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Alt 04.09.2009, 19:07   #1
Plusquamperfekt
Schüler :D @Werwolf95
 
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Kreuzwege

Hallo!
Ich schreibe gerade an einer eigenen Anthlogie. Meine Idee gibts hier. Ich arbeite schon eine Zeit lang daran und freue mich daher über eure Meinung. Eine Saqche vorweg:
Ich bin 12 Jahre alt, habe daher also noch lange nicht ausgelernt. Bitte, bitte schreibt Feedback. Ich brauche es sehr für meinen Schreibstil.

Hier nun mein Text:

Kreuzwege

Menschenland;
1500, 3. Zeitalter


Rimon fuhr mit seiner gebräunten Hand durch die Einnahmen. Es war nicht viel, aber für ein karges Abendessen würde es reichen. Rimon war hochgewachsen, schmal und hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, so auch jetzt. Nachdem ich, wie alle sechzehnjährigen in meinem Dorf, vor drei Jahren von zu Hause weggegangen war, nahm er mich auf. Er war einer der wenigen Menschen, die etwas mit mir zu tun haben wollten. Ich bin weder klug genug um die Hochschule zu besuchen, noch stark genug, um bei einem Schmied in die Lehre zu gehen. Für das Heer meines Heimatlandes bin ich zu klein, für eine Arbeit in den Minen als Gehilfe der Goldgräberzwerge zu groß. Doch Rimon sah über all dies hinweg und sagte nur: „Solange du spannend Geschichten erzählen kannst und dich mit Wenigem zufrieden gibst, bist du ein guter Lehrling.“
Seitdem verläuft jeder meiner Tage gleich: Aufstehen, Rimon beim singen und erzählen zuhören, zwischendurch selbst eine Geschichte an den Mann bringen, ein klägliches Abendmahl zu mir nehmen, schlafen.
So kommen wir mehr schlecht als recht durchs Leben.
„Hey Samuel“, Rimon gab mir einen leichten Schupser und weckte mich so aus meinen Tagträumen. „Hier ist dein Geld.“ Mit diesen Worten drückte er mir ein paar rote Metallstückchen in die Hand. Fünf Rono, dass würde hoffentlich für ein Stück Fleisch und ein Pfirsichbier reichen. Als ich wieder aufschaute, hatte Rimon schon die Zelte zusammengeschnürt und die Weinschläuche aufgefüllt. Er befestigte alles an unserem Packesel und sagte: „Ich gehe mir einen neuen Hut kaufen. Bei Einbruch der Dunkelheit treffen wir uns wieder hier.“ Jetzt ging er, den Esel neben sich herführend, in Richtung Stadt. Bevor auch ich das Lager verließ, tat ich meine Habseligkeiten in meinen Rucksack. Das kostbarste war eine Marmorschale, die so groß war wie ein halbierter Apfel. Sie war meine einzige Erinnerung, an zu Hause, ich hatte sie von meiner Familie bekommen. Ich wog sie in den Händen, schon oft hatte ich überlegt sie zu verkaufen oder im Tausch gegen Lebensmittel anzubieten, doch nie hatte ich mich wirklich von ihr trennen können. Ich betrachtete noch einmal kurz unsere Raststätte, dann machte ich mich auf den Weg, der zur Stadt führte.
Nachdem ich das Tor passiert hatte, schlenderte ich durch die Ansammlung von Wohnhäusern, Ständen und Werkstätten. Hier riefen aufgebrachte Mütter ihre Kinder, dort feilschten rotgesichtige Händler um ihre beste Ware und an einer Ecke unterhielten Spaßmacher die Menge. Ich mochte diesen Aufruhr nicht. In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen war, hatte es so etwas nicht gegeben. Nur am Markttag einmal im Monat wurde es vergleichsweise hektisch.
Ich sah mich nach einer billigen Möglichkeit ein Essen zu bekommen um und entdeckte am Rande einer heruntergekommenen Nebenstraße ein Lokal mit dem Namen „Zum trostlosen Spanferkel“.
Das Restaurant war ein kleiner Pub mit einem Strohdach. Aus den Fenstern drang laute Musik.
Ich ging zum Tresen bestellte mir einen Pott Pfirsichbier und ein halbes Hähnchen und lies mich an dem einzigen Tisch, an dem noch ein Platz frei war, neben einen Mann sinken. Ich war so hungrig, dass ich das Huhn mit drei Bissen herunter schlang und das Bier mit einem Zug lehrte. Erst jetzt, als mein Hunger verschwunden und mein Durst gelöscht war, betrachtete ich meinen Sitznachbarn genauer. Er war groß, fast so groß wie einer der Elfen, die hinter dem Horizont lebten, und er trug einen schwarzen Umhang, dessen Kapuze fast sein ganzes Gesicht bedeckte. Nur ein Schwall hellblondes, fast weißes Haar quoll unter seinem Umhang hervor. Als er meinen Blick bemerkte, wandte er den Kopf zu mir.
Er zeigte auf meinen leeren Krug. „Möchtest du noch eins?“ Ich nickte und der Mann gab dem Wirt zu verstehen, dass er noch zwei Biere haben wolle. Dieser brachte die Getränke und der freundliche Fremde fragte: „Was führt dich in ein so schäbiges Lokal?“ „Ich bin der Lehrling eines Barden und für mehr reicht mein Geld nicht.“ „Das ist kein Grund sich zu schämen“, erwiderte der Mann der wohl bemerkt hatte wie beschämt zu Boden guckte. „Ein Barde also, kennst du denn viele Geschichten? „ Ja“, rief ich und erfreut vom Interesse meines Sitznachbarn begann ich zu erzählen. Ich erzählte von Menschen und Elfen, von Drachen und Seeungeheuern. Ich erzählte von Helden, die jeder Gefahr trotzten, von Heeren, die feindliche Städte einnehmen und von Kreaturen die gejagt, getötet und gegessen wurden. Irgendwann hörte ich auf zu erzählen und lauschte der Musik, welche mich in den Schlaf lullte.
Als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster krochen, erwachte ich aus einem unruhigen Schlaf. Die Kneipe war fast leer, außer mir saß nur eine Person mit dem Rücken zu mir nahe der Bar und schlief. Der Boden war übersät mit Abfällen aller Art.
Plötzlich schreckte ich hoch. Rimon! Ich hätte schon vor Stunden zurück sein sollen. Ich sprang auf und rannte unter dem ohrenbetäubenden Scheppern eines zerberstenden Tellers los.
Die Stadt war menschenleer nur hier und dort bauten Händler ihre Stände auf oder Frauen holten Wasser vom Brunnen. Ich lief durch das Stadttor, ohne den Bauern, dessen Hühner ich aufgeschreckt hatte eines Blickes zu würdigen.
Als ich den Platz erreichte, an dem wir letzte Nacht unser Lager aufgeschlagen hatten, stockte mir der Atem und mein Herz stand still. dort wo vor ein paar Stunden noch unser Esel friedlich graste, lagen jetzt nur noch dessen Hinterlassenschaften. Das Feuer war sorgfältig mit Erde bedeckt. ich ließ mich neben die einstige Feuerstelle auf den Boden sinken und Tränen liefen mir über das Gesicht.
Meine einzige Chance, meine einzige Chance zu überleben, meine einzige Chance darauf später meinen Lebensunterhalt als Barde zu
verdienen, war zerstört. Ich blickte in den Wald doch sah ihn gar nicht richtig, mein Kopf dröhnte und mein Körper fühlte sich gelähmt an. es war vorbei.

Plötzlich spürte ich eine Bewegung an meiner Schulter. Ich fuhr herum. Der Mann, der sich gestern mit mir unterhalten hatte, stand dort. Er beugte sich zu mir herab, sodass ich sein Gesicht sehen konnte. Es war faltenlos und wurde von glattem, schulterlangem Haar umspielt. Die Augen des Fremdens waren von einem hellen Grau, das Weisheit und Erfahrung widerspiegelte.
Der Fremde sah mich ruhig an. Schließlich sagte er: „Nichts passiert zufällig. Schon bald wird der Tag kommen, an dem du eine Entscheidung zu treffen hast.“ Mit diesen Worten zog er einen blauen, etwa handgroßen Stein hervor. „Bewahre diesen Stein gut auf. Er wird dir helfen den richtigen Weg nicht zu verlassen, auch wenn er oft steiniger wirkt als der Falsche.“
Als ich meinen neuen Besitz in die Hand nahm, war dieser ungewöhnlich warm. Von ihm ging ein Impuls aus so sanft wie das Rauschen des Meeres, doch gleichzeitig besaß er die Härte der besten Diamanten der Zwerge. Ich wollte den Mann fragen was all dies zu bedeuten hatte, doch als ich aufblickte war er fort. Langsam stieg die Sonne höher und ich fühlte mich allein, so allein wie noch nie.
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Alt 10.09.2009, 17:48   #2
Plusquamperfekt
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AW: Kreuzwege

So jetzt kommt Teil 2. nachdem ich die geschichte jetzt reingestellt habe, überarbeite ich nochmel die erste.

Himmelsreich;
17.000 nach Curus


Ich sah die Bucht schon von Weitem. Von Bergen umringt konnten, Menschen, Elfen und Zwerge sie nur über das Wasser erreichen. Für sein Volk galt diese Einschränkung natürlich nicht. Ich landete ungefähr 500 Meter entfernt von meinem eigentlichen Ziel, auf einem Vulkanstein mit Blick zur Bucht. Die Wellen hatten dort über die Jahrtausende eine kleine Nische in den Fels gewaschen, auf der ich mich nun niederließ. Ich klappte meine schimmernden Flügel an. Für alle erdgebundenen Wesen waren diese Flügel, nein, eigentlich unser ganzer Körperbau, ein Rätsel. Die Schwingen brachen bei uns knapp über der Hüfte hervor und gingen bis zu der Schulter. Sie waren von Person zu Person unterschiedlich lang, meine zum Beispiel wurden als kurz gehandelt, da sie nur zwei Armeslängen lang waren. Bei der Geburt waren die Flügel noch unbrauchbare Stummel. Zum ersten Mal zum Einsatz kamen sie, wenn man acht Jahre alt wird, denn dann beginnt der Flugunterricht. Ohne Flügel sehen wir aus wie die Völker der Wüste, daher nennt man uns auch „Nomaden der Lüfte“. Meine Heimatstadt Ermena, was soviel bedeutet wie „Stadt der Lüfte“, liegt auf einem Berg inmitten des Menschenlandes und ist zwei Tagesflüge entfernt.
Ich machte mich auf den Weg der zur Bucht führte, um das zu jagen, weswegen ich herkam. Zu fliegen wäre es ein Weg von einer Minute gewesen, doch ich musste mich von Felsvorsprung zu Felsvorsprung hangeln und wäre mehr als einmal fast in das Wasser unter mit gestürzt. Ich nahm diesen Weg, weil ich den Knur, den ich seit drei Tagen halb rennend, halb fliegend verfolgte, nicht verscheuchen wollte.

Seit ich losgelaufen war, hatte sich das Tier um keinen Millimeter bewegt, und ich fragte mich ob er schlief. das wäre sehr ungewöhnlich, da Knure eigentlich fast nie schliefen. Sie waren überhaupt sehr eigenartige Wesen. Auch sie besaßen Flügel, mit denen sie aber nicht selbstständig fliegen, sondern nur gleiten konnten. Dieses Exemplar hatte die Brosche meiner Verlobten gestohlen. Das Schmuckstück war das Symbol unserer Liebe, ohne sie wäre uns die Heirat untersagt.
Knure lieben alles Wertvolle, doch definieren sie den Wert eines Objektes, nicht nach dem Preis sondern nach seiner Aura. Die Brosche war durchtränkt mit tiefer Liebe und besaß daher einen mächtigen Wert. Das Lebensziel dieser Räuber ist es, immer einen Gegenstand mit noch größerer Aura zu finden. Da diese Schmucknadel, das, soweit mir bekannt, stärkste magische Objekt war, glaubte ich nicht, dass dieser Knur es auf dem Weg eingetauscht hatte.
Ich kletterte, sorgsam darauf achtend, kein Geräusch zu machen, ein Stück höher. Noch immer bewegte meine Beute sich nicht. Ich spannte meinen Pfeil aus rotem Mythenholz, den mein Vater mir zum Übergang in das Erwachsenenalter geschenkt hatte. Ich zielte genau, denn ich hatte nur einen Schuss – Ich ließ los. Der Pfeil schoss durch die Luft, genau auf sein Opfer zu…

und verfehlte es um Haaresbreite. Ich wollte schnell den nächsten Pfeil abschießen, doch ich sah, dass der Verfehlte liegen blieb, als wäre nichts passiert. Aber so fest schlief niemand, weder Mensch noch Knur.
Schnell um nachzusehen, ob ich ihn vielleicht doch erwischt hatte, kletterte ich zu ihm hinunter.
Er lag auf der Seite, sodass ich seine Schnauze, in der er hoffentlich meine Brosche hielt nicht sehen konnte. Zur Sicherheit spannte ich ein weiteres Geschoß in meinen Bogen, denn falls er tatsächlich noch schlief würde ich ihn überrumpeln müssen. Ich stieß den schlafenden mit dem Fuß an. Nichts passierte.
Noch mal schubste ich ihn an. Keine Reaktion. Ich ließ meine Waffe sinken.
Behutsam drehte ich den Dieb auf den Rücken. Seine Lider waren halb geschlossen und er atmete nicht. ich öffnete sein Maul, indem ich es mit meinem Bogen aufhebelte. Ein blauer Stein kullerte aus seinem Mund.
Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen: „Wo war meine Brosche? Wo hatte er sie ausgetauscht? Gab es eine Chance sie zu finden? und Was lag dort vor mir?“ Ich streckte meine Hand nach dem Stein aus. Als meine Finger in berührten, explodierte etwas in meinem Kopf. Schmerz durchflutete meinen Rücken. Mein ganzer Körper brannte. Der Stein rutschte aus meinen schweißnassen Händen. das letzte was ich sah, bevor ich in Ohnmacht viel, war der nun rotschimmernde Stein.
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Alt 03.10.2009, 09:28   #3
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Menschenland;
1500, 3. Zeitalter


Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne färbten den Himmel in einem blutigen Rot. Die Hauptstadt Gerlingen, rechts und links gesäumt von dem Lenosgebirge, zeichnete sich am Horizont ab. Um diese Zeit war auf der Straße, die zur Stadt führte nicht mehr viel los, nur noch wenige Karren, beladen mit Getreide und Gemüse passierten das Stadttor. Morgen würde Markttag sein und die Bauern, die schon heute anreisten würden am meisten Umsatz machen. Ein wenig Trauer kam bei diesem Gedanken in mir auf. Der Markt war immer das wichtigste Ereignis in meiner Heimatstadt gewesen und wie gerne wäre ich morgen durch die Reihen von Ständen geschlendert oder hätte wenigstens der Taverne „Zum trostlosen Spanferkel“ einen Besuch abgestattet, welches seit nunmehr dreißig Jahren von meinem Vater bewirtschaftet. Aber selbst das war natürlich unmöglich. Es hätte meinen ganzen Auftrag gefährden können. Niemand durfte mich sehen, ich sollte mich eigentlich gerade in Kirdingsdorf, einer Stadt westlich des blauen Meeres aufhalten. Und von meinem Geschick, im Verborgenen zu agieren, hing schließlich der ganze Plan ab.
Der wichtigste Teil meines Vorhabens würde bald folgen. Doch zunächst musste ich mich gedulden. Beginnen könnte ich erst, wenn
selbst der letzte Sonnenschein verschwunden war. Ich machte mir keine Sorgen, bisher hatte alles gut geklappt.
Langsam verschwand auch das letzte Schimmern am Himmel. Dunkelheit legte sich über das Land. Diese Finsternis war gleichzeitig mein größter Vorteil und mein schlimmster Nachteil. Sie machte mich unsichtbar für fremde Augen, doch sorgte auch dafür, dass ich sehr vorsichtig sein musste und nur langsam vorankam. Das Ziel, welches ich seit einer Woche anstrebte lag direkt vor mir.
Die Lichtung, auf die ich zusteuerte, war von hohen Tannen gesäumt. Auch stand hier und dort ein Laubbaum, der aber zu dieser Jahreszeit noch keine Blätter trug. Auf der Lichtung waren im Umkreis von einem Meter um ein flackerndes, fast heruntergebranntes Feuer einige Dinge verstreut. Die meisten dieser Dinge waren für mich vollkommen nutzlos. Es roch nach Harz. Und da saß er. Wie mein Auftraggeber gesagt hatte war er allein. Der Mann, der leicht verborgen an einem Baumstamm lehnte war, das konnte man sogar auf diese Entfernung sehen, vor Sorge angespannt. Sein gebräuntes Gesicht, war von Haar umgeben, das so aussah als wäre es noch nie richtig geschnitten worden. Ich umrundete die Lichtung, sorgsam darauf bedacht, kein Geräusch zu machen. Der Fremde, der jetzt mit dem Rücken zu mir saß, holte eine Flöte hervor und setzte sie an die Lippen. Dann fing er an ein weitverbreitetes Lied zu spielen, indem es um die Schlacht des Curus, eines geflügelten Kriegers, ging, der drei Aufgaben bewältigen musste, erst dann durfte er eine menschliche Frau heiraten.
Ich zog etwas aus meinem Gürtel. Es war ein Messer, zu groß für einen Dolch und zu klein um Säbel genannt zu werden. Dieses Messer war Arbeit des Nordens und die Schneide war mit dem Gift der Loa-Bera Schlange bestrichen. Dies Gift war in Mengen ein Vermögen wert, da besagte Schlangenart nur in wenigen Wäldern zu finden war. Allein die drei Tropfen, die für diese Waffe benutzt worden waren, besaßen auf dem Schwarzmarkt einen Wert von mindestens 80 Tiren. Das Besondere an dem Gift war, dass es sofort lebenswichtige Organe angriff und niemals in der Wirkung nachließ.
Es war schon ein sehr lohnender Lebensweg, dem ich mich da verschrieben hatte. Aber eben auch ein gefährlicher. Ein sehr gefährlicher.
Doch dieser Auftrag war vergleichsweise leicht und würde kein großes Risiko bergen. Der Fremde hatte seinen Platz noch immer nicht verlassen. Ich schlich mich leise an ihn heran. Die Nacht war ruhig, nur hier und dort hörte man einen Vogel. Ich war jetzt nur noch wenige Zentimeter von meinem Opfer entfernt. Eine graue ärmellose Tunika bedeckte den Rücken des Mannes, der sich nun schutzlos vor mir befand. Kurz bevor ich zustach, hatte ich die Hand auf den Mund meines Opfers gelegt. Kein Laut drang durch die Nacht. Dann zog ich das Messer aus der Wunde. Der leblose Körper des Barden sackte vor mir zusammen. Ich reinigte meine Waffe am Umhang des Fremdens. Es war vorbei. Doch es würde noch eine lange Nacht werden.
__________________

Akissi, Oktober 2009, Vielen Vielen Dank

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Alt 10.10.2009, 15:18   #4
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So, jetzt kommt mal keine Geschichte, sondern ein lyrischer Text: Feedback bitte

Aus dem Geschichtenbuch von Rimon;
Niedergeschrieben von 1488 bis 1500 im 3. Zeitalter


Flammenmeer
Die Zeit geht um, der Schmerz der bleibt,
der stärkste Zauber ihn niemals vertreibt.
Die Zeit geht um, der Tod der wart,
dem stärksten Menschen nie erbarmt.
Die Zeit geht um, die Luft wird kalt,
der Mann von ihr wird niemals alt.
Von Wut und Hass wird er getrieben,
er konnte sich nie mehr verlieben.
Die Zeit geht um, der Schmerz der bleibt,
der stärkste Zauber ihn niemals vertreibt.

Und so erschaffen in den letzten Tagen,
die schlimmste aller schlimmen Plagen.
Sie bringt den Tod übers ganze Land,
erschaffen in einem Riesenbrand
Die Kraft ist groß im Flammenmeer,
vernichtend wie ein Todesheer
und immer schritt er hinterdrein,
ob Stadt, ob Dorf, ob groß, ob klein,
und niemals starb sein große Wut,
die Städte glitzerten vor Glut.

Bis er vors letzte Stadttor kam,
kein Schrei entfachte seinen Gram.
So wird von ihm niemand verschont,
ob Kind, ob Frau, ob lebt, ob tot.
Doch dann ein Weib vom Pech verfolgt,
es ist der Tod dem sie sich beugt.
Sie stürzt sich vor die Feuersbrunst,
sie stand nicht in ihres Mannes Gunst,
denn sie hatte ihn betrogen,
wollte nicht, doch hat gelogen.

Sie war bereit zu sterben, ja,
doch als der Zauberer sie sah,
wollte er sie vorm Tod verstecken,
doch sie konnte keine Liebe retten.
Die Bemühen war Verschwenden,
der Tod hatte sie schon in Händen.
Getroffen vom Qual seiner Taten,
stürzt er sich in den Feuersgarten,
ein Meer, das heute noch so heißt,
denn es sich an den Flammen speist.
__________________

Akissi, Oktober 2009, Vielen Vielen Dank

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