Ein paar Worte zu
Kryson - Die Schlacht am Rayhin.
Warin hat mich gebeten, etwas dazu zu schreiben, weil es eine Leserunde mit dem Autor geben soll. Bitte

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Hier kommt meine subjektive Meinung zum Buch.
Kryson gehört für mich eindeutig zu epischer High Fantasy. Tolkiensche Wesen und Völker sucht man allerdings vergebens. Es gibt ganz andere Völker und eigene Geschöpfe zu bestaunen.
Der Autor pflegt einen komplexen und wortreichen Stil, an den ich mich anfangs gewöhnen musste. Die gewählte Sprache ist aber sehr schön und liest sich flüssig. Irgendwie eigenartig. Sie folgt einem bestimmten Sprachrhythmus, der wie für lautes Vorlesen gemacht ist. Ausprobieren. Das ist wirklich interessant.
Im Auftaktband der Reihe, der mit einem Literaturpreis ausgezeichnet wurde, geht es um einen Krieg. Das Volk der Rachuren will die Klan versklaven oder vernichten. Das Heer der Klan sammelt sich zu einer letzten Schlacht am Ufer eines Flusses (titelgebend). Ein Magier versucht das Blutvergießen zu verhindern, weil er das Erwachen einer dunklen Macht befürchtet.
Der Autor führt ausführlich in die Welt von Kryson ein. Das wirkt bis ins Kleinste detailbesessen. Es gibt doch Einiges selbst über kleineres Getier zu erfahren. Auch wenn es anfangs viel erscheint.
Das fand ich richtig gut, weil es mir den Einstieg vor allen Dingen für die Folgebände erleichtert hat und die Weiterentwicklung der Geschichte und Charaktere verständlich und nachvollziehbar macht. Die Charaktere sind sehr interessant. Anfangs dachte ich, es wären bloß langweilige Stereotypen mit tollen Fähigkeiten. Aber das ändert sich zum Glück schnell und ist meiner Meinung nach auch überhaupt nicht wichtig. Ich hatte den Eindruck, dass es dem Autor auf die Bilder ankam. Überwiegend handelt es sich bei den Charakteren um Antihelden, die für sich alleine agieren. Ihre eigenen Ziele verfolgen. Da es sehr viele sind, ist es schwer, sie alle gleich kennenzulernen und sich für einen zu entscheiden. Man sollte das Buch daher aufmerksam lesen, damit man den Faden nicht verliert (Tipp: immer auf Sapius achten).
Das Buch wirkt sehr hart und düster. Aber auch gewaltig (wozu die Sprache beiträgt). Es handelt von Krieg, Leid und Verzweiflung. Die Krieg wird in drastischen Bildern dargestellt. Ungeschönt und sehr intensiv. Helden wie Gegner wirken zuweilen entmenschlicht und lassen sich zu schrecklichen Greueltaten hinreissen. Das wirkt abstoßend und erschreckend. Die Gewalt verkommt aber nicht zum Selbstzweck in diesem Buch. Sie gehört zur Geschichte. Das ist gut, Die Schlacht selbst wird als Höhepunkt aus mehreren, unterschiedlichen Perspektiven chronologisch geschildert. Auch das ist gewöhnungsbedürftig, wirkt aber wegen der bildhaften Sprache wie in einem Film. Nach der Schlacht gibt es dann noch die Nachwirkungen zu erleben, die ich fast schlimmer fand, als die Schlacht selbst. Auch das ist schwere Kost und emotional bewegend.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kryson ein intensives Leseerlebnis für mich war. Kein schönes und auch kein leichtes Buch. Dafür aber ein spannendes und bewegendes Buch.

Wer mal was anderes und schwere Kost mag. Unbedingt Lesen

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