Sindarin/Quenya war ein ebenso großes "Hobby" wie die Erfindung seiner Geschichten.
Vortroth
03.06.2008, 11:20
In meinem Roman "Moorgard" gibts natürlich auch ne eigene Sprache^^: Moorgardianisch!
Allerdings ist es nicht eine ganze Sprache, sondern ich habe einfach ein paar Wörter erfunden. Im ganzen Roman kommt die Sprache eigentlich nicht oft vor, es sind etwa 10 - 12 Sätze. Um euch nen Einblick zu geben, hier ein paar Beispiele:
"O Niadara, vel var ethern vanth an ethern varth cal" (Oh Erwürdiger, der du immer warst und immer sein wirst)
"Porcis ri" (Öffne dich)
usw.
Finde die Sprache noch cool, sie beinhaltet viel "V", "C" und "R", wobei das "R" gerollt ausgesprochen wird.
ich mache mir auch nicht die mühe, elbisch oder die alte sprache aus eragon zu lernen, erwarte es aber auch von niemandem. solange die übersetzungen hinten im buch drinstehen, soll's mir recht sein xD
und ja, auch in meinem "romanversuch" kommt eine sprache vor, nämlich die der zwerge.
diese ist bei mir eine sehr, sehr weiche sprache und beinhaltete eigentlich nur die wörter, die zwerge meist benutzen. dumm sind sie nicht, doch ihre schriften verfassen sie in der hochsprache, sprich der sprache, die alle wesen dort sprechen/können.
allerdings sprechen sie meist nur durch nomen und verben.
ich weiß noch cniht, ob ich diese sprache einbauen werde, aber mir macht es einfach ungeheuren spaß, wörter zu erfinden (wobei ich mich teilweise ans finnische anlehne)
sprechen kann ich sie selbst noch nicht hihi
Tolkien hat seine fiktiven Sprachen ja nicht aus der Luft gegriffen, sondern sie an real existierende Sprachen angelehnt (Altenglisch, Germanisch ...). Er konnte so etwas ja auch, schließlich war er Professor für Mediävistik. :D
Ein Kuriosum, das im Buchhandel erhältlich ist, ist sicher die Übersetzung von Shakespeares Hamlet ins Klingonische. Das gibt es wirklich.
Allerdings existieren ja auch in unserer Realität fiktive Sprachen, nämlich Esperanto. Ob es noch mehr gibt, weiß ich leider nicht.
:)
RickyLee
11.06.2008, 19:44
Ans eigene Sprachen erfinden hab ich auch schon gedacht, war mir aber dann doch zu aufwenig und sowieso gibt es schon so viele Sprachen...
Ich "kann" Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und ein paar Brocken Japanisch, da muss ich mir nicht noch selbst ne neue Sprache eindrücken, hehe ^^
Aber ich liebe Codes und Geheimschriften! Das geht von simplen Buchstabe 1 bedeutet Zeichen 1 usw. zu richtig schwer entzifferbaren Codes, die ohne Schlüssel sehr sehr schwer lösbar sind.
Und regelmäßig feile ich an meiner Vereinfachung-des-Alphabets-Codierung herum. Macht Spaß und ist herrlich unkompliziert zu schreiben und zu lesen... nur leider kanns keiner außer mir. Aber ich mach das eh nur aus Langeweile ^^
Auf einen bin ich besonders stolz, da auch Zahlen darin vorkommen, die bestimmte Buchstaben bedeutet, es jedoch auch Zahlen gibt, die KEINE Buchstabenbedeutung haben und wahllos dazwischen hinein geschrieben werden können... richtig schön fies ^^
Allerdings sehr kompliziert bei der Auflösung und der Verschlüsselung, für den "Alltagsgebrauch" unpraktisch und wann lohnt es sich schon mal, etwas zu verschlüsseln?
Ansonsten habe ich mir 3-4 vierte Klasse folgenden Halb-Code ausgedacht:
A wird zu E
E wird zu I
I wird zu U
U wird zu O
und O wieder zu A
L und K werden jeweils vertauscht
N und G werden jeweils vertauscht
D und J werden jeweils vertauscht
Alle restlichen Buchstaben bleiben gleich. Hat den Vorteil, dass das Buchstabenmischmasch nicht für jeden uneingeweihten zu durchschauen ist, man sich aber trotzdem, sobald man sich daran gewöhnt hat, mit anderen so unterhalten kann :)
Also zum Beispiel:
Die Wiese ist wunderbar grün.
Jui Wuisi ust wogdarber nrüg.
Sowas kann ich nur nicht in Geschichten mit einbauen...
ExLibris
12.06.2008, 08:55
Für Codes und Kryptologie kann ich mich auch begeistern! Gibt dazu ein gutes Buch von Simon Singh "Codes - Die Kunst der Verschlüsselung", eine leicht verständliche Einführung in Verschlüsselung wie Caesar oder Vigenère. Es gibt auch einige Beispiele, an denen man die Entschlüsselung versuchen kann.
Zum Thema fiktive Sprachen fällt mir noch eine Erfindung ein, die uns als Kinder ziemlichen Spaß gemacht hat: Die B-Sprache! :D
Nabach jebedebem Vobokabal eibein be-be sebetzeben ubund deben Vobokabal wiebiedeberhoboleben.
Pantalaimon
26.06.2008, 15:42
Ich finde fiktive Sprachen ehrlich gesagt eher nervig als spannend.
Seit dem Herr der Ringe Hype meint jeder dritte Fantasy-Autor sein Werk mit irgendwelchen neu erfundenen Wörtern bestücken zu müssen.
Was ein Quatsch.
Und am besten noch ein Glossar am Ende, damit man im Lesefluss gestört wird und immer rumblättern muss.
Ich gebe zu, im Film fand ich die elbische Sprache sehr schön. Es klang einfach gut. Und Tolkien hat sein Elbisch auch weit ausgebaut. Es zu lernen fänd ich zwar ganz nett, aber erst wenn ich all die anderen Sprachen wie Gälisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch, etc. und all die Instrumente wie Dudelsack, Querflöte, Violine, Kontrabass und Harfe, etc. und all die naturwissenschaftlichen Bereiche wie Physik, Chemie, Biologie, Biochemie, etc. gelernt hab.
Es gibt doch so viel Spannendes zu lernen was wirklich nützlich ist, wieso mit sowas wirklich Unnötigem wie einer fiktiven Sprache seine Zeit verschwenden??
Eine ehemalige Bekannte von mir hat mal als Abschlussarbeit eines Linguistik/Philologie-Studiums (aber fragt mich jetzt nicht welches) eine Romulanische Sprache entworfen... Aber das ist lange her, sie wollte sie eigentlich irgendwo publizieren, aber ich habe keine Ahnung was daraus geworden ist, ich werde mal recherchieren gehen...
Ich finde fiktive Sprachen eigentlich als Stilmittel ganz interessant, wenn ein fremdes Volk irgendwo auftaucht wundert es mich immer daß zufällig alle die gleiche Sprache sprechen, aber übertreiben sollte man den Einsatz nicht, es muß kein Kult um die Sprache im Buch/Film entstehen.
neoxinnia
03.07.2008, 20:53
Ich habe nicht vor irgendeine von diesen Sprachen zu lernen...zum Einen, weil ich sowieso mit niemandem in dieser Sprache reden kann, zum Anderen, weil es mir, glaub ich, zu anstrengend wäre.
Ich habe mich bisher von fiktiven Sprachen in meinem "Romanversuchen" ferngehalten.
Eragon wurde hier schon einige Male erwähnt, wenn ich mich recht erinnere und ich muss zugeben, dass mich die Sprache in diese Buch mehr als genervt hat. Das ganze zurückblättern war .... anstrengend.
Aber es kommt auch ganz darauf an, wie die Sprachen in dem Buch präsentiert werden. Also Eragon ist, meiner Meinung nach, ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen soll. ^^
Die einzig guten Beispiele, die mir einfallen ist eben Herr der Ringe, wobei ich das Buch noch immer nicht ganz durch habe und die Raphsody Saga (ich glaube mich daran zu erinnern, dass auch da eine fiktive Sprache vorgekommen ist...)
Ach, und wenn in einem meiner "Romanversuchen" eine fiktive Sprache vorkommt, dann nur einzelne Wörter, die vielleich ein, zweimal vorkommen, oder nur wenige, damit sie dem Leser geläufig werden...
ist genauso wie mit den Personen...
man sollte den Leser nicht überfordern...
Fluche in der jeweilig neuen Sprache sind immer gern genommen, oder einzelne Ausdrücke, die, vorausgesetzt, man unterhält sich in einer gemeinsamen Sprache, nicht übersetzt werden, und de dazu dienen dem Leser zu zeigen, daß es sich um unterschiedliche handelt.
Aber wenn man zum lesen des Romans ein Wörterbuch braucht wird's ärgerlich.
Herr der Ringe war da auch manchmal schon anstrengend, aber trotz allem noch sehr zu geniessen. Eragon kenn ich nicht, kann ich also nicht vergleichen.
Lythande
06.09.2008, 19:08
Hallo ihr,
zum Thema fiktive Sprachen kann ich sagen, dass mir Eragon gut gefallen hat, da die Sprache sich ans altnorwegische lehnt und dem Erlernen der Magie für Eragon mehr Charakter verleiht, denn was ist Magie, wenn nicht das Verändern der Wirklichkeit mit Worten?
In meinem Roman, an dem ich noch schreibe, gibt es auch eine Sprache eines verfeindeten Reiches, doch habe ich mir nur Wörter ausgedacht und es sollte letzendlich einfach rüberkommen: "Hier herrscht ein anderes Volk und das spricht eben eine andere Sprache." Ich gebe zu, dass fiktivbe Sprachen etwas für Liebaber derselben ist, ist jedoch ganz nett, wenn es in einem guten Fantasyschinken auftaucht.
Besonders, wenn man mit magischen Aktivitäten und Magiern überhaupt arbeitet, ist eine andere Sprache doch eine feine Sache.
Lythande
Also ich finde Selbsterfundene Sprachen nicht sehr toll. Ich lerne im RL schon zwei Fremdsprachen und für die zweite hab ich nicht wirklich viel Talent...
Von daher würde ich mich wohl auch bei fiktiven Sprachen schwer tun.
Was ich aber gut finde, sind verschlüsselte schriftzeichen. Ich habe selbst schon mal welche gemacht und kann sie heute noch mühelos schreiben und lesen. (man nehme das alphabet und erfinde für jeden Buchstaben ein neues Zeichen)
Lg
Verräter
06.09.2008, 19:59
denn was ist Magie, wenn nicht das Verändern der Wirklichkeit mit Worten?
Nun, so einfach kann man das nicht sagen. Zum einen möchte ich einmal behaupten, dass sich um dieses Thema in den meisten (von mir gelesenen) Geschichten zu wenig behandelt wird. Dort existiert sie einfach, jeder Magier muss furchtbar viel fuchteln und nutzloses Zeug aussprechen, und dann passiert plötzlich etwas. Wie dem auch sei, vielleicht schaust du ja einmal im "Magiesysteme" Thread vorbei, dort sind einige Varianten aufgeführt, wie "Magie" aussehen könnte und keineswegs spielt da Sprache jedes mal eine Rolle. ;-)
Bei dieser Gelegenheit fällt mir auf, dass ich n och nie etwas zu diesem Thread geschrieben habe. o.O Hmm... liegt wohl daran, dass bereits alles gesagt wurde. Aber ich bin mir sicher irgendwo das Thema Sprachen schon einmal erwähnt zu haben *grübelnachdenk*
Na, wie dem auch sei. Ich bin nicht sonderlich von selbst erdachten Sprachen begeistert. Meist bleibt es bei hohlem Geschwätz ohne jeglichen Sinn und Verstand, nur damit es sich eben "schön anhört" und man beinahe denken könnte dass sich der Autor "etwas dabei gedacht hat". Was aber vollends fertige Sprachen betrifft, wie beispielsweise Tolkiens Sprache oder Klingonisch - davor habe ich großen Respekt, würde es selbst aber niemals anfangen wollen zu lernen. Vorher würde ich die Sprachen lernen wollen, die man auch wirklich spricht und selbst darin scheitere ich.
Wobei es bei den Sprachen wieder den einen Grundsatz gibt: Wenn's passt, ist alles erlaubt.
Lythande
06.09.2008, 20:48
Hallo Verräter,
ich habe im Magiesysteme-Thread reingeschaut und fand den ganz interessant, doch ich glaube, ich muss meine Ausführungen und Hintergründe zu meinem Ausspruch noch ergänzen.
Zum Einen befasse ich mich schon sehr lange mit wirklicher Magie, soweit man das sagen kann und da kommt es sowieso nicht auf Worte an, sondern auf die Einstellung und die Handhabung des Lebens selbst und die weiterentwicklung des eigenen Geistes. Es wird in den verschiedenen Mythologien auch von einem schöpferischen Wort berichtet, vielleicht kommt die ganze Sache mit den "Zaubersprüchen" grundlegend aus dieser Tatsache.
Das ist hier zwar off topic, aber damit es besser verständlich ist, bin ich drauf eingegangen.
Zur Magie in der Fantasyliteratur und den Sprachen: Eigentlich ist es doch letztendlich ausschlaggebend, wie der Leser/die Leserin das Buch findet und wenn eine erfundene Sprache authentisch wirkt, dann spielt es überhaupt keine Rolle, ob sie grammatikalisch oder sonst wie korrekt ist. Man kann sie verwenden, um einen Roman wirklicher rüberkommen zu lassen, braucht es jedoch nicht zwingend tun.
Lythande
Ich gebe Verräter recht. Aber wer´s mag...
So viel halte ich nicht von fiktiven Sprachen in Fantasyromanen.
Bei Eragon zum Beispiel bin ich an manchen Stellen ziemlich wütend geworden, weil ich bei jedem fünften Satz auf den letzten Seiten nachschlagen musste.
Ich musste mich wirklich bemühen, diese Bücher nicht sofort in die nächstbeste Ecke zu schleudern. :D
So viel dazu...
Scheunentor
07.09.2008, 05:40
Hmm, ich würd mich jetzt warscheinlich auch nicht ohne bestimmten Grund mit einer fiktiven Sprache auseinandersetzen, besser gesagt sie erlernen. Es ist jedoch so das im Live-Rollenspiel fiktive Sprachen schon wahnsinnig viel Atmosphäre schaffen können. Ich weiß von einer Ork-Sprache, kann euch aber leider keine Infos geben, weil die ihre Sprache hüten wie ihren Augapfel (heißt, nur Orklager-mitglieder bekommen die Infos). Bei unserer LARP-Gruppe hat sich ne üble Mischung aus tiefem Hinterwäldler bayerisch und einigen selbst erfunden Lauten und Worten mit der Zeit entwickelt die man wirklich nur schwer verstehen kann und für meinen Koboldcharakter hab ich ein paar eigene Wörter für Dinge kreiert die einem Kobld zu hoch, oder besser zu fremd sind um sie sich merken zu können/wollen. Das sind dann aber im Endeffekt nur so Sachen wie Weitguckdings = Fernrohr, Donnerstab = Pistole/Msukete, Mulumulu (alternativ BrimBramBumm) = Magie, Rosalinge = Menschen usw.. Also auf nem Con sorgt ne fiktive Sprache immer mal wieder für Spaß und eine sehr intensive Erfahrung der Spielwelt.
Cullabay
08.09.2008, 20:15
Es heisst ja oft, Tolkien hätte seine Welt hauptsächlich aus dem Grund erschaffen, seinen Elbensprachen "Boden unter den Füssen zu geben". Das halte ich für ziemlich übertrieben, aber ich denke, die Entwicklung von Sindarin/Quenya war ein ebenso großes "Hobby" wie die Erfindung seiner Geschichten.
Tolkien war ja diesbezüglich wirklich ein Freak. Als Professor für Altenglisch mit einer besonderen Vorliebe für Finnisch und Walisisch aufgrund der Grammatiken, die mit den meisten anderen Sprachen wohl nichts zu tun haben war es bei ihm laut Biographie tatsächlich erstes Anliegen eine eigene "ideale" Sprache zu entwickeln. Und weil es so schön war (Quenya ist angeblich an die finnische Grammatik angelehnt) hat er gleich noch eine zweite (Sindarin, walisische Grammatik) erfunden. Und dazu dann halt auch zwei Völker, die es sprechen und denen auch eine Mythologie und Geschichte, sonst lohnt es sich ja nicht und bleibt leblos und so weiter und so weiter...
Ans Romane schreiben hat er ursprünglich wohl wirklich nicht gedacht.
mit einer besonderen Vorliebe für Finnisch und Walisisch aufgrund der Grammatiken, die mit den meisten anderen Sprachen wohl nichts zu tun haben
Nun ja ... Finnisch hat mit den Grammatiken finno-ugrischer sprachen zu tun; die walisische Grammatik ist aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den indoeuropäischen Sprachen nicht weit von unserer entfernt, bis vielleicht auf den Anlautwechsel der Deklinationen. Es kann sein, dass ihn eher der Klang der Sprachen gereizt hat. Wie dem auch sei ... er war so fasziniert von Sprachen, dass es gelegentlich heisst, er hätte tatsächlich die Ringe-Welt konstruiert, um seine Kunstsprachen mit Leben zu erfüllen, wie du ja auch sagst.
Ich weiss allerdings nicht, ob Tolkien das jemals selber bestätigt hat, oder ob das Teil einer Legendenbildung ist.
Cullabay
08.09.2008, 21:04
Nun ja ... Finnisch hat mit den Grammatiken finno-ugrischer sprachen zu tun; die walisische Grammatik ist aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den indoeuropäischen Sprachen nicht weit von unserer entfernt, bis vielleicht auf den Anlautwechsel der Deklinationen. Es kann sein, dass ihn eher der Klang der Sprachen gereizt hat. Wie dem auch sei ... er war so fasziniert von Sprachen, dass es gelegentlich heisst, er hätte tatsächlich die Ringe-Welt konstruiert, um seine Kunstsprachen mit Leben zu erfüllen, wie du ja auch sagst.
Ich weiss allerdings nicht, ob Tolkien das jemals selber bestätigt hat, oder ob das Teil einer Legendenbildung ist.
Ich kann ja auch nur das wiedergeben, was ich in einer Biographie gelesen habe. Etwas Legendenbildung mag da schon dabei sein, aber von den dokumentierten Entstehungsdaten her könnte es schon stimmen. Da waren die Sprachen zumindest schriftlich früher fixiert als die Geschichten.
Ich beherrsche zwei Fantasysprachen ganz gut. Sie stammen aus der Kindergeschichte: "die Wawuschels". Keine Ahnung, ob die noch jemand von euch kennt. Da waren auf jeden Fall zwei Wesenarten namens Kirkse und Korkse. Ilsi sieht die Sprichi dir Kirksi dinn si ius. Do Sprocho dor Korkso soht so os. Diese beiden Sprachen finde ich sehr einfach und doch auch sehr bewundernswert, denn da merkt man mal wieder, was man mit dem i- oder dem o-Vokal alles anrichten kann.
Also die einzige Fiktive Sprache die ich behersche ist die die ich in meiner eigenen Geschichte erfunden habe, und das auch nur weil die so oft benutzt wird und ich von daher viel übung habe. Jedoch nützt mir das ausser beim schreiben nicht so viel, und man muss ohnehin immer wieder neue wörter erfinden.
Nangyala
03.01.2009, 03:53
Fiktive Sprachen sind f. Larper u. Rollenspieler ganz gut.
Drow z. B.!
Die Drow beherrschen neben der mündl. Sprache auch eine Zeichensprache.
U. wenn man die beherrscht ist es nur v. Vorteil, sie beim RPG anzuwenden. :)
Tri Sgillin
05.01.2009, 16:58
Demat, guten Tag!
Ich habe 2006 damit begonnen, die Galvornische Sprache zu erfinden, um meine Mikronation damit zu simulieren. Es handelt sich hierbei um eine Mischung aus Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Elbisch, Schwedisch, Walisisch und Bretonisch. Andere Wörter sind wiederum selbst geschaffen. Ausgesprochen wird die Sprache wie eine Mischung aus Amerikanischem Englisch und Gälisch allerdings wird das r deutsch ausgesprochen.
Hier ein Beispiel:
Ne wannan shynn an Rheason
ne podyn shynn an Athwannath
Nicht wollen ist der Grund
nicht können ist der Vorwand
Ich weiß zwar nicht ob das gut hier reinpasst, weil eher Sci-Fi is aber es gibt auch eine Sprache der Mandalorianer.
Mandaloriner sind ein altes Volk in Star Wars und berühmte Personen daraus sind:
Boba und Jango Fett
Kal Skirata (Einer der Ausbilder der Klontruppen)
Und einige Klontruppen identifizieren sich mit dieser Kultur.
Mando`a ist die erste komplette offizielle Star Wars Sprache, die man auch komplett sprechen kann.(Noch nicht glaue ich aber bald)
Meines wissens nah gibt es bereits über 1500 Vokabeln :eek:
Hoffe das passt jedenfalls ein bisschen :pX.X
Sonst einfach Ignorieren bitte ;)
jenZi
P.s.: Wer mehr wissen möchte kann ja mal im Jedipedia danach suchen :)
Mich würde interessieren: Welche Kunstsprachen kennt ihr?
Ist hier jemand des Elbischen mächtig? Oder hat einer von euch sich die Mühe gemacht, Klingonisch zu lernen? (Ja, ich weiß, das ist Science Fiction!)
Oder konstruiert gar jemand selbst gerne Grammatik und Vokabular?
Lasst es uns wissen! Und vor allem: Gebt uns Beispiele der Sprachen!
Ich werde mich auch noch äußern - will aber erstmal euch das Feld überlassen.
mm. Ich baue sie selber. Früher mal orientiert an mir bekannten Sprachen. Mittlerweile kenne ich ja (dank Studium) genug Besonderheiten die Sprachen haben können, um diese zu differenzieren.
Sprechbar ist eine vollkommen, in zwei weiteren kann man Beispielsätze konstruieren. Bei den anderen stehen nur Phonetik, bisschen Phonotaktik und Lexikon.
(Ich kenn aber auch jemanden, der Klingonisch kann. ;) )
Selbst erfundene Sprachen? Nun ja...Nun gut...Es komtm darauf an, wie man sie verwendet. Wenn es Begriffe sind, die sich relativ schnell merken lassen, dann habe ich nichts dagegen. Aber man möge bitte nicht ein gesamtes Wörterbuch nötig machen. Ein paar fremde Worte haben etwas Exotisches, zu viele fremde Worte sidn anstrengend. Wobei man auch hier wieder differenzieren muss.
Sicherlich werde ich früher oder später in meinen Geschichten auch mal eine fremde Sprache mit einarbeiten, aber nicht zu viel und möglichst so, dass eine logische Grammatik dahinter steckt, es aber gleichzeitig die Atmosphäre der Geschichte noch etwas mehr verdeutlicht.
Ich würde es da wie RickyLee halten, und manche Buchstaben vertauschen. Als Grammatik würde ich die Deutsche, die Englische oder die Lateinische nehmen. Vielleicht noch etwas verkompliziert und vielleicht noch etwas dazu ausgedacht. Mal schauen, was daraus wird ;)
Pathfinder
05.02.2009, 02:13
mm. Ich baue sie selber. Früher mal orientiert an mir bekannten Sprachen. Mittlerweile kenne ich ja (dank Studium) genug Besonderheiten die Sprachen haben können, um diese zu differenzieren.
Sprechbar ist eine vollkommen, in zwei weiteren kann man Beispielsätze konstruieren. Bei den anderen stehen nur Phonetik, bisschen Phonotaktik und Lexikon.
(Ich kenn aber auch jemanden, der Klingonisch kann. ;) )
Ich finde mich in fast allen Angesprochenen Punkten!
..."Leider kann ich kein Elbisch!"*nein*
Nugh Nech!
Kapla!
Ich habe das sicher nicht richtig geschrieben! Aber es heißt auf Klingonisch guten Tag und Erfolg.
Aber das ist Neuklingonisch und wurde für TNG und Fans konzipiert. Das verückte ist in den Staaten git es sogar Unis an denen diese Sprache als Fremdsprache belegt werden kann. X.X
Aber das original Klingonisch, war eine Zufalls "FINDE" von James Dohan (Darsteller von Scoty), der die erst mal fabrizierte in STARTREK 1. Da hört man zum ersten mal Klingonen in Ihrer Sprache sprechen. Er hat sich eien zur Brust genommen und drauf los geprasselt.
TUUUI TSCHU (Beamen sie mich hoch)
Aber in meiner lieblings Fantasy Geschichte GOR die Gegenerde gibt es auch eine Goreanische Sprache. In dem Zusammenhang möchte ich erwänen das der Schrifftsteller ein College Professor war. Also möglicherweise die Voraussetzungen hatte tatsächlich eine andequate Sprache zu entwickeln. In den Büchern kommt sie recht realistisch rüber. Jedoch bin ich zwar sicher ein gelehrter aber kein College Professor oder Germanistik Stuident und weiß nicht ob mein Urtei Zählt?:rolleyes:
TA SARDA GOR (DEN PRISTERKÖNIGEN VON GOR)
In einer Fantasy SciFi Geschichte die ich selbst verfasst habe, hatte ich auch eine andere Sprache entworfen, die aber eher ein veränderter Erden Dialekt sein könnter.
Kurs 0 3 6 8 Neutrale Zone (Snur Oz Dree Kaas Huchp Nuzavat Tswockne):D
..."Liest sich warscheinlich blöder als das es sich anhört wenn ich das spreche! Zum wegschmeisen komisch. Da war ich aber nich sehr jung. (16)"*grins*
Hab für meine Fantasy-Welt auch eine alte Sprache erfunden, das Laurische, wobei Laur Leben bedeutet und der Sprache insofern eine hohe Bedeutung zukommt.
"Délien, mar cilen laur!"
(Schön ist, wo das Leben brennt!)
"Cuarn mes dawen tevras"
(Zauberei kennt keine Grenzen)
Ist schon ein bisschen sprechbar, bin grad dabei ein Wörterbuch zuschreiben, wo auch schon erste Hinweise für eine feste Grammatik enthalten sein sollen.
Vor Leuten, die selbst eine eigene Sprache konstruieren, habe ich wirklich großen Respekt.
Teilweise ist es in Büchern allerdings auch ziemlich nervig, wenn die Sprache etwa anders beschrieben wird, als sie tatsächlich ist. Beispiel: Eragon. Die Alte Sprache wird dort als äußerst wohlklingend beschrieben, während sich die Sätze in Wahrheit nicht das kleinste bisschen harmonischer als Deutsch oder Englisch anhören.
Da hätte sich Christopher Paolinie lieber an bereits vorhandenen, wohlklingenden Sprachen, wie etwa Französich oder Spanisch orientiert.
Magierin
18.04.2009, 19:09
Oh ja!^^ Ich erfinde gerade mit meiner AbF eine eigene Sprache. Ursprünglich sollte sie für eine Fantasygeschichte sein (dafür werde ich sie natürlich später auch noch nutzen! :D)
Wir haben uns schon die Grammatik, Konjugationen, ... ausgedacht. Vokabeln haben wir auch schon erfunden, und wenn wir in unserer Sprache sprechen verstehen wir uns sogar! (Dafür halten uns alle Anderen jedoch für ein bisschen durch den Wind! *grins*)
Na ja! Es macht auf jeden Fall super viel Spaß, ist aber auch eine Wahnsinnsarbeit! :rolleyes:
Magierin
In dem Roman, an dem ich (schon seit einiger Zeit und ohne absehbares Ende:() schreibe, gibt es auch eine erfundene Sprache. Es sind aber nur ein paar Worte, ich werde da keine funktionierende Sprache draus machen. Würde mich allerdings schon reizen, eine eigene Sprache zu entwickeln - vorausgesetzt ich hätte dann jemanden, mit dem ich sie auch sprechen kann, sonst ist es langweilig.
Vor ein paar Jahren habe ich mit einer Freundin eine Schrift erfunden, die haben wir dann benutzt, um uns in langweiligen Schulstunden Briefchen zu schreiben*grins* war lustig.
In Büchern können fiktive Sprachen sehr zur Atmosphäre beitragen, wenn sie nicht zu viel eingesetzt werden (ständiges nachschlagen) und sich halbwegs gut lesen lassen.
Wenn ich Worte erfinde, sind sie oft kaum aussprechbar - oder nicht so schreibbar, dass alle verstehen, wie sie ausgesprochen werden sollen (je nach dem, ob ich sie zuerst schreibe oder spreche).
In dem Film, den ich letzten Sommer gedreht hab, gibt es eine Geisterbeschwörung in einer magischen Sprache:
Kty'za Zaareh! Kty'za Sh'zyra!
(Mächte der Finsternis! Mächte der Nacht!)
Ah'zjara ilez cheja'shan-kej!
(Mit eurer Sprache rufe ich euch!)
Areh Kty'ra el'ya, shaar fe-nyr Kty'sho!
(Mit meiner Macht fordere ich die Eure!)
Cheja'nzat!
(Ich rufe euch!)
Äh - ja. Hat ein bisschen gedauert, bis meine Freundin, die die Magierin gespielt hat, Aussprache und Betonung so hingekriegt hat, wie ich es wollte:p.
LG
Wie heißt denn der Film, die Sprache kommt mir jetzt nämlich nicht bekannt vor.
Fiktive Sprachen fallen mir jetzt nur Elbisch aus Herr der Ringe und die Sprachen aus Eragon ein. Ich hab sogar vor die elbische Schrift zum lernen, weil mir die eigentlich ganz gut gfällt.
Wie heißt denn der Film, die Sprache kommt mir jetzt nämlich nicht bekannt vor.
Kannst du nicht kennen, der Film ist a) ein privates No-Budget-Projekt mit Freunden und Familie und b) noch nicht fertig:). Zwei fertige (Kurz-)Filme von mir gibt es aber schon, falls sie dich interessieren, melde dich bei mir.
engelchen
01.05.2009, 15:37
In Büchern können fiktive Sprachen sehr zur Atmosphäre beitragen, wenn sie nicht zu viel eingesetzt werden (ständiges nachschlagen) und sich halbwegs gut lesen lassen.
Ja, aber wenn verschiedene Wörter sehr häufig auftauchen, merkt man sie sich und dann muss man auch nicht immer nachschlagen.
Wenn ich Worte erfinde, sind sie oft kaum aussprechbar - oder nicht so schreibbar, dass alle verstehen, wie sie ausgesprochen werden sollen (je nach dem, ob ich sie zuerst schreibe oder spreche).
das passiert mir auch immer. Ich erfinde zwar keine eigene Sprache, dafür aber Namen für Dörfer, Städte, ... und die sind manchmal unaussprechlich.
Ja, aber wenn verschiedene Wörter sehr häufig auftauchen, merkt man sie sich und dann muss man auch nicht immer nachschlagen.
Keine Frage, und gegen solche Wörter hab ich auch absolut nichts einzuwenden:)
Aber wenn andauernd neue Worte oder längere Sätze vorkommen, kann einem das Blättern schon auf den Geist gehen.
Ich mag besonders Bücher in denen fiktive Sprachen vorkommen, es gibt einer Geschichte eine eigene und besondere Eigenschaft.
Manchmal gibt es auch fiktive Sprachen an denen ich mir die Haare raufe, weil vieles einfach unausprechlich ist.
Man verweilt erstmal minutenlang an einer Stelle bis man herausgefunden hat wie man es aussprechen kann, damit es auch einigermaßen wohlklingend wird ;)
Ich selbst bin ein großer Fan davon, und ich finde es bemerkenswert so eine Sprache auf die Beine zu stellen, eine Herausforderung, die ich mir selbst nur allzu gern stellen würde.
Aber vor allem finde ich es ratsam diverse Zitate im Anhang nochmals aufzuführen und zu "übersetzen", aber wie ich herausgefunden habe, verfügen schon viele Bücher über so ein "Extra".
Es ist zwar nett wenn man was mit fiktiven sprachen liest, aber selbst lernen würd ich das nicht.... warum auch?
Es gibt so viel anderes... wichtigeres als fiktive sprachen.
ich mein klar wers unbedingt will bitte...
Aber ich habe mit anderen problemen schon genug am hals als das ich noch ne fiktive sprache lernen müsste^^
Aber ich habe mit anderen problemen schon genug am hals als das ich noch ne fiktive sprache lernen müsste^^
man muss die Sprache nicht lernen ;)
Also mir geht es eher um die Idee an sich, ein Buch zu lesen das eine fiktive Sprache beinhaltet, sehr interessant.
Hm. Ich seh das etwas zwiespältig. Einerseits zeugt es natürlich davon, dass ein Autor sich wirklich Gedanken um seine Welt und das Drumrum macht, andererseits finde ich es irgendwie albern, wenn ein Volk wie zB Zwerge, das fast überall die gleichen Eigenschaften und Identität hat, dann aber überall mit ner eigenen, anderen Sprache ausgestattet wird. Das hat dann doch wieder was von zwanghaftem Individualismus.
Besonders mag ichs aber, wenn ganz eigene Völker, die wirklich auch selbst für eine Geschichte entwickelt wurden, dann auch ein Paar eigene Wörter und Floskeln bekommen. Wie schon gesagt wurde: Ein wenig was ist schön, aber zu viel ist anstrengend. Mehr als das würde ich selbst nicht nutzen.
Seraphina
26.05.2009, 04:45
Also ich mag Kunstsprachen in Fantasyromanen. Egal ob es nun ein paar Worte, eine Palette an Sätzen oder eine rudimentäre Sprache ist.
Die verleihen den Büchern so einen exotischen oder gar ur-mysthischen Touch, finde ich. Da macht es mir auch gar nichts aus, hinten nachzuschlagen.
Problematischer wird es, wenn die Namen der Personen irgendwelche absurden Konstruktionen sind ( z.B. sowas wie K`aloehl, Enrothjoz, Ytoatr-Mougr ). Die kann man kaum aussprechen, von merken nicht zu reden.
Aber lernen brauche ich nichts davon. Wozu auch?
Dragonologist
08.02.2010, 14:41
Ich finde Fantasysprachen ein faszinierendes "Extra", in das man eintauchen kann, wenn man die welt sonst schon recht ausführlich erkundet hat. Ich habe eine Zeitlang Quenya (auch schreiben) gelernt und mag es sehr gerne.
Was ist nicht mag ist Simplizität und Typische Merkmale.
Simplizität bedeutet für mich, dass die Sprache batzeinfach aufgebaut ist und es so gut wie keine Ausnahmen gibt; in gewisser Weise deckt sich das auch mit den Typischen Merkmalen, die da wären:
Jeder weibliche Name muss auf -a enden und männliche Namen auf -i oder Konsonanten.
Zu viele ws und ypsilönner, um der Sprache einen gälischen Touch zu verleihen. Ich habe eh woanders schon mal erläutert, was mir an Fantasysprachen gefällt.
Ich habe auch selber mal begonnen, eine Sprach zu konstruieren, die haargenau das geworden ist, was ich verabscheue*grins*
Aber vielleicht klappt es beim nächsten Versuch besser.
Der Autor sollte die Sprachen ansatzweise in die Romane einbauen, um mich zufriedenzustellen; wenn er zu viel reinpackt sieht mir das nach Angabe aus.
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