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Leserunden Gemeinsam zu lesen und anschließend darüber zu diskutieren macht gleich noch mehr Spaß. Und manchmal schaut sogar ein Autor vorbei.

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Alt 08.01.2010, 15:20   #1
Warin
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Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

007-028 Prolog
029-059 Eilige Schritte
060-080 Madhrabs Sorge
081-103 Gefahr im Verzug
104-124 Vergiftete Klingen

 
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Alt 09.01.2010, 15:28   #2
Mila
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Hab das Buch eben begonnen und wollte schon einmal kurz was anmerken.
Ich denke, ich werde das Buch sehr konzentriert lesen müssen. Die Sätze sind mir größtenteils zu lang und verschachtelt.. Da geht auch schonmal ein Satz über einen ganzen Abschnitt.
Wahrscheinlich fällt mir das auch so sehr auf, weil ich in letzter Zeit fast nur englische Bücher gelesen habe und da die Sätze eher kurz und knapp gehalten werden.
Bin gespannt, wie die anderen das sehen.

Ich bin weiterlesen
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Alt 09.01.2010, 17:45   #3
Warin
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Zitat:
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Die Sätze sind mir größtenteils zu lang und verschachtelt.. Da geht auch schonmal ein Satz über einen ganzen Abschnitt.
Das ist mir am Anfang auch aufgefallen, da waren zwei oder drei Satzmonster dabei, die ich als Lektor angestrichen hätte. Im weiteren Verlauf verliert sich das aber völlig. Entweder sind die Sätze nicht mehr so lang, oder ich habe mich einfach dran gewöhnt.

Ich bin mit diesem Abschnitt durch (sogar noch 30 Seiten weiter) und zufrieden. Ich mein, es ist ja allgemein bekannt, dass ich kein Freund von High-Fantasy bin und bei Büchern mit Karte vorne und Namenserläuterungen hinten eher mit den Augen rolle. Aber in Kryson bin ich gut reingekommen und habe auch gerne weitergelesen.

Viel passiert ist ja eigentlich noch nicht. Man lernt die Hauptcharaktere kennen - aus ihrer jeweils eigenen Perspektive. Dabei auch einen Blick aus der Perspektive der "Bösen" werfen zu dürfen, ist ungewöhnlich und erscheint reizvoll.

Toll fand ich den Eispalast zu Beginn. Da habe ich gleich mal eine Frage an Bernd: Ist das reine Phantasie, oder warst du selbst schon mal in einem Eishotel?

Was mich ein wenig irritiert, ist die Art der Informationsvermittlung. Wir sind bei einem Chara, der im aktuellen Geschehen ist und der erinnert sich dann an irgendetwas in der Vergangenheit und geht dabei immer weiter in die Vergangenheit zurück, um schließlich doch wieder zur aktuellen Handlung zurückzukehren. In der Kommunikationslehre würde ich das "Blümchen" nennen, wobei es da Aufgabe des Moderators ist, die Diskussion wieder auf den Kern zurückzuführen. Hier drehst du als Autor selbst Schleifen. Hat mich nicht unbedingt gestört, ist mir aber aufgefallen bei Warrhard, Sapius, Renlasol und Nalkaar. Bin mal gespannt, ob ich die Infos später wirklich noch alle brauche.

Ansonsten habe ich leichte "Rad der Zeit" Assoziationen:
RdZ: Behüter, die durch Eid an die Aes Sedai gebunden sind
Kryson: Bewahrer, die ein ebensolcher Eid an die Orna bindet, aber das kann eben auch daran liegen, dass ich wie gesagt ansonsten nicht viel High Fantasy Erfahrungen habe.
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Alt 09.01.2010, 18:07   #4
Bernd Rümmelein
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Hey... der Otherworld by Ueberreuter Look in der Leserunde. Toll!!! Und vielen Dank dafür, da fühle ich mich doch gleich heimisch.

@Mila
Schachtelsätze sind... meine Schwäche Allerdings habe ich mich im Verlauf des Buches und dann von Band zu Band damit weiter zurückgenommen. Es besteht also Hoffnung. Aber ich gebe dir recht. Kryson ist nicht so leicht zugänglich. Man braucht m.E. eine Weile, bis man drin ist. Wichtig ist, sich auf den Stil einzulassen. Sonst wird es schwierig.

@Warin
Der Eispalast entspringt im Wesentlichen der Phantasie. Ich war zwar noch nicht in einem Eishotel, habe aber in einem Gletscher in knapp 3.500 Mnetern Höhe eine Eisbar besucht. Das war sehr beeindruckend und hilft, die Phantasie in diese Richtung anzuregen.

Zugegeben, am Anfang werden in Rückblicken sehr viele Informationen vermittelt. Teils mehrfach. Ein Teil davon ist der Ausgestaltung der Welt und ihrer historischen Verankerung geschuldet. Wenn auch nicht unbedingt gleich im ersten Band und nicht mit allen kleinen Details, wirst du sie später brauchen. Den Begriff "Blümchen" kannte ich so noch nicht. Aber ein klein wenig "Ausschmücken" der Welt Krysons gehörte für mich dazu. Ich kann mich nur schwer davon trennen...

Die Parallele zu "Rad der Zeit" hinsichtlich der Aes Sedai mit ihren Behütern ist sicherlich auf den ersten Blick vorhanden. Allerdings bleiben m.E. die Behüter im Rad deutlich im Hintergrund und erfüllen hauptsächlich die Beschützerrolle für die Magierinnen. In Kryson hingegen handelt es sich um zwei Orden, die einen bestimmten Zweck im Kräfteausgleich um das Gleichgewicht erfüllen und der Orden der Sonnenreiter ist deutlich eigenständiger. Sie sind daher anders angelegt.
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Bernd
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Alt 09.01.2010, 18:17   #5
Gar
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Das mit den langen verschachtelten Sätzen ist mir zwar auch aufgefallen, stört mich aber nicht. Lässt sich meiner Meinung nach trotzdem gut lesen. Mir gefällt sehr gut das Dinge und Empfindungen oft sehr detailreich beschrieben werden. In dem Teil des Buches finde ich von den Charakteren Sapius am interessantesten. Er ist auf der einen Seite ja sehr arrogant und abgehoben anderseits aber auch wieder zögerlich und nervös.
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Alt 09.01.2010, 20:44   #6
Plusquamperfekt
Schüler :D @Werwolf95
 
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

*Notizen hervorkram*

Ich bin bis jetzt auf Seite 76 und werde den Abschnitt wahrscheinlich noch heute durchlesen. Hier also meine Meinung bisher:

Als ich mit dem Buch begonnen habe, musste ich mich gleich mal umgewöhnen. Der Stil ist ... schwer.
Manches musste ich zweimal lesen, weil ich beim ersten Mal lesen gar nicht richtig wahrgenommen hatte. Und zur Karte und zum Glossar (wenn auch zu zweiterem weniger) musste ich schon hinblättern. Zerstört natürlich denn Lesefluss, gibt der Welt um Kryson allerdings Tiefe.
Ja, die Schachtelsätze sind mir auch aufgefallen. Ein gutes Beispiel dafür ist S. 18, 2. Abschnitt. Den habe ich auch beim ersten Mal lesen nicht richtig verstanden.

Was mir sehr gut gefällt ist die Tiefe und die Charakterbeschreibung der unterschiedlichen Protagonsiten.
Selbst wenn man ein Kapitel aus der Sicht eines Charakters sieht, kriegt man dessen Schwächen noch gut mit. Warrhards Unverständnis oder Sapius Arroganz, gegeüber dem für ihn einfachem Volk, sie alle geben den Personen Eigenleben.

Die Rückblicke am Ende des Prologs und fast das ganze 2. Kapitel über, nerven mich mit der Zeit ein bisschen. Ich will einfach wissen wie die Geshcichte weitergeht und da hätte man manche Lebensgeschichten mMn auch einfach weglassen können. Hoffentlich wird das mit der Zeit noch weniger, denn bisher ist ja nicht wirklich viel passiert.

Die ganze Welt versuche ich zu verstehen und will deshalb jedes winzige Detail aufnehmen. Dazu hilft natürlich auch eine Leserunde, die noch mal ein anderes Licht auf die Geshcichte wirft.
Habe ich das eigentlich richtig verstanden: Menschen gibt es in Ell nicht, nur Nno-bei-Klan?

Bisheriges Fazit: Schöne Charaktere in einer komplexen Welt. Der Stil ist schwierig und manchmal wären weniger Rückblende deutlich mehr. Trotzdem ein solider Start und ich freue mich aufs weiterlesen.

* Notizen wieder weg tu und weiterlesen geh*
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Akissi, Oktober 2009, Vielen Vielen Dank

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Alt 09.01.2010, 21:46   #7
Bernd Rümmelein
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

@Gar

Sapius ist einer der Schlüsselcharaktere in Kryson. Wenn du so willst, der rote Faden der (Haupt-)Geschichte. Er ist auf seine Weise als Charakter sperrig. Es müsste eigentlich schwer fallen, anfangs für ihn Sympathien zu entwickeln.

@Plusquamperfekt

Gerade am Anfang ist der Einstieg besonders schwer, weil öfter von Gerüchten aus 2. Hand gesprochen wird, ohne im Prolog mehr zu enthüllen. Das gilt genauso für die Katastrophen, die Eisbergen heimsuchen. Sie sind für die Alchovi vollkommen unerklärlich und bleiben zunächst auch für den Leser unklar. Eisbergen ist durch das Riesengebirge abgetrennt vom Rest der Klanlande. Von daher kommen Nachrichten oft erst verspätet oder verfälscht im Eispalast an. Auf S. 18 im 2. Abschnitt wird auf ein solches Gerücht hingewiesen, was weder Corusal noch Warrhard mit eigenen Augen gesehen oder auf andere Weise bestätigt bekommen haben. Dieser Abschnitt deutet lediglich die Auswirkungen des Krieges der Rachuren gegen die Klan an. Der dort genannte "Schänder" wird später noch wichtig. Er ist der Feind, der Hauptgegner im ersten Band. Ein Rachurengeneral. Die Klan haben ihm diesen Namen gegeben, weil er sich auf besonders grausame Weise in seinen Taten hervorgetan hat.
Der Aufbau ist langsam. In der Tat. Das habe ich - für die sechsbändige Reihe - bewusst so gewählt. Band 1 legt die Basis. Dabei ist mir durchaus klar, dass man ein gewisses Durchhaltevermögen braucht. Leider. Für das Verständnis der Geschichte sind die Rückblicke - auch wenn sie zuweilen nerven mögen oder anstrengend werden - aber wichtig. Empfehlung: Dranbleiben. Irgendwann bist du richtig in der Geschichte drin.
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Alt 09.01.2010, 22:00   #8
Gar
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Ja ich finde Sapius da auch nicht symphatisch aber halt interessant. Das er einer der Schlüsselcharaktere ist weiß ich schon da ich schon alle drei Bücher gelesen habe.
@Plusquamperfekt: Die Nno-bei-Klan kann man sich denke ich mal eigentlich wie Menschen vorstellen. In der Erklärung ist ja auch von menschlichen Zügen die Rede.
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Alt 09.01.2010, 22:05   #9
Nazurka
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Die letzten beiden Kommentare habe ich noch nicht gelesen, da ich mich noch nicht zuspoilern möchte, entschuldigt.

Zum Cover: Mir gefällt es sehr gut, ich finde, es wirkt geheimnissvoll, und sowas mag ich. Dass die Figur von Band zu Band enthüllt werden soll finde ich eine klasse Idee.

Ansonsten habe ich bisher erst den Prolog gelesen.
Die verschachtelten Sätze bereiten mir keine Schwierigkeiten, ich mag sowas sogar ganz gern.

Allerdings komme ich irgendwie nicht in die Geschichte rein. Es sind mir für den Anfang irgendwie zu viele Informationen, die ich noch nicht richtig zuordnen kann, und das wurmt mich irgendwie. Allerdings denke ich, dass sich das auch bald legen wird.

Ansonsten ist der Eispalast natürlich toll, ich mag sowas.

Der Fürst und der Eiskrieger zu Beginn sind mir beide unsymphatisch. Ich hoffe, die werden nicht zu den Protagonisten.

Lese morgen weiter, bin müde. Bis dahin, gute Nacht.
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Alt 09.01.2010, 23:21   #10
Bernd Rümmelein
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

@Nazurka

Hm... interessanter Gedanke, Warrhard und Corusal nicht zu mögen
Ich mag die sperrigen Typen eigentlich gerade und Warrhard besonders.
Den freiheitsliebenden, rebellischen Krieger und Anführer der Eiskrieger, der sich gegen die gängigen Konventionen stellt. Er ist eben einer der macht, was er will. Corusal wirkt anfangs wie ein kalter Schnösel, dem es an Entschlossenheit mangelt. Im Prolog muss man ihn wirklich nicht mögen. Dafür lieben ihn die Eisbergener umso mehr. Mal sehen, vielleicht wird er dir eines Tages noch sympathisch... wie auch immer... mach dir diesbezüglich bitte keine Sorgen.

@Gar

Du hast recht. Die Nno-bei-Klan sind den Menschen ähnlich. Was ich in diesem Zusammenhang gerne erwähnen will, weil es jemand während der Lektüre des Buches erst spät festgestellt hat und verwirrt war... die Rachuren sind nicht gleich den Chimären, die sie ja für allerlei Zwecke in ihren Brutstätten züchten.
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Alt 09.01.2010, 23:27   #11
Mila
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Ich hab eben das 2. Kapitel (Seite 80) beendet.

Entweder ich habe mich an den Stil gewöhnt, oder aber die Bandwurm-Sätze sind weniger geworden. Lässt sich jetzt sehr gut lesen.
Dabei möchte ich auch nochmal bemerken, dass ich den Stil am Anfang auch nicht schlecht fand. Nur ungewohnt und nicht so einfach.
Bis jetzt sind mir noch keine unrunden Formulierungen aufgefallen.. (bei Abercrombie war das fast bei jedem 3. Satz^^)
Da gibts nichts zu meckern.
Nur sind mir bis jetzt leider schon 3 Rechtschreibfehler aufgefallen.
Seite 65:
Zitat:
Renlasol hoffte nur, dass es nicht allzu zu schrecklich werden würde.
Seite 26:
Zitat:
Das Verteidigungsheer stand in den letzten Vorbereitungen und wartete händeringend auf die versprochenen Eiskrieger, Denn bald schon[...]
..und den anderen finde ich nicht mehr.. Hätte ich mir mal die Seiten aufgeschrieben.

Zum Inhalt:

Viiele Informationen im Prolog und ersten Kapitel. Man lernt schon eine Menge über das Land, die Vergangenheit, die Machtverhältnisse etc., aber es ist natürlich noch nicht wirklich spannend. Was ich aber nicht schlimm finde, da das Ende des ersten Kapitels neugierig macht und das 2. Kapitel mir dann sehr, sehr gut gefallen hat. Hier bekommt Lordmaster Madhrab, über den wir auch schon vorher viel erfahren haben, seinen ersten Auftritt.
Madhrab erscheint auf den ersten Blick wie ein perfekter Held. Aber das stört mich nicht. Ich hab eine Schwäche für starke, mächtige Kerle mit Schwertern.. Deshalb mag ich ihn sehr gerne. Auch Madhrabs Knappe Renlasol finde ich durch seine Tollpatschigkeit und dadurch, dass er seinem Herrn unbedingt alles recht machen möchte, sehr sympathisch (Die Abkürzung "Renli" gefällt mir erinnert mich an Renly aus "A song of ice and fire").

Die Szene mit Brairac war schon hart. Aber sehr gut beschrieben, wie ich finde. Man konnte gut mit dem armen Renli mitfühlen.

@Nazu
Ab Kapitel 2 gibts keine Info-Flut mehr. Halt durch!

Bis jetzt gefällt mir das Buch.

EDIT: Jetzt hoffe ich auf den ersten Auftritt einer Frau im nächsten Kapitel
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Alt 10.01.2010, 02:03   #12
Feuerfluegel
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Zitat:
Zitat von Bernd Rümmelein Beitrag anzeigen
@Gar
Sapius ist einer der Schlüsselcharaktere in Kryson. Wenn du so willst, der rote Faden der (Haupt-)Geschichte. Er ist auf seine Weise als Charakter sperrig. Es müsste eigentlich schwer fallen, anfangs für ihn Sympathien zu entwickeln.
Faszinierend, ich mochte Sapius von Anfang an sogar recht gern. Seine "Arroganz" habe ich gar nicht so sehr, als solche wahrgenommen. Es ist ein irgendwie typisches Verhalten, eines mächtigen, aber auch mehr Wissenden, anderen gegenüber. Diese Einstellung erlebe ich sehr oft auch an der hiesigen Universität.
Auch seine Rückblicke seinen Schüler betreffend, empfand ich als interessant zu lesen. Ich liebe solche "Zwischenszenen" in denen man etwas mehr über die Charakter und ihr Leben erfährt.
In diesem Zusammenhang mochte ich natürlich auch die Erklärungen zu den Bewahrern. Einzig störend waren für mich die Bezeichnungen Lordmaster und Overlord. Selbst die Magier haben einen fremdartigen, eigenen Titel und diese Titel wirkten wie aus einem schlechten Science Fiction Schinken übernommen.
Warrhard dagegen mochte ich im Prolog nicht. Seine rauhe Art war noch erträglich und auch seine Gefühle Gebäuden gegenüber, fand ich sehr ansprechend, aber diese arrogante Art sowohl dem Fürsten als auch den Bediensteten gegenüber war mir dann doch zuviel.
Den Fürsten konnte ich ganz gut leiden. Er wirkte nicht wie ein entscheidungsunfreudiger Kerl, sondern eher wie ein besorgter Führer seines Volkes. Seine Überlegungen zeigten mir eher seine besonnene Art und auch die Zweifel ob jenes Eidbruches machten ihn zu einem glaubwürdigen Charakter.

Zum Thema Schachtelsätze: Der erste störte mich ein wenig, auch der zweite, danach hatte es für mich diesen typischen 3D Kino Effekt. Die ersten zwei Minuten empfindet man die veränderte Wahrnehmung als störend, kurz darauf aber ist man auf andere Dinge konzentriert und bemerkt diese Wahrnehmung (die Schachtelsätze) nicht mehr. Außerdem finde ich, dass du eine sehr schöne Sprachmelodie bemühst, die mir das Lesen sehr angenehm gestaltet.

Auch gefiel mir der Prolog, weil er in einer eisigen Gegend spielte. Ich liebe Fantasy in solchen Gefilden und daher kann ich mich nur den Meinungen über den Eispalast anschließen. Wunderschöne Bilder.

Sehr weit bin ich ja leider noch nicht gekommen, aber das werde ich jetzt ändern. Die Nacht ist noch lang.
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Alt 10.01.2010, 02:54   #13
Teylen
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Ich bin auf Seite 65 und habe beim nächsten kommenden Rückblick erst einmal abgebrochen. Ich bin zwar sehr gespannt auf ein paar Hintergründe zu Renlasol, aber noch einen Sprung zurück ertrage ich in dieser Nacht nicht mehr. :-)

Bisher bin ich mir nicht so sicher wo es hingeht. Das ganze hat für mich durchaus Potential, aber im Moment nerven die ganzen eingestreuten Informationen etwas. An sich habe ich nichts gegen eine gewisse Beschreibungstiefe und auch nichts gegen Hintergrundinformationen, aber für mich hauen sie derzeit immer mitten in die Handlung rein und wirken an der jeweiligen Stelle nicht immer passend. Es ist fast so, als hätte die Geschichte an einem früheren Zeitpunkt begonnen werden müssen, um all die Informationen entweder in der erzählten Zeit oder zumindest mehr im Fluß erzählen zu können.


So... während des Lesens habe ich mir einige Notizen und Stichworte gemacht. Vorsicht, ab und zu albern und nicht als Beleidigung gemeint.

Riesengebirge - Da musste ich leider sofort an das Riesengebirge auf der Erde denken und an Rübezahl, der dort leben soll und von dem ich als Kind Geschichten gelesen habe.

Im Prolog. Die Quellenangabe. Ich fand das schon beim Wüstenplaneten faszinierend wie immer wieder Quellenangaben für irgendwelche Zitate angegeben werden. Sind die Zahlen reiner Zufall oder steckt da mehr hinter?

Zwei Sonnen an entgegengesetzten Horizonten? Wie das funktioniert wüsste ich gerne. In dieser Welt kommen die Bewohner jedenfalls nicht so schnell auf die Idee, dass sie um die Sonne kreisen würde. In dem Zusammenhang irritiert mich auch die Zeitangabe 'Sonnenwenden' jedes Mal. Auf der Erde gibt's pro Jahr zwei Sonnenwenden. Auf einer Welt mit zwei Sonnen, dann...? Wieviel sind 1000 Sonnenwenden denn nun in Erdenjahren? 1000, 500, 250? Mal abgesehen davon, dass, wenn ich mich nicht verlesen habe, auf die/eine Sonnenwende ziemlich bald der Herbst folgt...?

Bei der Erwähnung der Teppiche im Eispalast dachte ich sofort an die bösen Stiefel von Warrhard... und war höchst amüsiert, dass die kurz darauf auch erwähnt wurden. Insgesamt hat die ganze Eispalast-Szene, trotz des ernsten Treffens, aber irgendwie etwas albernes. Boden schrubbende Diener, stinkender Krieger, Hausschuhe vom Chef. Ich habe mir das die ganze Zeit bildlich vorgestellt und musste ziemlich schmunzeln.

Anunzen? Penunzen?

Was jagen die Moldawar denn sonst, wenn sie eine Jagdtechnik entwickelt haben bei der sie verdammt hoch aus dem Wasser springen?

Bei der Erwähnung der Eisprinzessin musste ich zuerst an die Geschichte "Conan und die Tochter der Frostriesen" denken. Und ein wenig an eine Szene aus dem ersten Band von A Song of Ice and Fire (was ich erschrocken abgebrochen habe, nachdem ich schon in den ersten Kapiteln einen Lieblingscharakter hatte.) Ich bin gespannt was sich wirklich dahinter verbirgt.

Die Entscheidung, die Corusal zu treffen hat, fand ich eigentlich offensichtlich. An erster Linie steht natürlich die eigene Stadt und das eigene Land. Es hätte mich gewundert, wenn er anders entschieden hätte.

Sapius wird nie Ruhe finden, ist also unsterblich? (Etwas später dann die Erkenntnis: sehr wohl sterblich, kann aber sehr alt werden.)

Malidor ist Anakin oder Luke Skywalker (Kräfte, die aber ungeschult den Nutzer zu Dummheiten verleiten können) ^^ und Kaysahan ist eine männliche Version von Jessica Atreides. j/k. Im Grunde war ich erst ein wenig irritiert, dass die Sonnenreiter einerseits neutral sein sollen, aber andererseits die Leibgarde für jemanden stellen. Dann aber kamen mir die Bene Gesserit aus Dune in Erinnerung, die einerseits anderen dienen, aber... nun ja, nicht wirklich neutral sind, aber zumindest ihrer eigenen Agenda folgen. In dem Zusammenhang stolperte ich über den albernen Vergleich für Kaysahan.


Sapius gefiel mir eigentlich in seinem bisherigen Abschnitt. Charakterlich ist er wahrscheinlich wirklich nicht der sympathischste, aber ich kann seinen Standpunkt durchaus verstehen. Außerdem stelle ich mir eine Unterhaltung mit ihm interessanter vor als z.B. mit Warrhard. Dieser wiederum erschien mir in seinen Gedankenstrukturen bisher erschreckend eingleisig.

Ansonsten ist Renlasol trotz der wenigen Seiten, die ich ihn bisher gelesen habe, normalerweise ein Charakter von der Sorte, die ich sofort mag. Umso gespannter bin ich darauf wie jetzt sein Rückblick aussieht... morgen... nach ner Mütze voll Schlaf.

Mit langen Sätzen hatte ich ansonsten keine weitergehenden Probleme. Andererseits lese ich Stellen, die nicht ganz im Gehirn ankamen, ohnehin mehrfach, ohne dass es mich sonderlich stört.
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Alt 10.01.2010, 09:44   #14
Warin
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AW: Bernd Rümmelein - Kryson 01: Die Schlacht am Rayhin, Seiten 007-124

Zitat:
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Nur sind mir bis jetzt leider schon 3 Rechtschreibfehler aufgefallen.
Mir sind auch zwei, drei (noch andere) aufgefallen, Tippfehler und Wortdoppelungen. Hab sie mir jetzt aber nicht notiert.

Daher die Frage an Bernd: Wäre es für Dich, z.B. für eine weitere Auflage, von Interesse, wenn wir hier Fehlerchen rausschreiben würden? Normalerweise lasse ich Anmerkungen dazu weg, solange es sich um eine überschaubare Zahl handelt, damit kein falscher (negativer) Eindruck entsteht.

Was die Sympathiewerte der Charaktere betrifft: Ich habe in einem Interview mit Dir gelesen, dass ausgerechnet Nalkaar Dein Lieblingschara wäre. Das beste ist: Ich kann das nachvollziehen. Auf der einen Seite ist sein Kopf zwar "voll boshafter Ideen", wie er die Klan am besten vernichten kann. Auf der anderen Seite scheint ihn das Verhalten des Schänders abzustoßen. Ein eiskalter Architekt des Todes mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit, der durch eigenes Zutun seine Seele verlor. Hat was Voldemort-mäßiges

Ich glaube übrigens, langsam einen roten Faden in den Rückblenden erkennen zu können.
Spoiler (Zum Lesen auf eigene Gefahr das Kästchen mit der Maus markieren)
Sind die verdörrten Felder von Renlasols Eltern und die Moldawar das Werk von Quadalkar und seinen Bluttrinkern? Ich glaube, so eine Andeutung gelesen zu haben.
Ich gebe zu, man muss verdammt aufpassen, um jedes geschickt gestreute Informationsfitzelchen zu einem Weltbild zusammenzusetzen. Aber das macht das ganze ja auch spannend.

Bei ein paar Namen, gerade am Anfang, ging es mir wie Teylen: Ich musste schmunzeln. Alchovi klingt für mich einfach zu sehr nach Anchovi und dann noch die Sache mit den pedikürten Füssen und Samtpantöffelchen ließen mir den Herrscher schnell wie eine verweichlichte Witzfigur erscheinen. Doch Warrhard's (noch so ein Schmunzler: "War" und "hard", was für ein Name für einen Krieger) Respekt lehrt mich, dass der Mann nicht zu unterschätzen ist
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Alt 10.01.2010, 14:02   #15
Bernd Rümmelein
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@all
Wow... Ihr seid richtig fleissig gewesen

@Mila und Warin
Die Rechtschreibfehler und teils noch vorhandenen Wortdoppelungen stören mich auch. Dabei sind wir eigentlich ganz gut und mehrfach durch Lektorat und Korrektorat gegangen. Vielleicht wäre es in der Tat hilfreich, das mal zu sammeln und aufzuschreiben, damit wir das in Zukunft bei einer anderen Auflage korrigieren können. Finde ich schade, dass wir in unseren Korrekturläufen nicht mehr entdeckt haben.

Hm... die Frau müsste eigentlich bald kommen.

@Feuerflügel
Ich denke auch, dass man sich an den Stil gewöhnen kann. Es braucht seine Zeit, aber dann geht es. In der Tat habe ich versucht, einen Rhythmus oder wie du es genannt hast, eine Melodie, in die Sätze zu bringen. Wird der Text laut gelesen, lässt sich das - auch in den längeren Schachtelsätzen - einfach feststellen. Johannes Steck hat den Rhythmus sehr gut erkannt und wunderbar interpretiert. Das ist ein wirklich erstaunlicher Effekt.
Schön, dass du Corusal magst.
Spoiler (Zum Lesen auf eigene Gefahr das Kästchen mit der Maus markieren)
Er ist wichtig für die Geschichte. Allerdings spielt er im ersten Band noch keine allzu große Rolle. Erst im zweiten und dritten Band kommt er richtig zur Geltung und er ist mitnichten ein Weichei.


@Teylen

Ich finde deine Anmerkungen prima.
Zum Riesengebirge... hm... ja, als Kind mochte ich Rübezahl. Ein wunderbares Märchen. Allerdings hatte ich beim Schreiben von Kryson eher einen anderen Gedanken. Es sollte im Grunde nur die enorme Größe und Höhe der Berge des Riesengebirges ausdrücken, dessen höchster Berg - der Choquai - mit seinem Gipfel auf mehr als 11.000 Meter Höhe kommt.

Die Quellenangaben in den Texteinschüben sind frei erfunden. Sie haben... ähm... keine größere Bedeutung, außer dass sie eine solche vielleicht vermuten lassen und gut aussehen.

Oh, ja, die zwei Sonnen. Was habe ich an diesem Modell gefeilt, um es plausibel werden zu lassen. Ich hatte zunächst nur ein Bild vor Augen.
Also die Idee basiert auf einem System, das ein Astrophysiker und Mathematiker für mich nach meinen Vorstellungen entwickelt hat. Ich habe gefragt, ob das funktionieren könnte und er hat mir dann ein Modell aufgezeigt und berechnet. Die Sonnen bewegen sich sozusagen in einer "Acht" um Kryson. An den Polen siehst du in einem solchen Modell rotierende Sonnen und du hast verschiedene Dämmerungszustände in der Mitte. In der Tat ergibt sich dann einmal am Tag der Effekt, dass die Sonnen - abhängig vom Standpunkt - in gegengesetzter Richtung aufgehen, sich zur Mittagszeit überschneiden und am Abend wieder in der gegengesetzten Richtung untergehen. Eine Sonnenwende ist länger als ein Jahr. Daraus ergibt sich folgende Zeitrechnung im Modell. Sonnenwenden, Monde, Tage, Horas und Sardas. Eine Sonnenwende besteht aus vierzehn Monden - du darfst auf dieser Grundlage die Jahre selber ausrechnen - , ein Mond aus vierzig Tagen, ein Tag aus dreißig Horas und eine Horas aus zehntausend Sardas oder eben der Dauer einer entsprechenden Anzahl gleichbleibender Wimpernschläge.
Spoiler (Zum Lesen auf eigene Gefahr das Kästchen mit der Maus markieren)
Auf einem anderen Kontinenten Krysons ergibt sich deshalb ein zweiter, hochinteressanter Effekt. Auf einem Teil ist es immer Nacht und auf dem anderen immer Tag. Aufgrund der Lage gibt es keine Verschiebung und eine feste Grenze.


Anunzen... hm... eher ein Wortspiel. Die Münze steckt irgendwo drin.

Jagdverhalten der Moldawar... hm...
Spoiler (Zum Lesen auf eigene Gefahr das Kästchen mit der Maus markieren)
wie wäre es mit Flugdrachen, den uralten Erzfeinden der Moldawar?


Die Eisprinzessinnen. Mehr dazu gibt es leider erst in den Bänden 2 und 3.

Sapius ist ein Langlebiger, nicht unsterblich.

Oh nein... Malidor ist nicht Anakin oder Luke Skywalker und Kaysahan auch nicht Jessica Atreides. Bitte nicht diese Assoziationen . Sie haben ihre Bedeutung, aber die ist doch etwas anders angelegt

@Warin
Ja, Nalkaar ist mein Lieblingscharakter. Ich glaube, er wirkt vor allem deshalb so gut, weil er in den meisten Szenen mit Grimmgour auftritt und im Vergleich zu diesem Charakter nur gewinnen kann.

Der rote Faden müsste sich mit jeder Rückblende deutlicher hervortun. Allerdings gibt es auch ein paar Irrwege.

Hm... soll ich die Frage im Spoiler verraten?
Spoiler (Zum Lesen auf eigene Gefahr das Kästchen mit der Maus markieren)
Hier hat eher der dunkle Hirte seine Finger im Spiel, aber das ist ja nicht weit von Quadalkar weg.


Der Name Alchovi ist wahrscheinlich etwas ungeschickt gewählt, weil er diese Assoziation "Anchovi" leider schon mehrfach hervorgerufen hat.
Warrhard sollte in der Tat nicht unterschätzt werden. Er denkt zwar sehr gradlinig, aber er hat durchaus seine Stärken.
__________________
wenn die Welt im Sturm entschwindet...

Viele Grüße
Bernd
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