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ZanIzuNES
09.06.2008, 21:31
das ist doch mal ein Super-Thread.
dann möchte ich doch gleich vervollständigen:
Ganz herzlichen Dank dafür! Genau deswegen habe ich ihn ja gemacht!
Vor allem aber weil mir die ganzen unerfahren hoffnungsvollen Jungautoren am Herzen liegen. Inzwischen weiß ich einfach, dass ich mit meinem ersten Roman verdammtes Schwein gehabt habe.
Und ich möchte einfach nicht, dass jemand sich unnötig eine blaue Nase holt, nur weil er zu wenig Erfahrung hatte, oder noch nie etwas von DKZ-Verlagen gehört hat.
Gruß ZaniZ
P.S. Und danke an die Mods fürs oben hinpinnen!
damagefilter
09.06.2008, 21:48
Was ist denn eigentlich mit diesen Agenturen/Agenten, die auf Erfolgsbasis arbeiten?
Ich bin ja nicht ganz so bewandert da drin, aber soweit ich das weiß, sehen die sich ja die Scripts ähnlich wie ein Verlag durch, um zu prüfen, ob damit was anzufangen is und erledigen dann im Prinzip den halben ganzen Rest.
Also das versenden an Verlage etc.
Dann wollen sie nen Teil vom Gewinn haben etc pp. Normal eben...denk ich mal.
Würd ich als Agent auch haben wollen.
Bis wie weit gehen solche Leute eigentlich?
Buckeln die, bis das Script bei nem Verlag angekommen is und denn ist bei denen Feierabend oder gehen die auch weiter? So zb das besagte organisieren von Lesungen etc.
Und ich möchte einfach nicht, dass jemand sich unnötig eine blaue Nase holt, nur weil er zu wenig Erfahrung hatte, oder noch nie etwas von DKZ-Verlagen gehört hat.
Oder weil er eingeredet bekommt, für ein Erstlingswerk müsste man unbedingt was vorschießen, weil alle Welt meint, dass es so sei.
Ich höre immer wieder die Frage, wieviel es kostet, seinen Roman verlegen zu lassen.
Gar nichts. Im Normalfall bekommt Ihr Geld dafür, dass Euer Roman verlegt wird.
Klar, Kleinverlage und Miniverlage können oft kein Honorar zahlen. Das macht sie nicht unbedingt unseriös. Aber im Normalfall kriegt Ihr Geld. Und nicht umgekehrt.
Und wenn Euch jemand sagt, das der Verlag ausgerechnet jetzt gerade das Budget für das gesamte Jahr ausgeschöpft hat und es zu schade ist, weil Euer garantierter Bestseller kann jetzt nicht mehr gedruckt werden, außer... ja außer Ihr zahlt schnell 500 Euro, dann kommen die Exemplare noch vor der Buchmesse. Wenn jemand so etwas von Euch will - glaubt ihn NICHT! Er will nur Euer Bestes - Euer Geld.
ZanIzuNES
09.06.2008, 22:07
Was ist denn eigentlich mit diesen Agenturen/Agenten, die auf Erfolgsbasis arbeiten?
Ich bin ja nicht ganz so bewandert da drin, aber soweit ich das weiß, sehen die sich ja die Scripts ähnlich wie ein Verlag durch, um zu prüfen, ob damit was anzufangen is und erledigen dann im Prinzip den halben ganzen Rest.
Also das versenden an Verlage etc.
Dann wollen sie nen Teil vom Gewinn haben etc pp. Normal eben...denk ich mal.
Würd ich als Agent auch haben wollen.
Bis wie weit gehen solche Leute eigentlich?
Buckeln die, bis das Script bei nem Verlag angekommen is und denn ist bei denen Feierabend oder gehen die auch weiter? So zb das besagte organisieren von Lesungen etc.
*eek*
Ewischt! Dazu kann ich nur begrenzt aussagen. Mein Kenntnisstand dazu ist so. Agenturen prüfen ein Manuskript und stellen den Kontakt zum Verlag her/ zu mehreren Verlagen her. Wird das Manuskript genommen - hilft der Agent beim Vertragerstellen und kriegt seine Provision vom Gewinn. Genaue Zahlen weiß ich leider nicht, aber ich meine mich zu erinnern, dass Eschbach dazu was auf seiner Hompage "Übers Schreiben" gesagt hat.
Mit dem Vertragsabschluss ist jedoch das Ende der Handelsbeziehung erreicht.
Ich hab's auf einem Con erlebt, dass eine Autorin eines bekannten Fantasy-Verlages - selbst die Musik und naja, auch die Leute für die Lesung organisieren musste. Sie trug ihre Bücher selbst hinein- und auch wieder hinaus, obwohl auch Leute vom Verlag anwesend waren. Selbst ihren Bücherstand hat sie selbst aufbauen müssen.
Meines Wissens nach erwarten die Verlage schon ein gerüttelt Maß an Eigeninitiative - sprich die Lesungstermine macht jeder Autor schön selbst. Gerade bei den größeren Cons (z.B. Colonia Con, Feen Con, etc.) war es so, dass die Autoren entweder selbst den Termin ausgemacht haben, die etwas bekannteren Leute wurden gefragt, und durften dann auch Honorar für die Lesung verlangen.
Ich schätze, ab einer gewissen Bekanntheit ist es leichter an Lesungstermine zu kommen. Vorher läuft man sich jedoch die Hacken wund.
Gruß ZanIz
Gruß Zaniz
Ok, weil Damagefilter gerade die Agenturen ins Spiel brachte.
Da gibts auch die seriösen und die unseriösen.
Seriöse Agenturen verlangen keinen Vorschuß. Sie machen einen Vertrag, dass wenn ein Autorenvertrag zustandekommt, sie am Gewinn beteiligt sind.
Die Beteiligung liegt ungefähr bei 10-15 % von dem, was der Autor kriegt.
Eine Agentur checkt das Manuskript und nimmt es an oder lehnt es ab. bei Annahme bietet sie manchmal ein kostenloses Lektorat an und verlangt erst dann eine Bezahlung, wenn Geld vom Verlag zum Autor fließt. Dafür nehmen sie sich ein Haufen Rechte.
Abhängig vom Vertrag darf der Autor bis auf weiteres Manuskripte nicht anderweitig als über den Agenten vergeben. Manche weisen den Autoren daraufhin, dass für alles, wo der Name des Autors draufsteht, Geld zu fließen hat. Dafür tingeln die Agenten von Verlag zu Verlag und versuchen das Manuskript unterzubringen (die entsprechenden Kontakte haben sie ja). Lesungen werden normalerweise durch den Verlag oder die Agentur organisiert (hängt davon ab, wie die sich reinteilen). Oft müssen aber auch die Autoren mitanpacken.
Allerdings gibt es mittlerweile bei vielen seriösen Agenturen eine Manuskriptflut eingetroffen, so dass manche darauf bestehen, dass man Referenzen hat oder jemanden kennt, der bei der Agentur unter Vertrag ist und sozusagen fürspricht. Manche Agenturen nehmen gar keinen neuen mehr an.
Das wird natürlich gerne ausgenutzt - also Vorsicht vor den schwarzen Schafen:
Masche 1.) Die Bearbeitungsgebühr.
Für Porto und Aufwände wird eine geringe Gebühr von etwa 100 Euro verlangt. Danach kommen alle vier Monate ein Schreiben, dass es immer noch nicht geklappt habe. Von durchschnittlich 5 Manuskripten am Tag läßt sich schon ganz gut leben und sogar noch einiges ansparen. Nach 1-2 Jahren verschwindet die Agentur dann einfach. Pech für die Autoren.
Masche 2.) Die Lektoratsfalle
Der Vertrag kommt kostenlos zustande. Nach einigen Tagen kommt ein Brief, man hätte es bei einigen Verlagen versucht, doch bisher nur Ablehnungen. Um die Chancen des Manuskriptes zu verbessern, müsse man unbedingt ein kostenpflichtiges, hochwertiges, externes Lektorat haben (welches natürlich nur beim Cousin der Agentur gemacht werden kann und im vierstelligen Bereich liegt).
Masche 3.) Die DKZV-Falle
Der Vertrag kommt kostenlos zustande. Nach einigen Tagen kommt ein Brief, dass man einen Verlag gefunden hätte, der das Manuskript haben wolle. Allerdings verrät einem niemand, das der Verlag ein DKZV ist. Im schlimmsten Falle wird man dann von beiden Seiten bearbeitet, dass man doch einen Bestseller geschrieben habe und das Geld locker reinbekäme. Zahlt man, teilen sich Agentur und Verlag die Kohle und lachen sich eins.
Es gibt sicher noch andere Maschen und auch noch anderes Wichtiges zu Agenturen, nur fällts mir im Moment nicht ein...
damagefilter
09.06.2008, 22:25
Na das sind doch aber auf jeden Fall schon viele, gute und hilfreiche Ansätze, auf die man was geben kann.
Ich mein, ich hab zwar noch Luft, bis mein Werk dann doch endlich mal fertig ist(noch verdammt viel Luft) aber ich denke öfter mal drüber nach, wie ich mich am besten anstelle, wenn es mal so weit ist.
Zugegebener Maßen, das mit dem selber organisieren von Lesungen hat mich etwas erstaunt.
Ist zwar irgendwo logisch (weil ein Verlag verlegt ja und organisiert nicht, jedenfalls nicht das) aber doch...komisch. Hehe.
ZanIzuNES
09.06.2008, 22:31
... aber ich denke öfter mal drüber nach, wie ich mich am besten anstelle, wenn es mal so weit ist.
Zugegebener Maßen, das mit dem selber organisieren von Lesungen hat mich etwas erstaunt.
Ist zwar irgendwo logisch (weil ein Verlag verlegt ja und organisiert nicht, jedenfalls nicht das) aber doch...komisch. Hehe.
*ja* Du solltest nicht nur drüber nachdenken - sondern grob planen.
Und ja, auch ich hab gestaunt, dass viele Lesungen von den Autoren selbst organisiert werden.
Btw: selbst wenn dein Werk noch nicht beendet ist, lohnt es sich mal für Lesungen zu üben. Zum Beispiel, in dem du eine Kurzgeschichte für eine Anthologie einschickst und (solltes du dann dabei sein) sie auch mal vor Publikum vorliest. Daran denken nämlich ganz viele ambitionierte Jungauotoren nicht, nämlich dass sie auch selbst Werbung für ihr Werk manchen müssen. Und Verlage freuen sich immer über Leute, die auch Vorleseerfahrung haben. Könnte sein, dass von denen nämlich öfter ein Buch erscheint, wie von einem, der sich nicht traut den Mund vor den Leuten aufzumachen.
Gruß Zaniz
damagefilter
09.06.2008, 22:54
Na da hab ich ja unverschämtes Glück, gut vor Leuten reden zu können. (Musiker bin ich nämlich auch ^^)
Ja, also ich hab da auch schon was Kurzgeschichtenmäßiges, da plane ich ne ganze Reihe von "Traumageschichten".
Zwei hab ich schon, 8 sollen es mal werden, die allesamt eben etwas krank und verrückt sind, eben was anderes, als ich sonst schreibe, die, dachte ich mir, werd ich als aller erstes unters Volk bringen. Aber wie gesagt, da bin ich eben immernoch am lernen, und mich schlau machen, weil erfahrungsgemäß ist es eben so, auf blauen Dunst etwas abzuschießen, ist keine gute Idee.
//Am tollsten wäre es natürlich, wenn alle in einem band wären,
aber das ist sicherlich etwas zu viel des Guten, daher werden sie wohl ein klein wenig verstreuter irgendwo landen.//
Da sind ja schon eine Menge guter Tipps dabei.
Schwelge auch manchmal in meinen Träumen, einmal mein eigenes Buch in Händen zu halten, aber ich werde nichts überstürzen. hat ja alles noch Zeit.
Ist meiner Meinung nach auch egal, ob ich es in zwei oder zwanzig jahren veröffentliche. Es ist mein großes 'Baby'
Und fertig schreiben muss ich es auch erst einmal :D
RickyLee
20.06.2008, 21:34
Bei mir ist es auch so weit...
Ich werde wohl in gar nicht allzu ferner Zeit mein erstes Buch veröffentlichen, jedoch privat und ohne ISDN-Nummer.
Mir graust schon davor, dass ich dann überall Werbung machen muss 0.o
Aber vielen Dank, das Thema hier hilft einem wirklich weiter, wenn man zwischen verschiedenen Buchdruckarten wählen möchte!
Bei mir ergab sich dann diese.
ZanIzuNES
20.06.2008, 21:47
Bei mir ist es auch so weit...
Ich werde wohl in gar nicht allzu ferner Zeit mein erstes Buch veröffentlichen, jedoch privat und ohne ISDN-Nummer.
Na dann, herzlichen Glückwunsch - aber meintest du nicht ISBN?
Mir graust schon davor, dass ich dann überall Werbung machen muss 0.o Falls es nicht ironisch gemeint ist: Müssen, muss keiner was - es kommt eben ganz drauf an, was du erreichen willst.
Zum Verschenken an Freunde - Bekannte - Interessierte - why not? Dann geht es auch ohne viel Werbung. Hast du einen größeren Rahmen im Blickfeld, dann muss eben Werbung her - in Foren - per Homepage - Flyer - Lesung und und und ... hängt halt ganz vom individuellen Wunsch ab, wie bekannt es werden soll.
Aber vielen Dank, das Thema hier hilft einem wirklich weiter, wenn man zwischen verschiedenen Buchdruckarten wählen möchte!
Gerne geschehen. *freu*
Gruß Zaniz
RickyLee
20.06.2008, 22:34
Verdammt... ISBN....
Du hast Recht.
Nein, war nicht ironisch gemeint...Ich werde wohl in Zukunft einige Leute ziemlich nerven...
Verdammt, das war geschäftsschädigend 0.o
Nochmal von vorn:
Ääääh... Kauft mein Buch? Bitte?
*feilt noch an ihrer Marketingstrategie*
XDDD
@Ricky.
dann wünsche ich dir viel Erfolg.
Du hast eine PN *ja*
LG
Treogen
Ich bin neu hier und man möge mir vergeben wenn sich das eine oder andere an Ratschlägen hier bereits doppelt.
Ich habe vor einigen Wochen meinen Roman bei BoD veröffentlicht:
http://www.fantasy-forum.net/showthread.php?t=1119
Es ist sicher nicht der beste Weg, sein Buch über BoD an den Mann zu bringen, aber es ist wesentlich leichter, als bei einem großen Verlag eine Zusage zu bekommen.
(Chance 4000:1).
Welche Vor- und Nachteile hat ein Book-on-Demand Vertrieb gegenüber dem Vertrieb über einen großen Verlag?
+ du hast volle Kontrolle über die Covergestaltung, Klappentext, Format etc..
+ du musst dich nicht mit deinem Manusktript bewerben, dein Buch wird sofort
gedruckt
- du hast Kosten (wenn auch gering)
- du musst ein Medienprofi sein (Covergestaltung, Layouten etc..)
- du musst das Marketing komplett allein übernehmen
- Bücher sind etwas teurer als die von großen Verlagen
Vor allem letzteres ist der Knackpunkt: Selbst wenn du einen absoluten Bestseller veröffentlicht hast, wenn du keine große Werbung machst, liegen deine Verkaufschancen bei null.
Hallo dmode,
schön, dass du dich wieder gemeldet hast *ja*
Aber, dass wirst auch du schnell merken, ich neige dazu, erst einmal allem und jedem zu wiedersprechen :D
+ du hast volle Kontrolle über die Covergestaltung, Klappentext, Format etc..
+ du musst dich nicht mit deinem Manusktript bewerben, dein Buch wird sofort
gedruckt
Diese beiden Punkte gibt es beim Eigenverlag auch und mMn sind es eher Minuspunkte. Das weiß ich mittlerweile aus eigener Erfahrung.
Die volle Kontrolle über Covergestaltung, Klappentext und Format zu haben, klingt wirklich toll. Ich habe letztes Jahr in Tübingen ja auch die Heide Solveig Göttner und die Nina Blazon kennengelernt und sie fanden diese Freiheit auch wirklich super (denn die haben sie nicht).
Allerdings kann man da gerade beim Cover schnell in den Bereich der Geschmacksverirrung geraten.
Und sein wir doch mal ehrlich, auch wenn wir die klischeehaften Bilder mit halbnackten, schwertschwingenden Frauen (für den Leser) oder diesen Six-Pack-Bauch-Barbaren mit lockigen, blonden Haar (für die Leserin) auf den Fantasy-Büchern der großen Verlagsbücher belächeln: Irgendwie ist das Cover doch Kaufentscheidend.
Leider wissen das auch die Buchhändler und sind darum selber coverfixiert. Das ist eines der vielen Gründe, warum BoD und Kleinverlagsbücher nicht so häufig in den Regalen der Buchhandlungen stehen.
Also kein professionelles Cover zu haben kann durchaus negativ sein. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Auch der zweite Punkt kann bei fehlender Selbstkritik eher in die Hose gehen.
Der Vorteil von BoD liegt (im Vergleich zu anderen Dienstleistern und DKZV) eindeutig in dem kalkulierbaren Risiko.
Mit einmalig 39 Euro und 1,99 Euro je Monat (für 5 Jahre glaube ich X.X) ist man dabei - das ist dann doch recht überschaubar.
Zu Punkt 1:
Die Cover der großen Verlage sind teilweise eine Zumutung. Da wird lieblos etwas Farbe hingeklatscht, etwas draufgekritzelt und tada fertig ist das abstrakte state-of-the-art cover. Wenn ich solche Cover sehe, gehe ich meißt angewidert weiter.
Kurzum: Es ist natürlich immer Geschmacksache. Aber ich denke, ein Autor kann immer noch besser sagen, wie sein Cover aussehen sollte als irgendwer, der am Tag zwei dutzend Cover am Fließband basteln muss und den Inhalt des Buches nicht kennt.
Zu Punkt 2:
Natürlich gibt es bei BoD, dadurch dass jeder dort drucken kann, keine richtige Qualitätskontrolle. Leider ist es aber andersherum auch so, dass die Großen wie Heyne, Goldmann und Co gerne mal qualitativ Minderwertige Werke veröffentlichen, da vielleicht gerade das beschriebene Thema sehr gefragt ist, oder das Buch halt durch Provokation für viel Medienrummel sorgen wird. Viele wirklich gute Romane werden abgewiesen, weil sie dem Konzern nicht Massentauglich erscheinen.
Natürlich sollte man weiter versuchen seine Manuskripte an die Großen zu senden, ob der Roman qualitativ gut oder schlecht ist spielt dabei aber eine eher geringe Rolle. Wenn die etwas lesen, dann nur ein, zwei zusammengefasste DinA4 Seiten. Was man braucht ist Glück: Das richtige Thema zur Richtigen Zeit. (Derzeit Bücher über gewisse Körperflüssigkeiten/Klimakatastrophe etc) ;)
Hallo dmode,
schön, dass du dich wieder gemeldet hast *ja*
Aber, dass wirst auch du schnell merken, ich neige dazu, erst einmal allem und jedem zu wiedersprechen :D
Diese beiden Punkte gibt es beim Eigenverlag auch und mMn sind es eher Minuspunkte. Das weiß ich mittlerweile aus eigener Erfahrung.
Die volle Kontrolle über Covergestaltung, Klappentext und Format zu haben, klingt wirklich toll. Ich habe letztes Jahr in Tübingen ja auch die Heide Solveig Göttner und die Nina Blazon kennengelernt und sie fanden diese Freiheit auch wirklich super (denn die haben sie nicht).
Allerdings kann man da gerade beim Cover schnell in den Bereich der Geschmacksverirrung geraten.
Und sein wir doch mal ehrlich, auch wenn wir die klischeehaften Bilder mit halbnackten, schwertschwingenden Frauen (für den Leser) oder diesen Six-Pack-Bauch-Barbaren mit lockigen, blonden Haar (für die Leserin) auf den Fantasy-Büchern der großen Verlagsbücher belächeln: Irgendwie ist das Cover doch Kaufentscheidend.
Leider wissen das auch die Buchhändler und sind darum selber coverfixiert. Das ist eines der vielen Gründe, warum BoD und Kleinverlagsbücher nicht so häufig in den Regalen der Buchhandlungen stehen.
Also kein professionelles Cover zu haben kann durchaus negativ sein. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Auch der zweite Punkt kann bei fehlender Selbstkritik eher in die Hose gehen.
Der Vorteil von BoD liegt (im Vergleich zu anderen Dienstleistern und DKZV) eindeutig in dem kalkulierbaren Risiko.
Mit einmalig 39 Euro und 1,99 Euro je Monat (für 5 Jahre glaube ich X.X) ist man dabei - das ist dann doch recht überschaubar.
Aber ich denke, ein Autor kann immer noch besser sagen, wie sein Cover aussehen sollte als irgendwer, der am Tag zwei dutzend Cover am Fließband basteln muss und den Inhalt des Buches nicht kennt.
Ich behaupte nicht, dass die Fließbandbilder schöner sind.
Das Problem ist halt - und das sieht man halt oft bei Kleinverlagen, Miniverlag und BoD (und da nehme ich mich nicht aus) - dass die Cover wirklich stark "selbstgemacht" aussehen.
Und der Autor hat oftmals weder Kenntnis von Markt, Zielgruppe und Marketing.
Und wieviel ein gutes oder schlechtes Cover zum Kauf bzw. Nichtkauf beiträgt, ist ja auch von Käufer zu Käufer verschieden.
Ein professionelles Cover zu erstellen ist bei dem heutigen Stand der Technik ein Kinderspiel. Mit Photoshop und co kann man, gewisse Einarbeitung vorausgesetzt, auch bei völliger Unkreativität, hervorragende Ergebnisse erzielen.
Beim Marketing gebe ich dir recht, ohne Erfahrung ist es nicht sehr leicht. Doch wofür gibt es entsprechende Fachlektüre? (Z.B Schwarz, Britta: So verkaufen Sie Ihr Buch!)
So, ich habe die Diskussion über das Veröffentlichen mal von Zaniz und Treogens Tipps gelöst, da mir die wirklich sehr guten Tipps sonst ein wenig zu sehr in den Hintergrund rücken.
Man bezahlt die 1. Auflage und erhält eine (meist überschaubare) Menge Bücher die man selbst vertreiben muß.
Man sollte sich im Klaren sein, dass man bei einem Dienstleisterverlag eigentlich nur eines hat - eine teure Druckerei mit Zusatzpaketen.
Diese Pakete gaukeln einen eine falsche Sicherheit vor. Allerdings muß man die Pakete nicht nehmen - dann muß man sich um den entsprechenden Part halt selber kümmern.
Lulu und BoD gehören übrigens zu den Dienstleistern.
Das ist so nicht richtig. Der Sinn von BoD und Lulu ist nicht, dass du eine Mindestmenge an Büchern abnehmen musst. Ganz im Gegenteil: Es wird immer nur dann ein Buch gedruckt, wenn es vom Kunden bestellt worden ist. Dadurch entstehen dir keine Kosten. (bis auf 1,99 Druckhaltungskosten im Monat). Auch beim Cover bist du nicht auf teure Pakete angewiesen. Wer ein paar Leute im Bekantenkreis hat, oder selber etwas mit Photoshop hantieren kann, dann ist ein profesionelle Cover heutzutage ein Kinderspiel.
Book-on-Demand Dienste sind also nicht mit Copy-Shops oder anderen Dienstleistungsverlagen zu vergleichen.
Book-on-Demand Dienste sind also nicht mit Copy-Shops oder anderen Dienstleistungsverlagen zu vergleichen.
Es ist kein richtiger Verlag, da kein Honorar und keinerlei Vorleistung.
Es ist kein DKZV, da dir niemand vorgaukelt, dass du der nächste Tolkien bist und alle nur auf dich gewartet haben.
Es ist eine Druckerei, die obendrein noch einige andere Dienste (Lektoratsservice, Coverservice, ISBN, etc) optional anbietet und sich für ihre "Dienstleistung" bezahlen lässt.
Und zu den Paketen schrieb ich ja
Allerdings muß man die Pakete nicht nehmen - dann muß man sich um den entsprechenden Part halt selber kümmern.
Auch wenn du offiziell nicht zu einer Mindestabnahme verpflichtet bist, aber wenn keine Abnahme oder keine eigene Werbung, dann Verkauf ~ 0, denn Bücher verkaufen sich nicht von alleine.
Außerdem bist du zwar nicht zur (anteiligen oder vollständigen) Bezahlung der ersten Auflage verpflichtet, mußt aber trotzdem die Kosten für die "Dienstleistung" tragen, dass die Bücher überhaupt jemals gedruckt werden können (39 Euro + Monatsgebühren).
Damit ist definitiv ein Dienstleister-Verlag.
Was du sagst ist sehr richtig, nur wird das in deinem vorherigen Posting leider nicht deutlich bzw. wirkt irreführend.
Hallo miteinander,
Ich bin momentan dabei einen Roman zu schreiben, und werde wohl, wenn alles gut geht, in den nächsten Wochen damit fertig sein. Mein Problem ist, dass ich, wenn ich das letzte Wort geschrieben habe, wohl nicht recht wissen werde, was ich tun soll. Das Internet und ich wollen und wollen einfach nicht harmonieren, ich google mich zu Tode, und finde nicht wirklich einen mir geeigent erscheinenden Verlag.
Ich wollte euch einfach mal fragen, ob ihr mir mal sieben bis acht Verlage nennen könnt, die eurer Meinung nach gut, seriös sind, und die Fantasy-Romane auch drucken (Links bitte). Ich komme einfach auf keinen grünen Zweig mit meiner Suche.
Dann wollte ich noch fragen, wie weit man in etwa von seinem Verlag weg wohnen sollte? Ich persönlich wohne in Baden-Würrttemberg, in der Pamba, ohne wirklich große Städte in nächster Nähe. Ich meine ist es sinnvoll mit einem Verlag zusammen zu arbeiten, zu dem man 3 Stunden hinfahren muss? Wohl Ehrer nicht. Was wäre da angemessen, was würdet ihr mir raten?
Bellertritik schließt Fantasy mit ein, oder?
Ach, und sollte meine Geschichte angenommen werden, wie oft in etwa trifft man sich denn so mit seinem Verleger/ Lektor? Telefonisch ist man sicherlich häufig in Kontakt, aber ich meine richtige Treffen?
Wenn ich meinen Roman wegschicke, muss ich mir keine Sorgen um die Sicherheit machen, oder? Zugegeben, ich bin sehr misstrauisch, hab aber gelesen, dass das Urheberrecht wohl sofort nach Erscheinen des Textes mehr oder weniger in Kraft tritt, und sich mein Geistiges Eigentum (so wird das in der Regel genannt) von alleine absichert. Ist das so?
Und, Gott bewahre, falls mein Roman angenommen wird, wie lange dauert es bis das Buch im Laden steht? Ist das unterschiedlich, und worauf kommt es an, auf die Länge? Mit einem halben Jahr sollte man wohl schon rechnen, oder?
Nun denn, hoffe meine Fragen werden von den klugen und erfahrenen Köpfen beantwortet. Dieses Forum ist wirklich hilfreich, da die meisten, die ihre Geschichten fertig haben, wohl nicht so recht wissen, wie es weiter geht, und man persönlich auch so gut wie keinen kennt, der sich auf dieser Bücherlandschaft ernster herumtreibt, und einem Rat geben kann. Naja, gute hilfreiche Tipps erhält man hier allemal, und das ganze Geschwafel hier leuchtet mir auch ein.:) Die Leute hier die sich hinter Namen wie "Treogen" verbergen, scheinen Ahnung zu haben, von dem was sie reden. Hoffe Ihr alle rüstet mich verbal für meine ersten, zaghaften Schritte in diese hart umkämpfte Branche, in der Hoffnung wohl die stärkste Waffe ist, die man haben kann.
Gruß tikal
Hallo tikal
Ich wollte euch einfach mal fragen, ob ihr mir mal sieben bis acht Verlage nennen könnt, die eurer Meinung nach gut, seriös sind, und die Fantasy-Romane auch drucken (Links bitte). Ich komme einfach auf keinen grünen Zweig mit meiner Suche.
Nun, die einfachste Lösung für deine Problem ist wahrscheinlich, wenn du nicht wild im Internet suchst, sondern mal in einen ganz normalen Buchladen gehst. Geh in die Ecke, in die auch dein Roman gehört (Fantasy). Schau dir dort die Bücher an, die vorrätig und natürlich auch die Verlage, die diese Bücher vertreiben. Auch der Buchhändler wird dir mit den Adressen sicher gerne weiterhelfen.
Seriosität erkennst du auch daran, dass diese Verlage ihre Bücher in einen Buchladen unterbringen. Denn unseriöse Verlage sind zwar ofmals im Buchhandel "erhältlich" (also unkompliziert bestellbar) aber nur selten im Buchhandel "vorrätig" (sprich, wirklich präsent). Der Umkehrschluß ist übrigens nicht zulässig, denn viele gute, seriöse Kleinverlage schaffen es trotzdem nicht in die Buchregale.
Aber am Anfang willst du ja die großen Publikumsverlage abgrasen - wenn dort nichts geht, kannst du allemal mit den Kleinen weitermachen.
Dann wollte ich noch fragen, wie weit man in etwa von seinem Verlag weg wohnen sollte?
Absolut unrelevant. Kommunikation läuft über Brief, Telefon, EMail.
Ach, und sollte meine Geschichte angenommen werden, wie oft in etwa trifft man sich denn so mit seinem Verleger/ Lektor? Telefonisch ist man sicherlich häufig in Kontakt, aber ich meine richtige Treffen?
Hängt von der Mentalität des Autors, des Lektors und den Gepflogenheiten des Verlages ab. Es gibt genug Autoren, die waren noch nie in ihren Verlag. Treffen finden dann oftmals auf Messen oder (gerade bei SF&F) auf Cons statt.
Wenn ich meinen Roman wegschicke, muss ich mir keine Sorgen um die Sicherheit machen, oder? Zugegeben, ich bin sehr misstrauisch, hab aber gelesen, dass das Urheberrecht wohl sofort nach Erscheinen des Textes mehr oder weniger in Kraft tritt, und sich mein Geistiges Eigentum (so wird das in der Regel genannt) von alleine absichert. Ist das so?
Also, wenn du ganz auf Nummer sicher gehen willst, mach folgendes, bevor du dich bei Verlagen bewirbst:
Drucke deine Geschichte aus. Tüte sie in einen Umschlag. Schicke es dir selbst per Post zu. Öffne den Brief niemals und packe ihn am besten in einen Tresor. Im Falle eines Urheberrechtstreites präsentierst du ihn dem Gericht und läßt ihn dort vom Richter öffnen.
So wird das allgemein gehandhabt.
Und nun die Realität.
1.) Wenn du eine gute Geschichte hast und die ist gut geschrieben, dann werden die dir den Vertrag geben. Einen Ghostwriter zu engagieren, der eine Auftrags-Geschichte schreibt, hat niemals den Erfolg, wie das Original von einem, der das Feuer in sich spürte.
2.) Wenn du eine schlechte Geschichte hast wird sie dir ebenfalls niemand klauen.
Ein Problem hast du nur mit 3.) Du hast eine gute Idee, aber eine schlechte Umsetzung. Das Urheberrecht schützt den Text - aber nicht die Idee. Aber auch in dem Fall wird der Lektor eher deine Leseprobe in die Tonne werfen und das nächste Manuskript von 500 Manuskripten je Woche herausziehen, als dass er sich Gedanken ums Klauen macht.
Und, Gott bewahre, falls mein Roman angenommen wird, wie lange dauert es bis das Buch im Laden steht? Ist das unterschiedlich, und worauf kommt es an, auf die Länge? Mit einem halben Jahr sollte man wohl schon rechnen, oder?
Von einem halben Jahr bis zu einem nie ist alles drin.
Normalerweise wird allerdings schon im Vertrag vereinbart, wann eine Veröffentlichung angedacht ist.
Die Leute hier die sich hinter Namen wie "Treogen" verbergen, scheinen Ahnung zu haben, von dem was sie reden.
*pfui*
:eek:
*rofl*
Ähm, naja, ich hoffe doch
*rofl*
LG
Treogen
Antigone
15.01.2009, 17:21
Grüß dich, Tikal! (netter Name, übrigens. Ich war vor Jahren mal in Tikal. War einfach grandios, auf der Spitze der Pyramide bei Sonnenaufgang....)
Jedenfalls, Treogen hat ja deine meisten Fragen schon beantwortet, deswegen sag ich dir nur hierzu etwas:
Ich bin momentan dabei einen Roman zu schreiben, und werde wohl, wenn alles gut geht, in den nächsten Wochen damit fertig sein. Mein Problem ist, dass ich, wenn ich das letzte Wort geschrieben habe, wohl nicht recht wissen werde, was ich tun soll.
Wie es Warin schon zwei Postings früher erläutert hat: wenn du mit dem Roman fertig bist, SCHICKST DU ES AUF KEINEN FALL ZU EINEM VERLAG!!!
Statt dessen überarbeitest du es. Einmal, zweimal... Dann suchst du dir ein paar Beta-Leser deines Vertrauens (sollten keine engen Freunde oder Verwandte sein). Nach jeder kompletten Rückmeldung solltest du die Kritiken überdenken, in dich gehen und nochmals überarbeiten.
Wenn das geschehen ist, packst du das Manuskript in eine Lade und lässt es ein paar Monate liegen. Danach überarbeitest du es noch mal.
Und wenn du deine Geschichte auswendig kennst, und überzeugt bist, nichts mehr daran ändern zu können.... DANN ist die Zeit gekommen, es vielleicht mal an einen Verlag zu schicken. Aber besser wäre es, du überarbeitest es noch mal.
lg, A.
überarbeitest es
Absolut richtig, Antigone.
Ich geh mittlerweile davon aus, dass das dazugehört, wenn jemand sagt, er wäre fast fertig. Und dann stell ich immer wieder fest, dass es anscheinend doch nicht so selbstverständlich ist *mph*
Erstmal danke für die Antworten euch beiden, sind wie immer hilfreich. Das man sich nicht unbedingt Gedanken darüber machen muss, wie weit man von seinem Verlag weg wohnt... Puh, da bin ich beruhigt, das erleichtert so einiges.
Und mit dem Überarbeiten, hmm... ja, hab das wohl unterschätzt. Ich schaue mir zwar jedes Kapitel, wenn ich es fertig habe nochmals durch, doch eine richtige Überarbeitung sieht dann wohl doch anders aus, und sollte mit Adlerauge und strengen Fingern vollführt werden. Nehm mir das zu Herzen, und werde jetzt sicherlich keine halben Sachen wegschicken, danke!!
Nun denn, werde das Ganze erstmal in Ruhe zu Ende bringen, und dann einmal bei den richtig großen Viehen anheuern:D Mal sehen, vielleicht wird ja was drauß.
Wenn ich mal wieder Fragen hab, ich weiß wo ich Antworten finde:)
Gruß tikal
Hallo ,
Ich will jetzt meinen ersten Fantasy Roman zu schreiben....
Ich will wissen wie das so abläuft...
was für Erfahrungen ihr mit euren ersten Büchern gemacht habt...
wie habt ihr es Veröffentlicht ?
...
Das sind so ...die Fragen...
Ich bitte um Antworten...
Lg Jakob
Antigone
17.10.2009, 14:04
Hi Japa!
Ich kann dazu nur sagen: vor dem Veröffentlichen kommt das Schreiben. Soll heißen, mach dir keine GEdanken übers Veröffentlichen. Setzt dich lieber hin, schreib das Buch und dann sieh weiter.
Ansonsten gibt es zu dem Thema unzählige Infos im Net. Sieh dich hier um, google nach Schriftsteller-Foren... dort kriegst du mehr Infos, als du vielleicht möchtest.
Edit: Nachtrag: ich hab in einem anderen Beitrag gelesen, dass du 12 bist. Das ist recht früh, um schon ans Veröffentlichen zu denken. Versuch doch erst mal, einfach Spaß an dem Hobby Schreiben zu haben. Das ist das wichtigste. Und ansonsten - schreib einfach. Schreiben lernt man durch schreiben.
lg, A.
Hi Japa!
Ich kann dazu nur sagen: vor dem Veröffentlichen kommt das Schreiben. Soll heißen, mach dir keine GEdanken übers Veröffentlichen. Setzt dich lieber hin, schreib das Buch und dann sieh weiter.
Ansonsten gibt es zu dem Thema unzählige Infos im Net. Sieh dich hier um, google nach Schriftsteller-Foren... dort kriegst du mehr Infos, als du vielleicht möchtest.
Edit: Nachtrag: ich hab in einem anderen Beitrag gelesen, dass du 12 bist. Das ist recht früh, um schon ans Veröffentlichen zu denken. Versuch doch erst mal, einfach Spaß an dem Hobby Schreiben zu haben. Das ist das wichtigste. Und ansonsten - schreib einfach. Schreiben lernt man durch schreiben.
lg, A.
Dankeschön ;)
Ich denke auch nicht ans veröffentlichen...Ich meine ich lese super gerne Fantasy...und schreibe gerne geschichten...jetzt will ich erstmal sehen wie ich das mit dem buch schaffe...
Ich habe es meiner Schwester versprochen.
Sie ist ein Jahr im Ausland...
Naja Mfg Japa
Antigone
17.10.2009, 20:10
Hi, Japa!
Ja, nochmal ich! :) Wenn du dich ernsthaft im Schreiben verbessern möchtest, kann ich dir auch die Lektüre von Schreibratgebern ans Herz legen. Da gibt es eines, das sich eigens an Jugendliche wendet (heißt, glaube ich, Wörterwerkstatt, oder so), oder auch "Vier Seiten für ein Halleluja" von Hans Peter Röntgen. Das hat den Vorteil, dass es nicht nur die gängigsten Anfängerfehler aufzeigt, sondern das auch ncoh in recht unterhaltsamer Form tut.
Jedenfalls ein wohltuender Unterschied zu den "Standardwerken" von Stein, Egri und Frey. Und es soll ja schließlich Spaß machen...;)
lg, A.
und wenn man nur ein Buch für die Schwester/Freundin/wen auch immer schreiben möchte, dann kann man das ersteinmal schreiben und später als Einzelstück bei "1buch" veröffentlichen. Aber ich bin, wie Antigone, der Meinung, schreibe ersteinmal und denke dann über das Veröffentlichen nach. Denn bis dahin ist sicher noch ein weiter und steiniger Weg ;)
Veröffentlichen ist ein schwieriger Weg, keine Frage.
In der Zwischenzeit kann man ja jede Menge anderer Bücher schreiben. Ob jetzt heute veröffentlichen würde, oder erst in zwanzig Jahren, dass wäre mir persönlich egal, wenn die Leser meines Buches nur zufrieden sind. :)
Ich denke, jeder Hobby-Autor träumt davon, einmal ein eigenes Buch auf den Markt zu bringen.
Ich selber hoffe, dass es auch bei mir irgendwann so weit ist :-)))
Es sollte aber kein "Veröffentlichen um jeden Preis" sein. Was hat man davon, wenn man Unmengen an Geld investiert, um mit Hilfe eines Zuschussverlages ein Buch zu veröffentlichen, das am Ende von ca 30 Leuten aus dem eigenen Bekanntenkreis gelesen wird?
Und wenn einen der Verlag einen schlussendlich sogar noch auffordert, die restlichen paar Exemplare, für deren Druckkosten man selber aufgekommen ist, zusätzlich aufzukaufen, damit man sie eigenhändig auf dem Flohmarkt verscherbeln kann?
Der Traum vom eigenen Buch lässt viele vergessen, dass der Autor für das Schreiben und der Verlag für's Verlegen zuständig ist. Dann wird mit Geld und Vitamin B ein mittelmäßiges Buch auf den Markt gepuscht, das von kaum jemandem gelesen wird.
Das Beste ist wohl, man versucht sich an einem Verlag, in dessen Programm die Geschichte reinpasst, und wartet ab.
Mein größtes Problemn wäre hierbei das Manuskript.
Interessehalber habe ich mich im Internet danach erkundigt und nichts weiter gefunden als einige Punkte darüber, was im Manuskript enthalten sein sollte.
Aber nichts darüber, wie genau das Manuskript aufgebaut sein sollte, wie und wen man anredet, wie lang und in welcher Reihenfolge die Punkte in etwa sein sollten...
Es wird wohl noch Jahre dauern, bis ich mich ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen muss, aber weiß über das Manuskript jemand hier auch was genaueres?
Mein größtes Problemn wäre hierbei das Manuskript.
Interessehalber habe ich mich im Internet danach erkundigt und nichts weiter gefunden als einige Punkte darüber, was im Manuskript enthalten sein sollte.
Meinst Du Manuskript oder Exposé? Denn das Manuskript enthält die komplette Geschichte ... den Roman in seiner vorlektorierten Form mit allem drum und dran. Da gibt es meines Erachtens nichts, was man weglassen könnte sprich nur auf bestimmte Punkte reduzieren.
Meinst Du Manuskript oder Exposé? Denn das Manuskript enthält die komplette Geschichte ... den Roman in seiner vorlektorierten Form mit allem drum und dran. Da gibt es meines Erachtens nichts, was man weglassen könnte sprich nur auf bestimmte Punkte reduzieren.
Äääähhhhhmmmm....
Stimmt, ich meinte das Eposé XD
Dass man bei der eigentlichen Geschichte als Manuskript nichts weglassen kann, ist ja iwie klar ^^
Und ok, wenn ich danach google, finde ich auch Informationen dazu ^^
(grummel grummel, ich kannte die Bezeichnung, hätte ich eigtl wissen können... grummel)
Stimmt, ich meinte das Eposé XD
Vielleicht hilft auch die Seite etwas. Habe ich dank eines Tipps (zu etwas anderem) selbst erst vor kurzem entdeck:
http://www.schreibprojekt.at/schreibtisch/grundlagen/expose.html
Antigone
07.12.2009, 22:47
Mein größtes Problemn wäre hierbei das Manuskript.
Interessehalber habe ich mich im Internet danach erkundigt und nichts weiter gefunden als einige Punkte darüber, was im Manuskript enthalten sein sollte.
Aber nichts darüber, wie genau das Manuskript aufgebaut sein sollte, wie und wen man anredet, wie lang und in welcher Reihenfolge die Punkte in etwa sein sollten...
Es wird wohl noch Jahre dauern, bis ich mich ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen muss, aber weiß über das Manuskript jemand hier auch was genaueres?
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele GEdanken sich (zukünftige) Autoren über die Gestaltung des Manuskripts bzw. des Exposes machen. Anstatt all diese Energie lieber erst mal in das Schreiben zu investieren.
Leute, macht euch keinen Kopf darüber, wie ihr den Verleger ansprecht, in welcher Reihenfolge was zu stehen hat, und erst recht nicht über das größte Mirakel seit der Erfindung der Schreibmaschine überhaupt: die Formatierung der Normseite....
Schreibt ein Buch, und schreibt es so gut, dass es dem Verleger egal sein wird, ob ihr ihn mit "Sehr geehrte Damen und Herren" anredet und die Manuskriptseite 32 statt 30 Zeilen hat. Ist das Buch gut, ist die Form (mehr oder weniger) wurscht. Ist das Buch schlecht, wird es auch die ausgefeilteste Präsentation nicht retten.
lg,A.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele GEdanken sich (zukünftige) Autoren über die Gestaltung des Manuskripts bzw. des Exposes machen. Anstatt all diese Energie lieber erst mal in das Schreiben zu investieren.
Aha. Weil ich innerhalb mehrerer Jahre mich ca. 3mal erkundigt habe, wie ein Manuskript (bzw Exposé) aufgebaut sein sollte, verschwende ich zu viel Zeit damit. (und es war meist zu der Zeit, in der ich mit meiner Geschichte sowieso nicht weiterkam und mich mit solchen Überlegungen bei Laune hielt. Bis ich einen Einfall für meine Geschichte hatte und weiterschrieb)
Das letzte Mal bezog sich die Suche nach dem Aufbau übrigens auf die Überlegung, meine Gedichte zu veröffentlichen. Dass ich von Gedichten weder reich noch bekannt werde, muss mir niemand erklären, auch nicht, dass die Veröffentlichung sehr, sehr unwahrscheinlich ist, da auch Verlage nicht wirklich damit verdienen können.
Es war halt ne Überlegung. Hab ich aber letztendlich doch gelassen. Irgendwie war's mir zu kompliziert und letztendlich doch nicht wichtig genug.
Vorletzten Sonntag (ja, im Lichte der ersten Adventskerze...) habe ich meinen Fantasy-Roman beendet! *ja*
Von nun wird es darum gehen, das Werk noch einmal (zweimal, viele Male...) gründlichst durchzusehen und zu überarbeiten...
Natürlich habe ich auch damit begonnen, Verlagsprofile zu recherchieren ( verwirrend, welche Verlage irgendwie miteinander zu irgendwelchen Verlagsgesellschaften gehören... *oi* )
Soll man selbst Kontakt zu Verlagen aufnehmen oder lieber einen Agenten beauftragen? In letzterem Fall: Wie findet man (seriöse!) Agenten?
Außerdem bereitet mir das Exposé Schwierigkeiten... *mph* (Donnerschlag, irgendwie fiel es mir leichter, eine ca. 250 Seiten lange Geschichte zu schreiben, als ein zweiseitiges Exposè...)
Aber: Ich finde viele Hinweise in diesem Thread sehr hilfreich, um so eine Art Struktur in das ganze Verlagsfindungschaos zu bringen. Dafür schon mal Danke an alle Beteiligten, ich werde diesen Thread mit großem Interesse weiterverfolgen - und vielleicht werde ich eines Tages auch ein paar gute Tipps beisteuern können.
Antigone
08.12.2009, 16:29
Aha. Weil ich innerhalb mehrerer Jahre mich ca. 3mal erkundigt habe, wie ein Manuskript (bzw Exposé) aufgebaut sein sollte, verschwende ich zu viel Zeit damit. .
Hi Bardin!
Mein Kommentar bezog sich keineswegs ausschließlich auf deinen Beitrag. Sondern vielmehr auf die unzähligen Beiträge zu dem Thema in etlichen (Schreib)Foren.
lg, A.
Ist das Buch gut, ist die Form (mehr oder weniger) wurscht.
Das halte ich nun für ein Gerücht mit Verlaub gesagt. Die Normseite hat schon ihren Sinn und Zweck. Unter anderem können die Verlage danach die Länge eines Buches im Druck berechnen. Zudem dient es dazu, die Manuskripte in einer einheitlichen Form zu erhalten. Wenn die einen in Arial 11 einzeilig, die anderen in Times New Roman 1,5-zeilig und wieder welche in Courier 9 2-zeilig kommen ... wie sollte das dann möglich sein? Denkst Du tatsächlich, irgendein Verleger würde sich die Zeit nehmen, das umzuformatieren? Und wer schreibt schon die Zeichenanzahl unter seine Manuskripte? Zudem welche Zeichenzahl? Mit oder ohne Leerzeichen?
Zudem dient ein Exposé auch eigenen Zwecken: wie soll meine Geschichte verlaufen? Es hilft die Geschichte selbst weiterverfolgen zu können ohne abzuschweifen.
Sicher wird eine ausgefeilte Präsentation kein schlechtes Buch retten. Ich wette aber mit Dir, dass eine schlechte Präsentation (sprich eine, die nicht den Wünschen des Verlages oder der Normierung der Normseite entspricht) einem guten Buch auch nicht unbedingt hilft. Ein Verleger achtet durchaus auf die Form der Präsentation!
Antigone
08.12.2009, 22:34
Das halte ich nun für ein Gerücht mit Verlaub gesagt. Die Normseite hat schon ihren Sinn und Zweck.
Deswegen schrieb ich "mehr oder weniger wurscht". Ich würde niemandem empfehlen, sein Manuskript auf einer Rolle Klopapier einzuschicken (überspitzt ausgedrückt! ;)) Natürlich sollte es in etwa die Form einer Manuskriptseite haben sollte. Aber ich habe unzählige panische Diskussionen miterlebt, wo sich die Autoren gesorgt haben, weil ihre Normseite 31 statt 30 Zeilen hatte und 65 statt 60 Zeiche pro Zeile.
Das gängige Format ist einfach Courier 12, 1 1/2 zeilig. Aber kein erster Ansprechpartner wird nachzählen, ob die Zeilenanzahl jetzt exakt 30 ist. (glaub ich halt....)
Und wer schreibt schon die Zeichenanzahl unter seine Manuskripte? Zudem welche Zeichenzahl? Mit oder ohne Leerzeichen?
Das sollte übrigens Usus sein auf jeder Manuskripteinsendung. Gezählt MIT Leerzeichen.
lg, A.
Hallo Antigone
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele GEdanken sich (zukünftige) Autoren über die Gestaltung des Manuskripts bzw. des Exposes machen. Anstatt all diese Energie lieber erst mal in das Schreiben zu investieren.
Ja, das finde ich auch recht interessant.
Es hat tatsächlich schon Leute gegeben, die mir eine Mail geschrieben haben mit einem groben Handlungsabriss und mich gefragt haben, ob ich sie unter Vertrag nehme und wie sie ihr Manuskript einschicken müssen. Am Ende der Mail stand dann was, dass sie die ersten 10 Seiten fertighaben.
Sorry - dafür hat mein Mailprogramm einen ganz tollen Menü-Punkt: LÖSCHEN
Schreibt ein Buch, und schreibt es so gut, dass es dem Verleger egal sein wird, ob ihr ihn mit "Sehr geehrte Damen und Herren" anredet und die Manuskriptseite 32 statt 30 Zeilen hat. Ist das Buch gut, ist die Form (mehr oder weniger) wurscht. Ist das Buch schlecht, wird es auch die ausgefeilteste Präsentation nicht retten.
Mhh - an der Stelle muß ich widersprechen.
Ich erwarte schon, dass man vorneweg recherchiert, bevor man mir ein Manuskript schickt. Recherche sollte für einen Autor zum A und O gehören. Kommt ein Manuskript bei mir an mit der Standardfloskel "Sehr geehrte Damen und Herren", hat der Autor entweder nicht recherchiert (solche Leute recherchieren dann auch nicht für ihren Roman und das ist ganz schlecht) oder macht Massenaussendungen ohne Personalisierung.
Wenn dann auch noch das Anschreiben vor Tippfehlern, grammatikalischen Aussetzern und fußnägelaufrollenden Formulierungen hagelt oder gar mit Kaffeeflecken bekleckst ist, rutscht das Manuskript immer und immer wieder ans Ende des Stapels.
Außerdem sind beliebte Fehler und Mängel:
Das Manuskript gehört nicht gebunden, sondern als Loseblattsammlung (es läßt sich sonst furchtbar lesen).
Auch, dass Seitenzahlen auf dem Manuskript oder der Leseprobe gehören, sollte sich eigentlich rumgesprochen haben. Eine Kopfzeile auf jedem Blatt, die den Arbeitstitel, Name des Autors sowie dessen EMail enthält, sollte eigentlich mittlerweile auch zum Standard gehören. Trotzdem gibt es immer wieder Manuskripte, die weder Seitenzahlen noch irgendwelche Anzeichen der Herkunft enthalten.
Ein Nichteinhalten der Einsende-Bedingungen für unverlangt eingesandte Manuskripte. So etwas geht gar nicht. Jemand, der mir mit einer mehrere MB-EMail mit Manuskriptanhang plus Titelbildvorschlag plus Innenillustrationen das Mailfach verstopft, wird ungelesen gelöscht und erhält auch keine Rückmeldung.
Ein Ignorieren des Portfolios. Wenn ich auf meiner Webseite schreibe, dass ich ausschließlich Phantastik herausbringe, dann erwarte ich, dass mich Autoren mit Alltagslyrik nicht mit EMails und Briefen bombardieren, warum ich denn ihren tollen Gedichteband nicht rausbringen möchte.
Das Betteln nach schneller Bearbeitung. Ich lese jedes Anschreiben, Expose und die Vita durch. Anhand dessen bearbeite ich die Leseproben. Also danach, wie hoch die Chance ist, dass derjenige was für mein Portfolio ist. Betteln und Flehen, um darin hochzurutschen, nützt gar nichts. Ebensowenig, dass man mir Geld bietet, auf dass ich das Buch schneller gedruckt bekomme.
Absolutes NoGo:
das Anfangen von Diskussionen. Wenn ich NEIN sage, dann meine ich das auch so. Und dann braucht derjenige weder mit Geld, noch mit Bettelein zu kommen - es bleibt ein Nein.
Und wenn derjenige dann auch noch ausfallend wird (wie jene Autorin letztens, die mir doch tatsächlich sagen wollte, ich hätte nicht das Recht zu entscheiden, was meine Kunden bei mir Kaufen dürfen, außerdem würde ich ja den Markt nicht kennen und sie hätte ja ein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und damit auch ein Recht auf Veröffentlichung, deswegen darf ich sie gar nicht ablehnen), solche Leute landen bei mir auf der Schwarzen Liste und werden, so lange ich den Verlag führe, kein Buch und keine Geschichte bei mir unterbringen. Ich bin nicht nachtragend, aber ich hab ein gutes Gedächtnis ;)
Also, es gibt viel, was man falsch machen kann.
Aber das sollte niemanden interessieren, der nicht ein fertiges Buch (und damit meine ich ein geschriebenes und mehrfach überarbeitetes Buch) in der Tasche hat.
Aber das sollte niemanden interessieren, der nicht ein fertiges Buch (und damit meine ich ein geschriebenes und mehrfach überarbeitetes Buch) in der Tasche hat.
Habe ich! Darf ich es Dir schicken ;)?
Habe ich! Darf ich es Dir schicken ;)?
Wenns passt?
Und wenn du viel Geduld mitbringst ;)
Und du dir bitte vorneweg die Informationen zu Manuskripteinsendungen auf meiner Webseite durchliest :D
Eine interessante Diskussion zum Thema "Veröffentlichen". Interessant wird es ab Post 14 und ganz sicher ist die ganze Thematik nicht nur für SF-Kurzgeschichten-Schreiber von Interesse:
http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php?showtopic=9821&st=0
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