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Alt 14.11.2009, 21:16   #1
Teylen
Meisterdieb
 
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Registriert seit: 20.01.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 360
Zeichnen: Üben, üben, üben

"Ohne Fleiß, kein Preis."

"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen."

Noch ein dummer Spruch gefällig? Nein? Egal:
"Kunst von Können. Käme es von Wollen, hieße es Wunst."


Genug der Sprüche. Ich glaube die meisten würden mir zustimmen, dass Talent allein nicht reicht, sondern, dass man auch sehr viel Üben und Lernen muss, um gut (oder zumindest nicht vollkommen katastrophal) im Zeichnen und Malen zu werden. Wahre geniale Naturtalente, denen alles von alleine zufliegt, gibt es nur wenige, wenn überhaupt welche.

Doch wie übt und lernt ihr? Tut ihr es überhaupt?


Ich kann nur davon berichten wie ich es mache bzw. machte:

Eigentlich habe ich früher überhaupt nie geübt oder gelernt für's Zeichnen, zumindest nicht bewusst oder einfach nur so. Ich mag es gerne sofort ein Ergebnis zu haben und nicht erst 10 Jahre zu üben, bevor ich mich an ein Werk wage. Zumindest für Einzelbilder gilt das bei mir. An einen kompletten Comic traue ich mich trotzdem nicht.
Wenn ich also ein Bild zeichnen wollte, habe ich entweder versucht es so gut hinzubekommen wie es mir möglich war, oder aber ich habe mir Tipps, Tutorials, Referenzmaterial und andere Bilder angeschaut, um das zu erreichen, was ich vorhatte. Weiterentwicklung kam bei mir dann meistens entweder aus der Erfahrung (durch's Zeichnen/Malen der Bilder an sich) oder weil ich mich an neue Dinge (andere Posen, andere Charaktere, mehr Hintergrund, ...) gewagt habe, die ich bisher nicht probiert hatte. Nach ein paar Mal Wiederverwenden der Erfahrung, gelingt es in zukünftigen Bildern immer besser. Sozusagen implizites Lernen. Skizzen, die im Skizzenzustand blieben gab es bei nur wenige. Im Grunde war immer der Versuch da ein komplettes Bild oder zumindest einen kompletten Charakter zu zeichnen. Oft genug geht der Lerneffekt in den Frustrationspausen (weil irgendetwas nicht klappte oder nicht so aussah wie gewünscht) wieder verloren.

Seit gerade mal etwas über einer Woche versuche ich mich nun an einem neuen Ansatz: Ich setze mich jeden Abend mindestens eine halbe Stunde hin und kritzele mehrere kleinen Zeichnungen ohne besonderes Ziel. Mal sind es grobe Skizzen von kompletten Figuren, mal haufenweise Portraits, mal nur eine Reihe von einzelnen Körperteilen (bisher hauptsächlich Gesichtselemente).
In erster Linie geht es mir um den Spaß und um das Erkunden und gleichzeitige Erweitern meiner Grenzen. Das hat den Vorteil, dass ich weniger frustriert bin, wenn mal einzelne Dinge schief gehen.
Unterstützung hole ich mir von Referenzmaterial, Tutorials und Werken anderer Künstler. Dabei tue ich auch etwas, was ich sonst immer abgelehnt habe: Das Abzeichnen von Werken anderer Künstler. Wobei ich hier nicht so viel Wert auf das 100%ig korrekte Kopieren lege, als vielmehr darauf, dass ich ein Gefühl für andere Linienstruktur und neue Details bekomme. Auch hilft es besser zu erkennen wie andere Künstler bestimmte Probleme lösen. Manchmal ist es auch interessant zu sehen wie falsch auch Zeichnungen von Profis aussehen können, wenn man sie nur lange genug betrachtet. (Wenn man lange genug ein Foto von Körperteilen aus ungewöhnlichen Winkeln betrachtet, sehen die auch irgendwann falsch aus, obwohl sie es nicht sein können. Insofern ist realistisches Zeichnen manchmal etwas sinnlos...)

Nebenergebnis meines neuen Weges ist allerdings, dass zwar mein "Output" steigt, aber weniger bei heraus kommt was man ernsthaft anderen Leuten zeigen kann.


Kritik fliesst bei mir nur relativ begrenzt ins Lernen ein. (Vielleicht sollte ich mich deswegen auch mal ins Thema zum Umgang mit Kritik begeben.) Ich muss auch gestehen, dass ich mit Kritik an Bildern von mir nur begrenzt umgehen kann. Nach Fertigstellung möchte ich meist erst einmal ein Weilchen Stolz darauf sein. Ich fange oft schnell genug selbst an es wieder auseinanderzunehmen, weil mir eine Reihe von Fehlern schon beim Zeichnen/Malen auffallen. Wenn dann jemand vorher alles auseinander nimmt, ist das ein wenig deprimierend.
Und genervt bin ich dann, wenn jemand so kritisiert, dass einfach nur ein völlig anderer Stil von Betrachter gewünscht ist. Extrembeispiel wäre, dass ein Fan amerikanischer Superheldencomics anfängt den Stil von Shoujo-Manga zu kritisieren. Ausgehend davon ist die meiste Kritik an Bildern leider unbrauchbar oder einfach nicht umsetzbar. Und das ist ein anderer Punkt: Wenn tatsächlich brauchbare Kritik kommt, die generelle Probleme und nicht nur einzelne Striche oder den Stil anspricht, dann setze ich diese garantiert nicht mehr in dem kritisierten Werk um. Dafür ist es dann nämlich zu spät. Aber ich versuche gerne, wenn ich die angesprochenen Punkte anerkenne, es in zukünftigen Werken zu beachten. (So sind zum Beispiel die Köpfe meiner Figuren mit der Zeit dann doch etwas weniger gigantisch geworden. )

Doch sagt... werte Zeichner und Zeichnerinnen. Wie übt und lernt ihr, wenn überhaupt? Und bringt euch Kritik etwas im Lernprozess oder ändert sogar an sich als fertig betrachtete Bilder dafür?
__________________
Er ist das Auge!
WIR SIND DER STURM!
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Alt 15.11.2009, 01:35   #2
Felaróf
Hláford ealra méara
 
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ich übe immer, sobald ich einen Stift in die Hand bekomme und sich irgendwo ein leeres Blatt Papier findet. Ich kritzel einfach drauf los und lerne dabei einfach durch's üben. Mal geht's vorwärts, aber oft genug auch einen Schritt zurück. Von richtigen Zeichentiefs will ich jetzt mal lieber nichts erzählen.

Bei mir ist es auch so, dass, wenn ich erst einmal etwas abgezeichnet habe, kann ich es danach immer wieder zeichnen. Zwar nicht originalgetreu und komplett identisch, aber ich habe so eine Art 'Bauplan' wie ich vorgehen muss, damit dieses oder jenes Motiv rauskommt. Das ist dann meine Grundlage, die ich je nach Belieben verbessern oder verändern kann.

So richtig zum Zeichnen bin ich gekommen, als ich mich in einem Forum angemeldet habe, wo es einige Künstler gab, die ein Fot haargenau abzeichnen konnten und die Zeichnungen anschließend richtig lebendig aussahen. Kurz gesagt: Der Photorealismus hat mich gepackt.
Da hilft nur eines: Abzeichnen, abzeichnen, abzeichnen und nochmals abzeichnen. Ich weiß, das ist bei vielen verpönt, aber zu wissen, wie man glänzdes realistisches Fell zeichnet, das ist für mich Können. Klar, da gibt's kleine Hilfsmittelchen, aber selbst die sind nicht immer einfach in der Handhabung.

Was ich allerdings sehr gerne ablehne, sind diese Zeichen-lern-Bücher, wo dann steht, dass der Kopf eines Pferdes 3mal in den Körper passt usw. Sowas irritiert mich nur und macht das Zeichnen zu verbissen. Natürlich, Anatomie sollte stimmen, aber wenn ich alles genau ausrechne, bleibt mir kaum noch Platz für den eigenen Stil. Außerdem sind Zeichnungen nach Augenmaß einfach viel 'natürlicher'. Schwer zu beschreiben, aber vllt. versteht man ja ansatzweise, was ich damit sagen möchte =)


Ob Kritk bei mir mit einfließt, kann ich irgendwie schlecht beurteilen. Oft wird mir gesagt, meine Drachen haben einen viel zu kleinen Kopf, aber jedes Mal, wenn ich den Kopf größer zeichne, passt er mir nicht mehr richtig ins Bild. Vllt. bin ich da auch zu verkniffen, aber Kritik nehme ich durchaus wahr und sofern sie gerechtfertigt ist, versuche ich das auch umzusetzen. Oftmals klappt's eher weniger, aber Tipps nehme ich durchaus gerne an.
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"Es gibt nur einen Weg, um einen Gott zu töten:
Glaube nicht mehr an ihn, dann wird er verschwinden
und man wird ihn vergessen. Die Zeit wird ihn in Stücke reissen,
seine Kreaturen sich von seinem Selbst ernähren und
die Welt wird eine viel schönere sein."

Tylon - "Freiheit"
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Alt 15.11.2009, 11:51   #3
Storm
Kann ich 'ne Pistole?
 
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Hmja. Ich zeichne nunmehr seit 8 Jahren regelmäßig und ich würde sagen: Würde ich tatsächlich nicht nur vor mich hinkritzeln, sondern auch gezielt bestimmte Dinge üben (womit ich zufälligerweise in den letzten Tagen angefangen habe), dann wäre ich schon 100mal besser.

Und ja, um gezielt Studien zu machen, muss man abzeichnen. Und das ist kein Beinbruch, denn Studien sind nunmal Studien und keine eigenen Werke. Man stellt sowas ja auch nicht aus und erzählt, was für ein toller Hecht man ist. Ich habe mir vorgenommen, mindestens einmal am Tag ein wenig zu zeichnen und wenn es geht dafür Vorlagen zu nehmen - Fotos UND Zeichnungen. Um Realität genauso wie andere Stile als Hilfsmittel zu nehmen um mich weiterzuentwickeln.

Sehr viel kann man aus den Büchern von Andrew Loomis lernen, die es praktischerweise kostenlos im Internet gibt (und das auch legal, da der Herr schon eine Weile tot ist):
http://www.placidchaos.com/AM/index..../andrew_loomis

Zitat:
Was ich allerdings sehr gerne ablehne, sind diese Zeichen-lern-Bücher, wo dann steht, dass der Kopf eines Pferdes 3mal in den Körper passt usw. Sowas irritiert mich nur und macht das Zeichnen zu verbissen.
Das ist auch weniger dafür gedacht, dass man während des Zeichnens in Köpfe umdenkt (glaube ich zumindest). So etwas hilft allerdings wahnsinnig, wenn du fertig gezeichnet hast und nachmessen willst, ob alle Proportionen zueinanderpassen. Mir geht es auch häufig so, dass irgendwas einfach seltsam wirkt und ich nicht weiß, was es ist - mit solchen Messregeln findet man es heraus und kann es verbessern

Was Kritik angeht - ich bin mittlerweile daran gewöhnt, mir herauszufiltern, was ich brauche. Wenn mir einer sagt "Die Figur wirkt noch etwas steif", dann weiß ich, dass ich an natürlichen Posen arbeiten muss. An einem Bild noch etwas zu ändern ist mir auch zu müßig - vor allem, weil ich meistens wirklich viele Stunden brauche, bis ich etwas halbwegs fertig finde, und es dann nicht mehr sehen kann - aber ich nehme mir die Kritik für meinen allgemeinen Stand zu Herzen. Wobei ich auch häufig genug stilbedingte Kritik bekomme, aber da muss man mit leben. Die Leute meinen es ja auch garnicht böse, ich glaube häufig wissen viele auch nicht, ob das nun Stil ist, den sie kritisieren, oder wirklich etwas nicht so gut gelungen ist.
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Alt 15.11.2009, 18:28   #4
Woelfchen
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ja... ich denke auch das wichtigste ist üben... wenn ich mir meine Bilder ansehe... und die Daten dazu... dann sieht man einfach ganz genau das durch das vermehrte Zeichnen und Malen es immer besser wurde

Geholfen hat mir da auch da die Kritik... ich hätte nie die Muse gehabt zu lernen wie man Hände zeichnet hätte mich nicht jeder immer wieder darauf hingewiesen das sie seltsam aussehen... da hat mich dann doch der Ehrgeiz gepackt

Gelernt hab ich am Anfang auch viel durchs Abzeichnen. Einfach auch um ein Gefühl für den Stift und für die Handhabung damit zu bekommen. Damit ich lerne wie man überhaupt mit so einem Ding ordentlich umgeht *lach*

Später wurde es methodischer ich hab Bücher gelesen darüber wie man ein Bild strukturiert. Das war nicht anstrengend oder hat den Spaß gebremst, sondern eher das Gegenteil. Es hat mir geholfen den Bildern die ich mir im Kopf zurecht gelegt hat wenigstens etwas näher zu kommen. Denn das hat mich immer am meisten Frustriert... das ich nicht wusste wie ich die Vorstellung richtig umsetzen sollte. Tips und Erklärungen wie man das gewünschte Ergebins hinbekommt fand ich zu diesen Zeitpunkt sehr hilfreich und auch jetzt wenn ich irgendwo ein Problem habe sehe ich in die Bücher und versuche mir so zu helfen.

Ich habe auch immer meine Umgebung beobachtet. Gedanklich festgehalten wie die Schatten einfallen und welche Bewegungen natürlich wirken. Was das Bild einfach realistisch machen könnte. Irgendwann musste ich über die Schatten, zum Beispiel, nicht mehr groß nachdenken. Ich wusste einfach irgendwann, durch die viele Übung, meistens wie es auszusehen hat.

Aber am meisten hat mir immer noch das Üben geholfen besser zu werden
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Alt 15.11.2009, 19:12   #5
Halo_76
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Ort: Bad Zwischenahn
Beiträge: 4
AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ich stimme dem vollkommen zu. Ein Meister fällt nicht vom Himmel.
Die Devise lautet...Üben...Üben und nochmals üben!!!
In puncto zeichnen,illustrieren ... lass Ich mich einfach leiten...
Augen zu...die Vorstellungen einfach `ziehen`lassen und los.
Manchmal zeichne Ich etwas mit dem guten alten `Bleier `vor ,ein anderes Mal geht es direkt digital `ans Werk ` . Also einfach aus dem Bauch heraus.
Gute Musik ist dabei immer ein Muss!...und die heisse Tasse Kaffee
Die Kritik darf natürlich auch nicht fehlen,sollte meines Erachtens nach aber nicht zu viel ins Gewicht fallen.
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Alt 16.11.2009, 11:46   #6
Frilli
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 11.11.2009
Beiträge: 4
AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Hallo, ich bin ja noch recht neu hier und lese mich so nach und nach durch die threads, und über die Tipps, die man hie bekommt, bin ich echt begeistert - bei mir ist das Zeichnen ja auch eine Art Steckenpferd, und zum disziplinierten Üben muss ich mich immer erst zwingen.
Einen Tip, für die denen es ebenfalls schwerfällt, sich hinzusetzen und loszuzeichnen: Einen Kurs (beispielsweise an der VHS) oder Gleichgesinnte suchen, mit denen man sich dann zu einem festen Termin trifft und gemeinsam malt oder zeichnet...Das muss gar nicht mal unbedingt Fantasy sein...
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Alt 18.11.2009, 17:49   #7
xenia22
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 17.11.2009
Beiträge: 7
AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ich finde es kommt aber auch auf das Talent an. Ich habe auchschon so oft versucht zu zeichnen, aber es gelingt mir einfach nicht, egal wie viel ich übe..
xenia22 ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 18.11.2009, 18:17   #8
Xena
XENA
 
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Registriert seit: 27.06.2009
Ort: Wien/Lebing/LA
Beiträge: 48
AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Üben ist immer gut.
In meiner Jugend hab ich sehr viel und sehr gern gezeichnet.
Heute komm ich leider durch meinen Alltag kaum dazu ausser Gekritzel für meine Show - Kostümentwürfe oder z.B. mein Banner und ich mach natürlich mehr am PC aber das zähl ich nicht zu zeichnen.
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Alt 26.11.2009, 20:24   #9
Bardin
Geschichtenerzählerin
 
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Registriert seit: 26.11.2009
Ort: wo die Träume flügge werden
Beiträge: 173
AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ich zeichne, male und bastel ja auch wahnsinnig gern ^^
Allerdings habe ich nie wirklich geübt... ich zeichne einfach zwischendurch immer mal wieder zum Spaß.

Allerdings habe ich gemerkt, dass ich mich während des Kunst-Leistunskurses in der Oberstufe rapide verbessert habe. Dort wurde von mir die Geduld abverlangt, die ich im Alltag nicht bringe.
Den Unterschied von nur zwei jahren kann man meinen Bildern deutlich ansehen... Ich gehe inzwischen ganz anders an ein Bild heran.

@ Felaróf:
Mag sein, dass manche Erklärungen in Zeichenbüchern nur mir Rechnerei aufhalten... aber einige Basisinformationen sind wirklich nützlich, zB, dass die Augen eines Menschen in der MITTE des Schädels einzuzeichnen sind... eine Tatsache, die man so nicht bemerkt, da man sich bei anderen Menschen auf das Gesicht konzentriert - dort dritteln sie das Gesicht.

Auch Verhältnisse der Gliemaße zum Körper sind sehr hilfreich. Sich einmal bewusst darauf zu konzentrieren, bringt einen gleich viel weiter (zumindest war das bei mir so) und nach einiger Zeit macht man das dann sowieso automatisch...
__________________
Denn der Barden Pflicht ist das Erzählen, dass nichts von diesem, was geschah, vergessen werde.
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Alt 16.12.2009, 19:41   #10
Arveles
Far Dareis Mai
 
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ich habe bis jetzt nur eine Person kennengelernt, welche ohne üben absolut geniale Bilder gezeichnet hat. Diese war einfach ein Naturtalent, wirklich unglaublich.

Aber ich persönlich kann euch nur zustimmen, dass es viel, viel Übung braucht. Abzeichnen ist für mich da ein sehr guter Weg, die Figuren richtig zu zeichnen. Von dem her kann ich nicht verstehen, weshalb Abzeichnen verpönt sein sollte. Alles was ich einmal abgezeichnet habe, kann ich nachher wieder verwenden, wenn ich frei aus dem Kopf zeichnen möchte.

Müsste mich jedoch auch mehr an der Nase nehmen und wirklich gezielt üben. Bei mir ist es auch eher ein Nach-Lust-und-Laune-Zeichnen
Aber es muss ja auch Spass machen.
Ich weiss noch als ich vor 2 Jahren als Maturarbeit Kinderbuch illustriert habe, konnte ich irgendwann einfach nicht mehr zeichen. Da ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Bilder fertig haben musste, bin ich so unter Druck gekommen, dass überhaupt nichts mehr gegangen ist.
Und deshalb möchte ich mich nicht drängen mit zeichnen, sondern es aus Spass machen
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Alt 21.02.2010, 18:33   #11
Dragonologist
Lonesome Far Strider
 
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Beim Zeichnen hat sich bei mir im Laufe der Zeit eine Philosophie herausgebildet: Vergiss, was du glaubst über das Objekt zu wissen. Zeichne nicht, wovon du weißt dass es da ist, zeichne nur was du siehst. Alles besteht aus Winkeln und Verhältnissen zu anderen Dingen. Hehe, das war Dragonologists Creed^^
Wenn ich viel aus dem Kopf zeichne, zeichne ich eben nur aus dem Kopf und wenn ich dann etwas, das ich vor mir habe, abzeichne, merke ich wie lückenhaft und armselig die Fantasie ist. Dein Hirn kennt die Falten nicht, die das Leben wirft. Ich zeichne selten aus der Natur und tue es nur, wenn ich bei einer Ausdemkopfzeichnung nicht weiterkomme und genau wissen will, wie etwas aussieht. Aber dafür nehme ich jedesmal viel mit. Manchmal, wenn ich zeichne, bei etwas unsicher bin und es ist jemand in der Nähe, den ich kenne, bitte ich ihn oder sie kurz mal das zu machen was ich zeichnen will und mich schauen zu lassen. Dann komme ich wieder weiter. Das Leben ist oft anders, als man denkt...
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Umfassende pseudowissenschaftliche Ausbildung für DrachologInnen, Austausch von Selbstgeschriebenem od -gezeichnetem, Kontakt zu anderen DrachenforscherInnen...
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Alt 21.02.2010, 18:46   #12
Klars
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Ich habe früher sehr viel geübt. Weniger verschiedene Techniken sondern gezielt das freie Zeichnen und das getreue Wiedergeben von Dingen, die man sieht.
Sei es der Apfel, den wohl jeder kennt oder einfach eine Statue (ich sass oft stundenlang da und habe wie besessen gezeichnet).
Gesichter waren bei mir eigentlich nie ein Problem aber Hände und Füße.
So musste stundenlang meine linke Hand "Modell stehen" (und das täglich, über Wochen und Monate) bis ich halbwegs zufrieden war.

Leider habe ich irgendwann (aus Zeitgründen und weil auch die Lust nicht mehr so da war) damit aufgehört.
Nun habe ich es letztens aus Spass wieder einmal versucht und es ist erschreckend, wie schnell man wieder verlernt.

Das Einzige, was ich immer noch ständig und überall zeichne sind Comic Figuren.
Das geht mittlerweile unbewusst so nebenher, sobald ich die rechte Hand frei und irgendwo Papier und Stift griffbereit habe.
__________________
Liebe Grüsse
Klars

Unter eines Gartens Hecke sass im Grase Heinz die Schnecke
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Alt 21.02.2010, 18:59   #13
Dragonologist
Lonesome Far Strider
 
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Zitat:
Zitat von Klars
Nun habe ich es letztens aus Spass wieder einmal versucht und es ist erschreckend, wie schnell man wieder verlernt.
Waaaah! Erschreck mich nicht so!
Hm, ich hatte eigentlich noch nie richtig Probleme mit Verlernen. Eher mit "Überzeichnen". Da zeichne ich ganz viele Bilder und weil ich noch eine Serie fertigkriegen will noch eins - und das wird dann ganz schlecht, auch wenn alles davor Qualität hatte. Ein Talent kann man doch nicht verlernen, oder?*schauder*
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Alt 21.02.2010, 19:05   #14
Storm
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Zitat:
Ein Talent kann man doch nicht verlernen, oder?*schauder*
Naja es ist einfach so: Jeder muss üben, um wirklich gut im Zeichnen zu werden und weiterüben, um es zu bleiben. Nein, man verlernt nicht das Talent, aber Talent allein macht aus niemandem einen tollen Zeichner. Die Fähigkeiten, die man sich durch Übung aneignet, die kann man aber tatsächlich wieder verlieren, wenn man garnicht mehr übt. Aber ich glaube, man hat sie schneller wieder drauf, wenn man es schonmal konnte, als wenn man es zum ersten Mal lernt
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Alt 21.02.2010, 19:09   #15
Klars
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AW: Zeichnen: Üben, üben, üben

Zitat:
Zitat von Dragonologist Beitrag anzeigen
Ein Talent kann man doch nicht verlernen, oder?*schauder*
Nein, natürlich nicht. Aber man kann es durch fehlende Übung entweder bei dem belassen (ich sag mal auf der Stufe der "Perfektion"/des Könnens), was einem von Natur aus mitgegeben wurde bzw. durch mangelnde Übung (oder Routine) wieder auf den Stand zurückbringen, den man einstmals hatte (der aber nicht zwangsläufig niedrig ist, nur eben wieder niedriger)...so geht es mir zumindest.
__________________
Liebe Grüsse
Klars

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