Ich hab das Buch gestern beendet. Ganz nette Geschichte, es liest sich leicht und flüssig. Doch an die Wahrheiten kommt es bei weitem nicht heran. Und das liegt an der Idee hinter der Geschichte.
Man töte einen Punta, immunisiere sich mit dem Gift und hat dann ein bisschen magische Kräfte. Die armen Puntas! Denkt denn keiner an die? Moralisch also relativ verwerflich, wenn ich das mal so sagen darf.
Dawn Cook hat einen echten Fehler begangen, als sie sich entschied die Geschichte in der Ich-Form zu erzählen. Das passt nicht, ausserdem ist Tess eine relativ geradlinige, einfache Persönlichkeit/Figur. Die fehlende Einsicht in ihre Gedankenwelt wäre der Geschichte nicht wirklich hinderlich gewesen.
Bei einer Geschichte wie die von Robin Hobb Der Weitseher oder auch Heart of the Mirage von Glenda Larke, wäre das erzählen der Geschichte und der Handlungsgründe ohne die Ich-Form zu verwenden, schlecht vorzustellen.
Was mir auch aufgefallen ist, das Miss Cook, es gerne sieht wenn ihre weibliche Hauptfigur von jeweils 2 Bewerbern umschmeichelt wird. Man denke da nur an Alissa und ihre Männer.
Der Chara der mir bis anhin am besten gefällt ist Duncan. Den hat Dawn Cook sehr interessant gemacht, charmant, nonchalant, liebenswürdig... aber auch gefährlich und geheimnisvoll.
Duncan ist auch der Grund, wieso ich den zweiten Band lesen werde. Über ihn würde ich gerne mehr erfahren. Tess ist mir, trotz ihrer Ausbildung, zu unbeholfen. Sie erinnert mich stark an Alissa aus die Wahrheiten, bloss mit mehr Eitelkeit und Selbstverliebtheit.
Jeck fand ich mit dem Verlauf der Geschichte immer langweiliger. Seine Absichten sind zu absehbar. Ich hoffe im zweiten Teil kommt da noch eine Wendung.
Also, wenn sich Tess für einen der beiden entscheiden müsste, sollte sie Duncan nehmen. Aber ansonsten denke ich mal wird sie sich zuerst auf Jeck stürzen, den prachtvollen Mann.
Ich geben dem Buch 3.5 Sterne von 5.