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Fantasy allgemein Was fasziniert euch an Fantasy? Wann begann eurer Interesse dafür? Was sind eure Lieblingskreaturen? Über Fragen wie diese wollen wir hier diskutieren.

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Alt 19.12.2009, 19:36   #1
Ostara
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"Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Koboldkind Beitrag anzeigen
... Und vergesst das Happy End, das ist eine Erfindung von Hollywood ^^

Diese Wort aus dem Thread "Märchen vs. Fantasy" hat mich abrupt dazu bewogen, diesen Thread zu eröffnen.

@Koboldkind
Danke für diesen Satz!


Also folgendes:

Es gibt so ein Gedicht, das ungefähr so endet: "...und so wird beim Happy End der Film jewöhnlich ausjeblendt."


Koboldkinds Worte ebenso wie die von mir eben angebrachten find ich sehr interessant. Wie geht's denn nun weiter mit denn ganzen Prinzessinen, wenn sie ihren Prinzen geheiratet haben? Leben sie wirklich glücklich bis ans Ende ihrer Tage?

Nnna, ich weiß nicht...

Wenn ich mir so vorstelle, dass der Herr Prinz nach einiger Zeit mit seinen Kumpels in die Taverne geht und nachts stockbesoffen wieder nach Hause kommt oder die Prinzessin sich zu einem fürchterlichen Hausdrachen entwickelt, dürfte der Haussegen ein wenig in Schieflage geraten. Und so abwegig ist das gar nicht. Gut, das Frauchen hatte damals größtenteils die Klappe zu halten, aber dennoch dürfte es genügend Frauen gegeben haben, die sich gegen das Patriarchat ein wenig aufgelehnt haben, auch im Adel, und da besonders von hintenherum über einen Liebhaber oder so.

Und da haben wir es schon wieder: Der Göttergatte geht zur Jagd (sei es dahingestellt, ob Jagd auf Waldwild oder auf andere Frauen *g*) oder zieht in eine Schlacht (was ja auch mal vorkommt), und die Frau hockt allein zu Hause. Bei einer Schlacht weiß sie ja nicht, wann der Herr Gemahl wieder nach Hause kommt (und ob überhaupt). Also legt frau sich mitunter mal einen Geliebten zu. Und der wird dann gedungen, den Herrn Gemahl zu manipulieren, wenn es sich hier auch noch um einen Vertrauten desselben handelt.

Möglichkeiten für "wie geht's denn nun weiter nach einer Märchenhochzeit" gibt es sicherlich 'ne ganze Menge.

Mich würden eure Gedanken dazu mal interessieren.
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Alt 19.12.2009, 21:21   #2
Bardin
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Ort: wo die Träume flügge werden
Beiträge: 173
AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Bei diesem Thema muss ich zuallererst an Terry Pratchetts "Hexen hexen" (witches abroad) denken. Das ist eine wundervolle Parodie auf Märchen, in der Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knoblauch dafür sorgen sollen, dass ein Stubenmädchen (das bei zwei bösen Schwestern lebt) NICHT den Prinzen heiraten muss.

Ein Zitat daraus:
Zitat:
Geschichten möchten enden. Ihnen ist völlig gleich, was später geschieht...
Und zu der glücklichen Heirat von Prinz und Prinzessin/Prinz und Bauerntochter/Prinzessin und Bauernbursche ein Zitat von Oma Wetterwachs:

Zitat:
Ein gutes Ende ist in Ordnung, wenn es sich von allein ergibt. [...] Man kann so etwas nicht für andere Personen vorbereiten. Will man zum Beispiel eine glückliche Ehe gewährleisten, , so müsste man Braut und Bräutigam unmittelbar nach der Trauung köpfen.
Von diesem Zitat aus kann man sehr gut einen Bogen zu den von dir genannten Möglichkeiten schlagen.
Sicherlich wird es auch in den Märchen nach der Trauung alles andere als frieldich zugehen - oder zumindest nicht immer riedlich.

Ob der Prinz, nachdem er von der Prinzessin als Frosch an die Wand geworfen wurde, nicht ständig Kopfschmerzen hat? Muss ein ziemlich harter Aufprall gewesen sein. Möglich wäre auch eine Wandphobie

Ich denke auch nicht, dass Schneewittchen später noch gerne Äpfel gegessen hat.

Und wie hat ist der Junge später mit dem gestiefelten Kater umgegangen? Eine in Stuiefeln herumspazierende, redende Katze ist sicher gewöhnungsbedürftig und geht irgendwann auf die Nerven.

Ob Dornröschen ihren Gemahl mit regelmäßiger Schlaflosigkeit nervte...?

Es ist vieles möglich
__________________
Denn der Barden Pflicht ist das Erzählen, dass nichts von diesem, was geschah, vergessen werde.
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Alt 22.12.2009, 10:27   #3
Koboldkind
Märzhase @_@
 
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Ort: Welten, von denen ihr nicht wusstet, dass sie wahr sind
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Ein gutes Ende ist in Ordnung, wenn es sich von allein ergibt. [...] Man kann so etwas nicht für andere Personen vorbereiten. Will man zum Beispiel eine glückliche Ehe gewährleisten, , so müsste man Braut und Bräutigam unmittelbar nach der Trauung köpfen.

Aber nein, das wäre doch phösse ^^

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, was das Ende vom HeRing-Film doch ganz gut. Okay, es hatte ein paar Blenden zuviel und es war alles sehr schmalzig, was es im Buch wohl nicht war(schließlich musste noch das Auenland befreit werden), aber hier geht es immerhin nicht so "Problem gerettet, Welt zerstört, gehn wir nach Hause, ich lad euch auf Freibier ein".
Wenn der Stein/Schwert/Ring/Phösewicht(TM) zerstört ist, fängt doch der spannende Teil erst an, also für mich. Die ganze apocalyptische Stimmung, welche sich über das Land gelegt hat, die ganze Trauer und Wut und der verlorene Mut, das alles muss doch erstmal verarbeitet werden! Puff und alle sind happy, so hatte man es nach dem 2.Weltkrieg versucht, aber das hatte im Nachhinein nur die RAF eine Generation später hervorgebracht. Wenn die Welt ins Verderben gestürtz wurde, muss man danach aufräumen, selbst, um sich mit der Vegangenheit und dem Trauma auseinander zu setzen.

So will ich eben auch mit meiner Chronik halten. Das Problem ist gelöst, aber es hat eben auch Tote gegeben, ebenso wie es einfach schwierig ist, sofort die alte Staatsordnung wieder aufzubauen, um nicht zu sagen unmöglich. Außerdem, was machen meine Hauptcharaktere, sollen sie in Trauer dahin siechen? Sehr beschämend. Also gebe ich ihnen eine Perspektive, eine Aufgabe, mit der sie weiterleben müssen, damit sie später mal wieder lachen können.

Bardin, deine Beispiele sind so Argumente, warum es für einige Geschichten besser gewesen wäre, eonen Epilog oder ein "Was geschah" zumindest auf zwei Seiten noch einzubauen. WIe bei Harry Potter, der Epilog war zwar SEHR mau, aber es war ein Ende. Somit ist diese Saga abgeschlossen, und das lässt zufriedenere Leser und auch Autoren zurück ^^
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... Löffel. *.*
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Alt 22.12.2009, 21:54   #4
Warin
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Oh, es gibt sogar ein ganzes Genre, das sich mit diesem Thema beschäftigt: Die Slice of life storys. Wobei ich zugeben muss, dass dieses Genre vor allem in Japan verbreitet ist (wobei ich im Gegensatz zu Wiki NieA_7 nicht in dieses Genre einordnen würde, das ist gesellschaftskritische Comedy).

Ich mag diese Art von Geschichten, die Beantwortung der Frage: Was passiert eigentlich nach den wilden Jahren? Ist vielleicht auch altersbedingt
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Alt 14.01.2010, 18:29   #5
Rian
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Ich bin der Meinung, dass es durchaus ein Happy End geben kann. Allerdings nicht so richtig platt, sie heiraten, die Welt ist gerettet und gut. Das nervt schon. Allerdings ist doch die Frage, ob man das Gegenteil tatsächlich so gut fände, also ein richtig realistisches Ende. Zwar wurde die Schlacht gewonnen, aber bedingt durch soziale Ungerechtigkeiten und andere gesellschaftliche Probleme wächst die Unzufriedenheit im Volk... Ich denke Leser wollen schon ein Ende, bei dem sie auch ein gutes Gefühl haben bzw. irgendein Bedürfnis befriedigt wissen. Das macht ja ein Ende auch aus, sonst erwartet man ja doch noch eine Fortführung bzw. Lösung.

Sowas wie bei Harry Potter hätte man sich echt sparen können, so schlecht war das. Ich bin für so ein Mittelding, es sollte nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, durchaus Zerstörung, Trauer, Verzweiflung usw. Allerdings sollte es irgendwie abgeschlossen sein, so dass man sich eine grobe Vorstellung vom Fortgang der Story machen kann und damit sollte sich dann eine Art von Zufriedenheit einstellen. Ein Ausblick kann dabei hilfreich sein, vor allem wenn der weitere Lebensweg eines Helden nicht so vorherbestimmt ist.

@Warin:

Slice of life storys aus dem Bereich der Fantasy kenn ich gar nicht. Kannst du mal ein paar Beispiele geben?

LG

Rian
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Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)
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Alt 17.01.2010, 13:30   #6
Stjersang
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Was bleibt den meisten Helden schon anderes übrig, als am Ende des Buches zu heiraten und in Frieden alt zu werden?
Beispiel:
-Familie des Helden wird von Bösewicht getötet
-Held schwört Rache
-Rache wird zum einzigen Lebensinhalt des Helden
-Gigantische Schlacht, unzählige Tote, Zerstörung und Chaos
-Bösewicht stirbt, Held hat seine Rache und keinen Lebensinhalt mehr

Und nu? Natürlich, da ein depressiver Held und die Einsicht, dass Rache vielleicht ein Fehler sein könnte, überhaupt nicht zurfriedenstellend sind, wird die nächstbeste Gefährtin geheiratet und das ganze Reich feiert den Helden, der einen Krieg monströsen Ausmaßes angezettelt hat nur um seine ganz persönliche Rache zu nehmen.

Ernsthaft: Die meißten Leser juckt es kein Stück weit, wie viele Söldner sterben und wie viele Bauern für die Ernährung einer rießigen Armee verhungern, solange es den Protagonisten -die dem Leser nun mal eher nahe stehen als Kanonenfuttercharakter 367- am Ende gut geht. Man fiebert ja nicht hunderte von Seiten lang mit einer Figur mit, nur um im Epilog zu lesen, wie sie von einem wütenden Mob gehenkt wird.
Stjersang ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 17.01.2010, 17:13   #7
Warin
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Registriert seit: 19.01.2008
Ort: Bersah
Beiträge: 1.956
AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Rian Beitrag anzeigen
Slice of life storys aus dem Bereich der Fantasy kenn ich gar nicht. Kannst du mal ein paar Beispiele geben?
Wenn es auch ein Film sein darf, würde ich Tim Burton's "Big Fish" als Beispiel nennen.
__________________

© 2009 by Akissi

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Alt 17.01.2010, 17:29   #8
PoiSonPaiNter
Fear the JesterDeer
 
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Stjersang Beitrag anzeigen
Ernsthaft: Die meißten Leser juckt es kein Stück weit, wie viele Söldner sterben und wie viele Bauern für die Ernährung einer rießigen Armee verhungern, solange es den Protagonisten -die dem Leser nun mal eher nahe stehen als Kanonenfuttercharakter 367- am Ende gut geht. Man fiebert ja nicht hunderte von Seiten lang mit einer Figur mit, nur um im Epilog zu lesen, wie sie von einem wütenden Mob gehenkt wird.
Auch wenn das jetzt glaube ich nicht wirklich einen Zusammenhang zur obigen Diskussion hat, wollte ich mal anmerken, dass nicht jeder sich nur für die Hauptperson interessiert. Ehrlich gesagt leide ich meistens mehr mit "Kanonenfuttercharakter 367" als mit dem Protagonisten. Für mich gibt es nur sehr, sehr, sehr (hab ich schon erwähnt sehr? ) wenige Bücher, Filme, Mangas, Animes,... in denen mir die Hauptpersonen von Vorne bis Hinten sympathisch sind. In den meisten Fällen würd ich sie allerdings gerne aus dem jeweilige Medium rausschneiden und jmd anderes in den Fokus der Geschichte stellen...
(Bis jetzt am Extremsten ist mir das bei Bleach aufgefallen: Ich freu mich regelrecht wenn Ichigo leidet )

Und warum soll denn der Held nicht für seine "Untaten" bestraft werden wenn alles vorbei ist? Wär doch mal was anderes

Und noch ein bisschen OnTopic:
Immer wenn ich etwas zu Ende ist drängt sich bei mir die gleiche Frage auf, die auch im Themen-Titel aufgeführt wurde: "und dann?"
Bücher(, etc.) enden und das wars. ["Punkt"]
(Wenn es denn keine Fortsetzung mehr gibt)
Manchmal ertappe ich mich selbst dabei wie ich noch Tage nachdem ich zuende gelesen habe über das Buch nachdenke und mir überlege wie es hätte weitergehen können.
Da es anscheinend nicht nur mir so geht - man beachte die doch relativ große Anhängerschaft des Genre FanFiction - würde ich sogar behaupten, dass es einfach in der menschlichen Natur, der menschlichen Neugierde, liegt das Ende in gewisser Hinsicht zu Hinterfragen.
Beim Leben ist es ja nicht anders, bzw. beim Tod in diesem Falle.
Das Leben ist vorbei. ["Punkt"]
.
.
.
"Und dann?"
(Um nicht wieder ins OffTopic abzudrifften höre ich an dieser Stelle auf.)
__________________
"Die höchste Form des Glück
ist ein Leben mit einem gewissen Grad an

Verrücktheit."
(Erasmus von Rotterdam)
PoiSonPaiNter ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 17.01.2010, 21:16   #9
Chewwa
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Wäre doch mal interessant wenn jemand das mal schreibt oder verfilmt. Wäre sicher ganz amüsant. Falls es das nicht doch schon gibt.
Ich denk mir vorallem bei Märchen wo am ende der holde Prinz geheiratet wird. Die kenne sich doch meist kaum, allein bei Dornröschen. Er küsst sie und zack heiraten sie.
Man kennt sich kaum aber geht gleich den Bund der Ehe ein. Ich hab darüber schon recht oft schmunzeln müssen. Wobei das sicher auch eine art war um jungen Frauen zu zeigen, das eine Heirat mit einem Fremden Mann, welchen man nicht kennt, halb so schlimm ist. War ja früher üblich das die Frauen verheiratet wurden. Wenn allein an den Film Die Herzogin denke, ich hab so geheult bei dem Film ...!


Chewwa
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Alt 18.01.2010, 12:49   #10
Klars
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Chewwa Beitrag anzeigen
Wäre doch mal interessant wenn jemand das mal schreibt oder verfilmt. Wäre sicher ganz amüsant. Falls es das nicht doch schon gibt.
Ich denk mir vorallem bei Märchen wo am ende der holde Prinz geheiratet wird. Die kenne sich doch meist kaum, allein bei Dornröschen. Er küsst sie und zack heiraten sie.
Man kennt sich kaum aber geht gleich den Bund der Ehe ein.
Da ist etwas dran. Wer kann schon sagen, wie sich so eine Partnerschaft im Laufe der Jahre entwickelt und wie die beiden Partner.
Bleibt der Prinz der jugendliche Held (oder zumindest der Held) oder wird er ein grantiger Alter mit Glatze, einem Bierbauch und Haaren auf dem Rücken?
Und leidet die Prinzessin im Laufe der Jahre zunehmend an Migräneanfällen, wird zänkisch und verbittert, weil sie gleich den Ersten genommen hat, der um ihre Hand angehalten hat, nur weil es der Prinz war und der fesche Försterssohn war doch eigentlich viel hübscher und aufmerksamer?

Ich fürchte, man würde so manche Überaschung erleben. Aber für die Kinder, denen man ein Märchen erzählt, ist wohl doch besser, dass es mit einem Happy End abschliesst.
Die Handlung der meisten Märchen ist ja grausam und manchmal geradezu blutrünstig genug, da muss schon ein glückliches Ende her, damit die Kleinen keine bösen Träume bekommen
__________________
Liebe Grüsse
Klars

Unter eines Gartens Hecke sass im Grase Heinz die Schnecke
Klars ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 18.01.2010, 18:35   #11
Boldur
Altvordere
 
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Beiträge: 67
AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Und wenn sie nicht gestorben sind, ja was dann?

Der Ratenkredit fürs Eigenheimschloß muß abbezahlt werden.
Die Zeugung des Heldennachwuches steht an.
Wer soll sonst später dem Bösen entgegentreten, die CDU etwa?
Wenn`s zu Hause ganz schlimm wird (Schwiegermutterbesuch), kann man(n) in die Welt hinaus ziehen, ein Bösewicht zum verhauen wird sich schon finden.


Gruß, Thorsten.
Boldur ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 18.01.2010, 18:39   #12
Chewwa
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 17.01.2010
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Reden AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Klars Beitrag anzeigen
Da ist etwas dran. Wer kann schon sagen, wie sich so eine Partnerschaft im Laufe der Jahre entwickelt und wie die beiden Partner.
Bleibt der Prinz der jugendliche Held (oder zumindest der Held) oder wird er ein grantiger Alter mit Glatze, einem Bierbauch und Haaren auf dem Rücken?
Und leidet die Prinzessin im Laufe der Jahre zunehmend an Migräneanfällen, wird zänkisch und verbittert, weil sie gleich den Ersten genommen hat, der um ihre Hand angehalten hat, nur weil es der Prinz war und der fesche Försterssohn war doch eigentlich viel hübscher und aufmerksamer?

Ich fürchte, man würde so manche Überaschung erleben. Aber für die Kinder, denen man ein Märchen erzählt, ist wohl doch besser, dass es mit einem Happy End abschliesst.
Die Handlung der meisten Märchen ist ja grausam und manchmal geradezu blutrünstig genug, da muss schon ein glückliches Ende her, damit die Kleinen keine bösen Träume bekommen
Das wohl wahr aber wärs dann nicht für die Erwachsen mal ein interessantes Filmchen, wenn man grad so etwas sieht? Wenns gut gemacht wird stell ichs mir ganz lustig vor.
Chewwa ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 07:14   #13
Arius
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Chewwa Beitrag anzeigen
Wäre doch mal interessant wenn jemand das mal schreibt oder verfilmt. Wäre sicher ganz amüsant. Falls es das nicht doch schon gibt.
Ich denk mir vorallem bei Märchen wo am ende der holde Prinz geheiratet wird. Die kenne sich doch meist kaum, allein bei Dornröschen. Er küsst sie und zack heiraten sie.
Ist bereits 1995 geschehen. Roger Zelany ging dieser Frage nach. Es war sein letztes Werk. Er konnte es nicht beenden.

Vier namhafte Autoren (Robert Asprin, David Drake, Jane Linskold; Michael A. Stackpole) schlossen sich damals zusammen, um Zelanys Werk zu vollenden.

Originaltitel: Forever After auf Deutsch: Am Ende aller Märchen bei Bastei Lübbe erschienen

Arius
Arius ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 15:36   #14
Seppel
Cowboy from Hell
 
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Beiträge: 252
AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Kümmert mich kein Stück. Wenn die Geschichte zu Ende ist, brauch ich keine anschließende Daily Soap, die den Alltag der Protagonisten und ihrer Nachbarn darstellt.
Seppel ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 22:04   #15
Hathor
Göttin des Westens
 
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Registriert seit: 23.01.2008
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AW: "Und wenn sie nicht gestorben sind..." - und dann?

Zitat:
Zitat von Seppel Beitrag anzeigen
Kümmert mich kein Stück. Wenn die Geschichte zu Ende ist, brauch ich keine anschließende Daily Soap, die den Alltag der Protagonisten und ihrer Nachbarn darstellt.


Das ist herrlich pragmatisch.

Irgendwie hast du ja nicht unrecht. Eigentlich ist es total langweilig, vom Ehekrach von Dornröschen und den Prinzen bezüglich Erziehung des ungeratenen Nachwuchses zu lesen oder darüber, ob Rapunzel einen neuen Kurzhaarschnitt hat oder Gretel eine Schlankheitskur wegen exzessiven Lebkuchenessens machen muss.
__________________
Ich wähle meine Liebhaber nach ihrem guten Aussehen, meine Freunde nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand. (frei nach Oscar Wilde)
Hathor ist offline   Mit Zitat antworten
 
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