PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Nebel |The Mist (Stephen King)


Verräter
31.05.2008, 19:29
Der Film lief glaube ich letztes Jahr in den Kinos, ich habe ihn jetzt gerade gesehen und bin zum einen geschockt, andererseits aber vollkommen begeistert von diesem Film. Es ist eine Verfilmung von Stephen King und seiner gleichnamigen Kurzgeschichte.

Die Geschichte ist relativ simpel gehalten. Während die Protagonisten im Kaufhaus eines kleinen Städtchens sind, legt sich ein seltsamer Neben über die Stadt. Und schon nach kurzer Zeit ist klar, dass dort etwas gefährliches lauert. Es kommt zu Begegnungen mit seltsamen Kreaturen, die jedoch keineswegs die größte Gefahr im Laden darstellen. Denn in der Verzweiflung und der Angst der Menschen wenden sie sich einer Frau zu, die sich als das Sprachrohr Gottes ausgibt und ihnen das Ende der Welt verkündet. Alles gerät außer Kontrolle...

Die einzelnen Charaktere sind (wie in allen King Geschichten die ich kenne) perfekt aufeinander abgestimmt. Die Horrorelemente des Films, mit den Kreaturen, sind spannend und gut gemacht, wenn man auch sehr deutlich sieht dass es sich um Computeranimationen handelt (die aber wirklich beeindruckend aussehen!). Und die Menschliche Seite, wenn sich die Menschen in ihrer Angst an die Religion klammern verpasst dem Bild noch den letzten Schliff.

>>Hier einmal der Trailer (http://millus.kulando.de/post/2007/11/09/der_nebel_-_neuer_stephen_king_film_-_trailer)<<

Der einzige, wirkliche Punkt der mich gestört hat, war das die deutsche Stimme sehr emotionslos und absolut nicht überzeugend wirkt. (Was zumindest im Englischen Trailer besser zu sein scheint)

Und dann ist das Ende... tja... dazu sage ich jetzt nichts, da ich nicht spoilern will, aber nur soviel: Es ist nicht das Ende, dass man von typischen Horrorfilmen gewohnt ist. Das Ende ist einfach pure Gänsehaut!

Ich kann den Film nur empfehlen!

(*edit* hab aus Roman Kurzgeschichte gemacht, danke für die Aufklärung, jetzt stimmts wieder ;-) )

ExLibris
02.06.2008, 08:40
Es ist eine Verfilmung von Stephen King und seinem gleichnamigen Roman (Den es aber wohl in Deutschland nicht wirklich gibt).
Der Nebel ist eine Kurzgeschichte, du meinst wahrscheinlich die Edition Phantasia, die sehr selten und nur für sehr viel Geld zu bekommen ist. In der Sammlung "Im Morgengrauen" ist die KG aber überall erhältlich.
Den Film hab ich leider noch nicht gesehen, möchte ich aber bald nachholen.

PoiSonPaiNter
04.10.2008, 19:47
Der Nebel |The Mist (Stephen King)

Auch wenn der Post jetzt sehr kurz wird, wollt ich nur mal reinwerfen:
Heißt der Film nicht im englischen "The Fog" und nicht "The Mist"? X.X

Und wenn, dann gab es doch schon einmal eine Version davon oder irr ich mich da jetzt vollkommen? X.X

Hathor
04.10.2008, 20:34
Und wenn, dann gab es doch schon einmal eine Version davon oder irr ich mich da jetzt vollkommen? X.X

Nicht eine Version, aber das Original ;)

Und zwar hier der Film The Fog - Nebel des Grauens und ist viel viel besser und atmosphärischer als das Remake. Die Hauptrolle spielte Jamie Lee Curtis, Regisseur war John Carpenter. Der Film hat mir seinerzeit wirklich Gänsehaut verursacht, nicht zuletzt auch durch die tolle Musikuntermalung.

The Fog

Antigone
04.10.2008, 22:25
Und zwar hier der Film The Fog - Nebel des Grauens und ist viel viel besser und atmosphärischer als das Remake. ]

Wie bitte? Jetzt bin ich verwirrt. Der Film "Der Nebel" (also der nach Stephen King) ist doch kein Remake von "The Fog" (die Geschichte mit den Piraten-Geistern und dem Leuchtturm). Das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nichts zu tun - außer, dass Nebel eine elementare Rolle spielt.

Aber die KG "Der Nebel" ist absolut genial, und den Film "The Fog" fand ich früher auch total gut und hab mich immer sehr gegruselt dabei. Ich weiß noch genau, wie ich im Reitercamp war und eine der wenigen war, die ihn sich anschauen durften,weil ich damals schon über 16 war... :D (nicht, dass der Film erst ab 16 freigegeben war, aber unsere Betreuer nahmen ihre Rolle damals sehr ernst)

lg, A.

Saniya
04.10.2008, 22:34
Nuja. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich der Film nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Die Story ist nichts neues und in meinen Augen nicht unbedingt überzeugend.

Das Übliche eben: Menschen, die alle unterschiedlich ticken, auf einem Haufen, die sich natürlich früher oder später alle gegenseitig auf die Nerven gehen. Nicht zu vergessen: eine Gruppe voller Helden, die dem "unbekannten Etwas" auf die Spur kommen wollen.

Feuerfluegel
30.11.2008, 23:13
Man kann über den Hauptteil des Films behaupten was man mag, das Ende dafür hat mir tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben.

So vollkommen "untypisch" für Stephen King, wie ich fand, aber auch sehr schön umgesetzt.

Wie sich der Nebel lichtet, die Militärfahrzeuge vorfahren und er feststellt, dass er nur Sekunden zu früh und zu unbedacht gehandelt hat und jemanden getötet hatte, den er liebte

Ich habe den Film im Kino gesehen und war von der Ernsthaftigkeit des Endes im Gegensatz zu den voran gegangenen Szenen wirklich betroffen.

Wall Hadrian
13.01.2009, 21:07
Bin kein übermäßig großer Stephen King Fan, aber den Film fand Ich sehr gut, wobei bis aufs Ende die grobe Handlung vorhersehbar war...

Doch im Detail hat mich der Film ständig überrascht.

Über den "afroamerikanischen" Anwalt konnte ich gut lachen... :D
"das haben sie doch aus Hundefutter gebastelt um mich lächerlich zu machen"...
"da ist nichts im Nebel"... und einer der passende Konter "binden Sie sich aber das Seil um, damit wir wissen, wie weit Ihr es schaffen werdet"...

Bei der gläubigen Fanatikerin, ..."wenn ich eine Freundin brauche dann sch*zensiert*ß ich mir eine"..., bin Ich stellenweise sehr wütend geworden.
Die ganzen Bibelzitate, die Gott dämonisieren, hätte ich Ihr am liebsten um die Ohren geschlagen. Ja, hab mich von der Atmosphäre doch stellenweise richtig anstecken lassen und mitgefiebert. *ja*

Auch der kurze "Gastauftritt" des Sherminators aus "American Pie" war nicht schlecht... armer Kerl :(

ExLibris
14.01.2009, 15:38
Mittlerweile hab ich den Film auch gesehen und finde ihn wirklich gelungen. Gehört für mich zu den besseren King-Verfilmungen. Bei der Besetzung fand ich vorallem Marcia Gay Harden als Mrs. Carmody sehr überzeugend. Und der Schluss war eindeutig das beste!
So vollkommen "untypisch" für Stephen King, wie ich fand, aber auch sehr schön umgesetzt.
Stimmt, King hatte den Schluss so auch nicht geschrieben. Dafür ist Frank Darabont verantwortlich und ich fand ihn herausragend! Schrecklich, beeindruckend, und auch irgendwie mutig so unbarmherzig zu sein. Und diese Musik dazu machte mir Gänsehaut! Das Ende hinterlässt wohl den größten Eindruck.

Feuerfluegel
14.01.2009, 20:41
Stimmt, King hatte den Schluss so auch nicht geschrieben.

Das habe ich nicht gewusst, ich hatte die Geschichte dazu nicht gelesen, war auch ehr eine spontane Idee, den Film anzusehen.

Aber er hat mich überrascht, wie schon gesagt, sehr positiv.

Bei der gläubigen Fanatikerin,...bin Ich stellenweise sehr wütend geworden.

Das ging mir genauso. Ich wollte mir stellenweise wirklich die Haare raufen. Die Ungerechtigkeit und ihr Wahn, wie sie die anderen, die "Außenseiter" behandelt, waren sehr sehr heftig.
Was Machtgier alles aus Menschen machen kann.
Sie ist für mich tatsächlich ein Inbegriff des "Bösen".
Ob sie das absichtlich tut. Ja meiner Meinung nach, tut sie das. Aus Berechnung. Denn endlich, endlich folgen ihr die Menschen. Jemand beachtet sie. Widerlich.

wortmann
31.01.2009, 01:57
Ich habe den Film gesehen, bevor ich das Buch dazu gelesen habe. Der Film ist oberflächlich betrachtet nichts wirklich überragendes. Doch der Film ist, wie die Kurzgeschichte, ein Meisterwerk (das ist meine Meinung).
Ich habe mir den Film - und jetzt ernte ich Lacher oder Ähnliches - ganze vier Mal hintereinander angeschaut. Der Film war der Impuls für mich, die Kurzgeschichte zu lesen. Und ich muss sagen, dass ich selbst beim vierten Mal Den-Film-Sehen noch durch wässrige Augen die Credits habe hochfahren sehen und einen vierten kalten Schauer über den Rücken gespürt.
Die Kurzgeschichte hingegen habe ich nur einmal gelesen; Da fehlte am Ende das Wasser in den Augen, aber der kalte Schauer war viermal so stark wie die vier Male am Ende des Filmes zusammen.

Fazit: Perfekt*

*Mein Gott, diese Mrs. Carmody hat mich vielleicht genervt! Und als sie §$%? wurde - selbst das vierte Mal! - habe ich herzhaft gelacht und fühlte mich als wäre mir eine superschwere Last abgenomme worden. *grins*

Das was ich eigentlich sagen wollte, habe ich wieder mal vergessen: In der Kurzgeschichte ist es zwar auch sehr gut, aber der Film zeigt es noch viel deutlicher: Den Menschen in seinen gröbsten Facetten. Das ist es, was den Film so schaurig macht!

Manveru
01.02.2009, 10:39
Ich fand den Film auch sehr gelungen, auf alle Fälle einer der besseren King-Verfilmungen. Nach "The Green Mile" und "Die Verurteilten" wieder ein Werk von Frank Darabont, das sich sehen lassen kann. Zugegeben, die inhaltliche Idee mag nicht allzu neu und etwas einfach sein, dennoch schaffte es der Film, mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann zu ziehen. Der Schluss wirkt noch lange nach ... Hatte mit keinem so ... schockierenden Ende gerechnet. :)

wortmann
01.02.2009, 13:05
Der Schluss wirkt noch lange nach ... Hatte mit keinem so ... schockierenden Ende gerechnet. :) Dann empfehle ich dir, das Buch irgendwann mal zu lesen "Im Morgengrauen...", der Nebel ist als letztes mit inbegriffen und umfasst "nur" 200 Seiten. Der Schluss ist im Buch zwar nicht so heftig in seinem Auftreten, jedoch um längen heftiger, wenn man das mal in Vergleich setzt mit dem des Filmes - finde ich.

Manveru
01.02.2009, 18:08
Vielen Dank für die Empfehlung. "Im Morgengrauen" dürfte einiges der wenigen King-Bücher sein, die ich noch nicht gelesen hab. Werde mir die Sammlung mal vormerken. (Bin momentan noch dabei, "Christine" zu lesen.)