Meiner Meinung nach gehört ein gewisser Grad eines Gut und Böse Schemas einfach zu einem Buch dazu. Es gibt nur wenige Bücher, die ohne etwas Böses oder einer drohenden Gefahr auskommen. Dazu muss dann das Thema allein schon sehr speziell und spannend sein.
Was mich allerdings stört, wie die Meisten hier auch, sind die Super-Helden und der typische Bösewicht. Da weiß man doch eigentlich schon von Anfang an, dass der Held gewinnt und der Feind verliert.
Am schlimmsten sind dann noch diese Friede-Freude-Eierkuchen-Enden.
Bestes Beispiel Harry Potter.
Spoiler (Zum Lesen auf eigene Gefahr das Kästchen mit der Maus markieren)Nicht nur das keiner der 3 Superfreunde irgendein großes Opfer bringen musste, oder sogar stirbt. Nein, sie müssen auch noch 19 jahre später einen auf Happy Family machen.
Das war echt zu viel des Guten.
Ich bin bei Bücher oft dafür, dass am Ende nicht immer alles ganz gut ausgeht. Das ist dann zwar oft traurig, aber dafür auch realistisch. Denn im wahren Leben gewinnen ja auch nicht nur die Guten.
Was ich auch noch immer sehr bemerkenswert finde, ist, dass die Helden sich immer sofort voller Eifer ins Gefecht stürzen, um ihr Leben für andere zu opfern.
Wie selbstlos und natürlich moralisch immer korrekt.
Also wenn ich plötzlich der Retter der Nation wäre, glaube ih nicht, dass ich mich so verhalten würde. Ich wäre da schon in einem inneren Zwiespalt.
Und das , finde ich auch bei Bücher gut. Dass auch Helden mal aus Eigennutz handel, unmoralisch sind und falsche Entscheidungen treffen. Denn kein Mensch ist perfekt.
Aber auch die Böse- Seite sollte nicht immer gleich bleiben. So ein/e dumme/r hässliche/r Mann/Frau, der/die nur an der Spitze ist, weil er/sie irgendeine macht hat, wird auf dauer auch langweilig.
Es sollte viel öfter vielleicht mal Böse geben, die richtig intelligent, gerissen, charmant und auch mal gutaussehend sind.
Natürlich müssen so ein paar Klischees auch dabei sein. Denn wenn nicht, würden wir nicht alle Fantasy-Bücher so sehr lieben und hier angemeldet sein.