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Alt 20.01.2010, 16:03   #1
Astarov
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Beiträge: 7
Eigene Sprachen?

Würdet ihr eine/mehrere Sprache/n erfinden und erdenken, wenn ihr eine eigene Welt erschafft?

Also, ich persönlich bin dabei, wenigstens ein paar Grundgerüste eigener Sprachen zu entwerfen.

Ist das mit den Kenntnissen eines 6-Klässlers überhaupt möglich(auch wenn ich mich schon immer überdurchschnittlich für Sprachen und vor allem für ihre Grammatik interessiert habe)?

Würdet ihr das wagen?
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Alt 20.01.2010, 17:29   #2
Amarilla
Revolverfrau
 
Benutzerbild von Amarilla
 
Registriert seit: 16.11.2009
Beiträge: 96
AW: Eigene Sprachen?

Auf einen Versuch kann man es ja ruhig ankommen lassen
Ansonsten würde ich sagen, wenn ich jemals daran gedacht habe eine eigene Sprache zu kreieren, dann doch wohl besonders in jüngeren Jahren.
Ich denke viele kennen noch irgendwelche Geheimsprachen die sie sich als Kinder mit ihren Freunden überlegt haben, damit andere sie nicht verstehen.
Bei meinen Freunden und mir war es früher eher so, dass wir uns geheime Zeichen oder Buchstaben überlegt haben, die eine bestimmte Bedeutung hatten.
__________________
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.[...]
Ihr dürft euch bemühen,wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern. [...]
(Khalil Gibran )
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Alt 20.01.2010, 17:53   #3
neoxinnia
~nobody~
 
Benutzerbild von neoxinnia
 
Registriert seit: 09.03.2008
Ort: zwischen Hier und Dort
Beiträge: 134
AW: Eigene Sprachen?

Zitat:
Zitat von Astarov Beitrag anzeigen
Würdet ihr eine/mehrere Sprache/n erfinden und erdenken, wenn ihr eine eigene Welt erschafft?
Nein.
Wobei "Nicht mehr" wohl eher stimmen würde.
Eine Sprache vielleicht, aber mehrere nicht wirklich.
Nachdem ganzen Herr-der-Ringe-Hype, war ich ziemlich überzeugt davon, dass Sprachen in einem Fantasy Roman gut ankommen, vor allem wenn sie komplex sind, nur von wenigen gesprochen werden können, wenn sie möglichst oft vorkommt und so weiter und so fort.
Inzwischen bin ich anderer Meinung.

Ich bin nicht gegen andere Sprachen, nur, um das gleich von Anfang an klar zu stellen. Es kommt meiner Meinung nach auch sehr darauf an, wie man sie darstellt und präsentiert. Wenn du ganze Dialoge in dieser Sprache schreiben willst, dann trifft das nicht meinen persönlichen Geschmack, vor allem nicht, wenn man dann auch noch bis zum Ende des Buches Blättern muss, um nachzusehen, was dieses Worte, oder dieser Satz denn nun bedeutet. Das stört den Lesefluss.

Dennoch finde ich es toll, wenn man andere Sprachen richtig einbaut. Ich kann dir jetzt nicht einmal ein gutes Buch nennen, weil in allen, die ich bisher gelesen hab keine anderen Sprachen vorkommen. ^^" Wenn, dann waren es nur Wörter, die schnell übersetz wurden und sich durch das ganze Buch gezogen haben. Wörter, mit denen man einfach vertraut wurde. Aber eine ganze Sprache war es nicht.

Wie gesagt, ich persönlich bin kein Fan von allzu komplexen Sprachen, die mehr verwirren, als schöner Zusatz zu dem Buch sind. Aber, wenn du es dir zutraust, dass durchzuziehen, mit Grammatik und allem drum und dran und sie auch noch gut einzubauen - warum nicht?
__________________
Du hast um Hilfe geschrieen.
Ich hatte Angst.
Aber du wolltest, dass ich dich schubse.
Ich hatte Angst davor, alleine zu fallen.

- Das Gefühl des Fallens
neoxinnia ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 19:02   #4
Mithras
Heliodromos
 
Benutzerbild von Mithras
 
Registriert seit: 15.02.2009
Beiträge: 375
AW: Eigene Sprachen?

Da ich mich beim Erfinden neuer Welten gerne an der realen Welt orientiere, haben viele Kulturen reale Vorbilder. Das wirkt sich natürlich auch auf die Sprachen aus, die nicht extra neu erschaffen werden müssen. Latein und Altgriechisch sind doch auch nicht schlecht!

Dennoch spiele ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine eigene Sprache zu erfinden. Manche Völker (und damit meine ich wirklich eigenständige Völker, die, wie etwa Elfen und Orks, nicht (direkt) mit den Menschen verwandt sind) verlangen regelrecht nach einer eigenen Sprache. Sie soll nicht mehr gesprochen werden und wird daher auch nicht allzu durchdacht und komplex sein, aber sie soll der Ausgangspunkt dür die Entwicklung weiterer Sprachen sein, quasi die früheste Vorform der indogermanischen Sprachen.
Vor allem das Avestische (altpersisch) hat es mir angetan; meine Idee ist, dass die Urform dieser Sprache von einem eigens erfundenen Volk gesprochen wurde und wie das Lateinische großen Einfluss auf andere Sprachen hatte. Momentan arbeite ich an einer dazu passenden Buchstabenschrift, die bislang etwa zwanzig Zeichen umfasst. Hinzu kommen Sonderzeichen für betonung, harte und weiche Konsonanten, Stimmlage und Kenntlichmachung von Minuskel und Maiuskel.
__________________


© Akissi, 2010
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Alt 20.01.2010, 19:08   #5
Arveles
Far Dareis Mai
 
Benutzerbild von Arveles
 
Registriert seit: 28.11.2009
Ort: Zürich
Beiträge: 173
AW: Eigene Sprachen?

Ich kann mich neoxinnia in dem Punkt anschliessen, dass es teilweise mühsam ist, wenn man immer wieder in den Anhang blättern muss, um zu lesen was jetzt da geschrieben steht, weil der Autor eine erfundene Sprache benutzt.

Manchmal frage ich mich dann auch wieso überhaupt eine andere Sprache verwendet werden muss. Klar, ist es vermutlich gedacht, um ein Volk noch authentischer zu machen.
Aber je nachdem ist dies meiner Meinung nach eher überflüssig, da sowieso kein längerer Text in dieser Sprache geschrieben werden kann.

Eine Ausnahme sind für mich die Sprachen von Tolkien. Denn das sind meiner Meinung nicht irgendwelche Fantasiesprachen, sondern realistisch erschaffene Sprachen, welche man auch lernen könnte, wenn man will - gibt ja schon genug Bücher darüber.
Dass er Sprachprofessor war, merkt man dabei. Er hat genau gewusst, wie eine Sprache aufgebaut sein muss, die Grammatik funktionieren sollte etc.
Quenya und das Sindarin sind für mich, im Gegensatz zu anderen erschaffenen Sprachen - welche ja oft nur aus einzelnen Worten oder Sätzen bestehen - authentische Sprachen, weil eine ausgearbeitete Grammatik und das Vokabular dahintersteht.
Und um so etwas zu erschaffen, benötigt man meiner Meinung nach schon das nötige Know-How.
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Alt 20.01.2010, 19:53   #6
Storm
Kann ich 'ne Pistole?
 
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Registriert seit: 16.05.2009
Ort: Kiel
Beiträge: 295
AW: Eigene Sprachen?

Ich finde es auch eher nervig, wenn in einem Buch ganze Passagen in einer Sprache geschrieben sind, die man nicht verstehen kann. Auch bei Tolkien ist das nervig, auch er hat da nicht besonders leserfreundlich gearbeitet.
Ich denke mir einfach: Wenn derjenige, aus dessen Perspektive erzählt wird, die Sprache versteht, dann wird er demjenigen, dem er die Geschichte erzählt, das gesagte sicher übersetzen, vor allem, wenn er weiß, dass dieser diese Sprache eben nicht kann. Und wenn er die Sprache nicht versteht, dann macht es auch gar keinen Sinn, jedes Wort einzeln wiederzugeben, es ist im Gegenteil höchst unwahrscheinlich, dass man sich da überhaupt irgendetwas von merken kann.

Was ich reizvoll finde, ist, wenn man Völkern eigene Sprache gibt und dann aber "nur" einzelne charakteristische Wörter oder Phrasen auftauchen lässt. Wenn beispielsweise ein Volk zig verschiedene Wörter für "Feuer" hat, dann sagt das etwas über seine Identität, vor allem wenn man dann noch Reibungspunkte einbaut, wie eine Szene in der ein Angehöriger dieses Volkes einem Außenstehenden versucht zu erklären, inwiefern diese verschiedenen Wörter vonnöten sind, weil das ja alles ganz unterschiedliche Arten von Flammen sind, die sie beschreiben. Genauso finde ich Flüche, Gebete, Ausrufe aller Art ganz reizvoll, um sie in einer eigenen Sprache zu behalten, weil man für so etwas einfach auch nicht immer eine eindeutige Übersetzung hat.

Fazit: Eigene Sprachen komplett zu entwickeln finde ich kontraproduktiv, wenn es nur darum geht, einer Geschichte mehr Authentizität zu verleihen. Aber einem Volk einige Ausschnitte einer eigenen Sprache angedeihen zu lassen, um seine Identität damit runder und tiefer zu gestalten, ist in meinen Augen eine schöne Sache
Storm ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 21:21   #7
Hathor
Göttin des Westens
 
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Beiträge: 2.192
AW: Eigene Sprachen?

Zitat:
Zitat von Astarov Beitrag anzeigen
Würdet ihr eine/mehrere Sprache/n erfinden und erdenken, wenn ihr eine eigene Welt erschafft?

Würdet ihr das wagen?
Naja, warum nicht, wenn es dir Spaß macht? Ist sicher eine nette Beschäftigung

Von der Seite der LeserInnen her bin ich von der Idee weniger begeistert, weil ich den Sinn dahinter nicht so ganz sehe. Ich meine, wenn ich ein Buch lese, das in einer anderen Welt spielt, passt es sicher, wenn die eine oder andere Phrase eingestreut wird. Zum Beispiel, wenn ein Charakter immer wieder - sozusagen als "Markenzeichen" - den einen oder anderen Ausdruck der erfundenen Sprache verwendet.

Häufen sich allerdings die unverständlichen Sprüche, dann gefällt mir das gar nicht. Vor allem, wenn die Sätze dann in Fußnoten oder (noch schlimmer) im Anhang übersetzt werden. Ich hasse es, wenn der Lesefluss durch solche (meiner Meinung nach völlig entbehrliche) Anmerkungen gestört wird.

Es gibt schon Schriftsteller, die eine wirklich passende und authentisch wirkende Sprache erfunden haben. Aber sehr, sehr wenige. Wenn ich beispielsweise an diese gekünstelte und fürchterlich schlecht konstruierte "Sprache" in Eragon denke... *grusel*

Und vor allem sollte die erfundene Sprache nicht das einzig Kreative in einer Geschichte sein. Wenn die Handlung nicht passt, wenn die Charaktere schwach sind, wenn der Erzählstil schwächelt, dann nützt auch eine gut erfundene Eingeborenensprache gar nichts
__________________
Ich wähle meine Liebhaber nach ihrem guten Aussehen, meine Freunde nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand. (frei nach Oscar Wilde)
Hathor ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 21:52   #8
Verräter
behind you
 
Benutzerbild von Verräter
 
Registriert seit: 11.04.2008
Beiträge: 567
AW: Eigene Sprachen?

Wir haben hier ein ganz ähnliches Thema würde ich sagen:
http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=927

ansonsten... habe ich dort meine Meinung schon verbreitet, will mich ja nicht wiederholen.
__________________
Ein Dolch in der Nacht ist wertvoller als Hundert Schwerter am Morgen.

~Dieser Post spiegelt meine persönliche Meinung zum angegebenen Thema, oder voran gegangenen Posts wider. Du besitzt das Recht meine Äußerungen für völligen Quatsch zu halten.~
Verräter ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 20.01.2010, 21:57   #9
Hathor
Göttin des Westens
 
Benutzerbild von Hathor
 
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 2.192
AW: Eigene Sprachen?

Zitat:
Zitat von Verräter Beitrag anzeigen
Wir haben hier ein ganz ähnliches Thema würde ich sagen:
http://www.fantasy-forum.org/showthread.php?t=927

ansonsten... habe ich dort meine Meinung schon verbreitet, will mich ja nicht wiederholen.
Nun, so ganz ist das nicht dasselbe Thema. Ähnlich, aber nicht dasselbe. Hier geht es eher darum, ob man es in eigenen Geschichten wagen soll, eigene Sprachen zu erfinden.
Im anderen Thread geht es allgemein um fiktive Sprachen in der Literatur.

Darum sind die beiden Threads ja in verschiedenen Unterforen
__________________
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Hathor ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 21.01.2010, 18:24   #10
Alvadas
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 20.01.2010
Beiträge: 9
Ich bin auch dabie, eine eigene Sprache in miene Geschichten mit einzubinden und ich finde das eigentlich total cool! Nur man muss sich damit sehr viel beschäftigen(sonst passieren einem dauernd irgendwelche fehler, wie zum Beispiel, dass man falsch durch konjugiert)! Aber man sollte es mindestens versuchen(rauslassen kann man es immer noch!)

Zitat:
Zitat von Hathor Beitrag anzeigen
Naja, warum nicht, wenn es dir Spaß macht? Ist sicher eine nette Beschäftigung

Von der Seite der LeserInnen her bin ich von der Idee weniger begeistert, weil ich den Sinn dahinter nicht so ganz sehe. Ich meine, wenn ich ein Buch lese, das in einer anderen Welt spielt, passt es sicher, wenn die eine oder andere Phrase eingestreut wird. Zum Beispiel, wenn ein Charakter immer wieder - sozusagen als "Markenzeichen" - den einen oder anderen Ausdruck der erfundenen Sprache verwendet.

Häufen sich allerdings die unverständlichen Sprüche, dann gefällt mir das gar nicht. Vor allem, wenn die Sätze dann in Fußnoten oder (noch schlimmer) im Anhang übersetzt werden. Ich hasse es, wenn der Lesefluss durch solche (meiner Meinung nach völlig entbehrliche) Anmerkungen gestört wird.

Es gibt schon Schriftsteller, die eine wirklich passende und authentisch wirkende Sprache erfunden haben. Aber sehr, sehr wenige. Wenn ich beispielsweise an diese gekünstelte und fürchterlich schlecht konstruierte "Sprache" in Eragon denke... *grusel*

Und vor allem sollte die erfundene Sprache nicht das einzig Kreative in einer Geschichte sein. Wenn die Handlung nicht passt, wenn die Charaktere schwach sind, wenn der Erzählstil schwächelt, dann nützt auch eine gut erfundene Eingeborenensprache gar nichts

also Fußnoten sind eig. ganz gut(wenn sie nicht die ganze geschichte erzählen...) z.B. bei Bartimäus sind sie sehr afschlussreich und witzig! Und übrigens werden wohl wenige ihre geschichten in ihrer erfundenen Sprache schrieben, schon allein aus dem Grund, weil es niemand versteht und deshalb auch niemand kauft....

Geändert von Hathor (22.01.2010 um 18:55 Uhr) Grund: Doppelposting
Alvadas ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 21.01.2010, 19:12   #11
ZwergenTurner
Der 100%-Frotzelzwerg
 
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Ort: Die Minen von Moria...
Beiträge: 388
AW: Eigene Sprachen?

Zitat:
Zitat von Alvadas Beitrag anzeigen
also Fußnoten sind eig. ganz gut(wenn sie nicht die ganze geschichte erzählen...) z.B. bei Bartimäus sind sie sehr afschlussreich und witzig! Und übrigens werden wohl wenige ihre geschichten in ihrer erfundenen Sprache schrieben, schon allein aus dem Grund, weil es niemand versteht und deshalb auch niemand kauft....
Ach komm schon, ein wenig mehr Beachtung darf man seinem Text schon schenken. Besonders einen solch kurzen Absatz kann man ja wohl ein Mal durchlesen. Ich bin ja kein Moderator, aber ich bitte dich trotzdem den Text kurz zu überarbeiten. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.
lg, ZwergenTurner
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©Akissi 2010 DANKE!!!

...ZwergenTurner, zu Euren Diensten...

...Wer behauptet hier, Zwerge könnten keine Rüstungen nähen?!...
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Alt 22.01.2010, 13:41   #12
dragon7
Jungdrache
 
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Ort: Wien
Beiträge: 80
AW: Eigene Sprachen?

Wenn dir das erfinden von Sprachen Spaß macht, dann mach es.
Nur sei eben mit der "Dosierung" in der letztendlichen Geschichte vorsichtig.

Ich habe hier auch die Anfänge einer Sprache herumliegen - die gehört aber (bis jetzt jedenfalls) weder zu einer Welt noch zu einer Geschichte.
__________________
LEBEN - UND LEBEN LASSEN


Orbis Scriptorium
dragon7 ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 22.01.2010, 13:59   #13
Alvadas
Neues Mitglied
 
Registriert seit: 20.01.2010
Beiträge: 9
Zitat:
Zitat von ZwergenTurner Beitrag anzeigen
Ach komm schon, ein wenig mehr Beachtung darf man seinem Text schon schenken. Besonders einen solch kurzen Absatz kann man ja wohl ein Mal durchlesen. Ich bin ja kein Moderator, aber ich bitte dich trotzdem den Text kurz zu überarbeiten. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.
lg, ZwergenTurner
bist ein Erbsenzähler, was? Wenn du nicht weißt, welche Beiträge du sonst bringen sollst, dann lass es doch bitte, so etwas stört eine Unterhaltung!

Natürlich sollte man darauf achten, dass die Geschichte nicht nur von einer fiktiven Sprache lebt( übrigens habe ich erst den Rahmen der Geschichte geschaffen, bevor ich mit der Sprache angefangen habe), da muss ich dir schon Recht geben. Aber ich finde, es verbessert eine Geschichte!

Geändert von Hathor (22.01.2010 um 18:56 Uhr) Grund: Doppelposting
Alvadas ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 22.01.2010, 18:41   #14
HMP
Amüsierter Forengeist
 
Benutzerbild von HMP
 
Registriert seit: 28.01.2009
Ort: Leingarten
Beiträge: 523
AW: Eigene Sprachen?

Eine fiktive Sprache kann sein, muss aber nicht sein. Wenn sie etwas bedeutet, etwas mit der Geschichte zu tun hat, einen Sinn macht - dann wegen mir.

Bei "Thomas Covenant" zum Beispiel sind die Worte in der Sprache der Altlords machtvolle, bedeutsame Worte. Sie bewirken etwas. Und Donaldson verwendet sie außerdem äußerst sparsam.

Ebenso finde ich Parsal in "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" genau richtig dosiert.

Bei manche einem Fantasy-Werk habe ich aber das Gefühl, dass eine fiktive Sprache nichts anderes soll, als etwas fremdartig wirken zu lassen. Das könnte man aber auch anders erreichen. Die fiktiven, fremden Sprachen finde ich dort völlig überflüssig. Verbessert wurden die Geschichten dadurch nicht. Warum auch? Es stört einfach nur und hat oft genug nichts mit der Geschichte zu tun.

Eine fiktive Sprache erfinden? Ich habe eine erfunden. Ich verwende sie aber in dem Werk nur in ganz besonderen, wenigen Augenblicken. Dann, wenn sie etwas ausdrücken sollen, wenn es nicht anders geht. (Die Übersetzung wird aber postwendend erklärend mitgeliefert.) Und es gibt keine ganzen Absätze in dieser Sprache.

Ich kann Hathor nur zustimmen: zu viel in einer fremden Sprache behindert den Lesefluss.

Ein kleines Beispiel aus der "Realität": "Krieg und Frieden" von Tolstoi. Tolles Werk ... nur nicht leicht zu lesen. Französisch war auch seinerzeit die Sprache am Zarenhof. Zu dem Doppelband, den ich hier liegen habe, gehört ein engbeschriebenes Heftchen mit den ganzen Übersetzungen. Nervt unheimlich, da immer reinzuschauen. Und Französisch ist nicht einmal eine fiktive Sprache und ich habe es mal gelernt (aber nie beherscht ).
__________________
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Alt 22.01.2010, 19:12   #15
Bergtatt
Mitglied
 
Registriert seit: 04.01.2010
Ort: Bayern
Beiträge: 32
AW: Eigene Sprachen?

Zitat:
Zitat von HMP Beitrag anzeigen
Ein kleines Beispiel aus der "Realität": "Krieg und Frieden" von Tolstoi. Tolles Werk ... nur nicht leicht zu lesen. Französisch war auch seinerzeit die Sprache am Zarenhof. Zu dem Doppelband, den ich hier liegen habe, gehört ein engbeschriebenes Heftchen mit den ganzen Übersetzungen. Nervt unheimlich, da immer reinzuschauen. Und Französisch ist nicht einmal eine fiktive Sprache und ich habe es mal gelernt (aber nie beherscht ).
Offtopic: Welche Übersetzung hast du? Bei meiner sind bisher (hab etwa 1/4) etwa 2-3 französische Stellen aufgetaucht, kommt da noch mehr oder haben wir verschiedene Versionen? Meine ist von einem Hermann Röhl.

Ontopic: Kommt immer ganz drauf an. Ich glaube, beim Herr der Ringe war sogar die Sprache vor dem Buch da.
Ein Negativbeispiel ist Eragon: Anfangs fand ich die alte Sprache recht interessant und für Zaubersprüche auch irgendwie nötig, aber als dann auch noch das Zwergische kam, wurde es deutlich zu viel. Ich hab permanent hinten nachgeschlagen. War jetzt auch nicht so überragend von der puren Ästhetik her.
Positivbeispiel fällt mir grad keins ein. Gibt's aber sicher auch das eine oder andere. Grundsätzlich aber eher contra Sprachen.
__________________
Bis leise Stimmen tief im Dunkel singen
Vor ihrer Herzen Purpur-Baldachin,
Und aus dem Äthermeer auf roten Schwingen
Träume, wie Sonnen groß, ihr Blut durchziehn.

Aus "Die Irren" von Georg Heym (†1912)
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